Motorradtour im Ederbergland

Wenngleich das Sauerland direkt ums Eck liegt, verschlägt es uns nur selten zum Motorradfahren dorthin. Während sich dort an den Wochenende die Ausflügler stapeln, geht’s direkt nebenan, im Ederbergland wesentlich beschaulicher zu. Lohnt sich eine Motorradtour in diesem Landstrich?

>> Netbiker-Jahrestreffen // >> Ederbergland-Tour (Curioseum, Cafe Zündstoff, Westernhotel) // >> Rück-Tour (Rhein-Weser-Turm, Sorpesee) //
>> Motorradhotels im Ederbergland // >> Motorradtour-Tipps Ederbergland //

 

Netbiker-Jahrestreffen

Nach zehnjähriger Abstinenz erbarmte sich der „BlueMan“ und organisierte das längst überfällige Netbiker-Jahrestreffen.
Klang gut, also fix unsere liebe Britta überredet, deren „Rebel“ schon lange nach Kurven lechzt und nix wie angemeldet!

Wer oder was ist denn „Netbiker“?

Im Jahr 2000 rief „Quan“ das Portal „Netbiker.de“ ins Leben, eine Motorradfahrer-Suchmaschine für Gleichgesinnte.
Nach und nach entwickelte sich daraus ein gut besuchtes Motorrad-Forum, über das sich im Laufe der Jahre unendlich viele neue Freundschaften entstanden.

Auch wenn die Kommunikation mittlerweile mehr und mehr über Messenger-Dienste wie WhatsApp läuft, sind die Seiten nach wie vor gut besucht.
Wer auf der Suche nach Mitfahrern ist, wird hier jedenfalls vermutlich fündig!
>> www.netbiker.de

Freitag, 2. August 2019

Am frühen Nachmittag machen sich Norby, Britta und meinereiner auf den Weg ins Ederbergland.


Rebel, Streety und XT
(die mit Rücksicht auf den kleinen Chopper ausnahmsweise mal mit auf Tour gehen darf)

Als wir in Dodenau aufschlagen, herrscht bereits fröhliches Juppheidi, denn die anderen Netbiker toben sich dort schon seit gestern aus.


Großzügiger Parkplatz bei Sassor

Eben die Zimmer bezogen, am leckeren Dreigangs-Menü ergötzt und auf zum Ausklang in den gemütlichen Biergarten.


Kopfkissen-Deko im Hotel Sassor: Schlafschäfchen: Sooo nett!

 

Samstag, 3. August 2019

Nach dem opulenten Frühstück nehmen wir die – bereits daheim – geplante Tour in Angriff.

Soll wohl nicht sein und so findet jene keine zwanzig Kilometer entfernt ein jähes Ende. Schuld ist eine Straßensperrung, mit der der Navi-Track nicht um kann.
Wie gut, dass „einfach mal drauf los“ in dieser Gegend genauso gut funktioniert!

Geplante Tour

Erstes Ziel: das Curioseum in Willingen (Upland)

Kurz vor dem Ort befragen wir das – bis dahin rumdösende – Navi und landen prompt auf dem rappelvollen Willinger Ettelsberg.
Vom „Curioseum“ allerdings weit und breit keine Spur… Boah-äih – voll verkehrt!?
Kann das doofe „TomTom“ übrigens ausnahmsweise mal nix für, da wir irrtümlich die gegoogelte Impressums-Adresse des Schuppens eintippten…

Curioseum in Usseln

Das Oldtimer-Curioseum mit Panoptikum existiert bereits seit mehr als zehn Jahren. Der umgebaute Bauernhof liegt am Ortseingang von Usseln, einem winzigen Ortsteil des hessischen Ski-Mekkas Willingen. Inhaber ist Hans Schlömer, seines Zeichens auch Gastwirt des Hotels „Wilddieb“ auf dem Ettelsberg.

Öffnungszeiten:
Von Mai bis Oktober: 10 – 18 Uhr
Von November bis April: samstags, sonntags und an Feiertagen von 10 – 17 Uhr


>> www.curioseum-willingen.de

Die sechs Euro Eintritt sind wirklich gut investiert:
Auf zwei (stufenlosen) Etagen könnt Ihr zahlreiche Kuriositäten bestaunen, die der Inhaber im Laufe der Zeit angesammelt hat. Unter anderem zahlreiche Oldtimer-Fahrzeuge: zum Beispiel einen „Victoria Spatz“ von 1957, ein „Goggo Coupé“, ein Hochrad und das legendäre Motorrad „Damen Miele“ von 1938 mit krassen 1,65 PS!

