Motorradtransport in den Urlaub

Motorrad-Transport

Seitdem der DB-Autoreisezug nicht mehr verkehrt, stehen viele dickschifflose Tourenfahrer vor einem ausgebufften Problem:
Wie vermeidet man die öde, reifenfressende Anfahrt zum Zielort?

AUTOREISEZÜGE
// >> Autoreisezüge (ÖBB Nightjet – BTE Bahn-Touristik Express – Train4You/Urlaubs-Express – Euro-Express) //
MOTORRADTRANSPORT
// Fallstricke beim Motorradtransport // Motorradtransporte innerhalb Europas // Transporte in die restliche Welt //
REISEVERANSTALTER/AUF EIGENE FAUST
// >> Organisierte Touren inklusive Motorradtransport/-vermietung // // >> Selbstfahrer (Anhänger-/Transporterverleih) //
UND SONST?
// >> Achtung: Wer haftet bei Beschädigungen? // >> Hilfreiche Links zum Thema //

 

Autoreisezüge

Ende 2015 wurde auch die letzte Autozug-Verbindung der Deutschen Bundesbahn von Hamburg nach Lörrach eingestellt, aber immerhin gab es bislang Alternativen.
Wie schaut es für das Jahr 2019 aus?

ÖBB Nightjet

Der „Nightjet“ der „Österreichischen Bundesbahnen“ (ÖBB) fährt regelmäßig von Düsseldorf nach Innsbruck und von Hamburg nach Wien.
(Ab Wien gibt’s dann Verbindungen nach Livorno und Verona.)
>> www.oebb.at
Die Fahrten lassen sich übrigens auch über das Reisezentrum der Deutschen Bahn buchen: >> www.bahn.de/p/view/angebot/nachtzug/oebb.shtml

BTE Bahn-Touristik Express

Von Anfang April bis Oktober 2019 verkehrt der BTE-Autoreisezug regelmäßig zwischen Hamburg-Altona und Lörrach, nahe der Schweizer Grenze.
>> bahntouristikexpress.de/autoreisezug-de.html

Train4you (Urlaubs-Express)

Das kölsche Unternehmen „Train4you“ baut sein Angebot 2019 aus:
Künftig fährt der „Urlaubs-Express“ sowohl von Hamburg als auch von Düsseldorf nach Verona, Villach und München. Ab Hamburg zusätzlich nach Lörrach.
>> www.urlaubs-express.de
>> www.urlaubs-express.de/der-uex-sommer-2019/

Euro-Express Sonderzüge

Einst pendelten die „Euro-Express Autozüge“ regelmäßig von Düsseldorf nach Verona in Italien und für 2018 waren sogar weitere Ziele geplant (Villach in Kärnten und Koper an der slowenischen Adriaküste). Leider wurde nix daraus und obendrein fielen auch die Fahrten nach Verona flach. Wie es ausschaut, müssen wir wohl endgültig einen Haken an den Anbieter machen. Schade!
>> www.ee-autozug.com

Tipp: www.autoreisezug-planer.de

Umfassende Infos zum Thema „Autoreisezug“ inklusive der aktuellen Verbindungen findet Ihr auf den Seiten von Jürgen aus Hannover:
>> www.autoreisezug-planer.de/

 

Motorradtransport

Für uns ein Dauer-Thema:
Da wir in einer der denkbar ungünstigsten Ecken Deutschlands wohnen, sind bis zum nächsten Motorradparadies meist mindestens tausend Kilometer abzuspulen.
Was mit Norby Reiseenduro ein Klacks ist, wird mit meinem Naked Bike zur Tortur…

Genau deshalb sind wir ständig auf der Suche nach geeigneten Transport-Möglichkeiten.
Allerdings finden wir bei der Gelegenheit immer wieder neue

 

Fallstricke beim Motorradtransport

Hier unsere gesammelten Erfahrungen:

  • Viele Anbieter tummeln sich im Süden der Republik, fernab von NRW.
    Falls sie überhaupt „ab-Haustür“ transportieren, dann meist nur gegen einen saftigen Aufpreis.

