Motorradurlaub 2018 – Teil 2: Slowenien/Kroatien

Warum eine Motorradtour nach Slowenien HOT, nach Kroatien hingegen Schrott sein kann oder:
Was man in einem Motorradurlaub alles falsch machen kann.

Mit dem Motorrad nach Kroatien: Klingt toll, oder?
Dahingegen lässt der Plan, nach Slowenien zu touren, Viele eher kalt. (Wo liegt dieses Land noch gleich…“?)

Aber manchmal kommt’s halt anders, als man vorher eigentlich denkt…

*** Anreise ***
// >> Vom Allgäu nach Kärnten // >> Von Kärnten nach Slowenien //
*** Slowenien ***
// >> Soca-Tour Slowenien // >> Berge- und Seen-Tour Slowenien // >> Transfer-Tour Slowenien – Kroatien //
*** Kroatien ***
// >> Kroatien – Tag 2 // >> Kroatien – Tag 3 // >> Kroatien – Tag 4 bis 8 //
*** Heimreise ***
// >> Von Kroatien nach Italien // >> Von Italien ins Allgäu //
*** Und sonst? ***
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Anreise Teil 1: Vom Allgäu nach Kärnten [Freitag, 18.05.2018]

Nach einer netten Tourwoche im Allgäu verlassen wir unsere Jungs nebst Sozia und läuten unseren Jahresurlaub ein. Über Kärnten geht’s nach Slowenien und Kroatien.

 
Abfahrbereit: Triumph Tiger Explorer und Street Triple warten hibbelig auf die versprochenen Kurven.

Hinter Vils entern wir die B179, um über den Fernpass Richtung Süden zu düsen. Wir reißen uns zusammen und bleiben brav hinter der Wohnmobil-Fraktion. Gut so, denn auf den knapp fünfzig Kilometern lauern gleich vier(!) Polizeiposten mit Laserkanonen auf potentielle Opfer.

Über den Holzleitensattel (B189) geht’s auf die B171. Danach noch eben fix durch einen Innsbrucker Vorort und rauf auf die Alte Brennerstraße (B182).


Traumwetter auf der Alten Brennerstraße.

Bis auf wenige Spaßbremsen haben wir freie Fahrt bis zur Passhöhe. Hier, an der österreichisch-italienischen Grenze wird die Passstraße zur SS12. Ganz nebenbei schließt sich eine Bildungslücke. Wusstet Ihr, dass es auch einen Ort namens „Brenner“ gibt?

Angesichts der breit grinsenden Sonne bedauern wir, bei Sterzing nicht den Schildern zum Jaufenpass und Penserjoch folgen zu dürfen. Stattdessen wechseln wir nördlich von Brixen auf die Pustertaler Staatsstraße (SS49), wo in der Ferne dunkle Regenwolken lauern.

Allerbestes Wetter in Südtirol, aber wir Deppen müssen ja unbedingt ins wolkenverhangene Kärnten!

Die erwartete Dusche bleibt uns erspart. Dafür nervt die SS49 mit fiesen Geschwindigkeitslimits und wenig Chancen, die vor uns herdümpelnde Schnarchnasen-Kolonne zu überholen.

Siebzig Kilometer weiter sind wir in Österreich. Dort wechseln wir von der Drautalstraße (B190) auf die Gailtalstraße (B111), die uns mit schönen Kurven empfängt.

Das Grinsen vergeht uns abrupt, als die tadellose Fahrbahn zur elendigen Huckelpiste mutiert. Während die große Tiger entspannt über die Schlaglöcher schwebt, hoppelt die kleine Streety wie ein Känguru über den zerklüfteten Asphalt. Nicht-schön!


Totenstille in einem der wenigen Dörfern entlang der Gailtalstraße:
Wohnt hier überhaupt irgendwer?

Zwischenübernachtung in Kötschach-Mauthen

Als wir nach fünfzig durchgeschüttelten Kilometern >> Kötschach-Mauthen erreichen, hab ich gehörig die Faxen dicke. Zum Glück sind wir bereits wenige Minuten später an unserer vorgebuchten Unterkunft, der >> Pension Lipicer in Mauthen.

Kaum sind wir auf den pensionseigenen Schotterparkplatz (*GRRR*) gerollt, fängt’s an zu tröpfeln. Macht aber nix, denn unsere beiden Schätzken finden ein trockenes Plätzchen unter dem ungewöhnlichen Caport.


Geschütztes Nachtlager für Großkatze und Streety.

Unser Zimmer ist geräumig und hat einen Balkon. Mehr Beachtung schenken wir ihm nicht, denn langsam knurrt uns der Magen.

So hocken wir uns wenige Schritte hinter der Pension in den zeltüberdachten Biergarten von >> Josef’s Restaurant. Leider krabbelt die regenkühle Luft schneller durch die Plane, als wir den Nachtisch-Kaffee verdrücken können, drum brechen wir auf. – Weit kommen wir nicht, denn prompt legt der Regen ’ne Schippe drauf.


Kötschach-Mauthen: Verschlafenes Örtchen in den Abendstunden

Immerhin erspähen wir eine kleine Café-Bar mit überdachter Terrasse, in der das örtliche Jungvolk ein- und ausgeht.
Dort schlabbern wir unser Bierchen, bis die nötige Bettschwere uns zur Unterkunft zurücktreibt.

Gefahrene Kilometer: 305

 

Weiterfahrt: Kärnten – Slowenien [Pfingstsamstag, 19.05.2018]

Hurra, die Sonne lacht und das Frühstück pusht die eh schon gute Stimmung.

Über Mauthen erreichen wir den >> Plöckenpass und folgen der B110/SS52, die vom österreichischen Gailtal ins italienische Friaul führt.
Trotz der frühen Stunde steppt auf der Passstraße der Bär. So bleibt uns nix anderes übrig, als uns im Schritttempo durch die Tunnelkehren zu schlängeln.

Anschließend folgen wir der Piste bis Tolmezzo und nehmen hinter dem Ort die SP125.

Immer im Blick: der blau-grün schimmernde „Tagliamento“, einem der letzten Wildflüsse der Alpen. Aktuell führt er so wenig Wasser, dass das Flussbett mit seinen unzähligen weißen Steinen sichtbar ist. Definitiv einen Foto-Stopp wert, aber wer will schon an jeder zweiten Ecke anhalten?

Sella Nevea und der Predilpass

Vor Amaro wechseln wir auf die SS52 und wenige Kilometer weiter auf die SS13 in nördliche Richtung. Am Ende des Örtchens Chiusaforte überqueren wir den „Fiume Fella“ und fahren auf die SP76. Es erwartet uns eine verkehrsarme Gute-Laune-Straße durch das hübsche Raccolana-Tal über den >> Sella Nevea.


Auf dem Sella Nevea: Na? Ob das Wetter hält?

Als wir hinter dem >> „Lago del Predil“ (Raibler See) auf die SS54 einbiegen und den >> Passo Predil erklimmen, kullern dem Himmel dicke Freudentränen aus den Wolken.

Für unseren Geschmack ein wenig zuviel des Guten. Kaum haben wir die verwaiste Grenze zu Slowenien passiert, flüchten wir uns auf die sonnenbeschirmbestückte Terrasse der „Gostilna Hermanov hram“.

   
Einsame Passhöhe auf dem Predilsattel.

Einen Kaff und viele Minuten später lässt der Regen etwas nach, also hopp-auf’n-Bock und weiter.

Knapp einen Kilometer weiter überrascht ein großes Löwen-Monument am linken Straßenrand. Hmmm… Einen Parkplatz gibt’s hier wohl nicht, oder?

Das Löwendenkmal:
Hinter dem Löwendenkmal lässt sich die Ruine einer einstigen Festung bestaunen.
Was genau es damit auf sich hat, könnt Ihr hier nachlesen: >> Hauptmann Johann Hermann von Hermannsdorf (www.julische-alpen.de)

Wenige hundert Meter weiter zweigt die >> Mangartstraße ab. So wir den Schildern glauben dürfen, ist die mautpflichtige Straße noch geschlossen.
Nicht so schlimm. Bei Regen macht Pässefahren eh keinen Spaß!

In vielen schönen Kurven führt die B203 hinab zur Wassersport-Action-City Bovec und wir erhaschen einen ersten Blick auf die Soca.
WOW! Noch nie zuvor hab ich ein Gewässer gesehen, dass seine intensive türkise Farbe selbst bei verhangenem Himmel behält!

Im Triglav-Nationalpark

Rund um den höchsten, gleichnamigen Gipfel Sloweniens leben unter anderem Braunbären, Luchse und Steinadler, aber auch giftige Sand- und Kreuzottern.

Die Soca

(italienischer Name: Isonzo)
Der Fluss entspringt in den Julischen Alpen inmitten des Triglav-Nationalparks und mündet südlich von Monfalcone in den Golf von Triest.

Tipp: Möchtet Ihr die Quelle sehen?
Fahrt von Bovec aus Richtung Trenta. Bei Serpentine 49 geht rechts ein Weg ab, der nach fünfzehn Minuten Fußmarsch zur Quelle führt.

So einladend der Fluss auch ausschaut: Zum Plantschen ist er nur was für die „ganz Harten“, denn selbst im Sommer wird er nicht wärmer als 15 Grad.
Für Wildwasser-Junkies ist er hingegen das reinste Paradies: Kajakfahren, Rafting, Canyoning, Angeln, aber auch andere Wassersportarten wie SUP, Sit on top, Bellyak, Kanufahren und Hydrospeed.

