Motorradurlaub Herbst 2021 – Teil 2: Bodensee & Co

Ein paar Tage in die Schweiz und anschließend ein Weilchen in der Bodensee-Region urlauben. Taugt das für einen gelungenen Motorradurlaub?

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Eine Unterkunft direkt am Bodensee finden? – Kannste knicken, so lange einige Bundesländer noch Ferien haben und Du kurzfristig buchst.
Aber ums Eck, wie beispielsweise in Rielasingen, da geht noch was! 😉

Den Anfang verpasst?

 

Anti-Mopped-Tour [Dienstag 31. August 2021]

Boah, wat doof: Nach dem Aufstehen kann Frau nur noch humpeln – Knöchel dick! Ach nööö… ? 🙁
Bänderdehnung, -Riss oder gar erste Anzeichen von Altersschwäche? – Keine Ahnung.

Also auf zum nächstgelegenen Sanitätshaus nach Singen, um eine Orthese zu shoppen. Obendrein noch zwei einfachere Bandagen in unterschiedlichen Stärken in der Hoffnung, dass es sich mit mindestens einem der drei Helferlein in die Moppedstiefel schlüpfen lässt.

Zurück in Rielasingen schaue ich haxen-hochhaltend zu, wie sich Norby sich Kilometergeld verdient:
Gut, dass Hotelgarage und Ferienwohnung nur wenige hundert Meter trennt, denn die Überführung unseres Fuhrparks vom Hotel zur Ferienwohnung bleibt ausnahmslos an ihm hängen. Sorry!

Hallo Bodensee!

Der Tag ist noch jung, also geht’s mit der Dose nach Radolfzell.

Dass es am Bodensee nicht so einfach ist, ans Ufer zu gelangen, hatten wir gehört, dass es aber tatsächlich sooo schwer werden würde?
Dank des bescheidenen Wetters verlangt das „Seebad“ im Radolfzeller Kurgebiet keinen Eintritt, so dass wir tatsächlich einen Blick erhaschen.

 
Bodensee-Ufer

Nicht wirklich überzeugt, ziehen wir weiter nach Überlingen, wo es endlich einen Kaffee geben soll. Dummerweis ist der Ort derart überbevölkert, dass uns die Anhalte-Lust vergeht.

Nach diesem irgendwie verkorksten Tag versuchen wir’s mal mit Abendessen im „Le Ricard“, das sich im Rielasinger Industriegebiet versteckt. Highlight des Tages, denn es mundet uns ganz vorzüglich. >> www.lericard.de

Achtung: Blitzer am Bodensee!

In den meisten Orten rund um den Bodensee gilt ein Tempo-Limit von 30 Stundenkilometern.

Damit sich alle Durchfahrenden auch brav daran halten, haben sich die gewieften Dorf-Häuptlinge was Nettes ausgedacht:
So platzierten sie in ihren Käffern mindestens eine dieser stylischen schwarz-silbernen Blitzersäulen, die sich so gut wie unsichtbar in die idyllische Landschaft einfügen.

Falls Ihr also mal in der Gegend weilt: seid wachsam!

 

Bodensee-Nord-Tour [Mittwoch, 1. September 2021]

Huch, kommt gar der Sommer zurück?
Tatsächlich erwärmt die Sonne die Luft auf angenehme 19 bis 21 Grad.

Mit Orthese oder Bandage in die Motorradstiefel schlüpfen kann ich knicken, aber immerhin hat der Haxen an Umfang verloren und mit Wundersalbe und strammen Sportsocken klappt’s irgendwie, also auf zur ersten Tour!

Jene soll uns zunächst über Owingen und Frickingen ins Deggenhäuser Tal und weiter nach Urnau und Markdorf führen.

Die erste Etappe entpuppt sich als ultraöde und prompt stolpern wir über eine Umleitung, das unser TomTom Rider mit ultimativem Zicken-Modus quittiert.
Nachdem wir eine Weile ziellos herumgeirrt sind, schaffen wir’s zum ursprünglich geplanten Zwischenziel, Markdorf. Hier und da ist die Route tatsächlich „ganz nett“, aber Ihr wisst ja, was man munkelt: „Ganz nett“ heißt die kleine Schwester von „Sch….“!