  • Bei One-Way-Fahrten stehen die Preise häufig in keinem Verhältnis zum kombinierten Hin- und Rücktransport.

  • Viele Spediteure haben einen festen Transport-Kalender:
    Damit ist man an feste Termine gebunden und mehr als eine Wochentour sitzt meist nicht drin.

  • Vorsicht: Die Transportversicherung einiger Anbieter ist so gering, dass Euch im Falle eines Transporter-Crashs nicht einmal der Zeitwert Eurer Maschine erstattet wird!
    (Klärt das besser ab, bevor Ihr eine böse Überraschung erlebt!)

  • Manche Firmen nehmen’s mit der Sorgfalt offenbar nicht so genau, oder warum sonst schließen sie eine Haftung für Kratzer aus?

  • Sein Motorrad transportieren zu lassen ist kein Schnäppchen: Wer plant, vor Ort mehr als einen Tag „Auszeit“ zu nehmen, fährt oft günstiger, ein Motorrad zu mieten.
    (Klappt übrigens selten, wenn Ihr – wie meinereiner – auf eine Maschine mit niedriger Sitzbank angewiesen seid.)

  • Große Unterschiede gibt’s auch in Sachen Gepäck:
    Wird das komplettes Gepäck kostenlos transportiert oder beschränkt sich die Leistung auf EINE Gepäckrolle? (Hey, darin findet gerade mal die Moppedkleidung Platz!)
    Darüber hinaus lassen sich einige Anbieter auch die Mitnahme von Motorradkoffern extra bezahlen.

  • Hat der Spediteur am Zielort ein Zwischenlager? Falls nicht, kann’s knifflig werden.
    Während unseres Spanien-Urlaubs warteten wir eine gefühlte Ewigkeit auf die Ankunft unserer Motorräder und auch auf dem Rückweg verspätete er sich derart, dass wir schon befürchteten, unseren Flieger zu verpassen.

  • Auch kann es nicht schaden nachzuhören, WIE die Motorräder transportiert werden. Allein um sicherzugehen, dass sie nicht auf einem planenfreien Anhänger stundenlang an der Küste entlang kutschiert werden. (Alles schon passiert!)

  • Letztendlich auch wichtig zu wissen, wann man sein Mopped abgeben muss beziehungsweise es wieder zurück sein wird.
    So mussten wir unsere Maschinen zwar erst vier Tage vor dem Abflug nach Spanien abgeben, warteten aber nach Urlaubsende geschlagene zweieinhalb Wochen auf ihre Rückkehr, und das mitten in der schönsten Motorradsaison! (Keine Sorge, den Anbieter findet Ihr in der folgenden Aufzählung NICHT!)
 

Motorradtransporte innerhalb Europas

Moppettkutsche
Während der Sardinien-Saison (Anfang Mai bis Anfang Juli beziehungsweise Ende August bis Mitte Oktober) fährt Kalle, Inhaber der „Moppettkutsche“ wöchentlich nach Sardinien. In der übrigen Zeit könnt Ihr Eure Motorräder unter anderem nach Portugal, Marokko und Andalusien transportieren lassen.
Auf Sardinien werden die Motorräder in einer verschlossenen Firmenhalle gelagert, so dass Ihr Eure Flüge flexibel buchen könnt. Obendrein sind sie voll versichert.
Tipp: Wenn Ihr wissen wollt, was abseits davon wann/wie/wo – auch kurzfristig – geht, telefoniert am besten kurz mit Kalles rollendem Büro,
>> www.moppettkutsche.de/
>> Direkt zum Moppettkutsche-Tourenkalender 2019

Wir haben unsere Moppeds im Herbst 2018 von Kalle nach Sardinien transportieren lassen und waren von der kompletten Organisation restlos begeistert.
Daher ein dickes LIKE und eine glasklare Empfehlung unsererseits!

