Motorradmesse Dortmund 2024 #MotoDo

Nach mehrjähriger Abstinenz verschlug es uns direkt am Eröffnungstag zur “Motorräder Dortmund”, der Kultmesse im Pott. – Hat es sich gelohnt?

Alles neu!

Vor Ort großes Staunen: Während der ehemalige Haupteingang nur noch Online-Ticket-Besitzern Einlass bietet, findet sich der Neue hundert Meter weiter, die Treppe hinab. Statt düsterem Gang erwartet uns eine heller, weitläufiger Eingangsbereich mit extrem hohen Decken. Von dort führt der erste Weg direkt in die Halle 4.

Der ausgehändigte Hallenplan verspricht eine klare Hallen-Einteilung. Anders als bei unserem letzten Besuch 2019 verteilen sich die 300+ Aussteller aber nur noch auf vier statt fünf Hallen:

  • Halle 2: Reisen & Co (plus Reisebühne mit Reiseberichten etc.)
  • Halle 3: Bikes & Zubehör, eine Bühne, auf der Neuheiten vorgestellt werden und ein Eventbereich (Motorradshows, z.B. “MONSTER Trial Freestyle”)
  • Halle 4: Bikes & Zubehör
  • Halle 5: Clubs & Community , Motorradsport, Youngtimer + Klassiker
  • Außenbereich: Essensstände und Wheelie-Simulator

Auf geht’s!

Motorrad-Neuheiten 2024: Neues Traumbike in Sicht?

Zeit würde es ja: Immerhin feiert meine Streety Anfang Mai diesen Jahres ihren sechsten Geburtstag und die Wehwechen werden mit knapp 40.000 Kilometern auf der Uhr sicher nicht weniger.

Wer aber gibt sein Traum-Motorrad schon freiwillig her?
Mal abgesehen von all dem Brassel, all dieses elementare Zubehör zusammen zu sammeln, um ein neues Maschinchen tourentauglich zu machen.

Was gibbet denn so Schönes? – Schauen wir mal:

Triumph

Den neueren Streetys hat man ein neues Display verpasst. Wäre es ähnlich hübsch wie die Displays der ersten Streety-Serien, käme mir hundertpro ein “Yeah” über die Lippen. – Isses aber nicht und obendrein hat man dem Modell die Connectivity-Funktion entzogen.

Optisch trifft ja nach wie vor die kleine Trident absolut meinen Nerv.
Aber sooft ich auch probesitze: Sie will einfach nicht zu mir passen.

Die anderen Modelle interessieren mich momentan nicht und damit ist Triumph leider raus.

Honda

hat diverse neue Modelle im Gepäck, aber der Stand ist bereits in der Früh so rappelvoll, dass mir die Probesitz-Laune vergeht.

Absolut anfreunden könnte ich mich mit der Africa Twin (CRF1100L) mit 102 PS (und gern auch mit DCT).
Scheinbar gibt’s tatsächlich eine niedrige Sitzvariante (825mm), so dass es mit einem entsprechenden Tieferlegungs-Kit möglicherweise passen könnte.
Aber 231 Kilogramm? – Leuuude!

Dahingegen ist die NX500 mit ihren 196 Kilogramm ein echter Hungerhaken. Allerdings bietet sie lediglich 50 PS bei einer Sitzhöhe von (viel zu hohen) 830 Millimetern.

Ganz neu ist die CB 1000 Hornet.
Muss man vielleicht später mal in “freier Wildbahn” sehen, um sich schockzuverlieben?

Als heimlicher Vorreiter neuer und zuverlässiger Technik überrascht Honda aktuell mit seiner neuen E-Clutch-Technologie: Anfahren und Anhalten ohne Kupplung!

Antesten lässt sich das Wunderwerk momentan nur bei der CB650R und ihrem Yoghurtbecher-Pendant CBR650R.
Erstgenanntes Maschinchen kommt immerhin mit etwas über 95 PS daher, wiegt 205 Kilogramm, bringt es allerdings auf eine Sitzhöhe von 810 Millimetern.

