Kurvenrausch im Pässe-Paradies: 10 Alpenpässe, die Motorradfahrer glücklich machen!

Lust auf den ultimativen Kurven-Kick, grandiose Ausblicke und Dauergrinsen-Deluxe? – 10 faszinierende Alpenpässe, die (zumindest unsere) Biker-Herzen höherschlagen lassen.

Wie schafft es ein Alpenpass zum Top-10-Gute-Laune-Pass?

Wenngleich sich Kurvenspaß nicht unbedingt ausschließlich in den Bergen findet, sind die Alpen definitiv eine ideale Spielwiese für kurvenhungrige Motorradfahrer.
Dabei zaubern uns insbesondere die kehrenreichen Pässe in den Dolomiten und Südtirol Sternchen in die Augen und ein Dauergrinsen ins Gesicht.

Damit es ein Alpenpass in unsere persönliche Top-10-Gute-Laune-Pässe-Liste schafft, muss er folgende Kriterien erfüllen:

  • Top-Asphalt statt Buckelpiste
  • Verkehrsarm statt wohnmobillastig
  • Aussichts- statt waldreich

Hinweis:
Eigentlich gibt es keine klare Reihenfolge, denn jeder Pass für sich hat seine ganz eigene, liebenswerte Besonderheit.
Folglich versteht sich folgende Numerierung ncht als Wertung.

1. Mendelpass / Passo della Mendola (Südtirol, Italien)

Höhe: 1.363 Meter
West: Cavareno bzw. Fondo im Trentino
Ost: Eppan an der Weinstraße bzw. Kaltern im Etschtal
Länge: 15 Kilometer (SS42)
SG-Level *): 2

*) Der SG-Level steht für den Schwierigkeitsgrad nach Denzel.

Heimlicher Favorit ist ganz klar der Mendelpass. Immerhin war es mein allererster Alpenpass und den vergisst man Frau nicht!

Vom Etschtal (z.B. Bozen) kommend, entert man den Pass entweder über Eppan an der Weinstraße oder über Kaltern.

Während die Ostrampe mit zahlreichen Spaßmacher-Kehren glänzt, ist die Westrampe kaum erwähnenswert.


Auf der Passhöhe des Mendels gibt’s nicht nur einen großen Parkplatz,
sondern auch diverse Einkehrmöglichkeiten (u.a. Terrassen-Cafés)


Tour-Tipp:
Habt Ihr vom Osten kommend den Scheitel erreicht, macht einfach kehrt:
Abwärts macht der Pass gleichermaßen Spaß.

Für motorradscheue Zeitgenossen oder Auszeit-Bedürftige bietet sich eine Fahrt mit der Mendelbahn an, die ab Kaltern verkehrt. Die Standseilbahn buxiert Euch in rekordverdächtigen 12 Minuten zur Passhöhe hinauf. Alternativ kann man lustig im (gar nicht kalten) Kalterer See plantschen.
>> www.kalterersee.com

Weitere Pass-Infos: >> alpenrouten.de/Mendola-Passo-della-Mendelpass_point302.html

2. Fedaiapass / Passo di Fedaia (Dolomiten, Italien)

Höhe: 2.507 Meter
West: Penia (Ortsteil von Canazei) im Trentino
Ost: Sottoguda (Ortsteil von Rocca Pietore) in Venetien
Länge: ca. 14 Kilometer (SP641)
SG-Level: 2

Canazei im Fassatal ist für Motorradfahrer insofern bedeutsam, als die Straße östlich des Ortes nicht nur zum Sella- und Pordoijoch, sondern auch zum Fedaiapass führt.

Der eigentliche (Fedaia-)Pass beginnt etwa drei Kilometer hinter dem Ortsteil Penia. Zwar ist er nicht sonderlich kehrenreich, macht aber vor allem dank der Einsamkeit mächtig Laune.

 
Am Scheitel findet sich der Stausee Lago di Fedaia mit Blick auf den Marmolata-Gletscher.

Tour-Tipp:
Folgt der Straße bei Fahrtrichtung von West nach Ost unbedingt weiter nach Caprile und Alleghe und genießt (im Idealfall bei Sonnenschein) den traumhaften Ausblick auf den türkis funkelnden “Lago di Alleghe”. Fahrt sodann weiter bis Falcade und kostet das göttliche Eis der Konditorei/Gelateria des Hotels Stella Alpina, um anschließend über den Passo di San Pellegrino zurück ins Fassatal (Moena) zu schwingen.