Aber Achtung: Um die Soca befahren zu dürfen, braucht Ihr eine Genehmigung.
Am einfachsten ist es, bei den zahlreichen Agenturen einen Trip auf dem Wasser zu buchen.
>> www.soca-valley.com

Bade-Tipp: Nadiza
Bade-Freunde hüpfen besser in den westlich von Kobarid gelegenen Fluss Nadiza, denn jener erreicht im Sommer immerhin mollige 22 Grad.

Unsere vorgebuchte Ferienwohnung liegt im kleinen Örtchen >>Kobarid, zwanzig Kilometer südlich von Bovec.

Trotz kurvenreicher 203 kommt kein Fahrspaß auf, denn der Regen zeigt sich erbarmungslos. Erst wenige Kilometer vor dem Ziel ist der Spuk endlich vorbei. Hurra!

Das Appartmenthaus „Maserer“

…liegt mitten im Dorf, kurz hinter dem Weltkriegsmuseum.

Appartments Masera
Gepflegter Eingangsbereich der Appartment-Anlage Masera

Street Triple und Tiger Explorer
Unsere Motorräder parken in einer überdachten Scheune.

Eigentlich hatten wir von Slowenien NICHTS erwartet.
Umso überraschter sind wir, als wir das Mini-Apppartment in der ersten Etage betreten:

  • Im Vorraum stehen ein schmaler Kleider- und ein kleiner Kühlschrank.
  • Das geräumige Badezimmer glänzt mit Handtuchtrockner, ebenerdiger Duschkabine und Regendusche.
  • Im Schlafzimmer erwarten uns Wasserkocher und ein Willkommensgeschenk (eine Handvoll Kaubonbons und eine kleine Karaffe Wein).
  • Auf dem angrenzenden, überdachten Balkon finden sich zwei Stühle, ein Holztisch und ein ausklappbarer Wäscheständer.

Und das alles zu einem extrem guten Preis! (46 Euro pro Appartment pro Nacht inklusive Handtücher, Bettwäsche, Strom und Endreinigung)

Balkonblick auf den gepflegten Garten

>> Appartmenthaus „Maserer“ (apartments-masera-si.book.direct/de-de)

Wir sind früh dran. Gut so, denn morgen ist Pfingstsonntag und es wäre sicher nicht unklug, vorab das Nötigste zu shoppen.
Direkt um die Ecke liegt ein kleiner Supermarkt. Wir laufen allerdings zum Großen, wenige hundert Meter weiter, auf der Hauptstraße des Örtchens.

Dort tummeln sich auch diverse Lokale. Nach dem Einkauf hocken wir uns auf die schmalen Terrasse einer gut besuchten Pizzeria. Der bestellte Beilagensalat macht wenig Lust, die große Variante zu probieren, aber die Pizza ist ganz ok.

Natur pur in Kobarid

Nach dem Essen erkunden wir die Gegend.

Kobarid-Rundgang
Wo nur ist die Soca??? – Wir machen uns auf die Suche…

Soca-Strand
Hurra gefunden: der quirlige Fluss in seiner ganzen Pracht!

Zudem entdecken wir die Napoleon-Brücke aus dem Jahr 1750. Nach einem kleinen Fußmarsch in südöstlicher Richtung finden wir zudem einen direkten Zugang zur türkisfarbenen Wasserpracht.

 
Soca-Idylle…

Das Örtchen KOBARID

… liegt inmitten der Julischen Alpen im oberen Socatal (italienisch: Valle d’Isonzo).

Hier wird Geschichte lebendig:
An vielen Häuserfassaden hängen überdimensionale Fotos aus dem Ersten Weltkrieg, vorrangig von der berühmten zwölften Isonzo-Schlacht von 1917.
(Damals kloppte sich Italien mit dem einstigen „Österreich-Ungarn“.)

1938 eröffnete der italienische Diktator Mussolini über dem hübschen Städtchen ein Beinhaus. Jenes wurde als Achteck um die kleine Kirche „Kostnica s Cerkvijo Sv. Antona“ herum gebaut und beherbergt die Gebeine von über siebentausend im Krieg gefallener, italienischer Soldaten. *gruselige Vorstellung…*

Noch mehr Kriegsgeschichte liefert das Weltkriegs-Museum im Ort.

Nach einem Bierchen in der Dorfbar hocken wir noch ein Weilchen auf unserem Balkon und kippen ein Döschen „Lasko Zlatorag“. Das zischt!

Die Hausordnung gebietet strikte Nachtruhe ab 23 Uhr. Aber schon ab zehn ist es so still, dass man sich nur noch zu flüstern traut. – Selbst der vorlaute Kuckuck hält sich daran!

Freundlich dreinblickendes Haus
Blick vom Balkon auf das freundlich dreinblickende Haus…
Erkennt Ihr die verschmitzt lachenden „Augen“?

Gefahrene Kilometer: 143

 

Soca-Tour Slowenien [Pfingstsonntag, 20.05.2018]

Als uns die nette Haus-Wirtin gestern beim Einchecken fragte, ob wir Frühstück dazubuchen möchten, riefen wir begeistert „JA, sehr gerne“!

Kredenzt wird es im kühlen, fensterlosen Erdgeschoss des Appartment-Hauses. Uns erwarten Brötchen, Kuchen, abgepackte Mini-Portionen (z.B. Wurst und Thunfisch), aber auch Gebrutscheltes, wie Pfannkuchen, Würstchen und Rühreier. Der Kaffee fließt frisch aus einem Kaffee-Automaten.

Die 6 Euro pro Nase finden wir extrem gut investiert und es gibt absolut nix zu meckern!

Nur unsere Mitgäste, ihres Zeichens Wiener, nerven mit ihrer akzentreichen, rücksichtslosen Beschallung.
Möglicherweise glauben sie aufgrund unseres „Dobar-Dan-„Grußes, wir verstünden sie nicht…?

Egal: Schnell umziehen und auf ins Kurvenparadies:

Ab Kobarid folgen wir dem Lauf der schönen Soca. Bis Tolmin auf der 102, dann auf der 103.

Fahren und gleichzeitig gucken hat irgendwie noch nie funktioniert!

Ständig lauern wir nach einem geeigneten Plätzchen, um ein cooles Foto mit Soca UND unseren Moppeds zu schießen.

Das Ufer ist leider fast durchweg dicht bewachsen, so dass man nur selten einen Blick auf den Fluss erhascht. Und überhaupt ist es wie immer: Entweder biste gerade so im Rausch, dass Anhalten nicht drin sitzt. Oder erspähst die Haltebucht erst im letzten Moment, verpasst es, den Anker zu werfen und zum Umdrehen haste keine Lust. – Wie auch? Die nächsten Kurven warten! 😉

So fehlen uns auch diesmal Fotos von den allerschönsten Plätzen…
Aber irgendwann musst Du Dich halt entscheiden: Willst Du Dich juchzend im Kurvenkarussell schwindelig fahren?
Oder ständig anhalten, nur um der Welt mit Fotos zu beweisen, dass Du dort warst?

Kurz vor Solkan und Nova Gorica halten wir an einer >> Bar, um die weitere Route abzustecken.

 Soca-Idylle
Vorbei mit türkis: hier schimmert der Isonzo krass smaragdgrün!

Ein deutscher Moppedfahrer schwärmt von einer frisch entdeckten Route über die B402 (von Solkan nach Smartno), die ihn doch SOOO an die Toskana erinnerte…

Klingt reizvoll, deckt sich aber nicht mit unseren Plänen. So lassen wir die Toskana-Traumlandschaft rechts liegen und nehmen die 607 Richtung Osten, die im weiteren Verlauf zur 608 und 609 wird.

Almen-Bilderbuch-Landschaft

Urplötzlich verwandelt sich die – zunächst unspektakuläre – Gegend in eine liebliche Almen-Bilderbuch-Landschaft. Schließlich mündet die Straße in einen meterbreiten Weg, der sich eng um einen Berg schlängelt.

Gerade als ich mich frage, ob das zaghafte von Eck-zu-Eck-Tasten nicht völlig übertrieben ist, krieg ich fast ’nen Herzkaspar: Taucht doch just aus dem Nichts ein Auto vor mir auf! *Schreck-lass-nach!* Glücklicherweise war’s keiner dieser jecken Italiener mit ihren Fiat-Pandas, sonst wäre der Abflug garantiert gewesen!

Bei Postaja endet das kleine Abenteuer und es geht zurück auf die 102 über Most na Soci nach Tolmin. – Kaffeezeit!

In der „Gostilna in Pizzerija pri Martini“ bestellt Norby Spaghetti Bolognese. Offenbar mussten sie das Schwein für’s Hack erst fangen, denn das Gericht wird erst serviert, als ich Eisbecher und Kaffee längst verdrückt habe und ungeduldig mit den Hufen scharre. Das zufriedene Grinsen auf Norbys Gesicht verrät jedoch, dass sich das Warten gelohnt hat.

Viel zu früh, um heimzukehren,

…daher drehen wir ab Kobarid eine weitere Schleife:
Dazu verlassen wir das Dorf am nordwestlichen Ende und fahren auf die 102 Richtung Italien. Der erwartete Bergpass bleibt leider aus, aber dafür haben wir die steigungsfreie Kurvenstraße ganz für uns allein. *Yeaaah!*

Kurz vor der slowenisch-italienischen Grenze gibt es vermutlich eine einzige Stelle, an der sich ein cooles „Nadiza-Foto-mit-Moppeds“ lohnt. Gerad so schön in Schwung, vergeigen wir es prompt, dort anzuhalten.

Auf der SS54 steuern wir das Städtchen „Cividale del Friuli“ in Italien an. Dortige Attraktion: die >> Teufelsbrücke („Ponte del Diavolo“).