Darüber hinaus bieten die Vierzylinder ein 5-Zoll-Display mit “Honda RoadSync-Konnektivität“:
In Verbindung mit der entsprechenden App kann man beispielsweise Musik hören, Anrufe entgegennehmen und die Turn-by-Turn-Navigation nutzen.

Konnektivität

  • Wer um alles in der Welt findet es eigentlich geil, per Turn-by-Turn zu navigieren?
  • Und wer kam auf die Idee, dass es wichtig sei, während der Fahrt Musik zu hören oder zu telefonieren?

Maximal als Zweit- bzw. Drittmopped geeignet…


Die kleine süße, 125 Kubik-Monkey wiegt 107 Kilogramm, misst 775mm und hat stolze 9.4 PS.


Ebenfalls sehr chic:
Honda CL500 2-Zylinder-Scrambler mit knapp 50 PS
und einer (gerade noch annehmbaren) Sitzhöhe von 790 Millimetern.

Suzuki

Zugegebenermaßen trauere ich noch heute meinen beiden “Suzis” hinterher:
Sowohl die 650er Bandit als auch die GSR750 gingen mir einst sehr leid ab, zumal lange Touren oder Anfahrtswege mit den Vierzylindern absolut kein Problem waren.

Suzukis Produktportfolio 2024 muss man nicht zwingend verstehen:

  • Platzhirsch im Roadster-Bereich ist die 214 Kilogramm schwere GSX-S1000 mit 152 PS, 19-Liter-Tank und einer Sitzhöhe von 810mm.
  • Wer meint, die GSX-S950 sei die nächstkleinere Variante, irrt: Das Motorrad mit ansonsten gleichen Eckdaten (Sitzhöhe, Tankinhalt, Gewicht) wird standardmäßig mit 48 PS ausgeliefert. Wer sie “offen machen” lässt, darf sich immerhin an 95 PS erfreuen.
  • Die GSX-8S mit ihren 202 Kilos und einer 810er Sitzhöhe bietet 83 PS, aber lediglich einem 14-Liter-Tank.
  • Ähnliches gilt für die drei Kilo schwerere, leicht verkleidete GSX-8R.

Nach wie vor lässt sich bei allen Modellen zwar der Brems-, nicht aber der Kupplungshebel verstellen. Wer das möchte, muss sich wohl oder übel im Zubehör bedienen.

 
Wer zur Hölle hat sich eigentlich diese potthässlichen Scheinwerfer erdacht?

Überzeugende Smartphone-Konnektivität

Angeblich lässt sich das Smartphone-Display mit Hilfe der “Suzuki mySPIN-App” auf das große Vollfarb-TFT-Display der Motorräder übertragen.
Sofern sich die gewohnten Smartphone-Apps damit tatsächlich einwandfrei auch auf dem Mopped nutzen lassen, wäre das tatsächlich mal ein echter Fortschritt!

Offenbar ist der Clou aber lediglich der GSX-S1000CT bzw. der GSX-S1000CX vorbehalten.

YAMAHA

Den Yamaha-Stand haben wir schlichtweg übersprungen, wenngleich dort eine 900er Retro-Maschine Aufsehen erregte.
Hat halt bislang noch nie gepasst…

Gleiches gilt übrigens für

BMW

Sorry, liebe BMW-Fans, aber ich MAG einfach KEINE GS’en mehr sehen, drum fiel das schnelle Vorbeihuschen am Stand nicht sonderlich schwer.

Beeindruckt hat lediglich das neue Mini-Elektro-Mopped “CE 02” mit 50 Kubik, einer Reichweite von 95 Kilometern und einer Sitzhöhe von nur 750 Millimetern.
Irgendwie vor Hässlichkeit fast schon wieder schön, mit einem Grundpreis von stolzen 8.500 Euro allerdings völlig abseits von Gut und Böse.

