Tour-Tipps: Schweiz

Mit etwas Glück nehmen wir in Kürze die Schweiz unter die Räder. Was gibt’s dort zu sehen und worauf ist zu achten? Hier unsere Motorradtour-Tipps.

// >> Nützliches Allgemeinwissen #HowToUeberlebInTheSchweiz
** >> Verkehr ** Essen und Trinken ** Artgerecht übernachten ** Kostenfalle Telefonieren/Surfen ** Kurioses //
// >> Pässe, Pässe, Pässe // >> Sehenswertes/Ausflugsziele // Surf-Tipps // App-Helferlein // >> Tourenkarten & Co //

Als Basislager haben wir uns eine Bleibe im Berner Oberland ausgeguckt.
Man munkelt, dort würden Kraxelfreunde und Wasserratten gleichermaßen glücklich, denn es gibt Berge UND Seen.

Da uns das Vergnügen bei unseren Nicht-EU-Nachbarn nur sehr kurz gegönnt ist, bleibt zum Plantschen und sonstigen moppedfernen Aktivitäten keine Zeit.
Aber gut zu wissen, was man dort alles anstellen könnte. 😉

Die Schweiz – gleich nebenan und doch so fremd

Schon das Länderkürzel sorgt für Verwunderung: Wieso eigentlich „CH“?
Jenes steht für „Confoederatio Helvetica“ (lat.), übersetzt „Schweizer Eidgenossenschaft“.
Hä???

In der Schweiz leben vier verschiedene Völker mit eigener Landessprache friedlich zusammen. Auch wenn mehr als die Hälfte der Bevölkerung Deutsch, ein Drittel Französisch, keine zehn Prozent Italienisch und nur ein Bruchteil Rätoromanisch schwatzt, sind alle vier Kulturen – ohne jegliche Rangfolge – gleichgestellt. Jeder der 26 Kantone bestimmt seine Amtssprache selbst.

Buch-Tipp:
„4 Fliegen mit einer Klappe“ aus dem Salvioni-Verlag
>> www.viersprachig.ch (ISBN 978-88-7967-447-8 – 35 CHF)

Eine offizielle Hauptstadt kennt man hier nicht, wohl aber eine Bundesstadt und das ist Bern, der Amtssitz des Bundesrats und der Bundeskanzlei.

 

Nützliches Allgemein-Wissen #HowToUeberlebInSeSchweiz

Seit jeher gilt die Schweiz als teures Pflaster. Kein Wunder, denn das Einkommen der Schweizer übersteigt bei weitem das seiner deutschen Nachbarn.
Gezahlt wird in Schweizer Franken (CHF). 1 Schweizer Franken sind 100 Rappen.

Was sollte man sonst noch wissen, wenn man durch die Schweiz tourt?

 

Verkehr

Vorsicht Radar!

Dass man sich in der Schweiz penibel an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten sollte, ist ein offenes Geheimnis. Geblitzt wird mit wachsender Begeisterung von hinten und viele Dorf-Sheriffs verfügen über akrobatische Fähigkeiten: Unsichtbar verstecken im Gebüsch oder hinter einem Ortseingangs-Schild? – Kein Problem!

Auf Landstraßen gilt ein Tempolimit von 80 Stundenkilometern, auf Schnellstraßen sind 100 km/h erlaubt, auf Autobahnen sogar raketenschnelle 120.
Toleranz? – Vergesst es: Jeder kleinste Verstoß ist gnadenlos teuer!
Beispiel: Bist Du 1 bis 5 Stundenkilometer zu schnell, bist Du 40 Schweizer Franken ärmer.

Generell sind alle „grünen“ Straßen vignettenpflichtig. Ein untrügliches Indiz ist ein Schild mit weißer Schrift auf grünem Hintergrund. Dazu zählen beispielsweise Autobahnen und Schnellstraßen. Willst Du sie befahren, solltest Du Dir eine Jahres-Vignette kaufen. (Ja, auch wenn Du einfach nur mal kurz auf die Bahn willst!)
Ok, lieber 40 Schweizer Franken investieren (Stand: 2021), als eine Geldbuße von 200 zahlen müssen.
>> www.adac.de/reise-freizeit/maut-vignette/schweiz

Radar-Warn-Verbot

Verfügt Euer Navi über eine Radar-Warn-Funktion, solltet ihr sie besser komplett deinstallieren. Denn selbst, wenn die Funktion ausgeschaltet ist, kann die Schweizer Polizei das Navi konfesszieren.

Besonderheiten auf Bergstraßen

Wer bergab fährt, hat dem entgegenkommenden Verkehr gefälligst Platz zu machen.
Bei schweren Fahrzeugen – wie Lkw oder Bussen – spielt es übrigens keine Rolle, ob sie bergauf oder bergab fahren, denn sie haben einfach IMMER Vorrang. Post- und Linienbusse sowieso. Darüber hinaus sind die Fahrer der Letztgenannten weisungsbefugt. Kommentare wie „Du Vogel hast mir GAR nix zu sagen!“ solltet Ihr Euch also besser verkneifen.

Besondere Vorschriften für Motorradfahrer

  • Lasst bloß Eure Hände am Lenker, denn das „Loslassen der Lenkvorrichtung“ wird mit 20 CHF bestraft.
  • Außerdem ist es verboten, nebeneinander zu fahren. Wer sich erwischen lässt, zahlt ebenfalls 20 CHF.
  • Mal eben auf dem Bergpass die schöne Aussicht knipsen? – DAS Foto kann teuer werden, denn das Halten an unübersichtlichen Stellen (Kurven, Kuppen, Engpässe) wird mit 80 CHF geahndet. Gleiches gilt übrigens für das Parken auf Bürgersteigen.
  • Wer sich beim „Fahren auf dem Trottoir“ erwischen lässt, darf 100 CHF latzen.
  • Ersatzbirnen mitzunehmen ist keine so schlechte Idee, denn das Fahren ohne Licht am Tag wird mit 40 Schweizer Franken abgestraft.
  • Übrigens wird’s nicht empfohlen, während der Fahrt mit einer Action-Cam zu filmen. Ob’s tatsächlich Ärger gibt oder nicht, wissen wir leider nicht.

Parken

In der Schweiz gibt’s generell nur wenige kostenlose Parkplätze.
Bis Ende letzten Jahres war man als Motorradfahrer fein raus, denn Motorradparkplätze waren bis dahin gebührenfrei. Seit Anfang 2021 dürfen aber nun auch Töff-Fahrer zur Kasse gebeten werden und die Stadt Luzern macht’s gleich vor:
So löhnt man angeblich auf dem Parkplatz am Bahnhof und „Am Löwengraben“.

Wer sein Fahrzeug widerrechtlich abstellt, muss mit einer „Parkbusse“ in Höhe von 40 bis 100 Schweizer Franken rechnen.