Jene haben wir natürlich nicht gesehen. Einerseits, weil sich über dem Ort Gewitterwolken formieren. Und andererseits, weil wir kaum Lust verspüren, die Stadt bei schwül-warmen Temperaturen nach irgendwelchen „Must-have-seen’s“ abzusuchen.

So kommt man zur Teufelsbrücke
Befahrt ausgehend von Kobarid die 102/SS54 und wechselt in Ponte San Qirino auf die SP19.
Die Straße mündet in der „Via Europa“ im Süden von „Cividale del Friuli“.
Wenn Ihr rechts auf die „Via Borgo di Ponte“ abbiegt, fahrt Ihr direkt auf die Teufelsbrücke zu.

Abends essen wir mehr schlecht als recht in einem Anti-Fast-Food-Restaurants.

Anschließend latschen wir den kurvenreichen „Kreuzweg“ empor, um die von unten sichtbare kleine Kirche nebst Beinhaus aus der Nähe zu betrachten.
Hechelnd oben angelangt, erspähen wir einige Moppeds. Ach… Hochfahren geht also auch!?

Italienisches Beinhaus Kobarid
Kirche mit italienischem Beinhaus in Kobarid (Ansicht von unten)

Gefahrene Kilometer: 168

 

Berge- und Seen-Tour in Slowenien [Pfingstmontag, 21.05.2018]

In vielen Ländern ist heute Feiertag; in Slowenien zum Glück nicht.

Der Plan:

Ab Kobarid wollen wir im südlichen Bogen Richtung Bleder See fahren und auf dem Rückweg Sloweniens höchsten Berg, den >> „Vrsic“ (Werschetzpass) unter die Räder nehmen.

Ein Blick auf die Wetter-App stimmt uns kurzfristig um, denn angeblich soll’s ab mittags im Norden schütten.
Nee, lass menn, ist sicher kein Vergnügen, die Kopfsteinpflaster-Kehren des >> Vrsic-Pass bei Nässe hochzurutschen!

Gut, wenn man einen Plan B hat

Fahren wir doch einfach in entgegengesetzter Richtung?

So geht’s zunächst auf die 203 Richtung Bovec. – Aber was ist das?
Just am Abzweig zur 206 nach Trenta erspähen wir ein Schild von wegen „Vrsic-Pass“ gesperrt“…?
– Okay, dann fahren wir ihn halt von Norden an…

Über die 203 geht’s weiter auf den >> Predilpass.
Während es unten im Tal bereits lecker warm ist, wird’s beim Anstieg recht kühl und die Sonne macht sich rar. Dafür haben wir auf unserer Seite freie Fahrt.


Sonnenloser Predilpass: Ideale Fahr-Temperaturen, aber kein Foto-Wetter.

Noch immer ist die >> Mangartstraße gesperrt und auch dieses Mal entdecken wir keinen Parkplatz am Löwendenkmal…

Hinter der Passhöhe folgen wir der SS54 Richtung Cave de Predil und Tarvisio. Während die Abfahrt noch Laune macht, entlockt uns die Strecke hinter Tarvisio maximal ein müdes Gähnen.

Als wir Kranjska Gora erreichen, wo der nördliche Einstieg zum Vrsic-Pass liegt, schauen wir dumm aus der Wäsche.
Hmmm… Auch hier steht ein Vrsic-gesperrt-Schild? – Wie jetzt???

Im Nachhinein erfahren wir, dass auf dem Pass Bauarbeiten stattfanden.
Das kommt halt davon, wenn man es vorzieht, sich abends zu amüsieren, statt die Route für den kommenden Tag gegenzuchecken! 🙁

Okay, dann halt Plan C:

Auf zum Bleder-See und im südlichen Bogen zurück nach Kobarid.

Dank Navi-Modus „Autobahn vermeiden“ vergeigen wir prompt den Abzweig zur 907 nach Bled und gurken gelangweilt in großem Bogen über Jesenice. Gääähn!

Im Örtchen Bled dann Enttäuschung pur: Zu groß, zu touristisch und an der Uferstraße zockeln wir hinter diversen Pferdekutschen her…

Bleder See   Bleder See
Links: Einige der seltenen verkehrsarmen Minuten am >> Bleder See.
Rechts: Das Wetter in Fahrtrichtung lässt Böses ahnen!

Die 209 hinter dem Ort ist gut ausgebaut und nett schlängelig. Ganz nett und entspannt zu fahren, wenn da nicht diese Bürgerkäfig-Fahrer wären, die sich seelenruhig am schönen Panorama ergötzen.

Wocheiner Sattel (Bohinjsko Sedlo)

In Bohinjska Bistrica wechseln wir auf die 909. Es geht aufwärts und mit jedem Kilometer wird die Straße schmaler und holpriger. Oben angekommen, staunen wir nicht schlecht: Offenbar haben wir unwissentlich einen Gebirgspass befahren den >> Bohinjsko Sedlo (Wocheiner Sattel).

Als wir auf dem großen Parkplatz des Skigebiets >> Soriska Planina herumstehen, fällt mir vor Schreck fast die Kippe aus der Hand: Verlässt doch just ein Bus das geschotterte Gelände und fährt Richtung Bohinjska Bistrica. Hola-die-Waldfee: Wie/wo hätte man dem Monstrum auf dem schmalen Anfahrtsweg denn wohl ausweichen können?

Auch bergab heißt es Gebiss-festhalten auf der Rüttelstrecke. – Norby auf seinem Sessel-Mobil kriegt von alledem natürlich NIX mit…

Zu allem Überfluss ist der reguläre Weg zur 403 gesperrt und die Umleitung führt durch eine – gefühlt – endlose, tiefe Schotter-Sand-Piste. –
Kein Problem für die Streety. Eher eine Herausforderung für’s Gemüt ihrer Reiterin…

Bikertreffs? Gibt’s auch in Slowenien!

Endlich auf der 403 angelangt, entdecken wir viele Kurven weiter ein einladendes Schild:

Bikertreff Slowenien
Kurz vor Podbrdo:
Hui, ein Bikertreff? Hier mitten in der Pampa?

Logisch, dass wir am >> Brunarica Slap den Anker werfen!

Die Teller der speisenden Mitbesucher sehen ordentlich aus. Wir beschränken uns hingegen auf „Kaffee Americano“ und „Cappuccino“ und Norby ist entzückt:
Serviert man ihm doch tatsächlich einen großen, randvoll gefüllten Pott mit schwarzen Kaff. – Ja, da lacht das Herz!

Brunarica Slap Slowenien
Brunarica Slap Slowenien
Brunarica (übersetzt: Blockhütte) „Slap“ inmitten der herrlichsten Landschaft
(Man beachte die zufällig geknipste blaue Streety oben auf den Bildern.)

Nach dem Halt folgen wir weiter der hübsch geschwungenene 403. Bei Bača pri Modreju wechseln wir auf die 102 und fahren über Most na Soci und Tolmin zurück nach Kobarid.

Alle-Pläne-sind-für-die-Katz-Tag?

Auch unser Abendplan geht nicht auf: Die gestern völlig überfüllte >> Pizzeria Fedrig hat heute Ruhetag. So landen wir erneut in der Null-acht-fuffzehn-Pizzeria an der Hauptstraße.

Unsere anschließende Knochenausschlacker-Runde führt uns zum Campingplatz >> Kamp Lazar.
Auf dem Weg dorthin erspähen wir durch die Bäume eine Hängebrücke.

Da müssen wir hin!

Plötzlich verschwindet die Brücke aus unserer Sichtweite. So laufen wir suchend über den kompletten Campingplatz und klettern gar die steilen Stufen zum Soca-Ufer hinab.
Irgendwo muss das Teil doch zu finden sein?

Das war wohl nix: weit und breit keine Brücke zu sehen!

Tipp:
Wir haben’s leider vermasselt. Falls Ihr die 52 Meter lange Hängebrücke sehen/überqueren möchtet, solltet Ihr wissen, dass sich diese HINTER dem Kamp Lazar befindet…

Wundersame Moppedvermehrung

Als wir zum Appartmenthaus zurückkehren, sind wir baff:
Parken in der Scheune neben unseren Moppeds tatsächlich die blaue Street Triple und die BMW R1200R, die wir nachmittags am Bikertreff gesichtet haben!


Mama, Papa und ihre beiden Zwerge…

Gefahrene Kilometer: 204

 

Transfer-Tour Slowenien – Kroatien [Dienstag, 22.05.2018]

Laut Wetter-App soll’s ab mittags regnen. Zeit genug, abzuhauen, oder? – Pustekuchen! Schon beim Aufwachen hören wir’s böse plätschern…

Nützt aber nix, da müssen wir durch; immerhin haben wir ab heute eine Ferienwohnung in Kroatien gemietet.

Während sich Streety- und BMW-Fahrer langsam über Italien zurück nach D’land schlängeln wollen, geht’s für uns erneut auf 203 Richtung Nova Gorica.

Nicht wirklich lustig, denn es regnet sich zunehmend ein. Zu allem Überfluss tockert ein Baustellenfahrzeug mit 60 km/h vor uns her, das widerum einem dieser vierrädrigen Wohnkäfigen auf den Fersen ist. Überholen? – Negativ, denn die Sicht ist gleich null.

Regen, Regen und nochmals Regen…

Hinter Nova Gorica folgen wir der 204 in südöstlicher Richtung, fahren auf die 614 und wechseln anschließend auf die 419.
Spätestens hier übermannt uns der Vollfrust, denn der Regen wird immer doller und ich bin nass bis auf die Unterbüx.

Wie gut, dass wir uns bereits gestern slowenische Autobahn-Vignetten besorgt haben. Also nix wie rauf auf die Bahn Richtung Koper!