Kawasaki

Anlässlich des 40jährigen Ninja-Jubiläums lassen sich in diesem Jahr limitierte Sondermodelle in einer “Anniversary Edition” ordern, beispielsweise die “Ninja ZX-10R”.
(Was Supersportler-Fans vermutlich ein breites Grinsen ins Gesicht zaubert, entlockt mir maximal ein müdes Lächeln.)

Beeindruckender fand ich da schon die Tatsache, dass Kawa mit der Z7 ein Hybrid-Motorrad auf den Markt wirft.

Obendrein stellte der Hersteller mit der Z e-1 einen kleinen Elektro-Flitzer für die City vor:
Jener kommt im Z-Supernaked-Design daher, wiegt gerade mal 140 Kilogramm und verfügt über durchdachte Features wie beispielsweise ein 5-Liter-Staufach unter dem “Tank”, ein Rückwärtsgang und “Ergo-fit”.

Kawasakis “Ergo-Fit”

Dabei handelt es sich um eine vielversprechende Fahrwerks-Technologie, mit deren Hilfe sich die Abstände zum Lenker, den Fußrasten und dem Boden beeinflussen lassen.

Na wenn DAS mal nicht lobenswert ist?

Gut gebrüllt, Löwe…

Blöderweise haben sich bei der Z900 die laut krähenden Menschen durchgesetzt, woraufhin Kawa die Sitzhöhe des Modells von 810 auf 820 Millimeter erhöhte.
Während meine Füße bei der ersten Modellvariante problemlos den Boden erreichten, pendeln diese mittlerweile kontaktsuchend umher, so dass das Mopped für mich nicht mehr in Frage kommt.
Menno: Haben denn langbeinige Menschen nicht schon genügend Auswahl? – Und warum gibt’s denn hierfür kein “Ergo-Fit”?

Bleibt zu hoffen, dass Vroni Neumann, die am Freitag auf der Dortmunder Motorradmesse frisch zur Bike Woman of the year 2024 gekürt wurde, es in ihrer Eigenschaft als Facebook-Gruppen-Admin “Kurze Bikerin” schafft, die Aufmerksamkeit der Motorrad-Industrie endlich auch mal auf kurzbeinige Moppedfans zu lenken.
>> Facebook-Gruppe “Kurze Bikerin” (www.facebook.com/groups/1587012028024446)

>> Bericht von der Verleihung “Der Bike Woman Award 2024: Eine Hommage an die Power der Motorradfrauen”
(www.sherides.de/motorrad-lifestyle/messe-events/preisverleihung-bike-woman-award-2024)

Sonstige Fliewatüts

Ok: Offenbar steht das Jahr 2024 motorradtechnisch neben einem offenbaren Rennsemmel-Trend auch im Zeichen des konsequenten Down-Sizings?

Kein Wunder, zumal sich während der ollen Pandemie gefühlt jeder Zweite ein Wohnmobil gönnte und folglich nach einem Fortbewegungsmittel giert, während sein Vierrad auf dem Campingplatz weilt.

Praktisch zum Mitnehmen sind definitiv die 40 Kilogramm leichten Elektro-Bikes der “Drive-Electro BW GmbH” aus Emsdetten:
Zwar bringen’s die Minis lediglich auf 45 Stundenkilometer, aber zum morgendlichen Brötchenholen ums Eck reichts alle Male.

  
Wenn uns nicht alles täuscht, lässt sich damit sogar locker ‘ne Kiste Bier transportieren! 😉
>> coopop.bike

Traum-Mopped gefunden?

In diesem Jahr schwierig, aber letztendlich wurde ich dennoch fündig:


Ist sie nicht wunder-wunderschön?
Diese XT500 mit NEUER Technik – DAS wär’s doch? 😀

Shopping-Fieber?

