Strandurlaub oder lieber Motorradfahren? – Warum sich entscheiden, wenn BEIDES möglich ist? Folgende 10 Motorradtour-Traumziele machen Wasserratten und Motorradfahrer gleichermaßen glücklich.
Motorradtouren mit Karibik-Feeling
Wer träumt nicht davon, im Urlaub an einem endlos weißen Sandstrand zu chillen und im türkisfarbene Meer zu plantschen?
Doch wie lässt sich das mit einer Motorradtour verbinden?
Die gute Nachricht: Ihr müsst nicht zwischen Berge oder Meer, Fahrspaß oder Badespaß wählen.
Bei den folgenden Top-10-Traumzielen lässt sich karibisches Flair ideal mit einer lohnenswerten Motorradtour verbinden.
1. Slowenien: Soca-Tal – Traum in türkis!
Vermutlich gehört Slowenien zu den meist unterschätzten Tour-Regionen Europas. Dabei warten dort neben einer faszinierenden Landschaft Routen, die jedes Bikerherz höher schlagen lassen.

Die atemberaubende Soca: ein Juwel in den Julischen Alpen
Motorradtour-Tipps
Sella Nevea/Predilpass
Der Wildfluss Tagliamento entspringt am Mauriapass (SS52) im oberitalienischen Friaul und mündet zwischen Bibione und Lignano nach 170 Kilometern in die Adria. Im Sommer ist er allerdings oft ausgetrocknet.
- Folgt dem Tagliamento über die SS52/SS13 bis Chiusaforte und fahrt weiter über den Sella de Nevea (SP76).
- Kurz vor der Einmündung zum Predilpass (SS54/203) passiert Ihr rechterhand den Lago de Predil.
(Parkmöglichkeiten finden sich beispielsweise am Restaurant Chalet Al Lago.)
Soča-Tal
Haltet Ihr Euch sodann südlich, passiert Ihr die italienisch-slowenische Grenze und erreicht siebzehn kurvenreiche Kilometer weiter das Örtchen Bovec, die heimliche Hauptstadt des Kanusports.
Es folgen vierzig entspannte, aber kurvenreichen Kilometer bis Most na Soči, immer hübsch an der türkis leuchtenden Soca entlang.
Fix rüber nach Kroatien
Und wenn Ihr schonmal da seid: Wie wär’s mit ‘nem Abstecher nach Kroatien?
Keine dreihundert Kilometer südlich wartet der betörende Nationalpark Plitvicer Seen mit seinen imposanten Wasserfällen.
(Hier wurden übrigens gleich mehrere “Winnetou”-Filme gedreht, unter anderem “Der Schatz im Silbersee”.)
Bleder See
Eine Tour Richtung Norden könnte Kurvenhungrige möglicherweise enttäuschen, denn fahrtechnisch bietet die Strecke bis Tarvis keinerlei Überraschungen.
- Über die SS54 erreicht Ihr das Örtchen Kranjska Gora.
Wer mag, macht kurz vor Erreichen der italienisch/slowenischen Grenze (ab Fusine in Valromana) einen Schlenker zu den smaragdgrünen und kristallklaren Lagi di Fusine. - Ähnlich unspektakulär geht’s weiter über Jesenice nach Bled, zum gleichnamigen See.

Postkarten-Idylle: Bledersee mit seiner Insel.Gut zu wissen:
In der Kirche der Insel wartet eine Wunschglocke darauf gebimmelt zu werden!
Was es damit auf sich hat, erfahrt Ihr auf der Webseite der Bleder Touri-Info: >> www.bled.siWer zur Insel möchte, kann sich von einem Fährmann in einem der dreiundzwanzig “Pletna-Boote” übersetzen lassen.
Jedes dieser traditionellen Holzboote mit buntem Stoffdach fasst bis zu achtzehn Passagiere. Sie wurden nach dem Vorbild venezianischer Gondeln gebaut, haben jedoch ein breiteres Heck und werden stehend mit zwei Rudern manövriert. - Alternativ biegt bei Podkoren ab auf den Wurzenpass (B201/109) und nehmt Kurs auf den azurblauen Faaker See, den angeblich wärmsten Sees Österreichs. Allerdings ist es nicht ganz so leicht, an ihn heran zu kommen.
(Der Wurzenpass zeigte sich damals ziemlich rumpelig und hatte somit keine Chance, es in die Liste meiner Lieblingspässe zu schaffen.)