Must-have-seens am Bodensee

Mangels Navi-Fütter-Lust geht’s erstmal freestyle weiter und so landen wir eher zufällig am >> Affenberg in Salem (www.affenberg-salem.de).
Angesichts des rappelvollen Parkplatzes verzichten wir auf die nähere Erkundung und suchen fix das Weite.

Nächstes Ziel: Unteruhldingen mit seinen ach so berühmten, sehenswerten >> Pfahlbauten (www.pfahlbauten.de).
Pfahlbauten? – Erspähen wir nicht und der rappelvolle kostenpflichtige Großparkplatz törnt uns vollends ab.

Also nehmen wir Kurs auf Meersburg, schlagen zufällig am Hafen auf und hüpfen spontan auf eine Fähre nach Konstanz. (Kostenpunkt: 14 Euro für beide Moppeds.)
Man gönnt sich ja sonst nix und schließlich ist Herumschippern Balsam für die Seele! 🙂

   

Urlaub ohne Schifffahren ist kein Urlaub! 🙂

Wollen wir noch kurz nach Konstanz rein? – NEIN, garantiert NICHT!
Stattdessen wuseln wir uns über einsame Sträßchen des Bodanrücks zurück nach Rielasingen.

>> Tour1-Bodensee-Nord (www.myrouteapp.com)

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Abends würden wir gern zum Mexikaner nach Singen, aber der hat keinen Platz für uns.
So stranden wir erneut im „Le Ricard“ und feiern den Koch für sein geniales Talent, tote Tiere auf den Punkt zu braten.
(Vegetarier, Veganer, Frutarier & Co mögen uns bitte mit ihren Entrüstungs-Rufen verschonen!)

 

Säntis-Appenzell-Tour [Donnerstag, 2. September 2021]

Hey, wenn wir schonmal in der Nähe sind, müssen wir selbstredend den höchsten Gipfel des Schweizer Alpsteinmassivs erklimmen, den >> Säntis (saentisbahn.ch)!

Das erste Tour-Teilstück verführt zur Endlos-Gähnerei, reiht sich bis Wil beziehungsweise Gossau schließlich ein kleines Nest an das Nächste.


Streety und Speedy mitten inner Pampa.

Chräzerenpass und Schwägalp

Hinter Urnäsch startet der Aufstieg zum >> Chräzerenpass (www.alpenrouten.de) und der ständige Blick auf den imposanten Säntis entschädigt für die vorangegangene Anti-Strecke.

 

 
Oben an der Schwägalp geht’s schon sehr touristisch zu, aber der Anblick ist grandios
und Motorradparkplätze gibt’s gratis dazu.
PS: Ja, Ihr seht richtig: Es handelt sich um eine Station der GToS, der
>> Grand Tour of Switzerland (www.myswitzerland.com/de-de/erlebnisse/erlebnisfahrten/auto-motorrad-grand-tour).

Die Abfahrt nach Neu St. Johann ist ganz okay, wenngleich weitaus unspannender als die Auffahrt aus entgegengesetzter Richtung.

Appenzell und so…

Sodann führt uns das Navi über kleinste Straßen durch ein wunderhübsches Almengebiet mit erstklassigen Kurven nach Appenzell.

Ist das Städtchen so hübsch, wie man munkelt? –
Wissen wir leider nicht, denn ehe wir uns versehen, hat uns das TomTom aus dem Ort herausgeführt, um uns viele weitere Kurven zu zeigen.

Keine zwanzig Kilometer weiter erleben wir bei der Anfahrt auf Sankt Gallen einen echten WOW-Effekt: Der Blick von hier oben auf die Mittelstadt ist einfach fantastisch!
Weniger berauschend gestaltet sich hingegen die Stadt-Durchfahrt und verlieren uns nicht nur in einem gnadenlosen Stop & Go, sondern auch endlos viel Zeit. Folglich streichen wir „Romanshorn“ als Zwischenziel und kürzen ab.

Über einsame Pisten cruisen wir immer hübsch oberhalb des Bodensees entlang.
Aber kaum haben wir uns durchgerungen mal anzuhalten, um den gigantischen Ausblick aufs Wasser zu inhalieren, ist’s urplötzlich vorbei mit Einsamkeit und geeigneten Haltepunkten. Logisch, schließlich befinden wir uns kurz vor Kreuzlingen, dem Schweizer Pendant zu Konstanz.