Bis auf meinen (bislang leider unerfüllten) Wunsch, endlich wieder eine passende Motorrad-Lederhose zu finden, hatte ich in diesem Jahr keine großartigen Shopping-Ambitionen: Sowohl Streety als auch Twinny sind zum Glück tourentauglich ausgestattet.

Aber neue Mopped-Klamotten gehen immer, oder?

Motorrad-Bekleidung

Klar gab’s auf der Messe auch diverse Klamottenstände, aber viele von ihnen machten einen derart unaufgeräumten und unübersichtlichen Eindruck, dass sich meine Stöberlust schlagartig verflüchtigte.

Allerdings sprangen mir diese formschönen Retro-Lederjacken ins Auge:


Stylisch, aber nicht unbedingt zum Motorradfahren geeignet.

Klim

… hatte zwar erneut eine kleine Auswahl dabei, shoppen konnte man sie allerdings nicht.
Warum macht man sowas?

Auf die Frage nach Shops, in denen man voraussichtlich eine große Auswahl an Klim-Klamotten findet, hatte der “Stand-Mann” keine Antwort.
Aber immerhin erfuhr ich, dass

  • die Ziffer hinter den Base-Layer-Funktionsklamotten die Dichte bzw. Wärme beziffert
    (1 = hochsommergeeignet / 2 = mittlere Variante / 3 = dickes Material für Frostbeulen), Beispiel: Modell “Solstice 2.0”

  • sie – neben den beheizbaren Produkten (wie Handschuhen) – neuerdings auch Heizkleidung namens “eFire” anbieten
    (z.B. das beheizte “eFire Aggressor Shirt” für Herren oder das “Klim Solstice eFire” für Damen)

  • und die Unisex-Daunenjacke “Maverick” bereits in den hochpreisigen Motorradjacken integriert ist.

Diese Daunen-Jacke (ohne die zugehörige, langweilig gestylte Moppedjacke) hätte mich ja schon sehr interessiert…?

Heizkleidung

Gleich neben “Klim” fand sich ein Stand von “Motorrad Venture” aus dem hessischen Hüttenberg (südlich von Wetzlar bzw. Gießen), der sich – laut eigener Webseite – als “Klim-Experte” versteht und obendrein diverse beheizbare Motorradkleidung von Keis anbietet.
(Neben beheizbaren Westen und Jacken unter anderem auch Socken und Motorradhandschuhe.)


Heizjacke von “Keis”

Laut Webseiten-Info sind übrigens sämtliche im Online-Shop erhältlichen Klamotten auch live vor Ort erhältlich:
>> www.motorradventure.shop

Neuer Motorradhelm?

Eigentlich wird’s dringend Zeit für einen neuen Motorradhelm.

Doof, dass die Motorradhelm-Hersteller offenbar durchweg die Bank ihre Größen durcheinander gewürfelt haben:
Fakt ist jedenfalls, dass herkömmliche Modelle in gewohnter Größe neuerdings nicht mehr zu meiner Rübe passen.

Während der Messe fehlte mir irgendwie die Lust zu probieren. Jedenfals traf folgender Helm dekormäßig absolut meinen Nerv:


Shoei Glamster 06 “Neighborhood X DSC”

Motorrad-Zubehör

Head-up-Display von Tilsberk

Wer erwartet, eine komplette Karten- bzw. Routenansicht im Helmvisier sehen zu können, wird enttäuscht sein:
Tatsächlich bietet das Tilsberk-Display (im Zusammenspiel mit der hauseigenen oder alternativ der Calimoto-App) lediglich eine Turn-by-Turn-Navigation.


Tilsberk-Stand auf der Motorradmesse

Wichtig dabei ist, das winzige Scheibchen exakt zu positionieren, denn ansonsten siehst Du einfach mal NIX!
Ist das Teil aber erst einmal einwandfrei ausgerichtet, ist die Anzeige selbst für Altersblinde erstaunlich gut lesbar.