Wo das Foto mit Blick auf den Faaker See geschossen wurde?
Werft einen Blick in unseren Tourbericht:
>> Motorradurlaub 2019 – Teil 1: Kärnten
Tipp für abenteuerlustige “Könner”:
Während sich die oben genannten Routen locker auch von Motorrad-Rookies bewältigen lassen, empfehlen sich die folgenden eher für Motorradfahrer mit ausreichend Fahrpraxis:
- Biegt vom Sella Nevea kommend in den den Predilpass ein und macht kurz hinter der Grenze zu Slowenien einen Abstecher zur Mangartstraße (902).
Die ehemalige Militär- und heutzutage mautpflichtige, abenteuerliche Sackgassen-Straße endet kurz vor der Lahnscharte, dem höchsten Punkt der Julischen Alpen. - Folgt ab Bovec der 206 nach Trenta und zirkelt sodann über den kehrenreichen Vrsic-Pass durch den Triglav Nationalpark nach Kranjska Gora.
2018 ging es mit meiner damals niegelnagelneuen Streety zunächst ins schöne Allgäu, über Österreich nach Slowenien und von dort weiter nach Kroatien.
War es ein Traum-Motorradurlaub? – Lest selbst:
2. Jura-Gebirge Frankreich – Schluchtenidylle + Wasserspaß
Das liebliche französische Jura lockt nicht nur mit leckerem Comté-Käse, sondern auch mit seiner abwechslungsreichen Landschaft:
Jene beglückt unter anderem mit türkisfarbenen Flüssen und Seen wie aus dem Bilderbuch.
Erwähnenswert sind nicht nur Flüsse Doubs und Ain, sondern vor allem auch Seen wie der Lac de Clairvaux, der Lac de Chalain und Lac de Vouglans.

Links: Lac de Vouglans
Rechts: Plage de Doucier am Lac de Chalain:
Wer kann den glitzernden, türkisgrünen Fluten schon widerstehen?
Motorradtour-Tipps
Seen-Tour in die Schweiz
Vom Französischen Jura ist’s nur ein Katzensprung in die Schweiz.
- Fahrt doch mal rüber zum Neuenburger oder Bieler See?
- Auch der Genfer See liegt gleich ums Eck und
- keine hundert Kilometer weiter südlich lässt sich der karibisch leuchtenden Lac d’Annecy bestaunen.
Warum es uns während unseres Jahresurlaubs 2023 urplötzlich von der schönen Provence ins Jura-Gebirge verschlug, könnt Ihr hier nachlesen:
3. Schweiz – Kurvenkarussell und Landschaftsflash
In der Schweiz hat der liebe Gott eine echte Glanzleistung vollbracht und eine atemberaubende Landschaft erschaffen, die hinter jeder Ecke unweigerlich diverse “Aaahs und Ooohs” hervorruft.
Motorradtour-Tipps
Very british: Ace-Café Luzern
Unweit des sehenswerten Städtchens Luzern findet sich der schweizerische Abklatsch des britischen Ace-Cafés:
Vierwaldstättersee – Sarnersee – Lungerersee
Folgt Ihr ab Luzern der Route um den betörenden Vierwaldstätter See Richtung Süden, landet Ihr am ähnlich karibisch anmutenden Sarnersee und (wenige Kilometer weiter) am Lungerersee im Berner Oberland.
- Fahrt anschließend über den Brünigpass Richtung Süden nach Brienzwiler oder
- cruist über die Panoramastraße durch das schöne Emmental mit Endziel Thun.
Thunersee + Brienzersee
Während unseres Kurztrips 2021 hat es uns besonders das Städtchen Thun im Berner Oberland angetan, durch das sich die liebliche Aare schlängelt, um schließlich in den aquamarinfarbenen Thunersee zu münden.
Aber auch bei der Weiterfahrt staunten wir Bauklötze, denn gleich dahinter – bei Interlaken – findet sich der ähnlich türkis schimmernde Brienzersee.

Karibik-Feeling in der Schweiz
Links: Thunersee – Rechts: Brienzersee
Auf zum Pässe-Rodeo!
Kurvenfreaks fahren schnell weiter nach Innertkirchen, denn just hinter dem Ort geht’s ins ultimative Pässeparadies.
Dabei habt Ihr die Qual der Wahl:
Erst über den Susten- oder doch zunächst über den Grimselpass und weiter über den Furkapass, um dort das “Must-have-Foto” zu schießen, das schließlich so gut wie jeder Biker in der Schublade hat…?