Gut zu wissen:

  • Gemeinerweise weisen harmlos wirkende, weiße Markierungen darauf hin, dass die entsprechenden Parkplätze kostenpflichtig sind.
  • Gelbe Markierungen kennzeichnen private Firmenparkplätze.
  • Auf Parkplätzen mit blauer Markierung benötigt man montags bis samstags zwischen 8 und 18 Uhr eine blaue Parkscheibe und darf maximal eine Stunde lang parken.
  • „Das Parkieren auf dem Trottoir ist erlaubt, wenn Signale oder Markierungen es ausdrücklich erlauben“. Aber nur dann, wenn für Fußgänger und Co mindestens anderthalb Meter Platz bleibt.
  • Die Schweizer „Signalverordnung“ besagt, dass „das Parkieren eines Töffs auf Plätzen für mehrspurige Fahrzeuge“ verboten ist.
    Finden eigentlich nur WIR das krass? Da fragt man sich, ob es wohl aktuelle Motorradparkplatz-Listen gibt: Nicht auszudenken, wenn man in fremden Städten parkplatzsuchend herumirren müsste?

Weitere Infos unter: >> astra.admin.ch

 

Essen und Trinken

Restaurant-Tipps

Schweizer Restaurants haben normalerweise mittags zwischen 11 und 14 Uhr geöffnet und abends von 18 und 22 Uhr. Essen gehen ist teuer, aber es gibt auch gute Nachrichten: Mittags speist man in der Regel günstiger und Trinkgelder sind bereits inkludiert.

Wo lässt sich’s gut und günstig trinken und speisen?

Supermärkte

Das beste Preis-Leistungsverhältnis in der Schweiz bieten Migros, Coop und Aldi.

Tipp: Kostenlos Wasserzapfen

Packt Eure Trinkflaschen ein: Aus den zahlreichen Trinkbrunnen der Schweiz könnt Ihr kostenlos leckeres Quellwasser abzapfen.
>> Hier geht’s zur Brunnenkarte in der Schweiz (trinkwasser.svgw.ch)

Und was ist mit Pilsbier?

Man munkelt, irgendeine Bestimmung verbiete den Schweizern, „Pils“ zu verkaufen, das nicht tatsächlich auch in Pilsen (Tschechien) gebraut wurde.
Wer vor Ort ein einheimisches, helles, untergäriges Bier schlürfen möchte, sollte nach „Hopfenperle“ oder „Spezialbier“ (kurz: Spezli), Ausschau halten.

Ansonsten bekommt man in den Supermärkten interessante Biersorten wie das „Appenzeller Vollmond Bier“, aber auch „ausländisch Tüchs“. Beispielsweise das belgische „Chouffe Cherry Bier“, Tannenzäpfle aus dem Hochschwarzwald, sardisches Ichnusa oder dieses olle Heineken.

 

Artgerecht übernachten

Lust, mal fernab von Null-acht-fuffzehn zu übernachten?

Gästezimmer Motorradhändler

Die Yamaha-Vertragswerkstatt Moto-Center BeO AG in Brienz bietet Gästezimmer für 99 Schweizer Franken pro Doppelzimmer an. Die Zimmer haben ein eigenes Bad, es gibt eine Terrasse, eine Kaffeemaschine und einen Kühlschrank. Bis zum See sind’s nur anderthalb Kilometer und der nächste Supermarkt (Landi) liegt gerade mal 300 Meter entfernt.
[Adresse: Ackerweg 1, CH-3855 Brienz am See]
>> moto-center-beo.ch/gaestezimmer
(Auch buchbar über >> Booking.com)

Übernachten in der Bubble Suite

Im Restaurant Wagenkehr auf dem Sustenpass kann man nicht nur speisen, sondern auch recht günstig Zimmer mieten.
(Eine Nacht im Touristenlager kostet 35 CHF, sonstige Zimmer gibt’s für 45 CHF, jeweils inklusive Frühstück)
Das Restaurant bietet vom 1. Mai bis 17. Oktober zwischen 8 und 22 Uhr durchgehend warme Küche an.

Daneben vermieten die Restauranteigner Helena und Wäly von Mai bis September eine unbeheizte Bubble Suite auf 1.200 Höhenmetern, mitten im Wald. (Kostenpunkt: 199 CHF für 2 Personen inklusive Frühstück).
Die Suite mit bequemen Doppelbett hat eine Tür und zwei Fenster. Dusche und WC erreicht Ihr nach zirka 100 Metern. Strom gibt es übrigens nicht, dafür aber Privatparkplätze. Da sich diese jedoch auf dem Weg zur Engstenalp befinden, werden 8 CHF für die Nutzung fällig.
www.wagenkehr.ch
(Auch buchbar über >> Booking.com)

Einen Bericht gibt’s hier: >> www.adventurecamp-switzerland.ch/uebernachtungen/bubble-suite-engstlenalp-im-berner-oberland

Camping Trin

Der Campingplatz liegt auf der Flimser Hochebene bei Trin Mulin in Graubünden, grenzt an die grandiose Rheinschlucht und ist umgeben von steilen Felswänden. Hier könnt Ihr eins von vier Erdhäuser mit runden Fenstern in Decken und Wänden mieten. Jedes dieser schnuckeligen Bungalows hat eine eigene, geschützte Sonnen-Terrasse.

Ganz in der Nähe liegt übrigens der Crestasee (crestasee.com) mit seinem Naturbad.
[Adresse: Via Geraglia 2, 7016 Trin Mulin (GR)]
>> www.campingtrin.ch

Camping Lazy, Rancho 4

Der Platz in Interlaken-Unterseen bietet einen tollen Blick auf „Eiger, Mönch und Jungfrau“. Hier könnt Ihr nicht nur zelten, sondern auch Bungalows, Holz-Iglus oder ein „Love-Iglu“ buchen.
[Adresse: Lehnweg 6, 3800 Unterseen]
>> www.lazyrancho.ch

Günstig übernachten in der Schweiz?

… ist etwas tricky, aber nicht unmöglich!

  • Beim größten Camping-Anbieter der Schweiz könnt Ihr unter anderem Glamping-Unterkünfte buchen:
    >> www.tcs.ch

  • Wer ein „B&B“ in der Schweiz sucht, wird hier fündig:
    >> bnb.ch

  • Auf >> www.moppedhotel.de findet Ihr eine Google-Maps-Karte mit Unterkünften, die von Bikern empfohlen wurden.

Werbung

Das ein oder andere interessante Angebot gibt’s natürlich auch bei booking.com.



Booking.com

Pro-Tipp:

„Swizzlybiker“ hat diverse Schweiz-Touren zusammengestellt, die Ihr allein abfahren könnt. Praktischerweise könnt Ihr die passenden Unterkünfte gleich mitbuchen.

  • Wählt einfach eine der angebotenen Touren aus, z.B. „Grand Tour of Switzerland, West & Süd, 6 Tage“.
  • Gebt das gewünschte Reisedatum ein.
  • Ändert bei Bedarf die „Hotelkategorie“ von „empfohlen“ auf die gewünschte Hotel-Sterne-Kategorie ab.
  • Ändert, kürzt oder erweitert die Route anschließend beliebig ab.