>> Hier geht’s zum Tour-Bericht unseres Sardinien-Urlaubs 2018

 

Weitere Anbieter

Im Folgenden findet Ihr weitere Anbieter, über die wir im Laufe unserer Sucherei gestolpert sind.
(Die Reihenfolge ist willkürlich und wertungsfrei.)

Ridersprojekt
Die Firma fährt von Ende April bis Anfang Oktober wöchentlich nach Sardinien (Olbia). Die Moppeds werden vor Ort in einer Garage (Airpark-Garage in Padru) untergestellt, so dass Ihr Euren Flug flexibel buchen könnt. Weitere Transportziele sind die Pyrenäen, Andalusien und Marokko.
Verladeort ist Obergriesbach in der Nähe von Augsburg, aber gegen Aufpreis werden Eure Maschinen auch von zu Hause abgeholt.
>> www.ridersprojekt.de

4motorbiker und Motorbiker-Zentrale
Offenbar gab es bei Vitos „4motorbiker“ eine Umstrukturierung und die Firma gehört nun zur Motorbiker-Zentrale mit Sitz in Hanau. Dabei handelt es sich um den Zusammenschluss diverser Einzelunternehmen zu einem Motorradtransport- und -Reise-Netzwerk.
Dazu gehört unter anderem auch die Motorrad-Vermietung >> Siggis Bikes (www.siggis-bikes.com) in Andalusien.
Als Transportziele werden Sardinien, Spanien, Korsika, Kalabrien und die Toskana genannt. Dabei gibt’s vor Ort jeweils Stützpunkt-Partner, bei denen die Maschinen zwischengelagert werden.
>> www.4motorbiker.de (alt)
>> „Motorbiker-Zentrale“ (www.motorbiker-zentrale.de)

SKS-Bikeshuttle
Die Firma sitzt in Mogendorf im Westerwald. Feste Termine scheint es nicht zu geben, fragt also am besten einfach mal nach.
>> www.sks-bikeshuttle.de

M.T.L. Bike-Shuttle
Der Transport erfolgt gemäß einem festen Reisekalender ab beziehungsweise bis Lemgo, dem Firmen-Standort. Gegen Aufpreis wird Euer Mopped aber auch zu Hause abgeholt. 2019 geht’s unter anderem nach Sardinien, Kroatien und in die Dolos. Weitere Termine und Ziele folgen. (Der „Bike-Shuttle-Terminkalender“ wird momentan überarbeitet.)
>> www.bike-shuttle.com

Bike on Board
Dahinter verbirgt sich die Spedition Engemann aus Hilden bei Düsseldorf. Sie fährt wöchentlich nach Griechenland, Italien, Spanien und Portugal. Die Firma arbeitet mit festen Partnerbetrieben an den jeweiligen Zielorten zusammen, wo Ihr Eure Motorräder dann während der Öffnungszeiten abholen/abgeben könnt. Hier sind übrigens auch kurzfristige Buchungen möglich.
>> www.bike-on-board.de

BST-Bike-Shuttle
Das Bike-Shuttle-Team aus Emmerzhausen im Westerwald kann mit ihrem großen Reisebus 18 Personen und 14 Motorräder gleichzeitig transportieren.
Eure Motorradbekleidung, Helme und Motorradkoffer reisen selbstverständlich mit.
Daneben könnt Ihr den „Daily“ buchen, der Platz für acht Personen und acht Motorräder bietet. Das Reiseziel bestimmt Ihr.
Gewöhnlich fährt die Firma in die Alpen, die Pyrenäen, nach Sardinien, Sizilien und Skandinavien.
Wer lieber zum Zielort fliegt, kann auch einen reinen Motorradtransport (maximal zwölf Maschinen) buchen.
Für 2019 sind übrigens zwei feste Transporte zur Costa Rei (Partneranlage MOTOREI-SARDEGNA) geplant.
>> www.bst-shuttle.de