Hinter dem slowenischen Küstenort windet sich die schön geschwungene 208 auf zirka zwanzig Kilometern bis hin zur kroatischen Grenze.
Mag normalerweise Spaß machen, aber heute ist es trotz des gewöhnlichen Wochentags einfach nur krass voll. Nass obendrein!

Ehe wir uns versehen, haben wir Dragonja passiert und stehen unmittelbar vor der Grenzstation.
Mist! Wir müssen doch noch Geld tauschen, um die Gebühr für die kroatische Autobahn zahlen zu können?

Angenervt ziehen wir an der Wagenschlange vorbei und steuern den Grenzparkplatz an. Abrupt stoppt der Regen. – Na, geht doch!
In der Wechselstube tauschen wir 50 Euro gegen lustiges buntes Spielgeld und reihen uns erneut in die Schlange ein.

Grenzkontrollen und Stau an der slowenisch-kroatischen Grenze

Kroatien liegt doch in der EU: Was soll das?

Spätestens in diesem Moment wird uns bewusst, wie selbstverständlich wir uns mittlerweile von Land zu Land bewegen, ohne groß aufgehalten zu werden!

Nach einer nervigen Stop-and-Go-Orgie erklimmen wir die kroatische Autobahn. Tschakka, endlich wieder mal 130 Stundenkilometer fahren…?
Nö, iss leider nich: Offenbar hatte irgendein Schlauberger die großartige Idee, die Bahn großzügig mit 110km/h-Schilder zuzupflastern…

Komisch nur, dass diese Geschwindigkeits-Limits offenbar niemanden jucken?
Wissen die Anderen möglicherweise mehr als wir? – Wird auf der Bahn gar nicht geblitzt? Oder kostet eine Überschreitung gar nur ’nen Appel und ’nen Ei?

Knapp achtzig Kilometern weiter verlassen wir bei Pula die Autobahn und werden 27 Kuna (pro Mopped) ärmer.
Nach weiteren zehn Kilometern rollen wir in unsere neue Heimat, das Seebad >> Medulin.

Medulin und das Appartment-Haus „Oliveto“

Das einstige Fischerdorf ist im Laufe der Jahre zu einem trubeligen Touri-Ort an der Südspitze Istriens gewachsen.

Unser Ferienwohnung befindet sich im >> Appartmenthaus Oliveto am Anfang der Küstenstraße.

Appartmenthaus Oliveto Medulin
Rückansicht unserer Unterkunft.
Im ersten Stockwerk rechts oben sieht man den überdachten Eck-Balkon unserer Wohnung mit prima Rundumblick auf Hafen und Straße.

Unser Appartment „Lavanda“ ist mit einem Schlafzimmer das Kleinste. Auf derselben Etage gibt’s zwei weitere Wohnungen mit je zwei Schlafräumen.
Vermieterin Manuela bewohnt das komplette Obergeschoss. Im Erdgeschoss liegt das Restaurant „Oliveto“ mit großem Biergarten unter Olivenbäumen.

Appartment Oliveto Medulin   Appartment Oliveto Medulin
Appartment Oliveto Medulin
Kunst oder Kitsch? Unsere Ferienwohnung ist komplett in grün-lila eingerichtet.


Zum Appartmenthaus gehört ein Parkplatz.
Nicht abschließbar, aber immerhin durch eine Hecke von der Straße getrennt.

Mit den fünfzig an der Grenze getauschten Euros kommen wir nicht weit, also auf zum nächsten Geldautomaten!
Praktischerweise liegt ein solcher direkt vor dem Supermarkt um die Ecke.

Trau, schau, wo Du im Ausland Geld abholst!

Zieht man an einem Geldautomaten mit Fremdwährung Geld, lauert eine böse Kostenfalle.

Die Geräte fragen, ob die Auszahlung in Euro umgerechnet werden sollen. Beantwortet man die Frage mit „ja“, fallen zusätzliche Gebühren an!
Zum Nachlesen: >> Beitrag „Geld­abheben im Ausland: Touristenfalle Geld­automat“ (Quelle: Stiftung Warentest – www.test.de)

Natürlich fallen wir auf den Trick nicht herein, aber trotzdem mächtig auf die Nase.

Bislang glaubten wir, Geldautomat sei Geldautomat. Ist leider nicht so, denn einige bieten einen echt miesen Wechselkurs an.
So beispielsweise der Automat von Euronet. Jener macht nichtmals ein Geheimnis daraus und fragt, ob man tatsächlich X Kunas für Y Euros haben möchte.

Dumm gelaufen:

  • Wechselkurs: 1 Euro entsprach 7,39 Kuna (HKR).
  • Beim Geldwechseln an der Grenze bekamen wir für 1 Euro immerhin 7,05 Kuna.
  • Der Euronet-Automat bot uns hingegen gerade mal 6,72 Kuna an!

Da wir den aktuellen Wechselkurs nicht auf dem Schirm hatten, verloren wir „mal eben“ schlappe 42,48 Euro pro Nase! – Krass, oder?

Tipp für Rechenfaule:
Smartphone-App mit aktuellen Wechselkursen, Umrechnungstabellen und Trinkgeldrechner:
>> „Währungsrechner“ von Finanzen100 (Android-App)

Ankunftstage sind nicht immer die Besten…

Im Supermarkt kaufen wir unter anderem Kaffee. Keine Ahnung, welche der zahlreichen Sorten schmeckt, daher wählen wir auf Verdacht zwei Unterschiedliche. Hilft aber nix, denn leider will die Kaffeemaschine nicht so, wie wir wollen und pumpt nur tröpfchenweise Wasser. Heraus kommt ein ungenießbares Gesöff, das wir unmittelbar im Ausguss versenken.

Abends laufen wir zur Touri-Meile am Hafen und sind überrascht: Trotz Vorsaison wimmelt es hier vor Menschvolk und an jeder Ecke wirst Du angequatscht: von Restaurant-Besitzern, Touri-Shop-Verkäufern und Ausflugs-Anbietern.

Letztendlich landen wir im „Beer and Burger“ (oder hieß es „Burger and Beer“?).
Was gut klingt, endet im Fiasko. Das Essen ist ungenießbar!
Wenn Ihr irgendwie könnt, macht einfach einen großen Bogen um diesen Schuppen am Anfang der Touri-Straße!

Immerhin weiß der geschwätzige deutsch sprechende Kellner zu berichten, dass die gerade heimgekehrten Fischer von hereinkommendem Regen reden.
Angesichts der sich auftürmenden Wolken ein offenes Geheimnis…

Katzenjammer…

Den restlichen Abend lassen wir groggy auf unserem Balkon ausklingen. Je später der Abend, desto größer der Katzenjammer:
Kein Kaffee, die Mücken beißen und der Zwitscher-Vogel nervt mit fröhlichem Dauer-Getschiepe. Obendrein beginnt’s auch noch zu regnen.
HILFE! Wir werden alle sterben…!

Balkon-Blick Appartment Oliveto Medulin  Balkon-Blick Appartment Oliveto Medulin
Grandioser Rundum-Blick vom Balkon unserer Ferienwohnung

Gefahrene Kilometer: 235

 

Tag 2 in Kroatien [Mittwoch, 23.05.2018]

Das Wetter hat sich besonnen und gibt sich wieder freundlich. Zudem erfreuen wir uns an den idealen Bedingungen für Selbstversorger:
Brötchen gibt’s im Supermarkt nebenan oder beim Bäcker ein Haus weiter. Die Auswahl ist erstaunlich groß und alle probierten Sorten schmecken uns gut.
Obendrein investieren wir in eine Dose löslichen Kaffee. Besser als Koffein-Entzug!

Nach dem Frühstück heißt es tapfer sein: Die Dusche bleibt eiskalt!
Spätestens jetzt sollten wir hellwach sein. Sind wir aber nicht.

Irgendwie völlig gerädert, lassen wir unsere Moppeds stehen und beschließen, die nähere Gegend zu Fuß zu erkunden.

Campingplatz Medulin   Campingplatz Medulin
Weitläufige Strände in Medulin und für Jeden was dabei:
Kies, Fels und einen Sandstrand gibt’s auch

Abends essen wir Burger im „Salt and Pepper“ direkt gegenüber unserer Ferienwohnung und sind versöhnt.
Absolut lecker Tüchs hier!

Als wir heimkehren, liegt ein Paket Mückenplättchen (für die wohnungseigenen Mückenstecker) vor unserer Wohnungstür.
Besten Dank an unsere Vermieterin Manuela: Du bist echt ’ne Wucht!

Vermieterin Manuela ist berufstätig und selten daheim, per SMS aber jederzeit erreichbar.

So erfahren wir, dass die Gasheizung defekt war. Jene hätte anspringen müssen, sobald die Solarbeheizung schwächelt. Tat sie aber nicht, wurde aber bereits am Morgen repariert.

Eine Bedienungsanleitung für die Kaffeemaschine hat sie übrigens nicht und das Teil auch noch nie ausprobiert. Sie bietet an, sofort eine Neue zu besorgen. (<= Nö, muss ja nicht. Der lösliche Kaffee tut's denn wohl für die paar Tage... )

 

Tag 3 in Kroatien: Rovinj-Tour [Donnerstag, 24.05.2018]

Außentemperatur: 24 Grad. Gefühlt: locker zehn Grad mehr!

Geplant haben wir eine Tour über Pula Richtung Rovinj. Danach soll es quer durch die Pampa nach Rabac gehen und von dort aus zurück nach Medulin.

Schon nach wenigen Kilometern tropfen wir gnadenlos aus den Motorradklamotten und verzweifeln am grellen Sonnenlicht.
Merke: In Kroatien ist es gefühlt viel heller als anderswo im Süden. Wohl dem, der eine Sonnenbrille dabei hat!