  
Curioseum in Usseln: Fahrt einfach hin und staunt selbst! 🙂

Zweites Ziel: Edersee

Über „Umwege“ und kleinste Sträßchen schlängeln wir uns anschließend zum Edersee, wo wir flüssige Energie im „Café Zündstoff“ tanken.

Westernstadt Zündstoff-City

Während das Café Zündstoff schon seit Ewigkeiten ein beliebter Bikertreff ist, öffnete das Western-Motel „Zündstoff-City“ erst im Frühjahr diesen Jahres:
>> www.zuendstoff-edersee.de

  

>> Hier könnt Ihr Zimmer in „Zündstoff-City“ buchen (www.booking.com) [KLICK!]

Nach vielen weiteren Kurven schlagen wir wieder in Dodenau auf und ergötzen uns am Grill-Buffet des Hotels Sassor.


Tour-Ausklang im Biergarten

 

Sonntag, 4. August 2019

Ursprünglich wollten wir auf dem Rückweg beim MoGo der „Bikers Church Westfalen“ am neuen Standort in Halver-Schwenke vorbeischauen.
>> www.motor-pastor.de
Da die „Rebel“ nicht so fix kann, schenken wir uns den Abstecher und kurven direkt Richtung Norden.

Geplante Tour:

Erste Station: Rhein-Weser-Turm

Noch viel zu satt vom Frühstück begnügen wir uns mit einem kurzen Zwischen-Halt auf dem Westenberg.

Bikertreff Rhein-Weser-Turm

Der 24 Meter hohe Aussichtsturm liegt inmitten des Rothaargebirges in der Nähe von Kirchhundem (Kreis Olpe).
Zum einen ist es ein beliebter Bikertreff, zum anderen kann man im Restaurant angeblich lecker essen.
>> Zur Hahnenquelle


Oben am Rhein-Weser-Turm

Im Anschluss geht’s talwärts über die geniale L553.
Anders als bei (meiner) Erstbefahrung (Pfingsten 2008) ist die Serpentinen-Piste heute top ausgebaut und meilenweit von der einstigen Huckelpiste entfernt.

Zweite Station: Sorpesee

Mittlerweile ist es Mittag und trotz des genialen Wetters hält sich der Ausflugs-Verkehr im Sauerland in Grenzen. Wie gewohnt, parken wir unsere Moppeds auf dem langgezogenen Motorradparkplatz direkt am Nord-Ufer. Wird doch wohl heute, am Sonntag, niemand kontrollieren?

Da meine Mitfahrer nicht für Eis zu begeistern sind, landen wir auf der Terrasse von „Stavros“.
Würde ich behaupten, dass es mir wurscht ist, dort nicht den erhofften Latte Macchiato zu bekommen, müsste ich lügen! *GRRR*

Als wir plötzlich mehrere „Kontrolletis“ sichten, werden wir flott und sehen zu, dass wir weiterkommen!

Parkplatz-App „PayByPhone“

(ehemals „TraviPay“)

Einst konnte man auf den Motorradparkplätzen am Seeufer kostenlos parken. Da dies zu immensem Gejammer der „ach so benachteiligten“ Dosenfahrer führte, stellte man im Herbst 2014 diese hässlichen Schilder auf:


Schluss mit lustig: Auch Motorradfahrer werden am Sorpesee zur Kasse gebeten!

Die Park-Gebühren sind echt gesalzen: 20 Minuten kosten 50 Cent und pro vier Minuten werden weitere zehn Cent fällig.

Ausreden von wegen „der Parkschein wurde mir vom Mopped geklaut“ zählen nicht:

Zahl-Möglichkeiten

Zahlen per SMS:
Sendet einfach eine SMS mit Eurem Kennzeichen, einem Punkt und der gewünschten Parkdauer an die Nummer 821153.
Die Abrechnung erfolgt über die Mobilfunkrechnung oder Euer Prepaid-Guthaben.
(Achtung: Es wird eine Service-Gebühr fällig: 0,28 Euro für 60 Minuten bis 0,63 Euro für 1 Tag).

Zahlen per App:
Das Schild lügt!
Im Frühjahr 2019 wurde aus der „TraviPay“-App „PayByPhone“.
Damit könnt Ihr die Parkgebühr – ohne Registrierung – per Handyrechnung löhnen und den Parkschein jederzeit fix verlängern.