SO sieht das winzige Head-up-Display-Teil aus…

Motorradhelm-Installations-Varianten

Mitgeliefert werden gleich zwei “Träger” und das ist gut so, denn die Befestigungsart richtet sich nach der Beschaffenheit des Motorradhelms:


Hat der Motorradhelm eine entsprechende Aussparung,
steckt man das Teil dort ein (und klebt es anschließend fest).


Fehlt die Aussparung, fixiert man das Teil stattdessen im oberen Bereich.

Wer den Motorradhelm wechselt, muss übrigens nicht verzweifeln, denn die “Träger” sind einzeln nachkaufbar.

Fazit: Interessant, aber aktuell keine Option, denn mit dieser “Turn-by-Turn-Navigation” werde ich irgendwie nicht warm.

Motorrad-Anhänger

Transporttechnisch verirrte sich offenbar nur “Stema” auf die Motorradmesse.
(Oder haben wir all die anderen einfach nur übersehen?)


Der absenkbare Anhänger HAT was und würde nicht nur beim Auf-/Abladen der Großkatze eine fette Portion Nerven sparen!

Und sonst?

Charity-Projekt “HeelsOnWheels”

Am frühen Donnerstag Nachmittag war der Stand noch etwas verwaist, aber wen wundert’s?

Gerade erst von ihrer abenteuerlichen Winter-Motorrad-Island-Tour zurückgekehrt, schwirrte Irene (aka >> “kurven_raeubertochter” (Instagram)) irgendwo in den Hallen umher, während >> Joel (www.joelswonderland.de) erst freitags erwartet wurde.

Anders als eigentlich geplant, hatten es auch ihre Moppeds (Ronja + Maja) noch nicht zurück nach Deutschland geschafft.


>> de-de.facebook.com/HeelsOnWheelsNRW
(Der Link führt zu ihrer Facebook-Seite.)

Motorrad-Workshops gegen Spende

Für alle, die “Heels on Wheels” noch nicht kennen:

Dahinter verbergen sich Irene und Katharina “Schoko”, die in unregelmäßigen Abständen kostenlose Motorrad-Workshops gegen eine Spende für einen guten Zweck anbieten (u.a. Mental- und Motorrad-Handlings-Trainings, Motorrad-Verlade-Kurse und und und…)

Während im vergangenen Jahr sämtliche Einnahmen an ein Kinderhospiz flossen, sammeln sie 2024 Spenden für die Depressionshilfe und Hochsensibilität:
>> Bundesverband Burnout und Depression e.V. (https://bbud.info)

Lust, zu spenden?
Die Veranstaltungstermine sind auf ihrer Facebook-Seite zu finden. Schaut am besten regelmäßig dort vorbei, denn die Workshops sind nach der Veröffentlichung regelmäßig schnell ausgebucht.


Veranstaltungstermine März 2024

Island-Tour-Film für den guten Zweck
Darüber hinaus könnt Ihr auf >> Joels Webseite (www.joelswonderland.de/island) den >> Island-Winter-Motorradfilm vorbestellen.

Sonstiges tolles Tüchs


Niedliche Mopped-Shirts für Nachwuchs-Biker


Mopped-Quietscheentchen

Messe-Fazit:

1. Orientierungslos

Ungewöhnlicherweise verteilten sich die Hallen in diesem Jahr auf zwei Ebenen:

Während die im Erdgeschoss liegenden durch die Verbindung mit dem Innenhof auf dem Außengelände gut zu finden waren, musste ich die Reisehalle 2 tatsächlich erstmal suchen: “Einfach nur” kurz raus aus Halle 4, dann die Rolltreppe hoch und rin…

2. Wild zusammengewürfelte Stände

Trotz der Aufteilung in “Themen-Hallen” empfand ich die Stand-Einteilung doch etwas sehr bunt gemischt:
So stieß man beispielsweise auch in Halle 4 hier und da mal auf einen Reiseanbieter, den man eigentlich in der “Reisehalle” vermutet hätte.

