Das perfekte Motorrad-Hotel: 10 Wünsche an Biker-Wirte

“Hilfe, die Hotelgäste bleiben aus” stöhnt der verdrossene Herbergsvater. Doch dann hat der pfiffige Gastronom die rettende Idee: “Häng ich mal fix ein Schild “BIKERS WELCOME” auf, schon rennen sie mir alle die Hütte ein!” – Funktioniert das?

Die schwierige Suche nach einem Motorradhotel

Gerade sind wir mal wieder auf der Suche nach einem Hotel.
Ok… eigentlich sind wir das ja ständig: für die kleine Wochenend-Tour zu zweit oder in der Gruppe, die jährliche Wochen-Tour mit “alle Mann” oder den nächsten Motorrad-Urlaub. Immerhin leben wir in der gefühlt wohl flachsten Region D’lands. Dort, wo sich das Kurvenwedeln auf Kreisverkehre und Autobahn-Auffahrten beschränkt.
Naja, vielleicht etwas übertrieben. Aber, wer nicht gerade einen Reisetourer fährt und weite Anfahrten nicht locker auf einer A…backe absitzen kann, braucht doch irgendwie ständig eine Bleibe in irgendeinem Kurvenparadies.

Gerade bei über Wochenend-Touren hinausgehende Unterkünften sollte alles passen, daher googeln wir uns vor jeder Tour ausgiebigst die Finger wund.

“Ist doch ganz einfach”, säuselt da der ein oder andere von Euch sicherlich kopfschüttelnd. “Durchblättert doch einfach die gängigen Motorradzeitschriften oder durchsurft die zahlreichen Bikerportale?”

Prima Tipp. Aber…
Bei vielen dort angepriesenen Unterkünften können wir uns leider des Eindrucks nicht erwehren, als habe man sich der fortschreitenden Altersstruktur der Biker angepasst und ziele bewusst auf Dickschiff- und Q-Treiber, die man wie folgt definiert:
“Betuchte, weinliebende Schönwetterfahrer ab 50, die nach einem ausgiebigen Schlemmermahl um 22 Uhr einen Absacker trinken, ihre Herztablette einwerfen und danach fix das Licht löschen”.

Zudem liegen die meisten dieser Quartiere fernab der Zivilisation – nichts als Felder, Wiesen und Kühe!
Landhotels mitten in der Pampa haben sicherlich ihren ganz eigenen Charme. Was auf einer Gruppentour vielleicht noch “rockt”, kann einem beim Trip zu zweit jedoch schnell zum Verhängnis werden. Ist kein lohnenswertes Geschäft mehr zu erwarten, schließt manch Wirt gern auch mal vorzeitig die Bar, um in den wohlverdienten Feierabend zu entschwinden. Sch… doch was auf das Duo, das nach einem astreinen Tourtag gern noch einen Schlummertrunk nehmen würde. – GAR nicht nett! 🙁

Zentrale Lage ist alles!

Idyllische Einöde kommt bei stressgeplagten Großstädtern möglicherweise bestens an. Vielleicht auch bei den Motorrad-Gruppen, die ihre Maschinen beim winzigsten dunklen Wölkchen fix in der Garage verstecken, um direkt nach dem Frühstück zur Brotzeit überzugehen (*Skol!*) Oder die, die um acht auf dem Bock, spätestens aber um fünf an der Hotelbar hocken.

Gäbe es nur Leute wie uns, würden diese Landhotel-Wirte gnadenlos verhungern.
Denn einerseits mögen wir’s gern zentral zu Kurven und Städtchen. Andererseits ist direkt “mitten drin” auch nicht unbedingt vorteilhaft. Im Gegenteil: Auf eng verwinkelte, steile Kopfsteinpflaster-Gassen, bei denen jede Ausfahrt zum Suchspiel mutiert, können wir gern verzichten.

Ist die Unterkunft zudem so verkehrsgünstig gelegen, dass wir nicht allmorgendlich genötigt werden, unsere kostbare Fahrzeit vor dauerroten Ampeln zu verplempern, trifft sie genau unseren Nerv!