Sarda-Tours
Die Firma aus Nürnberg bietet einen All-in-Service an, bestehend aus Motorradtransport oder Buchung von Mietmotorrädern, On- und Offroad-Touren mit oder ohne Tourguide und Unterkunft.
>> www.sarda-tours.de
>> Transport-Infos von Sarda-Tours

MZD-Motorradreisen
Ab sechs Motorrädern könnt Ihr den Shuttle-Service von Susanne und Dieter nutzen. Sie bringen Euch mitsamt Eurer Moppeds zum vereinbarten Ziel innerhalb Europas. Stützpunkte sind Moosinning bei München und Dinslaken, Nähe Düsseldorf.
Für 2019 gibt es bereits feste Termine für den Shuttle nach Sizilien, Sardinien und Andalusien.
http://www.mzd-motorradreisen.de/shuttle-service/

Roadroom
Wer aus der Gegend rund um Berlin kommt und ins Erzgebirge, den Bayerischen Wald, in die Alpen, Seealpen, Dolomiten oder Pyrenäen reisen möchte, hat mit dem Biker-Shuttle aus Eberswalde einen Partner gleich um die Ecke. Die Firma transportiert nicht nur Eure Moppeds, sondern nimmt Euch direkt mit (maximal acht Personen und acht Moppeds).
>> roadroom.de

Mallorca-Transporte
Die Firma organisiert nicht nur Umzüge nach Malle, sondern transportiert auch Eure Motorräder auf die Insel und deponiert sie auf dem Flughafenparkplatz in Palma.
>> www.mallorca-transporte.de

 

Oder darf’s ein wenig weiter weg sein? (Transport in die restliche Welt)

„In Time“ aus Hamburg bringt Eure Motorräder in die große weite Welt, in der Regel per Luftfracht oder Schiff. Den genauen Ablauf, Dauer und den Preis erfahrt Ihr auf der Webseite. Wählt dazu einfach unter „Motorradtransporte“ das gewünschte Zielland aus und erfahrt prompt, alles, was Ihr wissen müsst.
>> www.intime-ham.com

Bikeworld-Travel bietet nicht nur Motorradreisen mit Mietmotorrädern an, sondern schickt Eure Motorräder auch weltweit per See- oder Luftfracht auf die Reise.
>> www.bikeworld-travel.de

Mit GS-Sportreisen könnt Ihr Euer Mopped nicht nur in die USA, nach Mexiko, Kuba oder in die Dominikanische Republik schicken, sondern auch auf die Kanaren (Lanzarote, Fuerteventura, Teneriffa und Las Palmas). Transportiert wird per Luftfracht auf Palette.
http://www.gs-sportreisen.de/luftfracht/fly_ride.htm

 

Organisierte Touren inklusive Motorradtransport oder -vermietung

Diverse Firmen bieten Kombi-Pakete an, die aus geführten Touren, Motorradtransport und Unterkunft bestehen. Teilweise sind sogar die Flüge inklusive.

123 Motorradreisen
Zu ausgewählten Terminen geht es nach Sardinien, Korsika, Andalusien, Kroatien, Spanien, Schottland, Sizilien, Malle oder ans Nordkap, teilweise mit Tourguide, teilweise auf eigene Faust. Verladen wird normalerweise in Grebenstein-Udenhausen bei Kassel.
>> www.123motorradreisen.de

2015 buchten wir dort ein >> Rundum-Sorglos-Paket nach Sardinien. Enthalten waren der Flug, der Motorradtransport, die Unterkunft mit Halbpension und der Gepäcktransport von/zum Flughafen. Da eine größere Gruppe aus dem Ruhrpott dabei war, hatten wir Glück und konnten unsere Moppeds gegen einen geringen Aufpreis in Unna verladen/abholen. Insgesamt waren wir begeistert von der professionellen Organisation und können nicht anders, als die Firma ohne wenn und aber weiterzuempfehlen!