Ganz gleich, wie Ihr Euch entscheidet: Jede Richtung macht gleichermaßen Laune!

Must-have-Stilleben:
Mopped vor dem verwaisten “Kehren”-Hotel,
dem Gletscherhotel Belevedère auf dem Furkapass.
In Andermatt bzw. Hospental wartet sodann die nächste Entscheidung:
- Über den (unspektakulären) “Oberalppass” rüber zur grandiosen Rheinschlucht
- oder über die abenteuerliche alte, kopfsteingepflasterte Gotthardstraße nach Airolo, von dort über den Nufenenpass und über den Grimsel bzw. Furka-/Sustenpass retour, um den Kreis zu schließen.
2021 quartierten wir uns – für Schweizer Verhältnisse relativ günstig – in der Sherlock-Holmes-Stadt Meiringen ein. – Top oder Flop?
Lest selbst:
4. Bayern/Tirol – Alpenseen und Bergpanorama
Das Bayerische Oberland zwischen Lech und Inn entzückt nicht nur mit Weißwurst und Bier, sondern auch mit Seen und Flüssen zum Verlieben:
So windet sich beispielsweise der Lech über 250 Kilometer vom österreichischen Vorarlberg bis in die Donau und durchfließt unter anderem Füssen, wo er sich in den seegrünen Forggensee ergießt.
Ähnlich beeindruckend ist der Eibsee in Grainau mit seinen acht kleinen Inseln.
Von hier führt eine Seilbahn zur berühmten Zugspitze, der höchsten Erhebung in Deutschland, an der österreichischen Grenze.
(B23/B189 Fernpass)
Absolute Highlights sind sowohl der betörend türkisfarbene Plansee als auch der Walchensee, der zu Recht den Beinamen “Bayerische Karibik” trägt.
Motorradtour-Tipps
Tour zum lockeren Einschwingen
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Fahrt ab Pfronten über den reizenden Gaichtpass rüber nach Österreich,
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folgt ein kurzes Stück dem Lech und überquert den kurvenreichen Namlospass, der bei Bichlbach in den Fernpass mündet.
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Von dort geht’s entweder ostwärts zum zauberhaften Eibsee oder Richtung Norden zum traumhaften Plansee.
- Wer einen größeren Bogen nicht scheut, durchfährt den Ettaler Forst, umrundet das Ammergebirge und steuert letztendlich den Forggensee an.
Tipp: Ganz in der Nähe liegt übrigens das Schloss Neuschwanstein.
Pässe-Spaß
Statt im Lechtal auf den Namlospass abzubiegen, folgt der Straße Richtung Süden.
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Hinter Elmen geht’s über das Hahntennjoch nach Imst.
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Von dort bietet sich ein Abstecher zum Timmelsjoch an und darüber hinaus ein Besuch im Motorradmuseum, dem “TOP Mountain Motorcycle Museum Crosspoint”, unmittelbar vor der Mautstation.
Wie wir es einst erlebten, ist es allerdings nicht mehr, sondern wurde nach einem verheerenden Brand komplett neu aufgebaut.
>> Beitrag “Europas höchstes Motorradmuseum am Timmelsjoch” www.motorrado.de/europas-hoechstes-motorradmuseum) -
Alternativ fahrt südlich nach Landeck und schwingt über den Arlberg- und den Flexenpass zurück ins Lechtal.
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Über Landeck erreicht Ihr aber auch das Paznauntal, an dessen nördlichem Ende die mautpflichtige, ins Montafon führende Silvretta Hochalpenstraße lockt. (Erkundigt Euch besser vorab, ob sie tatsächlich geöffnet ist!)
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Ab Brunnental fahrt Ihr dann entweder über die Arlbergstraße bis Stuben und über den Flexenpass heim.
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Oder kurvt hinter Bludenz über das Faschinajoch und kehrt über den Schröckenpass zurück zum Ausgangspunkt.
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Tipp für alle, die hoch hinaus wollen:
Fahrt Richtung Süden nach Prutz und biegt dort ab ins Kaunertal, um die (mautpflichtige) Kaunertaler Gletscherstraße zu rocken.
Sparfüchse machen im Anschluss noch einen kurzen Abstecher ins Zollfreigebiet Samnaun, um günstig zu tanken.
Türkis, wohin das Auge reicht!