Über die L21 fahren wir nach Vodnjan und Bale. Anschließend geht’s über die L5096 nach Rovinj. Leider sind selbst die „weißen“ Straßen auf der Landkarte irgendwie unspannend, der Fahrtwind kühlt gleich null und die ständigen Geschwindigkeitslimits (80 – 60 – 80) kratzen arg an unserer Selbstbeherrschung.

Statt einer Stadtbesichtigung befehlen wir unserem Navi, uns an den nördlichen Stadtrand zu führen. Vielleicht gibt’s ja dort einen Top-Ausblick auf die vorgelagerte Landzunge mit seiner hübschen Altstadt?

Blöderweis blockiert ein Baustellen-Trupp die Küstenstraße. Da sich nirgends eine Haltemöglichkeit auftut, stoppen wir entnervt an der einzigen Bar weit und breit. Die Aussicht ist grandios: Wir starren auf einen Zaun, der die gegenüberliegende Werft von der Straße trennt.

Nix wie raus aus der städtischen Sauna!

Weiter geht’s Richtung Kanfanar.

Tipp: Dreieinhalb Kilometer westlich liegt die Geisterstadt Dvigrad!
Weitere Infos: >> www.kroati.de/kroatien-infos/dvigrad.html

Auch in dieser Gegend hat man die Straßen nicht nur großzügig mit 80-60-80-Schildern geschmückt, sondern obendrein längsgefräst.
Ergo tänzelt meine Streety lustig von Rille zu Rille…

Als kurz vor Zminj eine dunkle Wolke Wasser lässt, haben wir die Faxen dicke und drehen ab. Nix gegen eine Erfrischung, aber angeblich sollen die kroatischen Straßen wegen des hohen Marmorgehalts bei Nässe sauglatt werden. – Brauchen wir nicht, wollen wir nicht!

Eis heilt alle Wunden!

Dringend Zeit, unsere Stimmung aufzuhellen:
Zurück in Medulin parken wir unsere Moppeds auf dem Vorplatz der Restaurant-Meile und tauschen ein paar Kunas gegen fantastisches Eis.


Stilleben: Mopped, Mann und Meer

Abends speisen wir im Restaurant Pomorac am Hafen:
Schon praktisch, dass die Hauptspeise der Vorspeise keine fünf Minuten später folgt. *Ironie-Modus-off*
Da sitzen wir nun mit Thunfisch-Filet, Istrianischem Schnitzel, Tomaten-Mozzarella- Salat und Brot und schauen aus wie die Gefräßigkeit höchstselbst…

Gefahrene Kilometer: schlappe 125…

 

Tag 4 bis 8 in Kroatien [Freitag, 25. bis Dienstag, 29.05.2018]

Eigentlich haben wir mindestens noch zwei/drei Motorrad-Touren vorgesehen. Immerhin sind wir im TOURlaub. Besonders reizt uns die Insel-Hopping-Tour.

Der Plan:

  • Über Brestova nach Losinj (zur Insel Cres)
  • Weiter nach Merag (Cres) und per Fähre nach Valbiska (auf der Insel Krk)
  • Über die Brücke aufs Festland, um zumindest einen kleinen Teil der kurvigen adriatischen Küstenstraße „Jadranska Magistrala“ unter die Räder zu nehmen
  • Rijkea per Autobahn umfahren und hinter Opatija zurück auf die Landstraße

Pläne sind dazu da, um durchkreuzt zu werden!

In den folgenden Tagen klettert das Thermometer auf 28 Grad. Für Opatija und Rijeka orakelt der Wetterfrosch mindestens 30, hat aber auch Regen und Gewitter im Gepäck.
– Wir passen!

Freitag: Lauf-Tag

Eigentlich wollen wir heute die antike Ausgrabungsstätte auf der fußläufigen Halbinsel Vizula bewundern. Soll wohl nicht sein. Oder warum sonst treffen wir auf einen wegversperrenden Zaun, der mit diversen Verbotsschildern zugetackert ist? Schade!

So erkunden wir die Küste in östlicher Richtung.

Spätestens an der Strandpromenade qualmen mir die Socken – Zeit, in ein Paar Flip-Flops zu investieren! (Ihr wisst schon, diese Dinger, mit denen man sich auf längeren Wegstrecken mindestens einen der beiden greifenden Zehen aufschubbert…)

Samstag: Strand-Tag

Heute geht’s tourimäßig so richtig ab:
Im 50-Kuna-Shop (umgerechnet ca. 7,34 Euro) ergattern wir stylische Wasserschuhe und in einer Strandbude eine dieser zusammenklappbaren Liege-Matten.
Natürlich ganz standesgemäß mit kunterbuntem Touri-Motiv…

Strandmatte-de-Luxe
Unsere Strandmatte „De-Luxe“!

Mit unseren neuerworbenen Schätzen testen wir den Kiesstrand an und schlurfen mit wachsender Begeisterung durch’s riesige Meeresbecken.
Jenes lässt sich bis zur Kies-Mole beinahe komplett knietief durchwaten.

Medulin-Strand   Medulin-Strand   Medulin-Strand
Wassertreten-de-Luxe im riesigen Natur-Plantschbecken

Sonntag: Schiffs-Tag

Beste Alternative zum Moppedfahren? – Eine Bootstour!

Ab Medulin starten täglich Ausflugsschiffe zum „Kap Kamenjak“. Dabei buhlen gleich zwei Anbieter um die Gunst der Touris:

Letztgenannter ist bei uns direkt raus, als wir hören, dass man die Boots-Tour selbst jetzt, in der Vorsaison, zwei Tage vorher buchen muss.
Schließlich lassen wir auch die Kähne des Mitbewerbers Tag für Tag starten, ohne zuzusteigen.

Stattdessen chartern wir ein Taxi-Boot zur Insel Ceja. Kostenpunkt: 60 Kuna pro Person.


Gute-Laune-Tour mit dem Taxiboot

Insel Ceja

Über dem Bootsanleger des Inselchens thront die „Cactus-Bar“. Links gibt’s einen winzigen Felsstrand. Ansonsten hat Ceja nicht viel zu bieten. Zumindest dann nicht, wenn man sich scheut, ohne langes Beinkleid durchs Dickicht zu laufen.


Den einsamen Felsstrand teilen wir uns nur mit ein paar Möwen.


… bis die Touris einfallen!

Als kurz nach 15 Uhr ein Touri-Schiff anlegt, mutiert die kleine Insel zum Mallorca Kroatiens. Hey, so war das aber nicht gedacht?

Desillusioniert räumen wir unseren Strandplatz und hocken uns auf die Terrasse der gut besuchten Bar. Der Salat ist lecker, aber Kaffee in Plastikbechern…?

Kaktus-Bar Insel Ceja
Chillige Kaktus-Bar auf der Insel Ceja

Zurück geht’s mit den anderen Touris per Ausflugsschiff. Ganz nett, aber die Taxiboot-Fahrt gefiel uns wesentlich besser.

Zurück auf dem Festland stürmen wir eine Strandbar.


Eis können sie ja in Medulin! 🙂

Montag und Dienstag – Chill-Tage

Das mit der Planerei sollten wir besser mal lassen:
Zu unserem Ferienhaus gehören zwei Fahrräder. Als wir mit ihnen zum dreizehn Kilometer entfernten Kap Kamenjak radeln wollen, sind die Leezen bereits auf Jück.

Ok, geht’s halt erneut zum Strand.
Da uns die Rumliegerei mehr als annervt, mieten wir ein Tretboot und nutzen die Chance, kostengünstig auf zwei Stunden zu verlängern.
(Tipp: Je weiter Ihr Euch vom Hauptstrand entfernt, desto günstiger wird die Tretbootmiete!)

Zurück daheim funken wir Vermieterin Manuela an, um unsere Abfahrtzeit am Folgetag abzusprechen. Und was macht sie? Bietet uns prompt an, unseren Urlaub kostenlos bis zum Ende der Woche zu verlängern! – Schade, dass wir das Angebot nicht annehmen können, zumal am Wochenende ein Open-Air-Musik-Festival startet. Allerdings reicht’s dann auch irgendwann mal mit der Strand-Chillerei…

 

Heimreise Teil 1: Kroatien – Italien [Mittwoch, 30.05.2018]

Hurra, heute geht’s endlich wieder auf den Bock!


Großkatze und Streety sind startklar.

Schon bei Aufbruch um 10 Uhr ist’s lecker warm und wir ergötzen uns am Fahrtwind der stupiden Autobahn.

Wie befürchtet, staut sich der Verkehr lange vor der Grenze und wir genießen ein fröhliches Stop&Go bei brüllender Hitze. Zweihundert Meter vor der Grenzstation entern wir den Parkplatz eines Supermarkts. – Durst!

Endlich wieder Kurven!

Hinter der Grenze erwartet uns endlich wieder Fahrspaß und die kurvige Straße bis Koper zaubert uns ein leichtes Grinsen ins Gesicht.

Und dann?
Eben noch fix tanken, bevor wir das Land der vergoldeten Spritpreisen erreichen!

Ob sich die teure 7-Tages-Vignette für Slowenien lohnt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Wir jedenfalls sind happy, dass es uns erspart bleibt, in der gleißenden Mittagshitze quer durch das slowenische Adriastädtchen zu ötteln. – Dank Autobahn sind wir jedenfalls ratz-fatz in Italien und feiern die zurückgewonnene Freiheit, ein Land ohne Grenzkontrollen zu wechseln.

In Tolmezzo verlassen wir die Bahn, folgen der SS52 Richtung Ampezzo und fahren hinunter ins Cadore.

Die „Cadores“ und das „echte italienische Eis“

Das Val de Cadore ist ein Tal im nördlichen Venetien, nett eingekesselt von den majestätischen Dolomiten.