 

Weitere Anbieter

… in lockerer, unsortierter Reihenfolge:

Hispania-Tours
Neben „Selfguided Touren“ lassen sich hier geführte Touren in Andalusien, Portugal und Marokko buchen. Gefahren wird auf BMW-Mietmotorrädern. Einen Motorradtransport gibt es nicht, dafür aber eine andere reizvolle Lösung:
Für 70 Euro pro Monat könnt Ihr einen Garagenplatz in Malaga oder Barcelona mieten. Motorradkleidung und Helm dürfen dort ebenfalls parken. (Mindestmietzeit: 1 Monat). Die Garage in Malaga liegt in Flughafennähe, die in Barcelona am olympischen Hafen im Stadtzentrum. Beide sind alarmgesichert, videoüberwacht und es gibt einen 24-Stunden-Wachdienst.
>> www.hispania-tours.de

ALMOTO Motorradreisen
Die Firma aus Dresden glänzt mit einem umfangreichen Motorradreise-Programm, das in alle relevanten Traumreviere für Moppedfahrer führt. Je nach Reiseziel erfolgt die Anreise in eigener Regie oder Ihr könnt vor Ort ein Motorrad mieten/Euer Mopped transportieren lassen. Was wie geht, erfahrt Ihr nach Auswahl des gewünschten Reiseziels.
>> www.almoto.de

Nicebike
Die Firma aus Norderstedt bietet geführte Motorradtouren mit dem eigenen Mopped oder Miet-Motorrädern an.
Ziele sind unter anderem die Pyrenäen, Malle, Kreta und das Nordkap. Bei einigen Reisen lässt sich optional die Anfahrt per Autoreisezug hinzubuchen.
> www.nicebike.de

Andalusien-erleben
Rolf „Rolfito“ Hoerr bietet geführte Touren durch Andalusien an, wahlweise mit dem eigenen Mopped oder mit einem Mietmotorrad (BMW, Ducati, KTM oder Harley). Reist ihr mit der eigenen Maschine, lässt sich auch der Transport organisieren.
>> www.andalusien-erleben.com

MZD-Motorradreisen
Zu festen Terminen könnt Ihr bei der Firma selfguided Motorradreisen nach Sardinien, Andalusien oder Sizilien buchen.
Dabei sind die Unterkünfte, Flüge, der Motorrad- und Gepäcktransport vor Ort inklusive.
Stützpunkte – und somit Motorrad-Abholstationen – sind Moosinning (15 Kilometer nördlich von München) und Dinslaken (30 Kilometer westlich von Düsseldorf).
www.mzd-motorradreisen.de/motorradtouren/

 

Selbstfahrer

Europcar: Lkw und Kleintransporter mit Motorradtransport-Equipment

Die Autoverleih-Firma „Europcar“ vermietet Lkw oder Kleintransporter – auch für Einwegstrecken – mit einer sogenannten „Motorradtransport-Ausstattung“.
Gegen Aufpreis könnt Ihr beispielsweise Auffahrrampen und Wippen (Motorradständer zur Fixierung des Vorderrads) hinzubuchen.
Zurrgurte und Ratschen müsst Ihr hingegen mitbringen, könnt sie aber alternativ auch vor Ort kaufen.
Bitte beachten: Das Angebot gilt nicht an jedem Standort, sondern ist auf elf deutsche Vermietstationen beschränkt.
>> www.europcar.de/lkw-motorrad-transport

Anhänger- und Kleintransporter-Verleih

Geht es mit unserer Gruppe weiter weg, zum Beispiel in die Dolomiten, mieten wir normalerweise einen Kleintransporter (9-Sitzer) und einen Anhänger für sechs Motorräder.
(Der Rest unseres Trupps reiste bislang mit eigenem Pkw und Motorradanhänger an.)