Bei unserem zweiten Motorradurlaub in Bayern verschlug es uns nach Krün, im Werdenfelser Land.
Gleich ums Eck liegt der prachtvolle Walchensee.
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Empfehlen können wir euch eine Tour durch die (mautpflichtige) Wallgau-Vorderriß-Straße, die einsam entlang der schönen Isar und letztenlich zum traumhaften Sylvensteinspeicher führt.

Auf der Route durch die Vorderriß begleitet euch die funkelnde Isar. -
Haltet euch sodann nördlich Richtung Lenggries und biegt in die Jachenau ein.
Die schmale, einsame Straße führt euch hinter dem Ort am Südufer des Walchensees entlang und mündet in die B11. -
Gönnt euch zum krönenden Abschluss die Fahrt über den Kesselberg zum Kochelsee.
- Alternativ macht ab Sylvensteinspeicher einen Abstecher zum südlich gelegenen Achensee, der sich – zumindest bei Sonnenschein – kaum hinter dem vorgenannten verstecken muss.
Was es bei unseren Touren 2018 und 2019 mit Basis im Allgäu bzw. Werdenfelser Land zu entdecken gab, könnt Ihr hier nachlesen:
5. Italien: Dolomiten/Trentino/Südtirol – Kurvenzauber Deluxe
Neben endlosem Kurven- und Kehrenspaß bieten die Dolomiten auch eine Menge für’s Auge:
Der Karersee ist bekannt für sein smaragdgrünes Wasser, in dem sich die Berge des umliegenden Latemar-Gebirges spiegeln.
Noch grandioser fanden wir jedoch den Lago di Alleghe in der Provinz Belluno (Venetien) und auch der Auronzostausee überzeugt durch ein faszinierendes Farbenspiel.
Motorradtour-Tipps
Pässekarussell Dolomiten: Kurven bis zum Abwinken!
Wer sich mal so richtig schwindelig fahren möchte, ist in Südtirol bzw. den Dolomiten bestens aufgehoben.
Ein klasse Basisort ist Ora (Auer) an der lieblichen Südtiroler Weinstraße. Von dort lassen sich zahlreiche Rundtouren fahren und dank des milden Klimas müsst Ihr auch beim abendlichen Zusammenhock nicht frösteln.
(Lohnenswerte Alternativen sind Kaltern und Tramin.)
Hier nur einige von vielen Tour-Ideen:
- Cruist über das Lavazejoch nach Welschnofen und von dort über den Karerpass nach Canazei.
- Über das Sellajoch geht’s nach Selva (Wolkenstein) und weiter über das Grödner Joch nach Corvara.
- Fahrt ab Arabba über das Pordoijoch zurück nach Canazei und gleich wieder hoch zum Fedaiapass.
- Genießt bei der Abfahrt den Blick auf den türkis schimmernden Lago di Alleghe und überquert den Passo San Pellegrino, um von Moena entspannt zurück nach Ora zu rollen.
Pässe-Fieber in den Bellunser Dolomiten
Alternativ bietet sich ab Arabba eine schöne Runde durch die Bellunser Dolomiten an:
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Nehmt zunächst die fantastische Route über den Passo di Giau nach Cortina d’Ampezzo und fahrt über den Passo Tre Croci nach Auronzo di Cadore zum türkisfarbenen Auronzostausee (Lago di Santa Caterina).
Tipp für Wanderfreudige:
Zirka fünf Kilometer östlich von Cortina beginnt ein ebenso langer Wanderweg zum einsamen Sorapissee (Lago di Sorapis), der einen unglaublichen Blick auf die umliegenden Gipfel (unter anderem die Drei-Zinnen) bietet.
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Zurück geht’s durch das Eismachertal (Val di Zoldo) nach Agordo und über den Aurine- und den Ceredapass nach Tonadico.
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Schließlich trennt euch nur noch der kehrenreiche Rollepass von Predazzo und knapp vierzig Kilometer weiter seid Ihr zurück in Ora.
Trentino
Spielt das Wetter in der Dolo-Region mal nicht mit, macht doch mal einen Abstecher ins schöne Trentino?
Dort wartet unter anderem der lagunenblaue Caldonazzosee (Lago di Caldonazzo), eine weniger überlaufene Alternative zum südlich gelegenen Gardasee. Oder wie wär’s mit einem Trip zum smaragd schimmernden Tennosee (Lago Azurro) und dem dreißig Kilometer weiter wartenden Ledrosee?