>> swizzlybiker.com/tourenplaner

Und sonst so?

  • Mietet Ihr eine Ferienwohnung in der Schweiz und ist dort von einer Kaffeemaschine die Rede, handelt es sich meist um eins dieser Nespresso-Automaten. Filterkaffee-Maschinen findet man seltener.
  • Habt Ihr Elektrotüchs mit Schuko-Stecker dabei, denkt dran, einen Adapter mitzunehmen!
    In der Schweiz sind versenkte Steckdosen und J-Stecker mit 3 Kontaktstiften üblich. In Deutschland sind hingegen runde F-Stecker (= Schukostecker) oder länglich-ovale C-Stecker (Euro-Stecker) im Einsatz. Mit Letztgenannten gibt’s in der Schweiz übrigens kein Problem.
 

Kostenfalle Telefonieren/Surfen

Zwar gehört die Schweiz geographisch zu Europa, NICHT aber zur EU. Somit werden hier auch weiterhin Roaming-Gebühren fällig.

Tipp: Prüft daher vorab bei Eurem Provider, ob Ihr wie gewohnt telefonieren beziehungsweise mit dem Smartphone surfen könnt, um nach dem Trip nicht böse überrascht zu werden. (Denkt dran: Mitunter kosten auch eingehende Anrufe und Mailbox-Nachrichten Geld!)

Die Alternative:
Angeblich kann man in der Schweiz auch als Ausländer eine Prepaidkarte kaufen. (z.B. von Swisscom)
>> www.swisscom.ch/de/privatkunden/abos-tarife/mobile/prepaid.html

Vorsicht in grenznahen Gebieten!
Möglicherweise bucht sich Eurer Smartphone dort ins Netz des Nachbarlandes ein. Ergo gelten die Preise für Auslands-Verbindungen.
Um das automatische Einbuchen ins Nachbarland-Netz zu vermeiden, deaktiviert einfach die automatische Wahl des Netzbetreibers und wählt das Netz manuell aus.

 

Kurioses

In der Schweiz stolpert man über viele urige Begriffe, deren Bedeutung sich nicht unbedingt sofort erschließt.

Beispiele:

  • Schümli = Verniedlichung von Schaum, der auf dem Kaffee schwimmt, neudeutsch: „Crema“
  • Touristenlager (auch „Schlag“ oder „Massenschlag) = einfacher, billiger Schlafplatz, oft im Dachgeschoss einer Hütte mit vielen Schlafplätzen (Matratzenlager)
  • Sommerfrische = Erholungsaufenthalt der Städter auf dem Lande zur Sommerzeit
  • Gipfeli = Croissant
  • Töff-Treff = Motorrad-Treff, Biker-Treff
  • Motorwagen = Personenwagen, Liefer- und Lastwagen, Cars
  • Car = Bus
  • Kontrollschild = Nummernschild
  • Velofahrer = Radfahrer
  • Vortritt = Vorfahrt
  • Trottoir = Gehsteig/Gehweg
  • Motorfahrzeuglenker = Fahrer eines Kfz
  • Reservation = Reservierung
  • Hospiz = Meint in der Schweiz keine stationäre Pflegeeinrichtung zur Sterbebegleitung unheilbarer Kranker, sondern eine Herberge. Früher kümmerten sich dort häufig Mönche um die Betreuung der Reisenden. Heute sind viele Hospize Hotels.
  • Parkieren = parken

Wunderschöne Schweiz!

 

Wo’s Berge gibt, gibt’s auch

Pässe, Pässe, Pässe!

[Klickt HIER, um die elendig lange Pässe-Liste zu überspringen]

Anders als in Österreich kann man die Schweizer Gebirgspässe fast durchgängig mautfrei befahren. Es gibt einige wenige Ausnahmen, zum Beispiel die Autoverlad-Strecken, zwei Straßentunnel (Großer-Sankt-Bernhard- und Munt-la-Scherra-Tunnel) und einige Privatstraßen.

Btw: Bitte nicht wundern:
In der folgenden Auflistung fehlen die Pässe, die nicht in unserem geplanten Einzugsgebiet liegen. (Unter anderem die beiden Gute-Laune-Pisten Albula- und Julier-Pass.)

Grimselpass

Nord: Innertkirchen – Süd: Gletsch (SG 2)
Der 2.165 Meter hohe Pass ist von Juni bis Oktober befahrbar.

Hoch auf dem Grimselpass, am Totensee, gibt’s einen Töff-Treff, das >> Hotel-Restaurant Alpenrösli (www.grimselpass.com) mit Sonnenterrasse.
Gleich nebenan liegt der zum Hotel gehörende Murmeltierpark.

Vor der Passhöhe liegt der Grimselsee. Dort findet Ihr auch das >> Grimsel-Hospiz, einst eine Unterkunft für Säumer, Viehhirten und Wanderer, heute ein Hotel. Zu gewissem Ruhm gelangte das Hospiz 1932, denn es war das erste Haus in Europa, das elektrisch beheizt werden konnte.

Während Stausee Nummer drei, der Räterichbodensee, ebenfalls von der Passstraße aus zu sehen ist, liegt der Oberaarsee etwas abseits. Erreichbar ist er über eine 6 Kilometer lange, asphaltierte Straße, die vom Grimselsee zur Sidelhornbahn abzweigt.

Alle Infos zum Grimselpass gibt’s hier: >> grimselwelt.ch

Brünigpass

Nord: Giswil (am Lungerner See) – Süd-West: Brienzweiler (SG 2-3)
Höhe: 1.008 Meter

Auf der Passhöhe der vielbefahrenen, 24 Kilometer langen Straße liegt der Bahnhof Brünig-Hasliberg. Vom Parkplatz unterhalb des Bahnhofs bietet sich ein Top-Panorama.
Einkehren kann man im >> Restaurant Passhöhe 1013 – das etwas andere SB-Restaurant (passhoehe1013.ch). Dort gibt’s angeblich guten Kaffee, hausgebackenen Kuchen, Burger und Lasagne.

Sustenpass

West: Innertkirchen – Ost: Wassen (SG 1-2)

Der 2.224 Meter hohe und 45 Kilometer lange Pass ist von Juni bis Oktober befahrbar. Auf der Passhöhe befindet sich der Steingletscher und das >> Berggasthaus Sustenpass Hospiz (www.sustenpass-hospiz.ch)
Westlich der Passhöhe führt eine zweieinhalb Kilometer lange, mautpflichtige Privatstraße am Steinsee vorbei. Kostenpunkt: 5 CHF, zahlbar per Automat.

