Motorradurlaub Nordsee 2021

Wohin in Corona-Zeiten vor den Sommerferien, zwischen zwei Impfungen? In den Harz, die Eifel oder den Schwarzwald? Zum Bodensee, Richtung Ostsee oder mal eben fix zur Nordsee?

// >> Vorgeplänkel #BlaBla // >> Auf-gehts-Tour // Auf-zum-Meer-Tour // Schiffs-Tour // >> Leer-und-so-Tour // >> Küsten-Hopping-Tour // >> Rad-Tour //>> Zurück-in-die-Heimat-Tour // >> Tour-Fazit // >> Must-Have-Seens in der Region // >> Surf-Tipps // >> Karten-Material & Co //

 

Vorgeplänkel #BlaBla

Die Nerven liegen blank. Nicht nur bei uns, sondern auch bei X anderen Bundesbürgern, denn nach wie vor prägt dieses olle Virus unser Leben. Anders als im Vorjahr hangelt sich Deutschland von einem Lockdown zum Nächsten, ohne Aussicht auf Besserung. Nicht im Frühling und ebenso wenig im Frühsommer.

Erst relativ spät entscheidet sich, dass Reisen in Deutschland überhaupt wieder möglich ist, aber die Bundesländer zeigen sich sehr zögerlich. Hinzu kommt die Tatsache, dass wir einen Zeitraum zwischen zwei Impfungen abpassen müssen, ohne den zweiten Impftermin zu kennen.

Alle interessanten, einigermaßen bezahlbaren Mietobjekte sind schneller ausgebucht, als man eine Nacht drüber geschlafen hat. So reduzieren wir unseren 14-Tage-Urlaub kurzerhand auf eine Woche und buchen mittwochs, um bereits freitags loszufahren.

Unser Ziel: Bad Zwischenahn im Ammerland

Wollten wir eh schon lange mal hin, nachdem uns ein Biker-Kumpel diese urcoolen Sonnenuntergangsfotos geschickt hatte.

Obendrein ist das Örtchen schnell erreichbar: 170 Kilometer und ZACK, biste da!
Funktioniert auch locker nach Feierabend auf ’nem Freitag Nachmittag.

Endlich wieder Seeluft schnuppern!

 

Auf-gehts-Tour [Freitag, 11.06.2021]

Noch eben fix zur Apotheke bzw. DRK-Station zum Nase-Popeln und den negativen Corona-Test aufs Smartphone schicken zu lassen, denn den brauchen wir angeblich für den Check-in in der gebuchten Ferienwohnung.

Luxusproblem: Welche Moppeds dürfen mit?

Klare Favoriten für eine Motorradtour gen Norden wären ja XT und Street Twin. Aber, Erstgenannte streikt und little Twinny müsste im Laufe der Urlaubswoche zur Einfahrkontrolle. Nee, lass menn: zuviel Heck-Meck!
Ergo satteln wir Streety und Großkatze und rollen vom Hof.

Das TomTom Rider führt und macht seinen Job – man staune – ausnahmsweise mal gar nicht sooo schlecht.

Unsere Ferienwohnung

Unser kleines Ferien-Appartment erweist sich als Glücksgriff: Sie ist mit dem Nötigsten ausgestattet, liegt in der ersten Etage, hat eine coole Dachterrasse und der Vermieter ist voll gut drauf.

Praktischerweis darf man sich zum Selbstkostenpreis am großen Getränke-Kühlschrank im Erdgeschoss bedienen, aber Einkaufen ist auch kein Problem. Die nächsten Supermärkte sind nur 300 bis 400 Meter und die Stadtmitte (Rathaus) etwas über anderthalb Kilometer entfernt.

Das Ferienhaus liegt in einem ruhigen Wohngebiet am südlichen Ortsausgang und beherbergt vier kleine Ferien-Appartments.

>> www.kutscherschaenke.com (Wir bewohnten Fewo Nummer 3)
(auch buchbar über >> Booking.com)


Unsere Moppeds finden ein sicheres Plätzchen auf dem hauseigenen Parkplatz des Ferienhauses.