Nice-to-see:

  • Zwischen Malga Ciapela und Sottaguda liegt die Sottaguda-Schlucht.
    Offenbar wurde die Straße im Herbst 2018 durch Hochwasser zerstört und ist bis heute nicht passierbar. Von der Brücke auf der SS641 lässt sich aber angeblich nach wie vor ein Blick in die enge Schlucht erhaschen.

  • Ebenfalls in Malga Ciepela liegt die Talstation der Marmolada-Großkabinen-Seilbahn, die Euch zum “Punta di Rocca” bringt.


Sottaguda-Kunst

Btw:
Der alternative Passo Pordoi (Pordoijoch, seines Zeichens mit 2.239 Metern der höchste Pass der Dolomitenstraße) und das panoramaträchtige Sellajoch sind zwar ebenfalls Top-Pässe, jedoch haben wir beide derart verkehrsreich erlebt, dass sie es nicht in unsere Top-Ten-Lieblingspass-Liste schafften.

Weitere Pass-Infos: >> alpenrouten.de/Fedaia-Passo-di_point139.html

Zum Tourbericht: >> Motorradtour nach Südtirol 2014 (www.motorrado.de/motorradtour-nach-suedtirol-2014)

3. Albulapass – Pass d’Alvra (Ost-Schweiz)

Höhe: 2.315 Meter
West: Thusis im Hinterrhein-Tal
Ost: La-Punt im Engadin
Länge: ca. 40 Kilometer – 20 Kehren
SG-Level: 2 – 3
Zwischen Oktober und Juni ist der Pass wegen Lawinengefahr meist gesperrt.

Besonders empfehlenswert finden wir die Fahrt von Ost nach West:
Dabei führt Euch die weitläufige Ostrampe unter anderem am Albulasee vorbei.


Passhöhe auf 2.315 Metern.


Am Scheitel erwarten Euch Speis und Trank im Albula-Hospiz.
(Wer mag, kann dort auch übernachten.)
>> www.albula2315.ch

Unmittelbar hinter der Passhöhe wird der Straßenbelag schlechter und die “Landschaft enger”, aber dafür locken zahlreiche schöne Kurven und eine absolut bezaubernde Landschaft.

Tipp für Moppedverweigerer:
Die Albulabahn (auch “Albulalinie” genannt), fährt ab Thusis über den Albulapass nach St. Moritz im Engadin und passiert nicht nur diverse Kehrentunnel, sondern auch zahlreiche Viadukte. In St. Moritz wartet sodann der “Bernina Express”: Die Panoramafahrt führt durch wildromantische Schluchten, rauf zum ewigen Eis und schließlich runter nach Tirano in der italienischen Lombardei.
>> Albulabahn (www.rhb.ch/de/freizeit-ausfluege/graubuenden-entdecken/albulalinie)
>> Bernina-Express (tickets.rhb.ch/de/pages/bernina-express)

Tour-Tipp:
Für Menschen ohne Höhenangst bietet sich ab Thusis die Weiterfahrt durch die südlich gelegene Viamala-Schlucht zum Splügenpass an, der mit zahlreichen Kehren lockt. (Sofern die Kehrentunnel auf der Südrampe wieder einmal gesperrt sein, gibt es eine Ausweichstrecke über Isola. Jene wird allerdings auch von Lkw befahren.)
Über Chiavenna und den Majolapass schließt sich sodann der Kreis.
Möglicherweise wäre der Splügenpass ebenfalls ein Top-10-Pässe-Kandidat, allerdings hatte ich bislang noch nicht das Vergügen, ihn zu befahren.

Alternativ driftet ab Thusis einfach ab nach Davos und hüpft über den ebenfalls recht netten Flüelapass zurück nach Susch im Engadin.

Weitere Infos zum Pass:
>> alpenrouten.de/Albulapass-dAlvra-Pass_point7.html
>> www.schweizerseiten.ch/info/albulapass.htm

4. Julierpass / Passo del Giulia (Ost-Schweiz)

Höhe: 2.284 Meter
Nord: Tiefencastel
Süd: Silvaplana im Oberengadin
Länge: ca. 40 Kilometer
SG-Level: 2

Auf vorübergehende Langeweile auf den ersten zwanzig Kilometern ab Tiefencastel folgt spätestens hinter Mulegns ultimativer Kurvenspaß auf verkehrsarmer Straße bis zur Passhöhe. Die Abfahrt nach Silvaplana ist hingegen kurz und knackig.


Flüssig zu fahrende Kurven und Kehren auf dem Julierpass.