Ansonsten hatte die Idee mit Letztgenannter schon echt Charme. Schade nur, dass sie eher spärlich besetzt war.

Immerhin gab’s dort einen “Brotzeitstand” und die Brötchen mit Tiroler Schinken waren eine willkommene Snack-Alternative zu den Essensständen im Außenbereich.

Für meinen Geschmack wäre folgende Aufteilung schlüssiger gewesen:

  • 2 Hallen mit Motorrädern und motorradspezifischem Zubehör (Reifen, Sitzbänke, Gepäcklösungen etc.)
  • 1 Halle ausschließlich mit Motorrad- und Freizeitbekleidung
  • 1 Halle mit Reise-Zubehör und Reise-Anbietern
  • 1 Halle mit Clubs/Communitys, Trainings-Anbieter etc.

3. Vermisst!

Triumph, BMW, Suzuki, Kawasaki, Harley Davidson, Yamaha, Honda, aber auch Hyosong und CFMoto waren mit Messeständen vertreten.
Aber wo waren denn eigentlich Ducati, Indian, Moto Guzzi, KTM und Zero?

Angeblich gab es auch einen Garmin-Stand. Den haben wir aber offenbar glatt übersehen.

  • Was aber war mit all den anderen Navi- und Actioncam-Anbietern?

  • Und warum fehlten Anbieter von Drohnen?

  • Wieso lädt man eigentlich keine Outdoor-Klamotten-Anbieter zur Motorradmesse ein?
    Zwiebelprinzip-geeignete Klamotten mit kleinem Packmaß in einer Range zwischen 10 – 20 Grad Celsius taugen doch nicht nur zum Wandern?

  • Und schließlich: Wo waren die Motorradklamotten-Anbieter speziell für Frauen bzw. für Menschen, die nicht der Norm entsprechen?

4. Gedrängel

Idealer Messetag war für uns bislang der Donnerstag, denn unmittelbar nach der Öffnung waren die Hallen noch so leer, dass man in aller Seelenruhe probesitzen und Mopped-Fotos ohne sie umgarnendes Menschenvolk schießen konnte.

Leider nicht in diesem Jahr.
Möglicherweise lag’s einfach daran, dass wir dank der Haupteingangsnähe mit der Halle 4 (statt 3) starteten?

5. Messe-Ausbeute

Unsere “Messe-Ausbeute” war diesmal eher mager.

Immerhin hatte der Anbieter dieser “Gorilla-Biker-Shirts” eine kleine Auswahl an Frauen-Klamotten dabei, so dass ich dort tatsächlich ein T-Shirt fand.
>> “Silberrücken e.K. (shirtstation.de)

Obendrein große Freude, bei >> Racefoxx (www.racefoxx.com) einen neuen quietschgelben Helmüberzug zu finden, der auch als Warndreieck verwendet werden kann. (Leistet unter anderem auch wertvolle Dienste, so man seinen Motorradhelm auf Reisen mal “verpacken” muss.)
Meinen hab ich ja dooferweis auf einer der letzten Motorradtouren verbaselt.
>> www.racefoxx.com/Motorrad-Warndreieck-Helmbeutel-als-Warndreieck


Mit etwas Glück konnte man am Glücksrad des Racefoxx-Stands einen dieser Motorrad-Luftballon gewinnen.

Darüber hinaus sammelten wir wieder einmal wertvolles Kartenmaterial:


Lieblings-Tourkarten 1


Lieblings-Tourkarten 2

6. Gesamtfazit Motorradmesse

Ist erst einmal Motorradmesse, rückt das Ende der elendigen Winterkälte in greifbare Nähe.
Somit eignet sich ein Besuch unbedingt, die Vorfreude auf die kommende Motorradsaison zu steigern!

Nach wie vor ist und bleibt EIN Messetag aber einfach zu wenig, um sich ausgiebig an all den Neuigkeiten zu ergötzen.

 

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