Bekannt ist es auch als Eismachertal:
Von hier stammen die meisten Eisdielen-Besitzer in Deutschland. Und hierher kehren sie zurück, sobald sie im Winter ihre Eisdielenfenster mit Eispapier verrammelt haben.

Trotz der schroffen Bergerundherum wirkt die Landschaft sehr lieblich und die kurvigen, beinahe vehikelfreien Straßen machen einfach Laune!

Fluss in Auronzo die Cadore
Im Örtchen Auronzo di Cadore bestaunen wir von oben den smaragdgrünen „Ansiei“,
der vor dem Ort zum „Lago di Santa Caterina“ aufgestaut wird.

Angeblich soll’s hier eine Zufahrt zum >> „Passo del Zovo“ (SP532) geben, der auch „Passo San Antonio“ genannt wird. Dumm nur, dass wir den Einstieg nicht finden…?

Unser Navi will, dass wir an einer Stelle abbiegen, an der nichtmals der winzigste Trampelpfad zu erspähen ist. Wir geben’s auf, fahren auf die SS42 und nehmen den kleinen Umweg über Santo Stefano di Cadore, San Nicolo de Comelico und Dosoledo in Kauf.

Jetzt ein Eis…!?

Die angesteuerte Eisdiele entpuppt sich als gewöhnliches Café, dessen Eis-Auslage selbst dem größten Eis-Fan die Schlecker-Lust raubt.
Gut, dann halt ’nen Kaffee…

Kaum stehen die dampfenden Tassen auf dem Tisch, schreckt uns ein heftiger Windstoß auf und wir verfallen in Hektik. Kommen doch prompt die zuvor gipfelumspielenden Regenwolken in rasantem Tempo auf uns zu. Bloß schnell weg hier!

Kleines Anti-Erlebnis am Rande:

Als ich mein Helmvisier herunterklappe, wackelt das Teil plötzlich unkontrolliert hin und her.

Shark-Helm: Defektes Visier
Mist: Und wieder einmal ist die Greifnase des Helmvisiers gebrochen!
[Hintergrund: >> Beitrag „Motorrad-Helm-Test: Der blinkende „Shark SKWAL““ – KLICK!]

Aber Glück im Unglück:
Im Gegensatz zum letzten Mal lässt sich das Visier zumindest noch vorsichtig schließen, ohne komplett herunterzubaumeln.
Nur auf’s luftschnappende Öffnen muss ich fortan wohl verzichten…

Auch unser TomTom Rider juckt das nahende Unwetter nicht die Bohne:
Unbeeindruckt schickt es uns ins Örtchen Padola und von dort auf den Pass, den wir zuvor in Auronzo vergeblich gesucht haben. Nur um uns just dort mit dem Auftrag zu beglücken, dort „wenn möglich, bitte zu wenden!“

Als es uns im Anschluss einen steilen Trampelpfad empor zur Hauptstraße lotsen will, glänzen wir mit Ignoranz und suchen uns selbst eine gängige Zufahrt.

Kreuzbergpass

Den >> Kreuzbergpass (SS52) haben wir heute für uns ganz allein.

Trotz des schwächelnden Wetters können wir’s uns nicht verkneifen, an einem hübschen Wasserfall anzuhalten.


Wasserfall Kreuzbergpass
Wasserfall „Cascata del Pissandolo“ auf dem Kreuzbergpass

Spätestens am Passende, in Sexten, lässt der Himmel gießkannenartig Wasser. Zu allem Überfluss springt die Tankanzeige meiner Streety auf Reserve.

Hey, wass’n das? Statt der gewohnten 78 Restkilometer, reicht der Sprit angeblich nur für dreißig?

Zwischenübernachtung in Villabassa

Aber kein Problem: Nur noch zehn Kilometer bis zu unserem heutigen Ziel, >> Niederdorf in Südtirol. (Klingt dessen italienischer Name „Villabassa“ nicht gleich viel netter?)

Eine Tanke gibt’s dort nicht, aber immerhin stoppt der Regen, als wir unsere Unterkunft, das >> Hotel Rose erreichen.

Unsere Moppeds finden im überdachten Gartenhaus Platz, wo sich bereits diverse Artgenossen tummeln.

Blöde nur, dass wir kein Gepäck auf den Moppeds lassen können.

So schleppen wir uns wieder mal ’nen Wolf: Zwei Koffer, eine Gepäckrolle, zwei Tankrucksäcke, eine Hecktasche, zwei Helme.
Notiz an uns selbst: Es wird dringend Zeit, unser Gepäck zu optimieren!

Unser Zimmer ist ganz ordentlich und einen kleinen Balkon gibt es auch. Dummerweise habe ich beim Vorabbuchen übersehen, dass der Gasthof heute Ruhetag hat.
So irren wir zunächst planlos durch den Ort, nur um festzustellen, dass es bei den wenigen anderen Gaststätten ähnlich ausschaut.

Bierwerbung Villabassa
Originelle Bier-Werbung in Villabassa.
Was nützt die beste Reklame, wenn die Kneipen geschlossen haben?

Im Kaff herrscht Totenstille und es ist ruppig kühl.

In einer Seitenstraße werden wir endlich fündig. Nachdem wir im Restaurant >> „Mexico City“ lecker gespeist haben, hocken wir uns in den überdachten Raucherbereich und kosten das regionale Bier.

Kirche Villabassa
Beleuchtete Brücke Villabassa
– Oben: Kirche in Villabassa
Unten: Heimelig beleuchtete Brücke über die Rienz

Gefahrene Kilometer: 375

 

Heimreise Teil 2: Italien – Allgäu [Fronleichnams-Donnerstag, 31.05.2018]

Juchhu, der angekündigte Regen hat sich’s anders überlegt. So starten wir bei 16 bewölkten, aber trockenen Grad.

Dringendste Frage: „Wie/wo/wann kann ich endlich tanken?“
Meine Restsprit-Tankanzeige verspricht 20 Kilometer, bis zur nächsten Tanke in Bruneck sind’s aber 22. – Sollen wir’s wagen?
Ach nö… Lieber feige, als das Mopped schieben!

Drum machen wir einen kleinen Abstecher nach Welsberg, um an der teuersten Tanke im Umkreis den Durst meiner Streety zu stillen.
Für meine Kleine nur das Beste! *Ironie-Modus-off* 😉

Die Pustertaler Straße ist heute besonders nervig. Voller ist’s nur auf der Gegenseite. Die herumzappelnde Biker-Meute, die vermutlich eine lange Wochenendtour vor sich hat, tut mir echt leid!

Auch am Brenner steppt der Bär. Nützt aber nix, wir müssen wir hier anhalten. Immerhin konnte man uns an der Tanke einen Ort zuvor keine Autobahn-Vignetten verkaufen. „Gibt’s nur oben auf dem Pass“, meinte der nette Herr.

Uns ist’s ’ne Spur zu trubelig. Also eben fix die Pickerl an die Moppeds gepappt und ab auf die Autobahn.

Achtung, Abzocke!

WAS ist DAS? – Kurz vor Innsbruck bremst eine Mautstation unsere Fahrt.
Ist das eine Vignetten-Kontroll-Station oder was geht hier ab?

Pustekuchen: Der emotionslose Kassenhäuschen-Mann verlangt 9,50 Euro pro Mopped.
Wir haben keine Wahl, denn weder können wir umkehren, noch von der Autobahn abfahren. Tssssz!

Achtung: Mautfalle in Österreich – Sich vorab informieren spart Geld!

Hinterher ist man immer schlauer:

Für die österreichische A13 von Brenner Richtung Innsbruck braucht man normalerweise keine Autobahn-Vignette.

Das klappt allerdings nur dann straffrei, wenn man spätestens in Innsbrück-Süd (Abfahrt 3) auf die B182 wechselt.
Wer die Abfahrt verpasst, landet auf der mautpflichtigen Inntal-Autobahn (A12)!

Stattdessen wird auf der A13 eine Streckenmaut fällig, da die Europabrücke zu einem „baulich kostenintensiven Alpenübergang“ zählt. (Quelle: >> (www.asfinag.at)

Man gönnt sich ja sonst nix…

Um die Vignette nicht vergeblich gekauft zu haben, wechseln wir in Innsbruck auf die A12.
Nee, Quatsch natürlich, aber es ist so schwülwarm, dass wir ausnahmsweise sehr gern auf der Autobahn bleiben.
Nur um dann festzustellen, dass das Teilstück auf 100 Stundenkilometer beschränkt ist und die erhoffte Abkühlung definitiv ausbleiben wird…

Stau, Stau, Stau!

Bei Mötz verlassen wir die Dosenbahn und fahren über den Holzleitensattel auf den Fernpass.

Wider Erwarten läuft der Verkehr trotz Feiertag flüssig. Zumindest auf dem ersten Teilstück.
Dann jedoch, zwanzig Kilometern vor unserem Ziel, stehen wir plötzlich im allerschönsten Bilderbuch-Stau und spielen Stop & Go bis Reutte.

Tour-Abschluss

Endlich in Pfronten angelangt, steuern wir unsere erste Urlaubs-Unterkunft an, den >> Gasthof Aggenstein. Dort haben wir nach unserer >> Kumpels-Wochen-Tour Autoschlüssel und -papiere geparkt, um sie nicht mitschleppen zu müssen.

Nur zu gern hätten wir dort unsere letzte Urlaubsnacht verbracht, aber leider ist das Hotel ausgebucht. So begnügen wir uns mit ’nem leckeren „Haferl Kaff“ auf der Hotelterrasse.
(Übersetzung für „damische Preißn“ wie unserereiner: So nennt man hier einen „Pott Kaffee“.)