Auf der Passhöhe liegt das >> Ristorante Ospizio La Veduta (www.laveduta.ch)

Pausen-Tipp:
In Silvaplana finden sich gleich zwei Seen: der Silvaplana- und der Silsersee.

  • Auf dem Silvaplanasee könnt Ihr Kitesurfen, Segeln, Windsurfen, Euch am Wing Foiling oder im Stand-up-Paddling versuchen.
  • Am Silsersee lassen sich Kanus, Pedalos und Ruderboote mieten. Obendrein fährt ein Ausflugsschiff von Sils Maria nach Maloja.

Tour-Tipp:

  • Haltet Ihr Euch ab Silvaplana südwestlich, erreicht Ihr den schönen Majolapass.

  • Fahrt Ihr stattdessen Richtung Norden, stoßt Ihr auf den Abzweig zum Berninapass.
    Kurz vor der Passhöhe des Berninapasses liegt rechterhand der “Lago Bianco” und damt die von Juni bis Oktober geöffnete
    >> Camera Obscura (www.camera-obscura.ch)
    Auf der Passhöhe finden sich – neben einem weiteren, kleinen See, Einkehrmöglichkeiten und einige Kilometer hinter dem Scheitel geht’s links ab zum Forcola di Livigno (Livignopass), der Euch ins italienische Zollfreigebiet Livigno führt.

Weitere Infos zum Pass:
>> alpenrouten.de/Julierpass-Giulia-Passo-del-Gueglia-Pass-dal-Juliapass_point224.html
>> www.schweizerseiten.ch/info/info_julier.htm

5. Giaupass / Passo di Giau (Dolomiten, Italien)

Höhe: 2.233 Meter
Nord-Ost: Cortina d’Ampezzo
Süd-West: Selva di Cadore
Länge: ca. 22 Kilometer
SG-Level: 2 – 3

Absolut genial fanden wir die Fahrt von Nord nach Süd:
Während die Nordrampe durch diverse Almwiesen führt (Vorsicht, freilaufendes Vieh!), erwartet Euch bei der Abfahrt über die Südrampe nicht nur ein gnadenloser Kurvenrausch, sondern auch ein fantastisches Panorama.


Am Scheitel findet sich ein bewirtschaftetes Refugio mit grandiosem Panorama-Blick
(>> Berghotel Passo Giau (passogiau.it)

Mit seinen 55 Kehren ist der Pass ein echtes Kurventanz-Highlight. Obendrein erlebten wir ihn relativ verkehrsarm. Rundum also ein Alpenpass zum Verlieben!

Weitere Pass-Infos: >> alpenrouten.de/Giau-Passo-di-Giaupass_point185.html

6. Predilpass / Passo del Predil (Julische Alpen, Slowenien)

Höhe: 1.156 Meter
Nord: Cave del Predil (Raibl), Italien
Süd: Bovec, Slowenien
Länge: ca. 15 Kilometer
SG-Level: 2 – 3

Während die kurze Nordrampe auf italienischer Seite kaum erwähnenswert ist, führt die Südrampe auf slowenischer Seite durch den Triglav-Nationalpark und bietet verkehrsarme und somit spaßbringende Kurvenkombinationen. Obendrein finden sich links/rechts der Piste alte, sehenswerte und gut erhaltene Befestigungsanlagen.


Auf der Passhöhe verläuft die Grenze zwischen Italien und Slowenien.

Tour-Tipps:

  • Einige Kilometer hinter der Grenze findet Ihr den Abzweig zur Mangartstraße, die rauf zur “Lahnscharte” führt. (Die anspruchsvolle Sackgasse ist mautpflichtig.)


    Mangartstraße

  • Biegt in Bovec ab nach Trenta und erklimmt den Vršič-Pass.
    Auf den 25 Kilometern bis Kranjska Gorska ist neben Kondition auch ‘ne Spur Fahrpraxis gefragt:
    Die 27 Kehren der Südrampe sind teilweise recht eng und die 24 Kehren der Nordrampe dank des Granitpflasters bei Regen nicht ganz ohne.
    Obendrein sollte man wissen, dass beim Parken auf der Passhöhe abkassiert wird.


    Kopfsteinpflaster auf dem Vrsic-Pass

  • Alternativ folgt der 50 Kilometer langen, kurvenreichen Straße von Bovec über Tolmin nach Kanal ob Soči.
    Auf der Gute-Laune-Route durchs Soca-Tal erhascht Ihr immer mal wieder einen Blick auf den gleichnamigen, krass-türkisen Fluss!


    Die Soca: türkis wie aus einer anderen Welt!