Uneingeschränkt empfehlen können wir die Firma Heimann Fahrzeugbau aus Nottuln im Münsterland.
Dort haben wir bereits viermal einen großen Anhänger angemietet und ausschließlich gute Erfahrungen gemacht.
Der Mietpreis inklusive Auffahrrampe und Verzurrmaterial blieb über die Jahre hinweg erfreulich konstant:
Für zehn Tage zahlten wir jeweils 240 Euro. (Zuletzt übrigens 2014 – möglicherweise ist es heute teurer.)
>> heimann-fahrzeugbau.de/motorradanhaengervermietung
Dahingegen wurde es von Jahr zu Jahr schwerer, einen technisch einwandfreien, aber dennoch bezahlbaren Kleintransporter mit Vollkaskoversicherung und der Möglichkeit, zwei bis drei Fahrer einzutragen, zu finden…

 

Achtung: Wer haftet bei Beschädigungen?

Was passiert eigentlich, wenn das Transportfahrzeug einen Unfall hat und Euer Motorrad beschädigt wird?

Transportiert Ihr Euer Mopped privat auf einem Anhänger oder in einem Sprinter, ist es im Falle eines Unfalls NICHT versichert und Ihr bleibt auf dem Schaden hängen!
Es sei denn, Ihr habt Euer gutes Stück vollkaskoversichert UND die Versicherung enthält einen entsprechenden Passus. (Letzteres ist meist NICHT der Fall!).

Beauftragt Ihr einen Spediteur, kommt seine Transportversicherung für den Schaden auf.
Regulär werden jedoch gerade mal 10 Euro pro Kilogramm Fracht ersetzt.
Angenommen, Eure Maschine wiegt 250 Kilogramm und der Spediteur setzt den Lkw in den Graben, bekommt Ihr gerade mal 2.500 Euro! – Bitter, oder?

Glücklicherweise lässt sich bei vielen Transporteuren eine Zusatz-Versicherung abschließen, die im Falle eines Falles zirka 40 Euro pro Kilogramm blecht.
Je nach Motorrad reicht aber auch das für Euch nicht aus?

Tipp: Lest vorab unbedingt auch das Kleingedruckte:
Unter anderem haften einige Anbieter nicht für „kleinere Beschädigungen“, wie Kratzer oder Schrammen am Lack!

 

Hilfreiche Links zum Thema

„Louis“ bietet auf seinen Webseiten nicht nur Motorradbekleidung, Ersatzteile und Zubehör an, sondern auch hilfreiche Tipps, unter anderem zum Thema
>> Motorrad-Transport (zu Lande, zu Wasser, auf Schienen und in der Luft) [www.louis.de].

Die Zeitschrift „Motorrad“ (www.motorradonline.de) hat sich ebenfalls mit dem Thema „Transport“ beschäftigt:

Natürlich gibt’s auch beim ADAC den ein oder anderen Tipp:
>> „Motorradtransporte“ (www.adac.de)

Motorradblogger Martin (www.motorradblogger.de) hat gleich zwei hilfreiche Beiträge zum Thema Transport verfasst:

 

Und Ihr?

Wie geht Ihr auf Reisen: Fahrt Ihr Eure Reiseziele auf zwei Rädern an oder bevorzugt die Pkw-Anhänger-Variante?
Habt Ihr Euer Mopped schonmal transportieren lassen? Welche Speditionen könnt Ihr empfehlen (oder auch nicht)?
Mit welchen Reiseanbietern habt Ihr gute oder schlechte Erfahrungen gemacht?