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Fahrt über Grauno und Cembra zum Caldonazzosee.
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Sodann geht’s über den Passo della Fricca und den Passo del Sommo nach Rovereto und Riva del Garda.
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Macht von hier einen Abstecher zum Ledrosee oder fahrt direkt weiter Richtung Tennosee.
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Nehmt ab Ponte Arche die Strecke am Molveno-See vorbei über den (kaum wahrnehmbaren) Sella di Andalo ins Val di Non, um über Ronzone den Mendelpass zu erklimmen.
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Wer einen weiteren Pass mitnehmen möchte, nimmt die Route über Pinzolo und den Passo Campo Carlo Magno nach Dimaro im Val di Sole. Anschließend geht’s über Fondo und den Mendelpass zurück nach Ora.
6. Frankreich: Provence – Canyons und Lavendelfelder
Von manchen Orten muss man lange träumen, bis man sie endlich live sehen darf.
So erging es uns mit der spektakulären Verdonschlucht (Grand Canyon du Verdon).
Getoppt wird der bis zu 700 Meter tiefe Canyon nur vom betörenden Lac de Sainte Croix, gleich “nebenan”.
Im krassen Gegensatz dazu steht – zumindest von Juni bis August – die lila-blaue Lavendel-Landschaft der näheren Umgebung.
Motorradtour-Tipps
Verdon-Schlucht
Ausgangspunkt zum östlichen Einstieg in die Schlucht ist das beschauliche Städtchen Castellane.
Hier habt Ihr die Qual der Wahl:
- Fahrt entweder nördlich, über die D952 oder
- nehmt die südliche Route über die D71.
Wie auch immer ihr euch entscheidet:
Beide Routen machen gleichermaßen Laune und führen zum künstlich angelegten Lac de Sainte-Croix, dem türkisfarbensten See, denn wir je erblickt haben!
Dabei empfehlen wir Menschen ohne Höhenangst für den Hinweg die südliche und für den Rückweg die nördlich Route, denn so liegen die Parkbuchten an den Aussichtspunkten unmitelbar in Fahrtrichtung.
Tipp für Unerschrockene:
Schwindelfreie Menschen ergänzen die Nord-Route, östlich von La-Paluds-sur-Verdon mit einem Schlenker über die aussichtsreiche Route des Crêtes (D23).
Schluchten-Fieber
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Fahrt ab Castellane gen Norden zum aquamarinfarbenen Lac de Castillon oder nehmt den Weg über die grandiosen Clue de Taulanne nach St. André-les-Alpes, um dort den azurblauen “Baie d’Angles” zu bestaunen.
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Über den Col de Toutes Aures erreicht Ihr die Galange-Schlucht und hinter Saint-Benoit schließlich die D902, die euch zur beeindruckenden Daluis-Schlucht führt.
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Folgt der D28 über den Col de Valberg nach Beuil und genießt das Felsenpanorama der “Gorges du Cians”. Schließlich geht’s per D6202 ostwärts ins hübsche Städtchen Entrevaux.
Von Kehrenspaß bis Sightseeing-Tour
Castellane können wir als Basisort übrigens nur empfehlen: Auf zum Lac de Serre-Poncon, zum Mittelmeer oder zur Route des Grandes Alpes (RdGA)? – Alles kein Problem.
Seealpen
Die Seealpen erstrecken sich von den östlichen französischen Alpen bis bis rüber nach Italien. Fahranfängern ist die Region nicht unbedingt zu empfehlen, es sei denn, sie sind sportlich oder hocken so sicher im Motorradsattel, dass sie weder enge noch steile Pass-Passagen erschrecken.
Geht’s Richtung Mittelmeerküste, empfiehlt sich ein Abstecher zu den Calanques bei Marseille und ins Esterel-Gebirge, zwischen Cannes und Saint-Raphael.
Die Küstenstraße (“Corniche d’Or”) führt unmittelbar an den purpurroten Felsen vorbei, ist allerdings selten verkehrsarm und fahrtechnisch maximal “ganz nett”.
7. Italien: Toskana – Heiße Quellen + coole Strände
Die italienische Toskana beglückt unter anderem mit sanften Hügeln, malerischen Weinbergen und traumhaften Küsten.
Motorradtour-Tipps
können wir Euch leider nicht bieten, denn bislang waren wir noch nicht dort. Jedoch steht die Region definitiv auf unserer Bucket-List.