Bad Zwischenahn

… hat eine recht lange Einkaufstraße, die mit 20 Stundenkilometern befahren werden darf und um diese Jahreszeit ist’s kein Problem, abends einen Parkplatz auf der Amüsiermeile mit den vielen Restaurants zu finden.

Die meisten Lokale haben überdachte Außenterrassen. Je näher zum Kurpark, desto mehr knubbeln sich jedoch die Gäste.

Tipp: Im Ort könnt Ihr traumhafte Sonnenuntergänge bestaunen: Besonders gut gelingt dies am Schiffsanleger, am Steg beim Alten Kurhaus, im Ufergarten oder am Wasserturm.

Es ist spät und wir sind hungrig, drum fahren wir ausnahmsweise mal essen.
Unsere Wahl fällt auf die Pizzeria >> Ristorante Antonio Lava (antonio-lava.de)
(Die Pizza schmeckt, ist aber auch nix Besonderes.)

Mal-gucken-wo-wir-hier-gelandet-sind-Tour [Samstag, 12.06.2021]

Was ist hier los und was kann man machen?
Da wir’s gestern nicht mehr herausfinden konnten, holen wir’s heute nach und laufen, was die Schuhsohlen hergeben. Durch den Kurpark, durch die Läden und und und…

 
Im Ort kann man sehr nette Garten-Deko kaufen.
Leider keine Chance, eins der Teile per Mopped heil nach Hause zu transportieren.


Mainzelmännchen-Chef „Det“ ziert den Zwischenahner Kurpark

Wie man weiß, ist der Norden das reinste Leuchtturm- und Mühlen-Paradies. In Bad Zwischenahn steht unter anderem die 2012 erbaute Rügenwalder Mühle auf dem Gelände des Charlotten-Hofes an der Wiefelsteder Straße. Ein Foto davon haben wir nicht, also nehmt einfach das Folgende:


Ein Galerie-Holländer ziert den Zwischenahner Kurpark.

 
Historische Häuser in Bad Zwischenahn.

Am frühen Abend geht’s zum Burger-Essen im Magou Café-Bar-Ristorante (www.magou.de).
Irgendwie dauert’s ewig, bis man uns das Essen kredenzt und auf der Außenterrasse wird’s empfindlich kühl und zugig. Dafür schmeckt’s und die Bedienung ist gut drauf.

 

Auf-zum-Meer-Tour [Sonntag, 13.06.2021]

Oder sollten wir besser sagen, zur See?

Verkehrte Welt

Ja, im Norden ist halt alles ein wenig verdreht:
Das Zwischenahner Meer ist ein See, während die Nordsee eigentlich ein Meer ist; als Randmeer des Atlantischen Ozeans, sogar ein Echtes.


Zwischenahner Meer

Tourplanung? – Fehlanzeige! Immerhin zogen wir uns daheim noch auf den letzten Drücker den Bericht „Lat’n rull’n“ aus „Motorrad-Traumziele Deutschland 2 – Das Beste aus Tourenfahrer und Motorrad News“ rein.
Dort hieß es: „Wir stoßen auf die Kreisstraße zwischen Sillenstede und Waddewarden, die von den friesländischen Motorradfahrern als eine der kurvenreichsten Hausstrecken im Revier geschätzt wird.“
Hmmm… Haben wir ins Navi eingegeben, aber entweder nicht gefunden oder andere Erwartungen an „kurvenreiche Hausstrecken“?

Küste in Sicht!

Die Anfahrt auf Horumersiel ist die reinste Party für die Augen: Kurz vor dem Ort führt die schmale Piste direkt auf die Einbahnstraßen-Deichkrone und bietet einen gigantischen Ausblick!
(Ortsauswärtsfahrende müssen sich übrigens mit der Straße unterhalb des Deichs begnügen…)

  
Hoch oben auf der Deichkrone! *Hach-wat-schööön* *schwärm*

Das Wetter könnte besser gar nicht sein: nicht zu heiß, nicht zu kalt und dank der gerade erst gelockerten Corona-Beschränkungen steppt in Horumersiel der Bär. Schlimmer wird’s nur in Schillig: An der Einfahrt des Küsten-Campingplatzes stehen einlassbittende Wohnmobile Schlange und der Großparkplatz ist rappelvoll.