Erneut lassen wir Konstanz links liegen und gurken stattdessen über Stein am Rhein zurück nach Rielasingen.

>> Tour2a-Saentis (www.myrouteapp.com)
>> Tour2b-Appenzell (www.myrouteapp.com)

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Abendessentechnisch ergötzen wir uns im „Löwen“ an „Schweinebraten mit Spätzle“ und „Scharfer Mitternachts-Chili-con-Carne mit Tacos, Sour-Creme und Baguette“.
*Extrem-lecker!*

 

Wehratal-Tour [Freitag, 3. September 2021]

Bilderbuch-Tour-Wetter und eine ebensolche Schwarzwald-Landschaft: Entspannung pur!

Auf der B314 von Tengen nach Stühlingen erzürnt uns allerdings die Tatsache, dass ein Teilstück nur für Biker(!) auf 80 beziehungsweise gar 60 Stundenkilometer begrenzt ist. VOLL DANEBEN! *Grumbel*
In Gegenrichtung wurde das Mopped-Limit-Schild übrigens durchgestrichen. – Weiß wer, warum weshalb beziehungsweise, was DA los ist?

Wehratal

Schon vor Jahren verliebten wir uns in das Gute-Laune-Geschlängel von Todtmoos nach Wehr.
(>> Beitrag „Schwarzwald/Vogesen-Tour 2015 – www.motorrado.de/schwarzwaldvogesen-tour-2015-motourbfv)


Kurven-Orgie im wunderschönen, einsamen Wehratal

Im Anschluss geht’s über Görwihl nach Tiefenstein, aber dooferweis ist das Albtal noch immer gesperrt und wir schlagen in Waldshut-Tiengen auf, was wir eigentlich vermeiden wollten.

>> Tour3-Wehratal (www.myrouteapp.com)

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Essenstechnisch buchen wir uns von unterwegs in der „Pizzeria Salerno“ in Gottmadingen ein und sind mit der Wahl sehr zufrieden: >> restaurant-salerno.de
(Die Antwort auf die Google-Nörgler-Rezension von wegen „störendes Kirchengeläut“? – Genau unser Humor! 😉 )

 

Rheinfall-Tour [Samstag, 4. September 2021]

Nee, kein Schreibfehler: Heutiges Ziel ist der grandiose Rheinfall in Schaffhausen beziehungsweise Neuhaus.
Der liegt zwar direkt ums Eck, aber Richtung Büsingen gibt es nette kleine Sträßchen.


 
Der noch junge Rhein kurz vor Schaffhausen: türkis – türkiser – am türkisesten! 😉
Schaut mal bei Instagram vorbei, dort gibt’s ein kleines Anfahrts-Filmchen:
>> www.instagram.com/motorrado/reels

In Schaffhausen irren wir zunächst ein wenig umher:
Zwar ist das Schlössli Wörth ausgeschildert, nicht aber das Schloss Laufen, an der Nordseite des Rheinfalls.


Schaffhausen

Dank einer Baustellen-Umleitung verpassen wir glatt die Einfahrt zum Wasserfall-Parkplatz, kriegen aber letztendlich doch noch den Dreh und fahren ihn auf gut Glück von hinten herum an. – Klappt! 🙂

  
Rheinfall Schaffhausen: Iss das krass oder ISS das krass?

Motorradfreundlicher Rheinfall Schaffhausen!

Am Rheinfall in Neuhaus gibt’s gleich drei Parkplätze:

Auf dem Mittleren lassen sich Motorräder abstellen, aber die Anfahrt ist irgendwie strange.
Am besten gefällt uns der Nördlichste, auf den man eigentlich automatisch zufährt, wenn man denn von Schaffhausen kommt.

Tipp:
Lasst Euch weder von der Schranke noch vom Parkplatz-Wächter beeindrucken:
Jener winkt Euch auf der Motorrad-Spur an der Schranke vorbei und Ihr könnt Eure Hobel links vor dem Großparkplatz abstellen.
Von hier trennen Euch nur wenige hundert Meter vom Rheinfall.