Auch sonst sind wir wenig anspruchsvoll:

Essen hält Leib und Seele zusammen…

… 5-Gänge-Menüs sprengen aber ratz-fatz den Lederkombi und führen zum berühmt-berüchtigten “Schrumpfleder-Effekt”.

Pauschalangebote mit Halbpension, Candlelight-Dinner und Sekt-Empfang mögen für einige unserer Artgenossen reizvoll sein. Für uns definitiv nicht!
Irgendwie taugen wir nicht als Sklaven der Hotelküche und entscheiden lieber selbst, wann, wo und womit wir uns die Bäuche voll schlagen. Darüber hinaus haben wir mit Sterneküchen-Schnickschnack nix am Hut und können es nicht leiden, die zahlreichen toten Tiere auf den fein verzierten Tellern nur erahnen zu können.

Direkt in der Bleibe essen zu können, muss gar nicht sein und uns nach der Tour ein wenig die Beine zu vertreten, finden wir gar nicht so verkehrt.

Extrem großen Wert legen wir dahingegen auf ein gutes Frühstück. Wenn’s schon nicht inklusive ist, dann reiche man uns bitte das volle Programm:
Ein auswahlreiches Buffet, das auch zack vor Knirsch nochmal aufgefüllt wird. Schmeckt dann auch noch der Kaffee, ist der Tag so gut wie gerettet.


Frühstück gut, alles gut!

Biker wollen Luxus-Suiten?

Mittlerweile sind wir dem Jugendherbergsalter entwachsen:
Camping, Mehrbettzimmer und Bettenlager kommen genau so wenig in Frage wie Duschen und Toiletten auf dem Flur.

Ansonsten wird die Zimmerausstattung häufig überbewertet und ist für uns nur sekundär.
Das Mobiliar besteht aus Eiche, Kirschbaum oder Palisander, die Zimmerwand ziert teure Kunst und im Bad funkeln vergoldene Wasserhähne? – Toll!
Aber: Hey, wir sind eh den ganzen Tag unterwegs und wollen die Einrichtung schließlich nicht kaufen!


Glitzer hier, Glitzer da: Über Geschmack lässt sich bekanntlich vortrefflich streiten!

Auch die Größe des Zimmers ist uns völlig schnuppe. Egal ob Kämmerlein oder Tanzpalast: Gebt uns einfach ein Bett mit ordentlicher Matratze, ausreichend Steckdosen und Stauraum für Helme, Koffer und Gepäck.

Wir brauchen keine Schuhputzautomaten, Duschhauben oder diese ekligen, fest montierten Haartrockner im Bad. Letztere sind meist eh etwas schwach auf der Brust.

Ansonsten sind wir lediglich allergisch gegen Fenster, die sich nicht öffnen lassen, schmuddelige Teppiche, aufgezwungene Wohlfühltemperatur per Klimaanlage, nachtaktive krabbelnde Mitbewohner jedweder Art und schlecht gepflegte Badezimmer, in denen man sich kaum drehen kann.


Igitt!

Was Letztere betrifft, staunt man als Gast teilweise nicht schlecht, welch unliebsamen Überraschungen manch äußerlich nett dreinschauende Unterkunft bietet:
Da gibt es Badewannen mit ekligen Schimmel-Duschvorhängen oder dunkle, enge, kaum belüftete Bäder, die maximal das Wort “Nasszelle” verdienen. Das Kurioseste, was wir dahingehend erlebt haben, war die Dusche, bei der sich das Wasser in der Duschtasse so lange sammelte, bis man ausstieg und per Schalter die Elektropumpe in Betrieb nahm…

Wir wünschen uns Duschkabinen, in denen man aufrecht stehen und sich drehen kann, ohne sich die Gräten blau zu hauen, funktionierende Einhebelmischer und einen großen Warmwasserbottich, damit auch der zuletzt Duschende keinen Kälteschock erleidet.