Wissenswertes zum Sustenpass findet Ihr hier: >> sustenpass.ch

Furkapass

West: Gletsch (= Südrampe des Grimselpasses) – Ost: Andermatt (SG 2-3)

Der 2.431 Meter hohe Pass mit seinen 24 Kehren verbindet das Uri mit dem Kanton Wallis und war 1964 Schauplatz des James-Bond-Klassikers „Goldfinger“.
Die Serpentinenstrecke auf der Westrampe ist gut ausgebaut. Die Ostrampe runter nach Realp ist hingegen schmaler und schlaglochreicher.
Auf der Passhöhe steht das >> Hotel Belvedere (www.gletscher.ch/hotel-restaurant)

Mehr Infos zum Furkapass: >> www.myswitzerland.com/de-de/erlebnisse/furka-pass

Alternative-Strecke:
Sollte der Pass gesperrt sein, könnt Ihr auf den Autoverlad Furka ausweichen. Die >> Matterhorn-Gotthard-Bahn (www.matterhorngotthardbahn.ch) bringt Euch in zwanzig Minuten von Oberwald nach Realp, oder umgekehrt.
Achtung: Nix für Leute mit Tunnel- oder Klaustrophobie, denn die Bahnstrecke verläuft unterirdisch! Ergo ist es die Fahrt über stockduster und die Bahn empfiehlt, eine Taschenlampe mitzunehmen.

Tipp:
Marco (blindschleiche.ch) hat den Autoverlad mal ausprobiert. Wie es so war, könnt Ihr hier nachlesen:
>> www.blindschleiche.ch/2018/06/autoverlad-furka-mit-dem-motorrad/

Nufenenpass

West: Ulrichen – Ost: Airolo (SG 2-3)
Mit 2.500 Höhenmetern ist der „Nufenen“ der zweithöchste Pass der Schweiz.

Hier erwarten Euch 22 Kehren auf 36 Kilometern, tolle Ausblicke und mit etwas Glück auch Murmeltiere. Auf der Passhöhe gibt’s ein Gasthaus und einen See.

Simplonpass

Ost: Brig – Süd-West: Domodossola, Norditalien (SG: 2)

Der Pass ist schnellstraßenartig ausgebaut, aber landschaftlich sehr schön. So verläuft die Südrampe beispielsweise durch die enge Gondoschlucht.
Die Passhöhe auf 2.005 Metern ziert ein acht Meter großer Granit-Adler und wenige Meter weiter gibt’s ein Hotel-Restaurant.

Alte Sankt-Gotthard-Straße (Tremola)

Nord: Andermatt, Kanton Uri – Süd: Airolo, Tessin (SG 2-3)
Der 2.106 Meter hohe Pass ist von Juni bis Oktober geöffnet.

Auf der Passhöhe des Gotthard-Passes liegt eine Herberge, ein Hospiz, der Lago della Piazza, ein Flieger-Denkmal und ein Denkmal für General Suworows, der einst Norditalien von den Franzosen befreite. Außerdem findet man hier oben einen Töff-Treff und hat einen super Ausblick auf die Kehren der Tremola.

Die historische Südrampe des Gotthard-Passes trägt den Namen „Tremola„. Ob es vom italienischen Wort „tremolare“ (übersetzt: zittern) kommt? – Keine Ahnung könnte aber sein, denn auf der 10 Kilometer langen Kopfsteinpflaster-Piste mit 30 Kehren rappelt sich sicher alles los, was sich losrappeln kann.

Wer es weniger aufregend mag, nimmt stattdessen die neue Gotthard-Straße am Westhang des Tals. Jene bietet allerdings nur 9 Kehren.

Oberalppass

West: Andermatt – Ost: Sedrun bzw. Disentis/Muster (SG 2)
Der Pass misst 2.044 Meter und ist von Mai bis November geöffnet.

Auf der Passhöhe steht der >> Gasthof Ustria Alpsu (www.alpsu.ch) mit schöner Sonnenterrasse, von der man einen netten Blick auf die Applauskurve hat. Auch hier gibt’s einen See und gegenüber des Gasthofs könnt Ihr den Leuchtturm Rheinquelle bestaunen.

Alternativ-Strecke:
Ist der Oberalppass gesperrt, gibt’s eine Ausweich-Möglichkeit per „Autoverlad“. Für 65 Schweizer Franken bringt Euch die Matterhorn-Gotthard-Bahn in nur einer Stunde von Andermatt nach Sedrun (oder umgekehrt). Anders als beim „Autoverlad Furka“ verbringt Ihr die Fahrt im Personenwagen.
(Wenn wir’s richtig gedeutet haben, können allerdings keine Motorräder verladen werden…?)
>> Autoverlad Oberalp (www.matterhorngotthardbahn.ch/de/winter/anreise/autoverlad/oberalp)

Tipp: Rheinschlucht (= Ruinaulta)
Ist Euch die Bundesstraße 19 zu öd, macht doch einen Abstecher durch die Rheinschlucht?. Die schmale Straße führt auf 20 Kilometern von Ilanz (Süd-West) über Versam nach Bonaduz (Nord-Ost).

Ausflugs-Tipp: Auf der Strecke Andermatt – Chur verkehrt übrigens auch der >> Glacier-Express (www.glacierexpress.ch). Die knapp zweieinhalb-stündige einfache Fahrt mit dem Panoramazug kostet 90 CHF, inklusive Sitzplatz-Reservierung.

Glaubenbühlen-Pass

(auch „Glaubenbüelen- oder Glaubenbielen-Pass genannt)
Nord-West: Schüpfheim im Emmental – Süd-Ost: Giswil am Südzipfel des Sarner Sees (SG 2-3)
Höhe: 1.611 Meter

Auf der Scheitelhöhe der Panoramastraße mit 16 Kehren liegt die Mörlialp.
Dort oben gibt’s auch ein Restaurant, das >> Bergrestaurant Mörlialp (www.bergrestaurant-moerlialp.ch/)

Von der Ostrampe hat man übrigens einen tollen Blick auf den Sarner See.

Glaubenbergpass

Nord-West: Entlebuch im Emmental – Süd-Ost: Sarner See (SG 2-3)
Der 1.543 Meter hohe, schmale Pass ist von Mai bis Oktober geöffnet.

Klausenpass

West: Altdorf im Kanton Uri – Ost: Linthal im Glarus (SG 2-3)
Höhe: 1.948 Meter

Westlich der Scheitelhöhe liegt ein gefährlicher Abschnitt, der – warum auch immer – „Lini“ genannt wird. Auf der Piste kommt es häufiger zu Unfällen, denn sie ist schmal, nur mäßig randgesichert und es gibt unübersichtliche Kurven. Die Ost-Rampe ist ebenfalls schmal, wellig und teilweise erschwert Kopfsteinpflaster das genussvolle Fahren.
Zudem solltet Ihr auf dem Pass jederzeit mit Rindviechern und folglich Kuhmist rechnen.

Lukmanier-Pass

Nord: Disentis – Süd: Biasca (SG 1-2)

Auf dem gut ausgebauten, wenig anspruchsvollen 1.916-Meter-Pass locken 14 Kehren.
Hinter der Passhöhe beginnt der Süden und bei der Fahrt von Nord nach Süd hat man einen tollen Blick auf das Blenio-Tal.