Für unsere Moppeds findet sich ein nettes Plätzchen in vorderster Front: direkt am Deich. Klar müssen wir einmal drüberlupfen!

Kostenlos an den Strand laufen? – Iss nicht. Hier musste latzen und das Riesenrad am Strand törnt uns mächtig ab. Echt lang nicht mehr hier gewesen…

 
In Schillig zahlt man sogar dafür, sich in den Pulk Sonnenhungriger einzureihen…

Schnell weg!

Der „Tourenfahrer“ empfahl einen Abstecher nach Neuharlingersiel, also versuchen wir’s dort mal.


Hier gibt’s sogar Motorrad-Parkplätze!


Auf den Rad-Parkplätzen stehen bereits Moppeds.
Und wie besagt doch gleich dieses ungeschriebene Gesetz? – Wo eins steht, stehen bald viele! 🙂

Kurz mal über den Deich gelukt, sind wir überrascht: Der Strand ist weitläufig und erfreulich menschenleer.

An der Fischbude am Parkplatz gibt’s Backfisch für 5 Euro.
Schmeckt er? – „Naja, iss nicht sooo schlecht, aber es gibt sicher Bessere“, meint Norby.

„Geh Du doch mal Schiffe gucken?“, schlägt er vor.
Kaum ums Eck gelatscht, offenbart sich die ganze Pracht des niedlichen kleinen Örtchens: Hübsche Kutter, Restaurants und Cafés und ein alternder Rocker beglückt das Menschenvolk mit gitarrenbegleiteten Rocksongs.

 
Neuharlingersiel: ein echt schnuckliges Hafenstädtchen!

Oh, eine Eisdiele! *lechz*
Zwei Bällchen mit Sahne kosten 5 Euro, aber sch… was drauf. Das Tüchs schmeckt irre gut!

Auf dem Rückweg findet das Navi erstaunlicherweise ein paar Kurven. Natürlich erst in sicherer Entfernung zu den Seebädern, denn die Meter dorthin sind so schnurgerade, als hätte sie ein Pedant mit einem Lineal in die Landschaft gezogen.

Spätestens bei Aurich lechzt’s uns nach ’nem Kaff. Das Eiscafé entpuppt sich als italienisches Restaurant und da es schon früher Abend ist, speisen wir gleich dort.
Die Mannschaft ist etwas verpeilt und die Nudeln könnten etwas mehr Pfiff vertragen, aber der Hunger treibt’s rein.
>> Michelangelo bei Rico in Großefehn (michelangelo-restaurant.business.site)

 

Schiffs-Tour [Montag, 14.06.2021]

Anders als daheim, wo unsere Leute aktuell mächtig schwitzen, ist’s heute im Norden schön warm, aber nicht zu heiß. Wie wäre es mal mit einer Schiffs-Tour?

Zunächst müssen wir uns aber testen lassen, denn zweimal pro Woche ist aktuell Pflicht.

Corona-Testzentrum Bad Zwischenahn

Das geht beispielsweise direkt im Corona-Schnelltest-Zentrum im Lesesaal der Wandelhalle am Kurpark. (>> Google-Maps-Link)

Blöderweise muss man vorab einen Termin buchen und googelt sich erstmal die Finger wund, da die Zwischenahner Webseiten die User von A nach B schicken. Hey, wie sollen das ältere Herrschaften hinkriegen?
>> www.bad-zwischenahn-touristik.de/corona/testzentrum

Hier geht’s direkt zur Termin-Buchung: >> www.ammerlandtest.de

Danach schlendern wir zum Schiffsanleger und sind so früh dran, dass wir einen der begrenzten Plätze auf dem Außendeck ergattern.

Eigentlich dachten wir, das Boot würde einfach rüber zur Nordseite des Sees schippern. Stattdessen tuckern wir langsam am Ufer entlang und lassen uns per Stimme vom Band mit diversen Infos beduseln.