Sind wir mit unserem Trupp auf Tour, kommt noch ein weiteres Must-have hinzu:
Da sich nicht jeder Mitfahrer mit dem Gedanken anfreunden kann, sich abseits seiner fernab weilenden Göttergattin ein Doppelzimmer zu teilen, müssen auf jeden Fall auch Einzelzimmer her. Dumm nur, wenn man Gegenden bereist, die keine oder nur wenige Single-Suiten anbieten oder sich schwer damit tun, mehr als zwei Doppelzimmer als Einzelzimmer zu vermieten.

Bitte mit Balkon oder Terrasse!

In den meisten Unterkünften ist das Rauchen mittlerweile verboten. Die meisten unserer Mittourenden freut’s.
Verstehen sogar wir, die “bösen bösen” Raucher und mal ganz davon ab: Selbst wenn’s erlaubt wäre, hätten wir wenig Lust, in einem verqualmten Raum zu nächtigen.
Also gebt uns einen Balkon oder eine Terrasse und alles ist gut! 😉

Wohin mit den Moppeds?

Nachts wissen wir unsere Motorräder gern in einer Garage. Ein überwachter Parkplatz oder ein nicht einsehbarer Hinterhof ist aber auch ok.


Hoteliers mit einem Herz für Motorradfahrer schaffen den benötigten Platz!

Aber nicht nur die Moppeds wollen abgestellt sein.
Bei langen Anfahrten stellt sich uns die stets Frage: Reifen eckig fahren oder Moppeds transportieren?
Blöd nur, wenn die Unterkunft im letzteren Fall keine Stellplätze für Zugfahrzeuge und Motorradanhänger bietet und man täglich genötigt wird, in Parktickets öffentlicher Parkplätze zu investieren.

Nein, wir haben kein WLAN, unterhaltet Euch lieber…

Für einige unserer Mittourenden war WLAN bis vor wenigen Jahren tatsächlich entbehrlich. Aber selbst der Fortschrittsresistenteste der Generation “Telefon, Block und Bleistift”, den man stets anrufen musste, damit er gnädigerweise seine E-Mails checkt, hat mittlerweile ein Smartphone und teilt ach so lustige kleine Videos. Gibt’s kein WLAN, geht die Welt für die meisten allerdings nicht unter.

Klar widmen auch wir uns lieber einem gepflegten Plausch, als unser Abendessen bei Facebook zu posten. Allerdings laden wir unterwegs gern Fotos und Filme in die Cloud, um die kostbaren Erinnerungen sicher aufbewahrt zu wissen. Noch wichtiger ist’s aber, zu Hause geplante Routen unterwegs ändern zu können: Ohne Handy-Empfang und langsames WLAN sieht’s für die Routenplanung böse aus.

Wellness muss?

Manche Hotels locken mit tollen Wellness-Oasen.
Für uns beide völlig nebensächlich, denn meist bleibt eh keine Zeit: Die Kurven warten!

Ein Teil unserer Mitfahrer nimmt Angebote wie Schwimmbad oder Sauna allerdings dankend an.
Besteht die “Oase” jedoch lediglich aus einer klappbaren Sonnenbank von anno pief, streicht das nett klingende Feature besser aus Euren Werbeprospekten.

Nobel geht die Welt zugrunde?

Vielleicht ticken einige von Euch anders, aber edle Nobel-Hütten fallen für uns meist sofort aus dem Raster und zwar nicht unbedingt aus preislichen Gründen:

Wer hat schon Lust auf ein affektiertes Publikum, das pikiert dreinschaut, weil man pudelnass durch die Hotelhalle schlurft oder das Tourgepäck weder Sakko noch Spitzenkleid hergibt? – Nicht unsere Welt, nicht unser Ding!

Wenn schon Biker-Hotel, dann bitte richtig!