Hochgeschreckt vom Grummeln in der Ferne geht’s auf zum Endspurt. Ziel ist die Talstation der Breitenbergbahn, auf dessen riesigem Parkplatz Vehikel und Motorradanhänger auf uns warten.

Kaum von den Moppeds gehopst, schüttet es wie aus Kübeln und es kracht gewittertechnisch, was das Zeug hält.


Ein englisches Mopped muss Regen wohl abkönnen…

Erst nach einer gefühlten Ewigkeit verzieht sich das Unwetter und es geht ans Aufladen.


Endlich fertig: Die Moppeds sind erfolgreich verzurrt.

Auf zu unserer finalen Unterkunft, dem >> Birkenhof Pension mit Herz (www.birkenhof-pronten.de) hinter dem Pfrontener Bahnhof.

Zum Speisen haben wir uns den >> Gasthof Adler ausgeguckt.
Als wir dort gegen 20.30 Uhr aufschlagen, haben wir Glück: Noch ist die Küche eine halbe Stunde geöffnet und wir ergattern die letzten Sitzplätze. Leider müssen wir drinnen hocken, denn der Biergarten ist wegen des schlechten Wetters geschlossen.

Das Essen mundet hervorragend, aber die Portionen sind so riesig, dass es schon an Verschwendung grenzt.


Unser „Betthupferl“ schlürfen wir auf unserem Balkon
und bestaunen entzückt die Blitze in der Ferne…

Glück gehabt: In weiten Teilen Bayerns gab’s in jener Nacht „Landunter“ mit schweren Gewittern, Hagel und Überflutungen!

 

Heimreise Teil 3: Allgäu – Münsterland [Freitag, 01.06.2018]

Das nachgebuchte Frühstück ist jeden Cent wert und wer hier nicht glücklich wird, dem ist nicht zu helfen.

Anschließend geht’s mit Auto und moppedbeladenem Anhänger zurück in die Heimat.

Gesamt-Kilometer: 3.600
(Nicht gerade viel angesichts eines dreiwöchigen TOURlaubs – Aber was sagt das schon aus?)

 

Fazit unserers TOURlaubs

Moppedtour nach Istrien? – Ziemlich bescheuerte Idee, oder?

Logisch gefiel uns die Idee, in Istrien zu touren. Sonst hätten wir den Urlaub wohl kaum so gebucht.

Im Nachhinein war es allerdings eine absolut beknackte Idee!

So die Gegend am südlichen Zipfel der kroatischen Halbinsel für einen anders gearteten Urlaub auch sein mag, zum Moppedfahren iss das irgendwie nix. Immerhin trennen Dich dort etwa hundert Kilometer von den Bergen.

Klingt nicht viel, ist aber selbst bei 26 Grad Lufttemperatur nur erträglich, wenn du die richtigen Klamotten dabei hast.

Sollte es uns erneut nach Kroatien verschlagen, werden wir eine Unterkunft in der Kvarner Bucht, südlich von Rijeka buchen. Von dort aus lässt sich nicht nur die kurvige „Jadranska Magistrale“ befahren, sondern man ist auch ratz-fatz in den Bergen.

Machen wir das nochmal?

Nicht in dieser Form!

Letztendlich wäre es erfüllender gewesen, acht Nächte in Slowenien und drei in Kroatien zu verbringen, statt umgekehrt.
Slowenien hat uns positiv überrascht: Tolle Landschaft und Kurven über Kurven!


Schilder mal anders – in Slowenien…

Kroatien war hingegen eine Enttäuschung. Dafür kann das schöne Land aber nix:

26 Grad sind eigentlich kein Grund, die Moppeds in der Ecke stehen zu lassen. Nach den kühlen Temperaturen im Allgäu waren wir in Leder (Norby) beziehungsweise Textilklamotten ohne auszippbare Membran (meinereiner) unterwegs.

Kaum auf dem Mopped, klebten die Klamotten am Körper und fühlten sich an, wie in eine Plastiktüte geschlüpft. Letztendlich empfanden wir die Temperaturen in Kroatien wesentlich höher als auf >> Sardinien, wo wir selbst mit 35 Grad bestens klar kamen… *MiMiMiMiii…*

Haben wir uns erholt?

Nö. Trotz der über dreiwöchigen Auszeit blieb der Relax-Effekt leider aus.
Warum nicht? – Keine Ahnung!

Und sonst?

Grenz-Dilemma
Dummerweise nahmen wir den Haupt-Grenzübergang zwischen Dragonja (Slowenien) und Kastel (Kroatien) zu nehmen.

Schlauer wäre es vermutlich gewesen, den vier Kilometer westlich liegenden Übergang Plovanija zu wählen.
Alternativ, den kleinen Übergang Pozane, sieben Kilometer nördlich von Buzet.

>> Grenzübergänge nach Kroatien (Tipps von www.kroati.de)

Raucherfreuden

Slowenien und Kroatien sind die reinsten Raucherparadiese!
Zum Vergleich: Die Packung West Silver kostet in D’land aktuell 6,10 Euro.
In Slowenien wurden 3,70 Euro fällig, in Kroatien gar nur 3,40 Euro.

Liste der unverzichtbaren Urlaubsutensilien oder:
Was Du NIIIEmals vergessen solltest!

  • Anti-Mücken-Spray
  • Mücken-Gel (falls Dich die Biester dann doch mal erwischt haben)
  • Deutscher Filterkaffee und
  • Filtertüten (in südlichen Ländern oft nur schwer bis gar nicht zu bekommen)
  • Süßstoff (s.o.)
  • Sonnencreme (kriegste im Ausland an jeder Ecke, zahlst Dich aber doof und dämlich!)

 

Tour-Tipps:

Transport-Versicherung

Um Urlaubstage zu sparen, war für uns von Anfang an klar, dass wir Hin- und Rücktour ins/vom Allgäu diesmal mit Auto und Motorradanhänder rocken wollten.
Immerhin ist die kleine Streety kein Gefährt, mit dem man „mal eben“ siebenhundert Kilometer am Stück auf der Autobahn abreißt…

Was aber, wenn man Panik schiebt, weil das Mopped nunmal niegelnagelneu ist?
Fakt ist nunmal, dass ohne weiteres keine Versicherung der Welt zahlt, falls beim Transport auf dem Anhänger – egal, was auch immer – schief läuft…?

Normalerweise kann man nur als Unternehmer eine Transportversicherung abschließen.
Nach langem Hin und Her fanden wir allerdings eine Möglichkeit, auch als Normalsterblicher eine Einzel-Tansport-Police für den Urlaub zu bekommen.

Für zwei Maschinen kein Schnäppchen. Angesichts des Zeitwerts der Maschinen für uns jedoch eine sehr beruhigende Investition!

Abgeschlossen haben wir die Versicherung bei Frank Schirmer aus Essen:
>> www.transport-makler.de

Nach einem Telefonat mit dem Makler verlief der Abschluss fix und völlig unproblematisch per E-Mail, so dass wir diese Möglichkeit gerne weiterempfehlen!

Motorradfahren in Österreich, Slowenien, Kroatien und Italien

Im Ausland ticken die Uhren anders. Was zu beachten ist, könnt Ihr hier nachlesen:
>> Mitführpflichten in Österreich, Slowenien und Kroatien (www.kroati.de)

Mautgebühren Slowenien

Um Sloweniens Autobahnen nutzen zu dürfen, benötigt man eine gültige Mautplakette. Für’s Motorrad kostet jene 7,50 Euro und ist sieben Tage lang gültig.

Lässt man sich OHNE Plakette erwischen, wird’s teuer (je nach Fahrzeugklasse zwischen 300 und 800 Euro)

Immer wieder hört man von Mautfallen und, dass Maut-Sheriffs ihren ahnungslosen Opfern in den mautpflichtigen Kreisverkehren an Autobahn-Auffahrten auflauern.
Zum Nachlesen: >> Beitrag „Vorsicht scharfe Mautkontrollen“ (Quelle: ARBÖ -Auto-, Motor- und Radfahrerbund Österreichs -(www.arboe.at)

Weitere Infos:
>> Webseiten der slowenischen Autobahngesellschaft DARS (englisch und slowenisch)
>> Länderinfos des ÖAMTC (www.oeamtc.at)
>> „Mitführpflichten für Motorradfahrer in Europa“ (ÖAMTC) (www.oeamtc.at)

Mautgebühren Österreich

Die Autobahn-Vignette für Österreich kostet für’s Motorrad 5,20 Euro und ist zehn Tage lang gültig.

Motorradfahrer, die ohne Mautplakette erwischt werden, zahlen eine Ersatzmaut in Höhe von 65 Euro.
Wer versucht, eine Vignette zu manipulieren (beispielsweise durch Ablösen und erneutes Aufkleben), latzt 130 Euro.

Wer mag, kann die Vignette auch online als „digitale Vignette“ bestellen, beispielsweise im >> Asfinag-Webshop (www.asfinag.at) oder per Smartphone-App.

Beachtet: Wegen des Rücktrittsrechts bei Online-Geschäften ist die Digitale Vignette erst am 18. Tag NACH dem Kauf gültig!
Ausgenommen sind Unternehmer, für die das Rücktrittsrecht nicht gilt.