 

Susy
Susy
Geboren "Anno Pief", im zarten Alter von vierzehn mit dem Mopped-Fieber infiziert und eine gefühlte Ewigkeit um den Moppedschein gekämpft. Mit sechzehn zunächst an der unendlichen Macht ihrer Ernährer gescheitert, mit achtzehn endlich erfolgreich. *YEAH!* Danach nie aktiv gefahren und den "Virus" eine halbe Ewigkeit erfolgreich verdrängt, bis er 2004 umso heftiger wieder ausbrach... Seitdem einfach unheilbar krank dem Moppedwahn verfallen... :D
http://www.motorrado.de

10 thoughts on “Motorradtransport in den Urlaub

  1. Sehr ausführlich und informativ, danke.

    Als Berliner hat man es ja nicht so leicht schnell wegzukommen und ich habe vor unseren ausgiebigen Urlaubsreisen immer mal wieder nach Optionen geschaut, aber irgendwie war das nie einfach oder in meinem Augen preiswert. Daher sind wir bisher immer auf eigener Achse gefahren und haben die An- und Abfahrt entsprechend in die Gesamttour eingeplant und ein paar interessante Zwischenstationen dazugenommen.
    Da wir immer Rundreisen planen, ist das mit der Anfahrt auch nicht mehr ganz so schlimm.
    Fürs nächste Jahr haben wir auch schon über die Möglichkeit ‚Anhänger‘ nachgedacht, aber uns ist auch klar, dass uns das in der Bewegungsfreiheit einschränkt und man sich vor Ort um einen entsprechenden Platz für Auto und Anhänger kümmern muss. Die Zeitersparnis ist natürlich auch nicht unerheblich. Es bleibt schwierig. 😉

    1. Beruhigend zu hören, dass wir nicht die einzigen Gelackmeierten sind 😉
      Stimmt: Wenn man auf Tour nicht nur auf einen bestimmten Radius beschränkt sein möchte, wird es auch mit Anhänger schwierig.
      So die Gegend jedoch stimmt, wie beispielsweise die Dolos, lässt es sich locker eine Woche lang nett touren, ohne eine Route wiederholen zu müssen. Was die Abstellmöglichkeit für Anhänger betrifft, so haben wir dies bislang stets vorab bei unserer Unterkunft abgefragt. In Südtirol und im Schwarzwald gab es bislang kein Problem damit.
      Mit der Rundreise-Option haben wir auch schon lange geliebäugelt. Es scheiterte jedoch bislang an der Unlust, das Gepäck ständig aus- und wiedereinzupacken und der zunehmenden Sorge um’s Wetter: Gefühlt, gibt es von Jahr zu Jahr mehr unplanbare Unwetter mit Starkregen und Gewitter. Mal schauen, was sich im nächsten Jahr ergibt.

      1. Als Kofferfahrer ist das mit dem Gepäck nur minderschlimm. In der Regel packe ich die immer so, dass ich an das benötigte ohne Probleme rankomme. Auch die Mitfahrer haben da ihre entsprechende Packtaktik, so dass das keine Umstände macht.

        Ansonsten habe ich, mal abgesehen von Technik, eh nie viel dabei, was es sich lohnt auszupacken. Habe schon als kleines Kind in den Ferien gelernt aus dem Koffer zu leben. 😉

        Aber bei unseren Rundtouren war es bisher so, dass wir zwischen 1-3 Nächte irgendwo waren, entsprechend konnte man auspacken oder nicht.
        Was das Wetter angeht, klar, wenn man Stationen geplant hat, ist man da auch ein wenig dran gebunden.
        In Norwegen [1] haben wir spontan umgeplant, wobei die ausgelassene Station auch nicht wirklich wichtig war.
        In Schottlland [2] haben wir uns auf dem Weg nach John O’Groats aufgeteilt, weil ich unbedingt hin wollte, kommt man ja schließlich nicht jeden Tag vorbei.