Wer kennt das nicht: Mitten auf der schönsten Tour beginnt es leicht zu nieseln. Bis dahin kein Problem.
Doch ehe man sich versieht, schüttet es plötzlich wie aus Kübeln. Hat man dann wieder mal den perfekten Zeitpunkt verpasst, seinen Regenkombi überzuwerfen und ergibt sich keine Chance, die Klamotten wieder trocken zu fahren, ist man dankbar, im Hotel einen Trockenraum vorzufinden.

Einer unserer Mitgäste in Südtirol verbrachte definitiv mehr Zeit damit, sein Schätzken blank zu wienern, als es durch die unendlichen Kurven zu treiben.
Ein Waschplatz für Motorräder hätte ihm sicher einen NOCH viel schöneren Urlaub beschert! 😉
Einige Biker-Hotels bieten “so was Tolles” tatsächlich an, aber weder für uns beide noch für unsere Mifahrer ein Grund zu sabbern. Zumindest nicht, solange sich die Kurven nicht ducken, nur weil sie gerade schmutzige Moppeds durchrollen.

Was ein echtes Biker-Hotel sein möchte, bietet zusätzlich eine kleine Werkstatt an.
Mit Blick auf unsere Mitreisenden, wäre allerdings ein Allround-vor-Ort-Service für Reifen, Bremsbeläge und Co elementar. Zwar fährt niemand mehr eine richtig alte Karre, aber nicht nur einmal hörten wir irgendwen vor der großen Auslands-Tour säuseln: “Ach was, der Reifen hält doch allemale!”

Renes Motorradservice Nauders
Schon sehr praktisch, so eine Motorradwerkstatt direkt am Hotel!

Oh, der Wirt fährt selbst?

Einige Betreiber “bikerfreundlicher” Unterkünfte glauben offenbar, es reiche aus, selbst Motorrad zu fahren. Theoretisch natürlich. In der Praxis beschränkt sich dies oft darauf, dass ein Biker-Wirt allmorgendlich seinen Bock aus der Garage schiebt, um ihn abends unbewegt wieder wegzuschließen. Kann man ihm aber kaum verdenken: Immerhin ist er oft Koch, Chefeinkäufer und Hausmeister in einer Person.

Natürlich gibt es auch rühmliche Ausnahmen.
Erbarmt sich ein Herbergsvater, seine Gäste durch sein Revier zu führen, ist das durchaus eine interessante Möglichkeit, Traumstrecken zu entdecken, die man ohne sein Insider-Wissen niemals gefunden hätte.

Manche Hotels zeigen sich absolut vorbildlich und legen für ihre Gäste kostenloses Kartenmaterial oder ausgearbeitete Tourenvorschläge in Form von Road-Books aus. Einige haben sogar eigene Tourkarten (häufig von “Road-Concept, die uns immer wieder auf’s Neue ins Schwärmen bringen. In der heutigen Zeit allerdings noch wichtiger: die Möglichkeit, interessante Touren und Geheim-Tipps auf’s eigene Navi übertragen zu bekommen.


Wer sich schon “Biker-Hotel” auf die Fahnen schreibt, sollte auf jeden Fall eine “Visier-Waschanlage” im Programm haben.
Ein Eimer mit frischem Wasser und sauberen Lappen tut’s aber auch. 😉

10 Wünsche an Biker-Wirte

1.
Helft uns, unsere Motorräder sicher unterzustellen, denn sie sind uns hoch und heilig. Habt Ihr keine Garage, tut’s auch ein blickgeschützter Hinterhof.

2.
Außenterrasse bzw. Biergarten sind für uns bei Gruppen-Touren elementar!
Wir sind gern an der frischen Luft und wünschen uns ein lauschiges wind- und wettergeschütztes Plätzchen im Freien, wo wir abends noch ein Weilchen schnacken können.

3.
Liegt Eurer Hotel in der Wallachei und bietet Ihr keinen Ausschank an, wünschen wir uns einen Selbstbedienungs-Kühlschrank oder einen Getränkeautomaten. Füllt diesen regelmäßig mit Wasser, Cola und Bier auf und bietet das Gesöff zu fairen Preisen an.