Großer Sankt Bernhard

Nord: Martigny – Süd: Aosta in Italien (SG 2-3)
Passhöhe: 2.065 Meter

Auf dem 94 Kilometer langen Großen Sankt Bernhard erwarten Euch 38 Kehren und auf der Passhöhe nicht nur ein Bergsee, sondern auch die berühmte Bernhardiner-Zucht der Augustinermönche.
Mehr Infos zur Hundezucht: >> www.barryswiss.ch

Die Alternativ-Strecke führt durch einen 5.798 Meter langen, mautpflichtigen Tunnel.

Kleinere und unbekanntere Pässe

(Nördliche und Inner-Schweiz)

Ibergeregg-Pass

West: Schwyz – Nordost: Euthal am Sihlsee (SG 3)
Auf dem schmalen 1.406-Meter-Pass gibt es enge Kehren und Metallroste, da er durch ein Almgebiet führt.

Schwägalppass

Nord: Urnäsch im Kanton Appenzell – Süd: Neu St. Johann im Toggenburg (SG 3)
Höhe: 1.278 Meter

Im >> Restaurant Schwägalp (saentisbahn.ch/gastronomie/restaurant-schwaegalp) bekommt man angeblich leckere, üppige Portionen zu fairen Preisen.

Von der Schwägalp fährt eine Schwebe-Seilbahn auf den Säntis: >> saentisbahn.ch.
Die Berg- und Talfahrt ist mit „läppischen“ 54 CHF das reinste Schnäppchen. *Ironie-Modus-off*

Wasserfluh

West: Lichtensteig – Ost: Brunnadern (SG 2-3)
Höhe: 848 Meter

Schallenbergpass

West: Süderen – Ost: Schangnau (SG 2-3)
Höhe: 1.167 Meter

Der >> Töff-Treff: Restaurant Berghaus Gabelspitz www.schallenberg.ch) hat täglich ab 8.30 Uhr geöffnet.
Am Töff-Treff Nummer zwo, „Bruno’s Kiosk“, ist freitags ab 17 Uhr etwas los.

Ruppenpass

West: Trogen, Nähe St. Gallen – Ost: Alstätten (SG 2)
Höhe: 1.003 Meter

Tipp: Abstecher Richtung St. Anton „Frohe Aussicht“ mit Top-Blick aufs Rheintal.

Etzelpass

Nord: Pfäffikon (Zürich) – Süd: Einsiedeln
Der schmale, kurvige Pass führt auf 950 Metern zum Wallfahrtsort Einsiedeln.

Sattelegg

West: Willerzell am Sihlsee – Nordost: Siebnen (SG 2-3)
Höhe: 1.190 Meter

Rickenpass

Süd-West: Eschenbach im Kanton Sankt Gallen – Nord-Ost: Wattwil im Toggenburg (SG 1-2)
Höhe: 806 Meter

Hulftegg

Nordost: Mühlrüthli im Kanton Sankt Gallen – Südwest: Steg im Tösstal (SG 2-3)
Höhe: 953 Meter

Albispass

Nordost: Langnau – Südwest: Mettmenstetten
Höhe: 790 Meter

Pragelpass

Ost: Glarus – West: Muotathal (SG 2-3)
Der 1.548 Meter hohe Pass ist von Juni bis Oktober befahrbar, schmal, teilweise sehr steil und nicht randgesichert.

Wissegg

Nord: Trogen – Südwest: Bühler (SG 2)
Höhe: 1.057 Meter

St. Luzisteig

Süd: Maienfeld im Bündner Rheintal, Schweiz – Nord: Balzers, Liechtenstein (SG 2)
Höhe: 713 Meter

In Scheitel-Nähe fährt man mitten durch eine alte Festung, die heutzutage als Kaserne für die Schweizer Armee genutzt wird. [Adresse: Steiggasse, 7304 Fläsch]
Direkt hinter der Festung (südlich) gibt’s einen Parkplatz und ein Restaurant.
Landschaftlich sehr schön ist die Weiterfahrt über Bovel, Jenins und Malans.

 

Sehenswertes/Ausflugsziele #MustHaveSeen

Bergbahnen

Wollt Ihr mal hoch hinaus?
Wer nicht unbedingt an Höhenangst leidet, ist sicher ganz heiß auf eine Fahrt mit einer der zahlreichen Schweizer Bergbahnen?

Reichenbachfall-Bahn

Die Talstation der Nostalgie-Bahn mit den originalgetreu nachgebauten Holzwagen befindet sich in Meiringen.
Tipp von >> Max (blog.max-fun.de): Besorgt Euch direkt ein Kombi-Ticket, mit dem Ihr beisielsweise auch freien Eintritt ins Sherlock-Holmes-Museum habt!
Weitere Kombi-Tickets sind möglich: >> www.grimselwelt.ch/bahnen/reichenbachfall-bahn

Gelmerbahn: Action-pur!

Lust auf Kirmes-Feeling und ein wenig Nervenkitzel?
Dann ab in die steilste, offene Standseilbahn Europas, liebe Action-Junkies!
In gerade mal 12 Minuten schießt Euch das Gefährt rückwärts rauf zum türkisfarbenen Gelmersee!
Die Talstation findet Ihr in der Grimselstraße 19 in Guttannen.
>> www.grimselwelt.ch/bahnen/gelmerbahn

Rheinschlucht: der Grand Canyon der Schweiz #Rhinaulta

Durch Chur, die Kanton-Hauptstadt Graubündens fließt nicht nur der Vorderrhein (in der Surselva), sondern auch der Hinterrhein (Region Hinterrhein/Viamala). Bei Reichenau – Tamins vereinigen sich die beiden Flüsse zum Alpenrhein, der an Chur vorbei rauscht und im Bodensee mündet.

Wer die bis zu 400 Meter tiefe und rund 13 Kilometer lange Rheinschlucht (Ruinaulta) zwischen Ilanz und Reichenau nicht mit dem eigenen Vehikel erkunden möchte, hat andere Möglichkeiten:

Cabrio-Fahrten
Mit dem Erlebniszug Rheinschlucht der Rhätischen Bahn könnt Ihr samstags und sonntags in offenen Waggons durch die Schlucht gondeln. Die Bahn verkehrt zwischen Landquart, Chur und Ilanz. (Ab Chur beträgt die Fahrtzeit eine knappe Stunde).
Alternativ bringt Euch der Cabrio-Rheinschlucht-Bus von Laax ins Safiental und weiter bis Reichenau.

Tipp: Mit dem „Rheinschlucht-Ticket“ kann man einen Tag lang beliebig Bahn und Postbusse nutzen.
Weitere Infos findet Ihr hier: >> www.rheinschlucht.ch

Giessbachfälle

Der „Giessbach“ stürzt sich in Wasserkaskaden mit 14 Stufen über 500 Meter in die Tiefe.
Über die Bundesstraße 8 an der Südseite des Brienzer Sees erreicht Ihr eine Aussichtsplattform, von der sich das Naturspektakel bestaunen lässt.
Mehr Infos gibt’s hier: >> Giessbachbahn (www.giessbach.ch)

Brienzer See, Thunersee und Co

Der Brienzer See gilt als mit der sauberste See der Schweiz. Hier tummelt sich unter anderem der Egli, eine Flussbarsch, der als Delikatesse verschrien ist.
Gleich um die Ecke liegt das Gebirgs-Dreigestirn „Eiger, Mönch und Jungfrau“, das sich besonders gut von der Bahnstation der kleinen Scheidegg in Grindelwald bestaunen lässt.