        Dem Wetter getrotzt zu haben ist vor allem hinterher immer ein großes Erlebnis, von dem wir gerne erzählen. Die ‚kleinen‘ Widrigkeiten machen diese einfachen Abenteuer für uns aus.
        Wenn es nur Sonne und 20°C gegeben hätte, wäre es im Nachhinein nicht so spannend. 😉

        [1] https://blog.max-fun.de/beitragsserien/2015-norwegen/
        [2] https://blog.max-fun.de/beitragsserien/2016-schottland/

        1. Tolle Berichte, Max! Konnte mir zuvor gar nicht vorstellen, dass Touren in Schottland und Norwegen Spaß machen könnte…
          Packtechnisch habe ich zwar schon einiges gelernt, muss aber noch weiter daran arbeiten. Koffer sind natürlich urpraktisch. An (m)einem Naked Bike mag ich sie allerdings nicht leiden. Selbst schuld 😉
          An den „Extremsituationen“ ist echt was dran: Wenn wir über Alpentouren reden, kommt meist als Erstes: „Wisst Ihr noch, damals in strömenden Regen über den stockfinsteren Mendelpass…?“
          Vielen Dank für die Erkenntnis! Hilft künftig sicherlich dabei, wieder unbekümmerter an die Tourplanung heranzugehen.

  2. Hallo Susy und Norbert,
    ihr berichtet auf der dieser Seite über uns. Vielen Dank dafür. Wir haben uns in 2017 kräftig ins Zeug gelegt und sowohl unsere Webseite als auch unsere Shuttle überarbeitet.
    Nun sind die Transporte schon viel früher auf der Webseite. Wir fahren eure Bikes nach Almunecar, nach Olbia, zur Moto GP nach Barcelona, nach Irland und in die Dolomiten. Auch für unsere schwedischen und dänischen Nachbarn haben wir Shuttle von Skagen (DK) im Angebot.
    Vielleicht können wir euch mit unserer neuen Webseite überzeugen, den alten Artikel über uns zu überarbeiten. 😉
    Bei Rückfragen stehen wir gerne jederzeit zur Verfügung.

    1. Hallo Dieter,
      erstmal vielen Dank für die Info und herzlichen Glückwunsch zur neuen Seite.
      Top, dass es bereits jetzt Termine für das kommende Jahr gibt – Das erleichtert die Tourplanung doch ungemein!

      Ich habe den Beitrag bereits ein wenig angepasst; grundlegend überarbeiten wir ihn voraussichtlich Mitte/Ende Oktober.
      Bei Unklarheiten komme ich dann gerne noch einmal auf Euch zu.

      Viele Grüße
      Susy

  3. Hallo Susy und Norbert,

    zu diesem Beitrag gibt es schon wieder etwas Neues: Der Urlaubs-Express (Train4You) füllt künftig die Lücke, die Euro-Express auf der Strecke Düsseldorf-Verona hinterlassen hat und fährt dort ab Sommer 2018. Buchungen sind ab sofort (und nicht erst ab 1. Dezember) möglich. Der Markt ist also weiterhin sehr dynamisch. Auf meiner Seite http://www.autoreisezug-planer.de gibt es immer den aktuellen Stand.

    Viele Grüße
    Jürgen

  4. Tolle Zusammenfassung.
    Ich wollte mir 2003 für 3 Wochen einen Anhänger leihen, habe für das Geld aber dann gleich einen gekauft. Nun fahre ich Stollenreifen schonend entweder ins Zielgebiet oder bis zum ersten Gebirge. Dann geht es auf die Rundreise. Bei Offroadurlauben ist auch gut zu wissen, das man im Pannenfall in 1-2 Tagen sein Auto hat und die Reste mit nach Hause nehmen kann.
    Auto und Anhänger bleiben bei der ersten Unterkunft oder bei Leuten, die ich über Motorrad-Foren kennen gelernt habe. Autobahnen sehen meine Moppeds kaum noch.

    1. Hallo Björn,
      vielen Dank für die Blumen!
      So planen wir es auch: Diese Transportiererei geht langsam aber sicher ins Geld und die Urlaubstage schmelzen nur so dahin, wenn man aus Hin- und Rückreise eine autobahnlose Tour machen möchte.
      Noch sind wir allerdings am grübeln, ob es ein geeignetes Zugfahrzeug plus Anhänger oder doch eher ein Transporter werden soll.
      LG
      Susy

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