Motorräder parken am Rheinfall kostenlos!

Helme, Jacken, Protektoren und Co finden ein sicheres Plätzchen in den Schließfächern direkt hinter dem Info-Häuschen.
(Um ein Schließfach zu öffnen, benötigt Ihr ein 2-Schweizer-Franken-Stück, aber das Geld gibt’s nach dem Wiederaufschließen zurück.)

Schiffs-Tour am Rheinfall

Nachdem unsere Klamotten sicher verstaut sind, buchen wir eine Schiffs-Tour:
Die „kleine Runde“ mit der „blauen Rhyfall-Mändli-Linie“ dauert 15 Minuten, ist mit sieben Schweizer Franken erstaunlich günstig und lohnt sich unbedingt!

Gut zu wissen:
Tickets kauft man entweder vor Ort am Ticket-Schalter oder ordert sie vorab online: >> rhyfall-maendli.ch



Wasser-Kraft!
Lust auf bewegte Impressionen?
Besucht uns auf Instagram:
>> www.instagram.com/stories/highlights/17878744331520637/

Irgendwie können wir uns am Rheinfall kaum satt sehen: Das Wetter ist genial und wir hätten nicht übel Lust, den kompletten Tag hier abzuhängen. Da es das böse Wort „Corona“ aber offenbar nicht in die Köpfe der anwesenden Touris geschafft hat, ziehen wir es vor, zu flüchten.

Kleine Runde durch die Schweiz

Nachdem wir den Parkplatz in südlicher Richtung verlassen haben, schlängeln wir uns über schmale Pfade idyllisch oberhalb des türkisfarbigen Gewässers Richtung Rheinau, um dann ein wenig gen Süden auszuschwärmen.

Einige tolle Strecken und Ausblicke später sind wir erneut in Rheinau und passieren die coole Alte Zollbrücke Richtung Jestetten beziehungsweise Altenburg.

  
Schonmal eine überdachte Holzbrücke passiert?

Höri

Hinter Stein am Rhein geht’s sodann über die Höri zurück in unsere temporäre Heimat.
Wie konnten wir diese Halbinsel vorab nur übersehen? *Über-beide-Backen-grins*

Tour4-Rheinfall (www.myrouteapp.com)

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Nach dem kleinen, aber feinen Kurvenspaß landen wir in Bankholzen und kehren spontan im örtlichen Landgasthof „Kühler Brunnen“ ein.
Die Schnitzel sind lecker und die Wirtin ist sehr bemüht. – Kann man mal machen.

 

Donautal-Tour [Sonntag, 5. September 2021]

Nachher ist man immer schlauer:
Den ersten Teil der Tour hätten wir uns besser geklemmt, denn der führt uns erneut in die nördliche Bodensee-Region. Klar, dass wir ein weiteres Mal vor dieser blöden Streckensperrung stranden und das Navi eine Riesenportion Überredungskraft fordert. Obendrein lässt sie uns auch landschaftlich kaum ins Schwärmen geraten.

Felsen!

Kaum haben wir Sigmaringen passiert, fangen wir innerlich an zu jubeln:
Rechts der Fahrbahn reiht sich ein Felsgigant an den Nächsten und schließlich geht’s mitten durch die in die Felslandschaft gehauenen Tunnel hindurch. *YEEEAH!*

  
Felsen!
*SCHWÄÄÄRM* 🙂

Aber dann…

Kurz vor Tuttlingen beginnt’s aus heiterem Himmel an zu regnen! *KREISCH*
(Jetzt wissen wir auch endlich, woher diese Redewendung stammt.)

So schenken wir weder dem „Restaurant Knopfmacherfelsen *)“, noch dem „Friedinger Steinzwerg *)“ oder dem „Bikertreff Hegaublick“ Beachtung.

*) >> Beitrag „Schwarzwald-Tour 2016“ (www.motorrado.de/schwarzwald-tour-2016)


Am Parkplatz Hegaublick hat sich’s zum Glück wieder ausgeregnet.