Thermalbäder
Zirka hundert Kilometer südlich von Florenz liegt Saturnia, wo im Ortsteil Manciano die Wasserfälle Cascate del Mulino 37,5 Grad warmes Wasser aus den Saturnia-Quellen in natürliche Thermalfelder spucken.
Das Thermalbad ist rund ums Jahr kostenlos zugänglich, allerdings gibt’s weder Duschen noch Toiletten und angeblich ist’s dort selten so einsam, wie zahlreiche Bilder suggerieren.
(Achtung: Nicht zu verwechseln mit nahegelegenen Luxushotel “Terme di Saturnia”, das gleich vier Außenthermal- und Whirlpools bietet. Dort könnt Ihr entweder für eine Stange Geld übernachten oder einfach ein Tages- oder Halbtagesticket für das Thermalbad buchen.)
Angeber-Wissen:
“Thermalbad” darf sich ein Ort nur dann schimpfen, wenn das Quellwasser beim Austritt wärmer als 20 Grad ist.
Das schwefelhaltige Thermalwasser der Saturnia-Quelle hilft erwiesenermaßen gegen Muskelverspannungen, Hauterkrankungen und Rheuma.
Allerdings verzieht sich der Schwefel-Geruch selbst nach mehreren Wäschen nur schwer aus der Kleidung, so dass man besser nicht sein liebstes Badezeugs trägt. Darüber hinaus tummeln sich in der Quelle offenbar rote “Würmer” (Zuckmücken-Larven), die ihre Farbe dem sauerstoffarmen Wasser verdanken.
- Ein weiteres toskanisches Thermalbad ist Bagni di San Filippo
- und achtzig Kilometer von Siena entfernt liegt der große Trasimanische See.
Angeblich ist die Wasserqualität im Hochsommer nicht immer ideal, so dass er zur Algenbildung neigt, jedoch würden wir uns gern mal höchstselbst davon überzeugen.
Strandspaß
An der Küste findet sich bei Rosignano Marittimo ein vier Kilometer langer Strand und auch der Karibikstrand von Vada an der Maremma-Küste eilt seinem Ruf voraus.
8. Frankreich: Normandie – Viel Geschichte, wenig Kurven
Auf dem Weg in die mystisch anmutende Bretagne lassen viele die Normandie achtlos links liegen. Ein Fehler, denn dort lassen sich geniale Sonnenuntergänge bestaunen.

Unvergessliche Sonnenuntergänge in der Normandie
Obendrein bietet die Region gleich zwei touristische Straßen für Feinschmecker, die
Ok, nicht so unser Ding. Nichtsdestotrotz haben wir uns in der Region gleich zweimal sehr wohl gefühlt.
Motorradtour-Tipps
Anfahrts-Tipp
Wer eine spannende Anfahrt wünscht, schraubt sich durch die Belgischen Ardennen nach Frankreich.
Im Anschluss lockt die traumhafte Alabasterküste mit ihren hohen Kreidefelsen von Treport bis Le Havre.
Bei Le Havre überspannt eine windbeständige Schrägseilbrücke die Seine mit einer Steigung von 6 Prozent, die Brücke der Normandie.
Die Passage ist mautpflichtig – Motorräder und Trikes dürfen das beeindruckende Bauwerk jedoch kostenlos überqueren.
D-Day-Strände: Reise in die Vergangenheit
Bei Weiterfahrt in südliche Richtung warten die zahlreichen D-Day-Strände auf Entdeckung: Omaha Beach, Gold Beach, Juno Beach, Sword Beach und wie sie alle heißen.
Must-Sees für Geschichtsinteressierte:
Auch im Umland findet sich allerhand Sehenswertes für Freunde der jüngeren Zeitgeschichte, so zum Beispiel
- die Batterie Allemande bei Longues-sur-Mer,
- Reste des künstlichen Hafens Mulburry B. bei Asnelles,
- das 360-Grad-Kino und das Museum “Musée du Débarquement” in Arromanches
- und der amerikanischer Soldatenfriedhof oberhalb von Omaha Beach.
Die normannische Schweiz (La Suisse Normande)
Wer nicht nur auf Sightseeing aus ist, macht einen Abstecher ins Hinterland.
Dort versteckt sich die Normannische Schweiz (La Suisse Normande) mit ihren steilen Abhängen und Schluchten und bis zu 400 Meter hohen Hügeln. Nette Kürvchen sind ebenfalls dabei.