  • Auch die Fahrt über den Sella Nevea bietet jede Menge Fahrspaß:
    Jener führt Euch vom östlich gelegenen Bergbauort “Cave del Predil” nach Chiusaforte (im Westen).


    Einsamer Sella Nevea

Weitere Pass-Infos:
>> alpenrouten.de/Predil-Passo-del-Predel_point395.html

Zum Tourbericht:
>> www.motorrado.de/motorradurlaub2018-teil2-slowenien-kroatien/#Sella_Nevea_und_der_Predilpass

7. Großglockner Hochalpenstraße (Salzburger Land/Kärnten, Österreich)

Nord: Bruck
Süd: Heiligenblut
Länge: 48 Kilometer – 36 Kehren
SG-Level: 2
Besonderheiten: mautpflichtig

Die mautpflichtige Straße führt von Bruck im Norden (Land Salzburg) durch den Nationalpark “Hohe Tauern” nach Heiligenblut (Kärnten) im Süden.


Die weiten Kurvenradien der Großglockner Hochalpenstraße erlauben flüssiges Fahren.


Wollt Ihr hoch hinaus?
Folgt ab dem “Fuscher Törl” einfach der engen, gepflasterten Straße,
die Euch nach sieben engen Kehren zur 2.571 Meter hohen Edelweißspitze führt.

Tour-Tipp:
Maut zahlen ist doof, aber wenn schon, denn schon:
Dank weiterer Attraktionen, lässt sich hier locker ein kompletter Tag verbringen!

Weitere Infos: >> www.grossglockner.at

Zum Tourbericht: >> Motorradtour: Oberbayern/Tirol 2017 (www.motorrado.de/motorradtour-oberbayern-tirol-2017/#Montag_29_Mai_2017_Grossglockner-Tour)

Wie sich Maut sparen lässt und anderes Wissenswertes könnt Ihr hier nachlesen:
>> www.motorrado.de/grossglockner-kringel-fuer-den-kurventanz/#wissenswertes

8. Kaunertaler Gletscherstraße / Weißseeferner (Tirol, Österreich)

Höhe: 2.750 Meter
Basisort: Prutz in Tirol (Österreich)
Länge: ca. 26 Kilometer
SG-Level: 2
Besonderheiten: Sackgasse / ganzjährig geöffnet / mautpflichtig

Wer sich ab Prutz ins Kaunertal begibt, stößt in der Sackgasse, zirka 13 Kilometern weiter auf die Mautstation der Kaunertaler Gletscherstraße.

Zahlungswillige dürfen sich auf 26 Kilometern an gleich sechs alpinen Höhenstufen – von saftig grünen Wiesen bis ins ewige Eis – ergötzen.


Mautstation (geöffnet: 7 – 17 Uhr)
Maut-Preise 2024:
Motorrad: 18 Euro // 7-Tages-Karte: 35 Euro // E-Motorrad: 13 Euro

  

Tipp:
Fahrt Ihr den Passe bei eher trübem Wetter, steigen die Chancen, die 29 Kehren (bis auf die frei herumlaufenden Tiere und den Postbus) für sich ganz allein zu haben.

Statt den Pass unaufhörlich hoch und runter zu brezeln, kann man sich – einmal oben angekommen – alternativ auch in eine der Bergbahnen hocken und damit weitere Höhenmeter zurücklegen.

Zum Tour-Bericht:
>> Motorradtour ins Dreiländereck A – I – CH (2013) (www.motorrado.de/motorradtour-ins-dreilaendereck-a-i-ch-2013)

Weitere Pass-Infos:
>> www.kaunertaler-gletscher.at/kaunertaler-gletscherstrasse.html

9. Namlospass (Tirol, Österreich)

Höhe: 1.359 Meter
West: Stanzach im Lechtal
Ost: Bichlbach
Länge: ca. 12 Kilometer
SG-Level: 2
Besonderheit: >> Dezibel-Regelungen Tirol 2024 (www.adac.de/news/tirol-fahrverbote-motorraeder)!

Im österreichischen Tirol liegt das “Lechtal”, ein liebliches, flussdurchzogenes Alpental.
Genau dort schlängelt sich ab dem Örtchen Stanzach der Namlospass kurvenreich durch das Namlostal bis Bichlbach.

Zwar bietet der Pass keine großartigen Kehren-Highlights, dafür aber geniale Kurven-Kombinationen, die uns in Fahrtrichtung West-Ost ein Dauergrinsen unter dem Helm bescherten.