4.
Ein gutes Frühstück ist das A und O. – Gebt Euch Mühe!
Lachs und Kaviar könnt Ihr Euch schenken, aber kommt uns nicht mit trocken Brot.

5.
Schotter hat auf Parkplätzen nix zu suchen!

6.
Ja, liebe Hoteliers, WLAN ist #Neuland! *Ironie-Modus-off* Leider trifft man immer noch auf Unterkünfte, die sich diesen “ach so außergewöhnlichen Service” (*hüstel*) teuer bezahlen lassen. Auch sind einige Hoteliers offenbar der Meinung, guter WLAN-Empfang sei dann gegeben, wenn man im Treppenflur auf der sechsten Stufe von unten steht und sein Smartphone weit in die Höhe streckt.
Mensch: Kümmert Euch um eine vernünftige Verbindung, die sich nicht nur auf den Aufenthaltsraum beschränkt. Die nötigen Gerätschaften kosten heute schließlich nicht mehr die Welt!

7.
Im Zeitalter “Internetz” ist EINE Steckdose pro Zimmer definitiv zu wenig. Auch eine zweite im Bad reicht nicht aus. Wer will sein Smartphone oder sonstige teure Gerätschaften schon freiwillig in der Wasserlache neben der Zahnpasta parken?

8.
Sucht Eurer Personal sorgfältig aus und entlohnt sie angemessen. Arrogante Kellner und solche, denen man beim Laufen die Schuhe besohlen kann sind uns genauso ein Greuel wie naserümpfende Angestellte mit ‘nem Stock im Ar…

9.
Pflegt Eure Webseiten und checkt regelmäßig Eure E-Mails. Nichts ist nerviger, als keine oder verspätete Antworten auf Anfragen zu erhalten!

10.
Wer in den 1960ern Motorrad fuhr, war oft bettelarm. Wer sich hingegen heute noch ein teures Mopped leisten kann, ist reich? – Vergesst diese Klischees:
Nicht alle Biker parken ‘nen Goldesel im Garten. Nicht alle fahren nur bei Schönwetter. Nicht alle wollen Luxus pur. Bietet einfach eine “normale” Ausstattung zu “normalen” Preisen und Ihr macht viele Motorradfahrer sehr sehr glücklich!

Das könnt Ihr tun, damit wir garantiert niemals bei Euch buchen!

  • Oh, Ihr seid nicht online? Schlecht für Euch:
    Die Zeiten, in denen wir Hotel-Listen von den Touri-Infos anfordern und diese anschließend abtelefonieren, sind lange vorbei.

  • Unterkünfte mit einer unaufgeräumten Webseite schaffen es nur in sehr seltenen Fällen in die engere Auswahl. Eigentlich bekommen sie nur dann den Hauch einer Chance, wenn sie eine vertrauenswürdige Person wärmstens empfiehlt. Ähnliches gilt übrigens auch für Webseiten, die sich per Smartphone nicht vernünftig lesen lassen.

  • Wir mögen keine Ratespielchen: Wer es nicht nötig hat, Preise auf seinen Seiten zu veröffentlichen, dem telefonieren wir nicht hinterher.
    Und wer seine Preislisten letztmals vor zwei Jahren aktualisiert hat, muss nur im äußersten Notfall damit rechnen, (von uns) per E-Mail behelligt zu werden.

  • Ganz schlimm: Auf Anfragen per E-Mail nicht binnen 24, maximal jedoch 48 Stunden (oder aber gar nicht!) antworten!

  • Übrigens: Statt “Ja, noch frei” oder “Leider belegt” wünschen wir uns, dass man uns auch per E-Mail in ganzen Sätzen antwortet.
    Anrede, Grußformel und Kontaktdaten im Abspann tun übrigens auch nicht weh…

Spezielle Biker-Unterkünfte werden schlichtweg überbewertet…?

Yepp, isso!

Ob ein Biker-Hotel toppt oder floppt ist sicher eine Frage, ob es sich um einen verzweifelten Hotelier-Versuch handelt, einen unrenovierten Uralt-Bau auch außerhalb der Ski-Saison mit Gästen zu beleben oder der Inhaber das Motto “Bikers welcome” wirklich lebt.