Halbinsel Cotentin
Die Halbinsel Cotentin punktet zwar kaum mit Fahrspaß, dafür jedoch mit weiteren Highlights:
- Im Osten findet Ihr beispielsweise den “Utah Beach” und die “Ile de Tatihou”.
Insel Tatihou
Wer auf die Insel übersetzen möchte, hockt sich in Saint-Vaast-la-Hougue in das urige Amphibienfahrzeug.
Dieses fungiert bei Hochwasser als Boot und rollt bei Niedrigwasser dank seiner Räder über den Meeresboden. - In der Ärmelkanalbucht, dem Golf von St. Malo im Westen der Halbinsel liegt unter anderem das überwältigende Cap de Carteret.

Türkisfarbenes Meer am Cap de CarteretFähren zu den britischen Kanalinseln:
Fähren nach Jersey:
- Expressfähre Manche Iles ab Carteret (April bis September: 1h15) und Granville (April bis Oktober: 1h25)
- Condor Ferries ab St. Malo (ganzjährig 1h25)
Fähren nach Guernsey:
- Condor Ferries ab St. Malo (2h5) oder Cherbourg
- Express-Fähre Manche Iles (1h20), nördlich von Flumenville
- ab Jersey (St. Helier)
Le Mont-Saint-Michel
Von der Halbinsel Cotentin ist’s nur ein Katzensprung bis zum magischen Klosterberg Mont-Saint-Michel:

Während unserer ersten Normandie-Tour (2005) konnte man mit dem Motorrad noch unmittelbar vor dem Mont-Saint-Michel parken.
Weitere Infos: >> de.normandie-tourisme.fr/absolut-sehenswert/mont-saint-michel
Bretagne
Südlich des Mont-Saint-Michels beginnt mit Saint-Malo die Bretagne.
Leider waren wir noch nicht dort, müssen dort aber unbedingt nochmal hin, allein schon wegen all der betörenden Buchten und Strände; unter anderem:
- Die Sandküste (Côte des Sables) zwischen Roscoff und Plouescat lockt mit endlosen Sandstränden, einem karibisch leuchtenden Meer und den berühmten Dünen von Keremma.
- An der Rosa Granitküste (Côte de Granit Rose) wimmelt es nur so vor bizarren Felsen, die bei Sonnenuntergang rosa, orange und rötlich leuchten.
Unsere zweite Normandie-Tour führte uns ins knapp 500 Menschen starke Dörfchen Arromanche-les-Bains, in dem sich definitiv mehr Touristen als Einwohner tummeln. (Dort wurde im Zweiten Weltkrieg der künstliche Landeabschnitts-Hafen “Gold Beach” errichtet, um Truppen und Nachschub an Land zu bringen. )
9. Rheinschlucht und Umgebung – Der Rhein von seiner schönsten Seite
Jedes Kind aus Nordrhein-Westfalen kennt den Rhein, den über tausend Kilometer langen Strom, der in der Schweiz entspringt und letztendlich in der Nordsee mündet.
Nix Besonderes, sofern man im Rheinland weilt, wo er als verkehrsreiche und trübe Wasserstraße halt so durch die Landschaft fließt.
Aber habt Ihr das Gewässer mal in der Nähe seines Ursprungs erlebt?
Motorradtour-Tipps
Oberalppass
Kommt Ihr aus dem Grimsel-Furka-Susten-Pässekarussell, landet Ihr irgendwann in Andermatt und seid ruckzuck auf dem kurventechnisch eher spaßbefreiten Oberalppass. Dafür ist es jedoch der wohl einzige Alpenpass, der mit einem Leuchtturm dienen kann.
Klingt allerdings reizvoller, als es ist, denn der Turm ist so mickrig, dass man ihn leicht übersieht.
Magische Rheinschlucht
Um der Eintönigkeit des drögen Oberalppasses zu entkommen, verlasst ihn spätestens bei Ilanz und tourt stattdessen durch das Safiental bis Versam.
Freizeit-Tipps in der Nähe
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In Versam könnt Ihr Kanufahren oder Euch an einer Rafting-Tour in der Vorderrhein-Region erfreuen.
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Ganz in der Nähe liegt der bezaubernde Caumasee, der im Sommer bis zu 24 Grad warm wird.