Langweilig wirds in der Gegend kaum:
So könnt Ihr beispielsweise eine Rundfahrt auf dem Brienzer oder Thuner See unternehmen: >> www.bls.ch/schiff und alljährlich Anfang August tobt hier das >> Brienzersee Rockfestival (www.interlaken.ch/planen/events/top-events/brienzersee-rockfestival)

Was sonst noch in der Region los ist, könnt Ihr hier nachlesen:
>> Erlebnisse mit Panoramablick am Thunersee und Brienzer See (www.interlaken.ch)

Autofähre Vierwaldstätter See

[Buochserstrasse 52, 6375 Beckenried]
Von Anfang April bis Anfang Oktober verkehrt die Fähre stündlich zwischen Gersau (Nord) und Beckenried (Süd).
Die Überfahrt dauert 30 Minuten und kostet 12 Euro (Motorradfahrer).
>> www.autofaehre.ch

Teufelsbrücke und Schöllenenschlucht

Auf dem Weg von Göschenen (Nord) nach Andermatt (Süd) trifft man auf die Schöllenenschlucht. Über den dort unten plätschernden Fluss namens Reuss führt die „Teufelsbrücke“. Gleich nebenan liegt das >> Restaurant Teufelsbrücke (www.teufelsbruecke-andermatt.ch).

Heididorf

Lust auf einen Hauch „heile Welt“? Das Original-Heididorf befindet sich in Maienfeld, südlich des Walensees.
>> www.heididorf.ch

 

App-Helferlein

Sprachgrenzen in der Schweiz: Übersetzungs-Apps

Je nachdem, wo Ihr gerade in der Schweiz verweilt, versteht man Deutsch, oder aber auch nicht:
So plappert man im Gebiet der „Romandie“ (die an Frankreich grenzende Region) Französisch, im Tessin und Teilen von Graubündens aber eher Italienisch. Weilt Ihr hingegen in der Innerschweiz, ist Schweizerdeutsch Trumph. … was man mitunter nicht unbedingt besser versteht…? *CHR-CHR-CHR* 😉

Sprachgrenzen? Sch… was drauf. Wozu habt Ihr ein Smartphone?
Bemüht doch einfach mal eine Übersetzungs-App?

  • Google Übersetzer: „Google Translate“:
    Kennt jeder und hat sicher jeder schonmal genutzt.
    Die App übersetzt eingetippte Texte, kommt aber – im Konversations-Modus – auch mit Spracheingaben klar und übersetzt sie in beziehungsweise aus 100 Sprachen. Angeblich kann man sich mit seinem Gegenüber relativ flüssig unterhalten. Obendrein lassen sich Kamera-Fotos übersetzen, was beim Entziffern von Speisekarten sehr nützlich sein kann.
    Wer schlau ist, lädt sich die benötigten Sprachakete vorab aufs Smartphone, um unnötige Roaming-Gebühren zu sparen.

  • Deepl (ehemals Linguee)
    … ist unser ungekrönte Liebling!
    Das Tool übersetzte bei unserer Vorab-E-Mail-Konversation mit „fremdländischen Leuten“ so klasse, dass wir befürchteten später vor Ort in Erklärungs-Not zu geraten. (Hä? – Warum sprechen die so gebrochen, wenn sie doch verständlich schreiben?)

    Eine App gibt’s aktuell leider nur für iOS-Geräte. Android-User müssen mit der Browser-Version vorlieb nehmen.

    >> www.deepl.com

  • Microsoft Live-Übersetzer
    Dank Covid und der damit einhergehenden „Deutschland-Reise-Treue“ im vergangenen Jahr bot sich leider noch keine Gelegenheit, die App (iOS und Android) an Ort und Stelle zu testen. Angeblich übersetzt sie aber hervorragend Texte, und das sogar LIVE.
    Auch hier empfiehlt sich der Vorab-Download der gewünschten Sprachpakete, damit keine unnötigen Kosten anfallen.

Nützliche App-Helferlein für die Schweiz-Tour

  • Schweiz-Mobil-App:
    Offline-Karten, Standort-Bestimmung, besonders interessant für Wanderer und Radfahrer
    >> Schweiz-Mobil-App (https://www.schweizmobil.ch/de/app-schweizmobil-d.html)

  • Pässe.info:
    Google-Karten mit eingezeichneten Pässen (Schweiz, Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich). Download von POIs fürs Navi. Coming soon: Touren, z.B. „Innerschweizer Königsrunde“ und „Zentralschweiz 365“.
 

Surf-Tipps

Links für die Tour-Planung

Mittlerweile gibt es massig Webseiten, die Infos zu den diversen Alpenpässen liefern. Unsere Favoriten sind nach wie vor folgende:

 

Tourenkarten & Co


Tour-Vorbereitung de Luxe! 😉

Empfehlenswerte Tourvorbereitungs-Bücher

Zu den Büchern von Heinz E. Studt muss man eigentlich nicht viel sagen: klare Kaufempfehlung!

>> Die schönsten Motorradtouren Schweiz (Heinz E. Studt, Bruckmann-Verlag)

(www.amazon.de)

>> 100 Alpenpässe mit dem Motorrad (Heinz E. Studt, Bruckmann-Verlag)
(www.amazon.de)

>> 100 neue Alpenpässe mit dem Motorrad (Heinz E. Studt, Bruckmann-Verlag)
(www.amazon.de)

>> Ride – Motorrad unterwegs: Schweiz – Kurvenspass zwischen Gipfeln und Tälern (MOTORRAD)
Interessante Infos und schöne Tipps für die Schweiz-Tour. Das dicke Heft wird mit einer Tourenkarte geliefert.
(www.amazon.de)

Kartenmaterial

ADAC: Motorrad- und Oldtimertouren Schweiz

Leider ist die Karte beim ADAC online nicht mehr verfügbar und vermutlich gibt’s sie auch nicht mehr in Papierform.
Sehr schade, denn die Karten bieten stets einen Top-Überblick.
(Hier geht’s zu den noch verfügbaren >> „ADAC-Tourenkarten für Oldtimer- und Motorradfahrer“ (www.adac.de/reise-freizeit/reisen-motorrad-oldtimer/motorradtouren))

Marco-Polo-Generalkarte Schweiz

>> Generalkarte Schweiz – Westlicher Teil (Marco Polo) – 1:200:000
Das Papier ist schön fest, aber leider hat man die Karte am Papp-Umschlag festgeklebt. Zudem ist sie uns irgendwie zu bunt und trotz des Formats unübersichtlich. Letztendlich wird die Karte daheim bleiben müssen, da sie tatsächlich nur die West-Schweiz abbildet und am Vierwaldstätter-See endet.
(www.amazon.de)