Die Asfinag-App gibt’s für Android, iOS, BlackBerry und Windows-Smartphones:
> >www.asfinag.at/stat/microsite_app/microsite_app.html

Liste unserer Unterkünfte

Pension Lipicer, Kötschach-Mauthen (Kärnten)
Gebucht haben wir über >> www.booking.com.
>> Pension Lipicer, Kötschach-Mauthen/Kärnten/Österreich (www.lipicer.at)

Gleiches gilt für das Appartment im Haus Masera, in Kobarid/Slowenien
>> apartments-masera-si.book.direct/de-de

Die Ferienwohnung „Lavanda“ im Appartment-Haus Oliveto in Medulin/Kroatien hätten wir ebenfalls über booking.com buchen können.
Haben wir aber nicht, weil wir vorab eine Frage hatten (von wegen stehen die Moppeds dort sicher?)
So schrieb ich die Unterkunft auf Deutsch und Englisch per Kontaktformular auf der >> Webseite (www.oliveto.hr/de) an.
Vermieterin Manuela antwortete prompt (auf Englisch) und dank Direktbuchung bekamen wir einen wesentlich günstigeren Preis!

Hotel Rose, Niederdorf (Villabassa/Südtirol
Unser Zimmer buchten wir über das >> Hotel-Portal HRS, da es hier wesentlich preiswerter war, als über booking.com.
> www.hotelrose.bz.it

Das letzte Zwischenübernachtungs-Hotel, den Birkenhof Pension mit Herz in Pfronten haben wir über booking.com reserviert.
>> birkenhof-pfronten.de

Bei allen Unterkünften hatten wir die Chance, vorab kostenlos zu stornieren. Schließlich weiß man ja nie…

Tipp: Smartphone-Apps
Um die Buchungsbestätigungen nicht in Papierform mitschlören zu müssen, habe ich mir die Apps von Booking.com und HRS installiert.
Über diese lassen sich die Buchungen notfalls auch stornieren oder weitere Unterkünfte buchen, auch kurzfristig.

Motorradkarten/Kartenmaterial

Auch wenn wir per Navi fahren, planen wir die Touren vorab ganz klassisch mit Stift, Papier und Tourenkarten in Papierform.
Daher decken wir uns auf Motorradmessen regelmäßig mit kostenlosen Tourenkarten ein.

Folgende Karten fanden wir hilfreich:

  • Motorradtourenkarte „Die besten Kurven rund um Kärnten-Friaul-Slowenien“ von Road-Conzept.
    Wenn ich mich recht entsinne, entstammt diese der Zeitschrift >> Motorrad-Freizeit (www.motorradfreizeit.de).

  • Tourenkarte der „Let’s bike together-Hotels“: „Tirol, Dolomiten, Großglocknerwww.motorrad-hotel.com
    Jene eignete sich gut, um sich einen groben Überblick zu verschaffen.

  • Genau wie die ADAC-Karten der Reihe „Motorrad- und Oldtimer-Tourenkarten“:
    – Kroatische Adriaküste
    – Steiermark-Kärnten und
    – Friaul-Slowenien

  • ADAC Tour-Set beziehungsweise Reisekarte „Slowenien-Kroatien-Südosteuropa“

Die ADAC-Tourenkarten bekommt Ihr übrigens in ADAC-Geschäftsstellen oder könnt sie alternativ im pdf-Format herunterladen:

Darüber hinaus haben wir uns vorab folgende Motorradkarten gekauft:

  • Motorradkarten Box Kroatien Slowenien“ von Bikerbetten
    Dabei haben wir drei Motorrad-Tourenkarten „Istrien“ sowie die Karte „Slowenien-Nord“) verwendet.

  • Straßenkarte Slowenien“ von Freytag & Berndt (Maßstab: 1:1.150.000)
    Auf dieser sind selbst winzigste Sträßchen verzeichnet!
    Leider ist die Karte zu sperrig, um sie auseinandergefaltet im kleinen Kartenfach des Tankrucksacks unterzubringen.

  • Motorradkarten Box Italien Nord“ von Bikerbetten
    Im Gepäck hatten wir die Karten „Trentino-Veneto“ und „Friaul-Julisch Venetien“

Motorradbücher

Natürlich nutzten wir die ätzenden Wintermonate, um uns über unsere Ziele zu informieren. Unter anderem haben wir uns mit dem Schmökern diverser Bücher vergnügt.


Winter-Lese-Spaß!

Weitere Tour-Tipps:

Wie immer haben wir vorab diverse Reiseberichte verschlungen.
Hier und da gönnen wir uns mal das ein oder andere Motorrad-Touren-Magazin und forschen natürlich auch online nach passenden Informationen.

Empfehlenswerte Links:

Touren und Bloggen

Übrigens bewundere ich nach wie vor die Kollegen/innen der bloggenden Zunft, die es während ihrer Touren schaffen, tagesaktuell zu berichten. Hut ab!

Wie macht Ihr das bloß?

Reist ihr mit Leuten, die abends ihre Ruhe haben wollen oder scheucht sie so durch die Gegend, dass sie völlig groggy um neun in die Koje veschwinden?
Ich für meinen Teil glaube schon, was zu verpassen, sobald ich abends in der Runde sitze und mal ein Foto bei >> Instagram poste…?

Ich freue mich über jegliche dahingehende Tipps und Tricks!

 

Achtung, Werbung…?

Unseren Motorrad-Urlaub haben wir ausnahmslos aus eigener Tasche bezahlt.
Für unsere Empfehlungs-Links erhalten wir weder Geld, noch genießen wir sonstige Vorteile. Jene sollen Euch lediglich hilfreiche Zusatz-Informationen liefern.
Rühmliche Ausnahme:
Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links zu www.amazon.de! (>> Affiliate-Link: Was ist das? [KLICK!])

 

Susy
Susy
Geboren "Anno Pief" (im letzten Jahrhundert). Im zarten Alter von vierzehn mit dem Mopped-Fieber infiziert (keine Ahnung wieso!) und eine gefühlte Ewigkeit um den Moppedschein gekämpft. Mit sechzehn zunächst an der "unendlichen Macht" der "Ernährer" gescheitert, mit achtzehn aber endlich erfolgreich. *YEAH!* Danach - trotz Schein - nie aktiv gefahren und den "Virus" eine halbe Ewigkeit erfolgreich verdrängt. Bis er dann, 2004, umso heftiger wieder ausbrach... Seitdem einfach unheilbar krank dem Moppedwahn verfallen... :D
http://www.motorrado.de

6 thoughts on “Motorradurlaub 2018 – Teil 2: Slowenien/Kroatien

  1. Hmm, das mit dem Geldautomaten verstehe ich nicht so ganz.
    Grundsätzlich richtig ist es, nicht in Euro zu berechnen, gilt auch bei Kartenzahlung an der Kasse, aber das bei Geld in Landeswährung der Automat umrechnet, ist doch ein Fehler.

    Wenn ich wirklich mal Bargeld ziehe, wird das immer von der kartenausgebenden Bank zum Tageskurs berechnet und nicht vom Automaten.
    (Frag mich aber sowieso, warum ihr scheinbar so oft Bargeld holt.)

  2. Hi Max,
    ich vermute mal, Du zahlst idR mit Kreditkarte und ziehst damit auch Geld? Nun, wir nutzen normale EC-Karten und ziehen im Ausland halt Bargeld, um die täglichen Ausgaben plus Unterkunftskosten bestreiten zu können. Entsprechend viel ist dann halt erforderlich. Möglicherweise macht es bei der Umrechnung in Landeswährung einen Unterschied?

  3. Ja, ich nutze vorwiegend Kreditkarten. Aber auch beim Bargeld ziehen mit EC/Maestro/Vpay Karte habe ich es noch nicht erlebt, dass eine Umrechnung am Automaten erfolgt, wenn man in Landeswährung abhebt.
    Aber wie schon angedeutet, ich vermeide es so gut es geht mit Bargeld. Nichts ist schlimmer, als Fremdwährung mit nach Haus zu nehmen, da der Rücktausch Aufwand und Verluste machen würde.
    Wir mussten in Norwegen einmal Bargeld holen und da wir nicht wussten ob das später vllt nochmal nötig ist, holten wir etwas mehr und wurden es auf der restlichen Reise so gut wie nicht mehr los. Die kleinen Fähren ließen uns immer kostenlos fahren, Unterkünfte und Restaurants wollten immer nur Karte und kein Cash.

    1. Hi Max,
      die Umrehnung erfolgt ja nicht automatisch, sondern der Geldautomat fragt nach, ob in Euro umgerechnet werden soll. (Genau da liegt ja die erste mögliche Kostenfalle! ) – Wir waren bislang erst zweimal im Nicht-Euro-Raum (beide Male Kroatien) und schon ein wenig baff… Diese Umrechnerei ist man ja mittlerweile gar nicht mehr gewohnt 😉

  4. Die Frage gabs ja auch schon vor dem Euro, daher hatte ich damals schon gelernt, dass es günstiger ist nicht in Euro zu berechnen, sondern eben in Landeswährung.

    Aber wenn ich das nicht falsch verstanden habe, habt ihr ja Landeswährung gewählt und der Automat hat trotzdem einen schlechten Umrechnungskurs genommen, obwohl dies eigentlich von der kartenausgebenden Bank sein sollte.

    1. Ja, stimmt. Damals gab es aber im Ausland nicht an jeder Ecke Geldautomaten, drum war meinereiner mit Reiseschecks unterwegs 😉
      Ja und stimmt erneut: Der Geldautomat hatte seine eigenen Ansichten zum Wechselkurs und hätten wir die zu erwartende Summe vorab ausgerechnet, hätten wir den Vorgang immerhin abbrechen können (eigene Dummheit!)
      Habe mal bei meiner Bank nachgefragt. Die meinten, man solle bei der Wahl des Geldautomaten u.a. darauf achten, dass „100% provisionsfrei“ dransteht (so man mit der EC-Karte Geld abholen will).
      Wird vielleicht doch mal Zeit für ’ne Kreditkarte. Das scheiterte aber bislang am Willen, mich mit den Vor- und Nachteilen der gefühlt hundertzehntausend Anbieter auseinanderzusetzen 😉

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