Kurvenparadies Namlospass
Namlospass: kurvig und einsam

Tour-Tipps:

  • Fahrt ab Bichlbach unbedingt weiter zum eindrucksvollen, türkisfarbigen Plansee!

    Plansee
    Türkis schimmernder Plansee

  • Strandet Ihr in Stanzach, folgt der Straße nach Warth:
    Fahrt von dort entweder entweder westlich über den “ganz netten” Hochtannbergpass oder aber südlich über den Flexenpass nach Stuben am Arlberg.
    (Von dort kehrt Ihr über den kaum erwähnenswerten Arlbergpass zürück nach Landeck.)


    Hochtannbergpass

  • Alternativ cruist über das (häufig gesperrte) Hahntennjoch rüber nach Imst.
    Achtung: Blitzer in der 30iger-Zone kurz vor dem Ortsein- bzw. Ausgang!)


    Kuhgitter auf dem Hahntennjoch

Weitere Pass-Infos: >> alpenrouten.de/Namlospass-Namlossattel_point895.html

10. Grimselpass (Schweiz)

Höhe: 2.165 Meter
Nord: Innertkirchen im Aaretal
Ost: Gletsch im Oberen Rhonetal
Länge: ca. 30 Kilometer
SG-Level: 2

Wer das Glück hat, einen sonnigen und verkehrsarmen Zeitpunkt auf dem Grimselpass zu erwischen, wird frohlocken:
Dank seiner flüssig zu fahrenden Kurven verspricht er maximalen Fahrspaß und geniale Ausblicke.

  
Passhöhe Grimselpass

Tour-Tipps:

  • Fahrt ab dem Talort Gletsch über den Furkapass und schießt dort kurz vor der Passhöhe Euer persönliches Kehren-Hotel-Foto.


    Furkapass

  • Ab Realp haltet Ihr Euch dann entweder nördlich, macht kurz Halt an der beeindruckenden Schöllenenschlucht und entert ab Wassen den Sustenpass


    Schöllenen-Schlucht + Sustenpass

  • Alternativ bietet sich die Route über die alte Gotthardstraße und den Nufenenpass an.

Weitere Passinfos: >> alpenrouten.de/Grimselpass_point199.html

Zum Tour-Bericht: >> Motorradurlaub Herbst 2021 – Teil 1: Schweiz (www.motorrado.de/motorradurlaub-herbst-2021-teil-1-schweiz)

P.S.
Beinahe hätte es an dieser Stelle das gute-Laune-trächtige Timmelsjoch (der “Passo Rombo”) in unsere Lieblings-Pässe-Liste geschafft, seines Zeichens Grenzpass zwischen Österreich und Italien. Dabei begeistert besonders die Fahrtrichtung (Nord-Süd) vom österreichischen Ötztal (Sölden) nach Moos im italienischen Passeiertal.
Leider ist die Strecke auf österreichischer Seite mautpflichtig (Maut 2024: One-Way 17 Euro – Hin/Rück 23 Euro).
Allerdings kann man sich dort wunderbar “einschaukeln”, bevor es dann hinter dem Scheitel spektakulär runter nach Italien geht.

Tipp:
Besucht unbedingt das nach dem verheerenden Brand neu aufgebaute >> Motorradmuseum “Crosspoint Tirol”! (www.crosspoint.tirol)!
Die “neue Motorraderlebnis-Welt” ist in den Sommermonaten – je nach Wetterlage – täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet und findet sich – wie gehabt – unmittelbar vor der Mautstation auf österreichischer Seite.


Crosspoint Tirol

Achtung, Blitzer!


In den Dolomiten und Südtirol findet man sowohl in den Orten, als auch an einigen Pass-Auf- bzw. Abfahrten diese orangefarbenen Blitzer.


In Österreich sind sie weniger auffällig.

Vorsicht vor allem aber auch in der Schweiz:
Dort verstecken sich die lasernde Polizisten auch schonmal hinter Straßenschildern an den Auf- bzw. Abfahrten der Pässe!

 

Und welche sind Eure Lieblingspässe?

Wir freuen uns auf Eure Kommentare!

 

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Buch-Tipps

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2 thoughts on “Kurvenrausch im Pässe-Paradies: 10 Alpenpässe, die Motorradfahrer glücklich machen!

  1. ich fahre sicher 3 Mal im Jahr die Runde Susten/Grimsel/Furka und kurz nach der Öffnung den Nufenen zum Schneefotos machen 👍😎🏍die erwähnten Pässe im Bericht sind alle schön und eine Tour wert! DLzG Remo

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