Weiß man nur Biker in seiner Umgebung, kann dies durchaus reizvoll sein. Morgens schon durch Motorengrummeln aufzuwachen und mitten im Bikertreff zu frühstücken hat definitiv was. Tatsächlich haben wir auch schon in Biker-Hotels übernachtet, die ihrem Slogan treu sind und die wir jederzeit erneut besuchen würden.

Für uns muss es allerdings nicht zwingend ein Biker-Hotel sein, denn wir wählen unsere Unterkünfte nach anderen Kriterien aus.
(Mitten im Kurvenparadies, aber zentral zum Ort – sicherer Motorradparkplatz – nicht billig, sondern preis-wert, Zimmer mit Balkon oder Terrasse, gutes Frühstück und nette Sitzmöglichkeit mit Ausschank an der Unterkunft. )

Alles in allem muss die Atmosphäre stimmen und so haben wir uns auch (oder gerade?) auch in nicht als Biker-Hotel deklarierten Unterkünften sehr wohlgefühlt!

Jetzt Ihr!

  • Was haltet Ihr von Motorrad-Hotels? – Notwendig oder überflüssig?
  • Wie und wo sucht Ihr nach Unterkünften und nach welchem Kriterium?

Wir freuen uns über jedweden Kommentar!

PS

Das Beitragsbild wurde mit Hilfe von KI (künstliche Intelligenz) generiert.
Los! Bitte erbaue doch irgendwer ein solches Hotel!? – Wir schlafen sehr gern Probe! 😀

Nicht wundern: Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Oktober 2014 erstellt und erfuhr im November 2023 ein Update.

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Lesefutter


Der Motorradfahrer, der aus der Garage fuhr und verschwand – und 66 Orte, wo man ihn in Nordrhein-Westfalen wiederfindet (www.amazon.de)


Der Moppedfahrer, der aus der Garage fuhr und verschwand – und die 66 Orte, wo man ihn im Schwarzwald wiederfindet (www.amazon.de)


Motorrad Reiseführer Biker Weekends Deutschland: Unterwegs auf den Insidertouren der Biker-Wirte (www.amazon.de)


Die schönsten Motorradtouren in Deutschland (www.amazon.de)


Motorrad Geheimtipps in Europa: 20 neu entdeckte Touren abseits des Trubels (www.amazon.de)


Motorrad Reiseführer Biker Weekends Nachbarländer: Unterwegs auf den Insidertouren der Biker-Wirte (www.amazon.de)


100 Alpenpässe mit dem Motorrad: Die schönsten Kurven in den Ost- und Westalpen. (www.amazon.de)


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8 thoughts on “Das perfekte Motorrad-Hotel: 10 Wünsche an Biker-Wirte

  1. Moin,

    Motorradhotel kanm, muss aber nicht. Meist sind “Bikerpauschalen” aus unerfindlichen Gründen auch noch teuerer als die Angebote für Normalos ohne Krad.

    Wichtig finden wir noch, dass das Abendessen (so das Hotel in der Pampa liegt und man daher abends dort dinieren möchte) nicht schon um 18h eingenommen werden muss. 20h ist ‘ne gute Zeit.

    Tips von uns: http://www.vivaldi.at, http://www.gasthofunterwirt.com, http://www.beyerhof.de und http://www.daesch.de/deutscheshaus – ausgiebig getestet und jedesmal für “spitze” empfunden.