Das Herunterladen der App lohnt übrigens immer dann, wenn Ihr häufig auf gebührenpflichtigen Parkplätzen parkt:
>> Zur Orts- bzw. Parkplatz-Liste (paybyphone-parken.de/standorte)

Achtung: Während die App selbst kostenlos ist, wird beim Lösen eines Parktickets eine Servicegebühr in Höhe von zehn Prozent fällig!

Weitere Infos gibt’s hier: >> Pay-by-Phone-App

 

Kurz die Navi-Ansage ignoriert, jallert es mir dauerhaft ins Ohr von wegen „bitte wenden“. Egal, denn dafür entdecken wir ein-zwei-drei winzige Mopped-Spaß-Pisten, auf denen wir mit wachsender Begeisterung herumcruisen.

Eher als uns lieb ist, sind wir allerdings zurück in unserem unspektakulären Münsterland-Ruhrpott-Einerlei-Terrain.

 

Motorrad-Hotels im Ederbergland

Dodenau ist ein Stadtteil von Battenberg im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg. Obwohl der winzige Luftkurort nichtmals zweitausend Einwohner zählt, steppt hier definitiv der Bär. So entdeckten wir bei unserem abendlichen Rundgang gleich zwei öffentliche Feste der quirligen Dorfgemeinschaft!

Ganz nebenbei haben sich hier zwei Motorradhotels angesiedelt: das >> Hotel Sassor und die >> Gaststätte Arnold.

Motorradhotel Sassor

Biker-Wirt Axel Sassor und Gattin Ulli sind selbst leidenschaftliche Motorradfahrer. Das spürt man auch als Gast!

Übernachtungstechnisch habt Ihr die Wahl zwischen Standard- und Komfort-Zimmern.
Buchen könnt Ihr es mit umfangreichen Frühstücks-Buffet oder wählt die >> Wochenend-Biker-Pauschale mit Halbpension. (Lohnt sich, denn sie haben dort einen begnadeten Koch!)

Freitags lockt ab 19 Uhr ein Drei-Gänge-Menü in Buffet-Form und samstags wird gegrillt. Praktischerweis ist auch ein tägliches „Einlauf-Bier“ inklusive.


Motorradparkplatz des Hotels Sassor

  
Chillige Launch-Ecken und Strandatmosphäre im „Sassors Beach Garden“:
So lässt sich’s aushalten!

 

Landgasthof Arnold

Auch im Hotel gleich nebenan hat man sich auf Motorradfahrer eingeschossen:
Hier gibt’s ebenfalls eine abschließbare Garage, einen Trockenraum und eine Schrauber-Ecke mit Hochdruckreiniger. Wer es nicht so mit Hotels hat, kann auch direkt am Haus zelten.


Mopped-Kunst am Hotel

Speisentechnisch hat sich der Gasthof auf Schnitzel spezialisiert:
Im „Schnitzelstübchen“ könnt Ihr bis 21 Uhr speisen und den restlichen Abend am Lagerfeuer im Biergarten ausklingen lassen.
>> Touren-Download (https://bikerszene.de/touren/search/arnold)

 

 

Motorradtour-Tipps Ederbergland

Im Ederbergland lässt sich’s tourtechnisch nett austoben, denn man findet in allen Himmelsrichtungen ideale Mopped-Terrains. Zudem versorgen Euch die Bikerwirte vor Ort mit hilfreichen Tipps und kostenlosen Tourenkarten.

Motorradtour-Tipps:

Weitere Anregungen findet Ihr in folgenden Büchern:


„Motorradkarte Sauerland“ (www.amazon.de)


„Biker-Weekends Deutschland“ (www.amazon.de)


„Die schönsten Motorradtouren in Deutschland“ (www.amazon.de)

 

Susy
Susy
Geboren "Anno Pief", im zarten Alter von vierzehn mit dem Mopped-Fieber infiziert und eine gefühlte Ewigkeit um den Moppedschein gekämpft. Mit sechzehn zunächst an der unendlichen Macht ihrer Ernährer gescheitert, mit achtzehn aber (endlich!) erfolgreich. *YEAH!* Danach leider nie aktiv gefahren und den Virus eine halbe Ewigkeit erfolgreich verdrängt - Bis er 2004 umso heftiger wieder ausbrach. Seitdem irgendwie unheilbar krank dem Moppedwahn verfallen... :-)
http://www.motorrado.de

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