Zwar lässt sich jener nicht direkt anfahren, ist aber für Lauffaule immerhin per Standseilbahn erreichbar. -
Und gleich ums Eck findet sich der ähnlich karibisch anmutende Crestasee.
Serpentinen-Zauber
Fahrt Ihr vom Safiental weiter nach Thusis habt Ihr alle Möglichkeiten der Welt:
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Fahrt ab Tiefencastel östlich über den genialen Albulapass nach La-Punt,
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südlich über den (Gute-Laune-)Julierpass nach Silvaplana oder
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nordöstlich über den Flüelapass nach Davos.
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Alternativ dreht doch mal eine große Runde über Montespluga, Splügen- und Majolapass?
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Von dort ist’s nicht mehr weit zum Berninapass und Livigno.
Angeber-Wissen:
Einst war das heutige, italienische Zollfreigebiet Livigno dank der strengen Winter bis zu sechs Monaten im Jahr von der restlichen Zivilisation getrennt. Dann hatten schlaue Menschen der schweizerischen Engadiner Kraftwerke jedoch eine Idee: “Lasst uns doch einen künstlichen See erschaffen?”
Während der Bauphase buddelte man einen dreieinhalb Kilometer langen Tunnel zum Schweizer Ofenpass und weiß, ihn noch heute gewinnbringend zu nutzen:
Pfiffigerweis machten sie den schmalen, düsteren Munt-la-Scherra-Tunnel mautpflichtig und erklärte ihn zum wechselseitig befahrbaren Einbahn-Tunnel.Tickets könnt Ihr sowohl vor Ort als auch online kaufen. (Letztgenanntes ist günstiger!)
Kostenpunkt für Motorradfahrer 2025 bei Online-Bestellung: 11 Schweizer Franken (Oneway) – 17 CHF (Retour)
Aufpreis bei Kauf vor Ort: 2 bzw. 3 Schweizer Franken
>> www.livigno.eu/de/tunnel-munt-la-schera-landing bzw. >> www.tunnelticket.chTipp:
In Livigno könnt Ihr auch heute noch günstig tanken und zollfrei einkaufen.
Darüber hinaus findet sich hier die höchstgelegenste Brauerei Europas: >> “1816 Birrificio Livigno” (www.1816.it)
Rheinfall von Schaffhausen
Der Bodensee hat sicherlich allerhand zu bieten, ist aber vor allem während der Schulferien gnadenlos überlaufen.
Tourtechnische Abhilfe schafft ein Abstecher in den benachbarten Schwarzwald, aber auch eine Fahrt entlang des Rheins mächtig was fürs Auge.
Wenn Ihr schonmal dort seid, besucht doch mal den imposanten Rheinfall von Schaffhausen und gönnt Euch eine Bootsfahrt?

Links und rechts: Am Rhein, südlich von Schaffhausen
Mitte: Must-have-seen, der Rheinfall von Schaffhausen
10. Sardinien – Sind Inseln nicht viiiel zu klein zum Motorradfahren?
Und überhaupt: Wie komme ich mit dem Motorrad dorthin?
Bleibt cool – alles kein Hexenwerk!
Wie es geht und weitere Hintergrundinfos verraten wir Euch hier: >> Tour-Tipps: Sardinien
Tagsüber Kurvenwedeln und sich spätnachmittags in die kühlenden, smaragdfarbenden Fluten des Tyrrhenischen Meers stürzen? – Auf Sardinien jedenfalls absolut kein Problem. Darüber hinaus ist die Insel ein wunderbares Ziel, um den Sommer zu verlängern, denn oft herrschen dort bis in den Oktober hinein milde und motorradfreundliche Temperaturen.
Motorradtour-Tipps
Bis auf wenige Ausnahmen erwartet euch ein gigantisches Kurvenfeuerwerk!
Lasst Euch doch einfach durch unsere Tourberichte inspirieren?
Ausführliche Buch- und Karten-Tipps haben wir hier verbloggt: >> Sardinien: Tourenkarten, Reiseführer und Co

Ok-ok, dieses Bild ist KI-generiert:
In Wirklichkeit ist’s auf Sardinien noch viel schöner! 😉

Strand La Cinta in San Teodoro
Und nun? – Viel Spaß bei der Tourplanung!
Kennt Ihr weitere lohnenswerte Motorradregionen in Europa, in denen türkisfarbene Gewässer locken?
Wir freuen uns auf eure Tipps und Kommentare!




