    LG Tina

    1. Hi Tina,
      vielen Dank für Deine Tipps.
      Nehmen wir direkt mal in unsere Touren-Hotel-Liste mit auf, dann wird die nächste Suche sicherlich leichter 🙂
      LG
      Susy

  2. Moin zusammen,
    mein Kompliment zu diesem Artikel, sehr gut be- und geschrieben.Ich mußte schmunzeln
    und laut lachen. Genauso ist es, genauso…
    Wir haben hier vor 8 Jahren neu gebaut und einen Biker-Treff eröffnet. Zuerst haben die
    umliegende Bevölkerung und auch die Gastronomen uns belächelt ( das wird ja nie was…) und jetzt steht vor jeder
    Fischbude und vor jedem Bäckergeschäft ein Schild mit der Nachricht ” Biker welcome”.
    mit speziellen Angeboten.
    Liebe Grüße aus dem Saterland
    und “weiter so”
    Ela

    1. Liebe Ela,
      vielen Dank für Deine netten Worte.
      Auf unserer nächsten Tour gen Norden werden wir die Schilder garantiert mal live bewundern und Eure umfangreiche Speisekarte antesten 😉
      LG
      Susy
      PS: Elas “Biker’s Inn” findet Ihr übrigens in 26683 Saterland-Ramsloh (Am Ring 2).
      >> http://www.bikersinn.de

  3. Daumen hoch! Der Artikel spricht mir aus der Seele – wir haben schon seit Jahren nur diese Kriterien als oberste Priorität – Deshalb kümmern wir uns das ganze Jahr um die Zeit, die der Biker hat, perfekt zu gestalten! Weil wir es selber leben!

  4. Danke für den Beitrag. Die richtige Unterbringung für mein Motorrad ist mir besonders wichtig. Auch finde ich es positiv, wenn kleinere Schäden dort repariert werden können. Die bisherigen Hotels auf meinen Touren waren stets angenehm.

  5. Moin Susy,
    ich habe deine Wunschliste gelesen und es könnte auch meine sein.
    Leider kann ich kein Hotel nennen welches das bietet.
    Ich bin schon ein alter Sack und seit Jahrzehnten auf der Suche.
    In den Siebziger Jahren hat man uns noch gebeten das Hotel wieder zuverlassen
    wenn man als Biker eintraten in die edlen Hallen.
    In den Jahren danach hatten wir Unterkünfte aller Art zwischen vierzig und vierhundert Euro,
    wobei die Pension für 40 Euro in Latschach ober dem Faaker See das beste Luxushotel war.😉
    Viel Glück bei der Suche und schreib mal was dazu.
    Liebe Grüße Wilfried

    1. Hi Wilfried,

      vierhundert Euro für eine Nacht im Hotel? – Dafür wäre ich ehrlich gesagt zu geizig… 😉
      Dafür interessiert mich die besagte 40-Euro-Pension natürlich umso mehr (wenngleich sie heute vermutlich wesentlich teurer sein wird?), denn der Faaker See ist schon ein kleines Träumchen!

      Irgendwas ist ja immer, aber tatsächlich haben wir im Laufe der Jahre die ein oder andere Unterkunft gefunden, die tatsächlich sehr nah an unsere Wünsche heran kam.
      (Wobei man ganz klar trennen muss zwischen “wir” als Biker-Gruppe und “wir”, die wir zu zweit unterwegs sind. – Bei letztgenannter Variante sind wir sicherlich leichter zufrieden zu stellen…)

      Die bislang einzige Unterkunft, die selbst den krassesten Nörgler unseres Trupps zufrieden stellte, fanden wir übrigens beim “Friedl” in Kärnten:
      Guggstu hier: https://www.motorrado.de/motorradurlaub-2019-teil1-kaernten/
      (Leider eine Gegend, die zwar landschaftlich wunderschön daher kommt, mich aber in diesem Leben vermutlich nicht mehr sehen wird, sofern sich die Straßenverhältnisse nicht wesentlich bessern.)

      Ansonsten findest Du in unseren diversen Tourberichten eine (selbstredend subjektive) Bewertung der gebuchten Unterkünfte.
      (Aktuell fehlen im Blog allerdings noch die ersten Touren, z.B. in die Normandie und nach Südtirol, die einst unter http://www.moppedia.de zu finden waren. Nach und nach werde ich sie aber auch unter dieser Domain einstellen. – Falls sie Dich interessieren, schreib mir gerne eine E-Mail 😉 )

      LG
      Susy

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