>> Tour5-Donautal (www.myrouteapp.com)

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Den Tag beschließen wir abermals im „Restaurant Löwen“ und lassen uns von auf Krawall gebürsteten Mücken pieksen.
„Schnitzel mit Kartoffelsalat“ und die mächtigen „Käsespätzle mit Bergkäse und Beilagensalat“ sind’s aber allemal wert. –
Leuuude, das kann SO nicht weitergehen! 😉

 

Albtal-Tour [Montag, 6. September 2021]

Weil’s letzte Tage so schön war, geben wir uns ein weiteres Mal die Route über Büsingen nach Schaffhausen. Von dort geht’s schließlich nett einsam Richtung Westen.

In Ühlingen-Birkendorf gaukelt uns die Straßenbeschilderung eine Straßensperrung in Fahrtrichtung vor, aber man kann ja mal schauen, wie weit man kommt?

 
Tatsächlich finden wir uns auf einer endgeilen, einsamen Strecke (L157) entlang mächtiger Felsen wieder.

Die Weiterfahrt nach Waldshut-Tiengen ist tatsächlich nicht möglich, aber darauf haben wir eh keine Lust und so schwingen wir uns hoch nach Berau.


Mit Gartenzwergen kennt man sich hier aus!

Logisch, dass das Navi abseits der geplanten Route herumspinnt, als folgen wir kurzerhand der Beschilderung nach Sankt Blasien.

Albtal

Eben fix das Navi neu auf Spur gebracht, geht’s weiter auf die Albtalstraße.
Die Piste erweist sich als recht marode und hat enormes Potential, es in unsere Anti-Strecken-Sammlung für Nicht-Enduro-Fahrer zu schaffen!.

Schließlich verirren wir uns in einem Dorf, in dem uns ein Durchfahrverbot stoppt und finden dort erst nach mehreren missglückten Versuchen wieder hinaus. Ja-ist-das-denn-die-MÖGlichkeit?
Faxen-dicke von jedwedem Schritttempo-Gehoppel mit Bitte-wenden-Aktionen folgen wir fortan den kurvigen Hauptstraßen: Höchenschwand, Bonndorf und Tengen.

>> Tour6-Albtal (www.myrouteapp.com)

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Unser Abendmahl serviert man uns heute wieder einmal im „Le Ricard“. Es gibt
„Nackensteak mit Country Potatoes“ und „Salat mit Folienkartoffel“ und erneut verlassen wir selig lächelnd das Lokal.

 

Wander-Tag [Dienstag, 7. September 2021]

Zeit für einen Knochen-Sortier-Aus-Tag!

Der vulkan- und burgengeprägte >> „Hegau“ (www.hegau.de) am westlichen Bodensee ist eigentlich sehr idyllisch, aber offenbar wählen wir für unsere Wander-Aktion die falsche Richtung.

Nach der wenig erfüllenden Rumlatscherei wechseln wir das Fortbewegungsmittel und beamen uns per Vierrad-Vehikel nach Stein am Rhein.

  
Hübsche Altstadt in Stein am Rhein

 
*Hach-wat-schön!*

Wir wollen Eis!

Manchmal kommt man echt auf blöde Ideen: Eine davon ist definitiv, in einem Restaurant-Café mit Blick auf den Rhein einen Eisbecher zu bestellen.
Tipp: Lasst das!
Lauft lieber eine Straße weiter in die Altstadt, denn dort gibt es eine echte(!) Eisdiele: >> Il gelato, gran caffè & gelateria (www.ilgelato.ch)

Zuguterletzt schrauben wir uns nochmal eben rauf zur Burg Hohenklingen.
Wer mag, kann dort übrigens auch speisen. Packt aber ’ne pralle Patte ein!


 
Links: Blick von oben auf Stein am Rhein
Rechts: Motorradparkplätze können sie hier, in der Schweiz!

 

Hexenlochmühlen-Tour [Mittwoch, 8. September 2021]

Schon >> 2015 und >> 2016 waren wir mit „unseren Leuten“ auf Wochentour im Schwarzwald und passierten die Hexenlochmühle.
Natürlich ohne anzuhalten. – Das soll sich heute ändern!

Nach einer eher unspektakulären Anfahrt erreichen wir das wild-romantische Tal zwischen Sankt Märgen und Furtwangen und werfen dort endlich mal den Anker:

 
>> www.hexenlochmuehle.de

Shoppen in der Hexenlochmühle

In der Hexenlochmühle kann man nicht nur speisen, sondern auch shoppen.