Neue Reisekarte Schweiz

>> Neue Reisekarte Schweiz (Hallwag) – 1:200:000
Man bekommt zwei Straßenkarten: eine für den westlichen und eine für den östlichen Teil der Schweiz.
Der westliche Teil umfasst die Region bis Luzern, ohne Vierwaldstätter See. Auf der Karten-Rückseite findet man den äußersten Westen, ab Martigny.
Der östliche Teil zeigt die Region ab Luzern und auf der Rückseite die Gegend östlich von Chur.
Insgesamt sind die Karten sehr übersichtlich. Blöderweise sind sie so fest mit dem Papp-Umschlag verklebt, dass man sie einreißt, wenn man versucht, sie davon zu trennen.
Die Karten dürfen definitiv mit auf Tour, sind aber derart fladderig, dass sie sie vermutlich nicht überleben wird. Nicht gerade intuitiv ist übrigens die Tatsache, dass man die Karte einmal komplett drehen muss, um sich die Rückseite anzuschauen.
(www.amazon.de)

Touring-Map: GRAND TOUR of Switzerland

>> Touring Map: GRAND TOUR of Switzerland – 1.600 km Tour & Highlights (Hallwag/Kümmerly+Frey)
Der ein oder andere mag die Karte lieben. Uns ist sie allerdings viel zu grob und unübersichtlich. Obendrein ist sie beschichtet und damit so sperrig, dass es kaum Spaß machen wird, sie ins Kartenfach des Tankrucksacks zu friemeln.
(www.amazon.de)

Michelin Regionalkarte Schweiz Süd-Ost

>> Michelin-Regionalkarte Schweiz Süd-Ost: „Swisse Est 553“ – Straßen- und Tourismuskarte 1:200.000
Die Karte ist nett detailliert, wird uns aber nicht auf die Motorradtour begleiten dürfen, da der Teil der Zentralschweiz fehlt, den wir hauptsächlich benötigen werden. Stattdessen bildet die Karten-Vorderseite das Gebiet von Luzern bis zur östlichen italienischen Grenze ab. (Inklusive Teile Österreichs, wie beispielsweise die Silvretta Hochalpenstraße und Teiles des Engadins.) Die Rückseite zeigt das Gebiet bis runter nach Bergamo.
(www.amazon.de)

Hallwag-Straßenkarte Tessin und Graubünden

>> Tessin und Graubünden Strassenkarte 1:200 000 (Hallwag Strassenkarten)
Nee, leider touren wir weder in den Süden, noch nehmen wir Graubünden unter die Räder. Dennoch ist die Karte für unsere Zwecke gut geeignet, da sie die Region von Luzern bis zum österreichischen Landeck und Liechtenstein abbildet.
Uns gefällt die übersichtliche Gestaltung und dank der Beschichtung überlebt sie sicher den ein oder anderen Regenschauer. Ob sie sich vernünftig ins Kartenfach eintüten lässt, wird sich zeigen.
(www.amazon.de)

Habt Ihr weitere Tour-Tipps für die Schweiz?

Auch wenn unsere Route bereits steht und wir eh nur wenig Zeit haben:
Gerne her damit! 🙂

 

Susy
Geboren "Anno Pief", im zarten Alter von vierzehn mit dem Mopped-Fieber infiziert und eine gefühlte Ewigkeit um den Moppedschein gekämpft: Mit 16 zunächst an der unendlichen Macht ihrer Ernährer gescheitert, mit 18 dann endlich erfolgreich durchgesetzt. *YEAH!* Danach leider nie aktiv gefahren und den Virus erfolgreich verdrängt, bis er 2004 umso heftiger wieder ausbrach. Seitdem unheilbar krank dem Moppedwahn verfallen. :-)
http://www.motorrado.de

10 thoughts on “Tour-Tipps: Schweiz

  1. Heftige Sammlung.
    Zur Actioncam, wusste ich gar nicht und bin schon über 10 Jahre jedes Mal dort mit Kamera gefahren.
    Eine Swisscom-Prepaid Karte habe ich ebenfalls schon so lange. Aktuell zahle ich da 2SFr pro Tag für Internet, ab 30GB innert 30 Tagen wird dann gedrosselt.
    Man kann alternativ aber auch eine three.co.uk Prepaid-Karte nutzen, da diese nicht nur in der Schweiz, sondern auch in vielen anderen Ländern per Monats-Flat nutzbar ist.

    Ich hab bisher auch oft fürs Parken mit dem Töff bezahlt und wenn es keine Parkplätze speziell fürs Töff gab, hab ich auch nie Probleme gehabt, auf einem Parkplatz für mehrspurige Fahrzeuge zu stehen.

    Noch ein Hinweis, am Ortsausgang erst nach dem Schild beschleunigen, denn wenn man auch nur 51km/h fährt, ist man direkt 120SFr los.

    Danke für’s Verlinken, einfach geht es direkt aufs Schlagwort https://blog.max-fun.de/tag/schweiz/ 😉

    Ansonsten viel Spaß, ich werde dieses Jahr mit der Gelmerbahn endlich mal fahren.

    1. Hi Max,
      offizielle Verbote zur Action-Cam haben wir nicht gefunden, sondern lediglich einen entsprechenden Hinweis vom ADAC. Wir hoffen daher, dass sich niemand dran stört, solange man nicht Wheelie-fahrend durch die Landschaft prescht 😉
      Dass man sich möglicherweise auch unbehelligt auf Autoparkplätze stellen kann, beruhigt doch ein wenig. Wenngleich es für uns vermutlich keine Rolle spielen wird, da wir aus Zeitgründen nicht großartig zum Sightseeing kommen werden und letztendlich mehr rollen, als parken. Umso wertvoller Dein Nicht-zu-früh-beschleunigen-Hinweis! Da werden wir uns wohl schwer zusammenreißen müssen 😉
      Danke auch für die Prepaid-Karten-Tipps. Three.co.uk kannte ich noch gar nicht. Klingt aber top, wenn man möglicherweise mehrfach ins Nicht-EU-Ausland verreist.
      Dir ebenfalls viel Spaß in der Schweiz und bei der Gelmerbahn-Action. Wirst ja sicher berichten… 😉
      LG
      Susy

  2. Was für ein geiler Beitrag. Als Schweizer musste ich den sofort lesen und vielleicht kann ich ja selbst noch was über meine Heimat lernen.

    Beim lesen sind mir einige Punkte aufgefallen, darauf möchte ich gerne eingehen.
    günstig essen: als ich da das Ace Cafe in Luzern gelesen habe musste ich schmunzeln. Ganz klar, wer noch keine Chance hatte das Original in London zu besuchen, der kann etwas vom Feeling auch hier in der Schweiz abholen. Es ist ein gut organisierter Treffpunkt für allerlei Fans der Motorisierten Szene (Auto wie Motorrad) Ich besuche das Cafe auch gerne und verbringe da einige Zeit mit Freunden. Doch unter „günstigem“ Essen würde ich das Cafe dann doch nicht auflisten.
    Da würde ich vorher ein Blick bei einem Bewertungsportal wie Tripadvisor werfen und mir da ein Restaurant raus suchen.