  
Neben lokalen Produkten wie Schinken oder Schnaps findet Ihr hier außergewöhnliche Geschenk-Ideen:
Wie wäre es mit einer Herren-Handtasche?
Oder einem Schaukel- beziehungsweise Lauf-Motorrad für die Kids daheim?

Blöderweise führt uns die vorgeplante Route nicht ins wunderschöne Wildgutachtal, sondern nach Donaueschingen.
Ein Örtchen, das zumindest meinereiner in der Erinnerung als „klein und beschaulich“ abgespeichert hatte.
Ein fataler Fehler, wie sich herausstellt, denn offenbar ist es seitdem förmlich explodiert. – Gemütliche Einkehr ade!

Zu allem Überfluss landen wir dank Baustellen-Umleitung auf der Autobahn, verpassen prompt den nächsten Stopp (Bikertreff Hegaublick) und sind eher zurück in Singen, als wir blöd dreinschauen können.

Büsingen am Rhein

Also abermals umrouten und noch einmal rüber nach Büsingen.

Das bei Google sehr gut rezensierte Café ist offenbar Geschichte, also lassen wir uns auf einer Hotel-Restaurant-Terrasse direkt am Rhein nieder.
Als man uns später die Rechnung für zwei Tässchen Kaffee präsentiert, bekommen wir beinahe Schnapp-Atmung.
WAAAS? Zehn Euro? – Hey, Ihr wisst schon, dass die Schweiz erst HINTER Büsingen beginnt…?)


Kostspielige Aussicht!

>> Tour 6-Hexenlochmuehle (www.myrouteapp.com)

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Da Online-Reservierungen nur bis 15 Uhr desselben Tages möglich sind, reservieren wir telefonisch einen Platz im >> Berggasthof Burg Rosenegg (www.burg-rosenegg.de).
Dort oben angelangt, sind wir verwirrt: Hä? – Wo iss’n hier die Burg?

Gut zu wissen:
Der Berggasthof entwickelte sich aus einem ehemaligen „Wirtschaftshof“ an der mittelalterlichen Burg Rosenegg.
Letztgenannte ist nur noch eine Ruine, aber jene lässt sich direkt hinter dem Gasthof bestaunen.

Man serviert uns „Flädle-Suppe“, irgendein „Biersteak“ und „Käsespätzle mit Beilagensalat“. *Lecker!*

 
Ausblicke!

  
Wie schafft’s der „STEIN-Bock“ (*schenkelklopf*) wohl auf die Fensterbank? –
Fahrt hin und staunt selbst! 😉

 

Kurz-Abschluss-Tour [Donnerstag, 9. September 2021]

Letzter Tag, letzte Tour.
Unendlich lang darf sie nicht werden, denn unsere Motorräder sollten besser verladen sein, bevor all die hungrigen Gäste die Parkplätze des Lokals neben unserer Ferienwohnung fluten.

Also fahren wir eine kleine Kurz-Tour kreuz und quer über die Höri.
Eigentlich schön zu fahren, allerdings verhageln uns Straßensperrungen den Spaß.

Ein weiteres Mal landen wir in Stein am Rhein, um in der >> „Schoggibox“ (Google-Link) einige Leckereien für die Lieben daheim zu shoppen und schließlich geht’s ein letztes Mal hoch zum „Bikertreff Hegaublick“.

 
Bikertreff Hegaublick:
Kaffee und Suppe sind ok und von der Terrasse hat man einen großartigen Blick auf die Umgebung.
Die Atmosphäre fanden wir allerdings schwer unterkühlt…

>> Tour7-Kurz-Abschluss-Tour

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Wir-müssen-Heim-Tour [Freitag, 10. September 2021]

Das Wetter schwächelt, aber zum Glück bestreiten wir die Heimfahrt mit Auto und Anhänger.

Als wir den „weißen Turm“ passieren, den wir bereits auf der Hinfahrt erspähten, fällt es uns siedend heiß ein:


Mist, wir haben’s verpeilt, den kuriosen Testturm in Rottweil in eine unserer Touren einzuplanen!

Testturm Tk-Elevator in Rottweil

Schon von weitem fällt er auf: der Testturm von Thyssen-Krupp in Rottweil.
Mit dem High-Speed-Aufzug katapultiert Ihr Euch in nur nur 30 Sekunden auf Deutschlands höchste Aussichtsplattform (232 Meter).

By the way:
Sportskanonen mag vielleicht interessieren, dass hier regelmäßig „Towerrun-Veranstaltungen“ stattfinden.
Mehr geht in Sachen „Treppenhauslauf“ nicht, denn immerhin erwarten Euch dort 1.390 Stufen!

„Tk-Elevator“ (www.tkelevator.com)

Nachdem der Himmel über Rheinland-Pfalz kaum einen Sonnenstrahl durchlässt, türmen sich Richtung Hessen mehr und mehr Wolken auf. Kaum haben wir die Landesgrenze überquert, fängt es an zu gießen, im Sauerland schüttet es schließlich wie aus Eimern und auf den letzten Metern Autobahn kommen die Scheibenwischer kaum noch nach.
Na, haben wir Schwein gehabt oder haben wir Schwein gehabt?

 

Tour-Fazit

1. Ausgangspunkt Rielasingen-Worblingen

Das Örtchen selbst haute uns nicht vom Hocker, aber als Ausgangspunkt für Touren fanden wir es ideal. Von hier aus lässt es sich bequem in alle Richtungen ausschwärmen: Nördlicher Bodensee, südlicher Bodensee beziehungsweise nördliche Schweiz oder südlicher Schwarzwald, alles – auch mit wenig Sitzfleisch – kein Problem!

Auch unsere Ferienwohnung (>> „Aach Apart“) überzeugte auf ganzer Linie:
Zentrale Lage, tolle Einrichtung mit ebenerdiger Dusche, großer Balkon mit Blick in die Natur und eine sehr nette Vermieterin.

2. Wieso wählt man eine Basis am Bodensee, wenn man hauptsächlich durch den Schwarzwald kurvt?

Ursprünglich hatten wir vom Bodensee aus diverse Touren durch die nördliche Schweiz geplant, unter anderem eine Fahrt zum Zürichsee.

Nach unserer Heimfahrt von unserer >> Schweiz-Pässe-Tour mit Stop&Go-Baustellen-Anti-Erlebnissen verging uns allerdings die Lust. Obendrein war uns die permanente Tacho-Beobachterei, um bloooß kein Knöllchen zu kassieren, irgendwie zu anstrengend.

Auch die nördliche Bodensee-Gegend ließ uns wenig frohlocken: Da die südlichen Bundesländer noch in Ferienlaune waren, war es allerorts einfach nur voll. Möglicherweise erinnerte uns die Landschaft aber auch einfach zu sehr ans heimische Münsterland.

3. Lohnt es sich, in der Zentralschweiz zu touren?

Definitiv JA!

Leider hatten wir genau DAS Wochenende erwischt, an dem die Temperaturen in den Keller gingen. Entsprechend trüb waren die Aussichten und die Tour mutierte zur Schlotterpartie.
Aber vielleicht ganz gut, dass das Wetter schwächelte: Wenn die zahlreichen Seen selbst bei bedecktem Himmel türkis leuchten, kann man sich gut vorstellen, wie süchtig der Anblick erst bei Sonnenschein machen muss!

Das Pässe-Karussell Grimsel-Furka-Susten machte wirklich Laune!

Für kick-suchende Adrenalin-Junkies ist die Runde möglicherweise nicht die Erfüllung, denn die Straßen sind relativ gut ausgebaut und die Kehren weder irre steil noch eng. Wer Pässe mag, die sich flüssig fahren lassen und/oder sich gern an der vielfältigen Landschaft ergötzt, ist hier allerdings genau richtig. Auch Fahranfänger und Wiedereinsteiger dürften sich pudelwohl fühlen.

Zwei Netto-Tour-Tage in der Schweiz sind jedenfalls definitiv zu kurz für dieses wunderschöne Fleckchen Erde!

Sobald wir wissen, wo der Goldesel regelmäßig grast und wir wissen, wie man ihn bezirzt, gehört der Ritt unbedingt wiederholt, dann aber für länger, MIT Gotthard-Trasse und Nufenenpass und bei bikerfreundlicheren Temperaturen!

 

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