    Geschwindigkeit: ja, wer sich nicht an die Vorgaben halten kann, soll für den Spass auch extra bezahlen. Das kennen sowohl Besucher wie Einheimische. Ich hab es vergangenes Wochenende auch wieder geschafft dass so ein Blechpolizist ein Foto von mir geschossen hat. It’s MY own fault.
    Aktuelle „Preise“ findet man hier: https://www.ch.ch/de/geschwindigkeitsueberschreitungen/ Wobei man beachten muss, zu Berechnung der Straffe wird ein „Sicherheitsabzug“ abgezogen. Details wieviel das ist kann man hier nachlesen: https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2008/352/de#a8
    Zudem kommt die „Ungenauigkeit“ vom Tacho auch noch dazu bzw. wird abgezogen. Der Tacho sollte eigentlich mehr anzeigen als man tatsächlich fährt. Damit hoffe ich, dass der Blechpolizist mich nur mit 40 CHF anstelle von 120 CHF straft.

    ActionCam: Noch nie davon was gehört. Gibts dazu eine Quelle?
    Wenn ich Aufnahmen veröffentliche achte ich darauf dass keine Personen oder auch Nummernschilder zu erkennen sind. Thame „Recht am eigenen Bild“.
    Abgesehen davon sieht man in der Schweiz gefühlt jedes zweite Motorrad mit ActionCam herum fahren.

    Motorradparkplätze: ist tatsächlich ein ziemliches Ärgernis in der Schweiz. Eigentlich dürfte man nur auf Motorradparkplätzen stehen. Aber wo hat es diese Parkfelder schon. Seit einiger Zeit versuche ich die Parkfelder von Motorrädern bei OpenStreetMap einzutragen. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen.
    Allerdings hatte ich bisher auch noch nie Probleme bekommen wenn ich das Motorrad bei einem Restaurant auf einem Autoparkfeld abgestellt habe. In St.Gallen hab ich mich sogar einmal auf ein kostenpflichtiges Autoparkfeld gestellt, hab die Parkzeit bezahlt und die anrückende Politesse war dann etwas überrascht über das gelöste Parkticket. ^_^
    Generell muss man als Motorradfahrer einfach den gesunden Menschenverstand einschalten. Wo das Motorrad zum Hindernis werden könnte, da bleibt man besser nicht stehen.

    Furka Autoverlad: Wo kommt das mit der Taschenlampe her? Die Motorradfahrer inklusive Motorräder verbringen die durchfahrt in einem geschlossenen Waggon. Dieser ist beleuchtet. Solle die Beleuchtung ausfallen ist es eher auf einen technischen Defekt zurück zu führen, wobei ich sowas noch nie selbst erlebt oder davon gehört hätte. Also keine Angst vor der Nutzung des Autozuges. Es kann durchaus eine sinnvolle Alternative sein wenn auf der Passstrasse die Wetterverhältnisse dann doch nicht so gut sind, man aber die Tour nicht abbrechen will.

    Radarwarner: stimmt soweit, doch in all meinen Verkehrskontrollen in denen ich über die ganzen Jahre in der Schweiz kontrolliert wurde, war das Smartphone oder das Navi nie ein Thema und wurde daher auch nie näher durch die Polizei kontrolliert.

    Klausenpass: in meinen Augen einer der interessantesten Pässe der Schweiz. Er bietet noch ein Hauch urtümliches. Zum Teil schmal, zum Teil holperig und man teilt sich die Strasse auch mal mit einem Rindfiech.

    Danke für die Verlinkung, hat mich sehr gefreut. Für weitere Fragen zu Touren oder Sehenswürdigkeiten in der Schweiz kann man sich gerne bei mir melden.

    Gruss Marco

    1. Hi Marco,
      danke für Deine hilfreichen Infos und Anmerkungen, insbesondere den Links zur Geschwindigkeitsverstößen. – „Sicherheitsabzug“: wieder so ein interessantes Wort! 😉
      Sehr beruhigend, dass die Polizei normalerweise keine Radarwarner prüft, denn an meinem Navi kann ich die Funktion leider nur deaktivieren, aber nicht löschen.

      Die Sache mit der Action-Cam ist übrigens auf den Seiten des ADAC nachzulesen: https://www.adac.de/verkehr/recht/verkehrsvorschriften-deutschland/dashcam/
      Da es lediglich eine „Empfehlung“ ist und ja wohl eh toleriert wird,, werden wir das Risiko wohl eingehen.

      Der Autoverlad-Taschenlampen-Tipp stammt von dieser Seite: https://www.myswissalps.com/de/auto/autozug
      Es betrifft dann wohl nur Autofahrer, die in ihrem Wagen hocken bleiben…

      Leider finde ich auf Deinen Seiten keinen Link zu den Motorrad-Parkfeldern auf OpenStreetMap.
      Magst Du uns den Link verraten?

      LG
      Susy

      Ps Wir drücken Dir die Daumen, dass es bei 40 SFR bleibt!

  3. Liebe Susy

    Das ist eine interessante und gelungene Informationssamlung. Auch ich als Wahlschweizer konnte hier einiges dazulernen.

    Was das Parken anbelangt, würde ich es entspannt sehen. An zentralen Punkten findet man immer Abstellplätze. Schulen, Universitäten, vor allem aber größere Supermärkte haben Motorradparkplätze.

    Deine Empfehlung der Bubble-Suiten ist mit Vorsicht zu geniessen. Den Anbieter Abenteuercamp habe ich als dilettantisch und überteuert erlebt. Lesenswert ist hier mein Blogbeitrag: Bubble-Suite – Zerplatzte Träume

    https://derhalbhartemann.com/2020/11/26/bubble-suite-zerplatzte-traeume/

    Zu dem Restaurant Wagenkehr kann ich nichts sagen. Vielleicht machen die das ja besser als ihr Partner Abenteurercamp.

    Beste Grüsse aus der schönen Schweiz 🇨🇭
    Thomas

    1. Hi Thomas,
      es beruhigt doch sehr, dass es offenbar überall Motorradparkplätze gibt. In Deutschland sind sie ja eher selten und man muss schon lange suchen, bis man mal ein-zwei findet und wenn, sind sie garantiert mit Mülltonnen und/oder Fahrrädern zugestellt.
      Stimmt, wie konnte ich nur Deinen Bubble-Suite-Beitrag vergessen?! Danke nochmal für’s Verlinken dieses absolut göttlich geschriebenen Berichts!
      Spätestens jetzt, weiß ich immer, wo ich ihn finde, wenn dringend mal wieder ne dicke Portion Aufheiterung „Not tut“.
      LG
      Susy

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