Fahrgastschiffe Bad Zwischenahn

In Bad Zwischenahn verkehren zwei Fahrgastschiffe: Eins hat einen überdachten Außenbereich, das Andere ist komplett offen.

Blöderweise erwischten wir das halboffene Boot und dank der Beschattung zieht’s auf dem Rückweg wie Hechtsuppe.

Eine Schiffstour mit der „Weißen Flotte“ rund um den See dauert 70 Minuten und kostet 13 Euro. Die Boote fahren stündlich zwischen 11 und 17 Uhr.

Wer lieber selbst paddeln möchte, kann sich neben dem Schiffsanleger Tretboote, Elektro- oder Ruderboote mieten.

Nach der „anstrengenden“ Tour latschen wir Richtung Yachthafen-Residenz, von dort weiter durch den Park mit den merkwürdigen Kunst-Objekten und folgen der Beschilderung zum „Park der Gärten“ (www.park-der-gaerten.de).
Der Eintrittspreis ist uns allerdings „für mal eben schnell gucken“ zu hoch.
(Das Ticket kostet 12 Euro, „Begünstigte“ (wie Kurkarten-Besitzer) zahlen 10 Euro. Für die Abendkarte ab 16 Uhr werden 8 Euro fällig. )
Tipp: Ende Juli bis Mitte September könnt Ihr Euch übrigens am „Lichtzauber im Park“ erfreuen.


Die blauen Pfähle im Hintergrund des Parks sind Kunst. *Augenroll*
(Ja, wir sind bekennende Kultur-Banausen!)


Ok-ok: Lukt man das Loch dieses blauen Dings, ergibt sich eine interessante Perspektive…

Das Glück ist auf unserer Seite: So ergattern wir das letzte Plätzchen auf der Terasse des Restaurants >> „Zum Erdinger“ (www.erdinger-bad-zwischenahn.de) und finden es dort einfach saulecker!

Tipp: Wenn Ihr hier essen möchtet, solltet Ihr besser vorab reservieren. Außerdem sollte man im Hinterkopf haben, dass die Küche bereits um 20 Uhr schließt.

 

Leer-und-so-Tour [Dienstag, 15.06.2021]

Zunächst einmal cruisen wir mitten durch die Einöde, immer hübsch an der Jümme entlang und sehen so viele Kurven, wie die ganze restliche Woche nicht.
„Heizen“? – Iss nicht.
Immerhin befinden wir uns hier auf „Wirtschaftswegen“ *) und die sind halt so schmal, dass zwei aufeinandertreffende Dosenfahrer gut daran täten, sich vorsichtig aneinander vorbeizuschlängeln.
*) Landkartentechnich eine „K-Straße“ oder wie wir hier sagen würden: „Bauernweg“.

 
Störche! – Mehr Natur geht nicht…

Mehr oder weniger durch Zufall entdecken wir auf diesen bunten Turm mitten in der Pampa. – Sind wir gar auf der Storchenroute gelandet?
>> Storchenroute Jümme gelandet (www.juemme.de/freizeit/veranstaltungen/termin/storchenroute-der-samtgemeinde-juemme)

  
Storchen-Station mit Aussichts-Turm, mitten in der Pampa.


Rasenmäher…! 🙂

Just an dem Punkt, an dem die Jümme auf die Leda stößt, entfliehen wir der Idylle und nehmen Kurs auf Leer. Die Route führt uns direkt am >> Schloss Evenburg (evenburg.landkreis-leer.de) vorbei; allerdings fehlt uns die Muße, schon wieder anzuhalten.

Eigentlich wollen wir den alten Hafen bestaunen, aber eine Umleitung verhagelt uns den schönen Plan. Da es sich Richtung City staut, ignorieren wir die Navi-Ansagen: Bloß schnell raus aus der Stadt!

Emden + Greetsiel

Nächste Station: Emden.
Klemmen wir uns, da wir dort vor wenigen Jahren schonmal waren.

Schließlich soll es zum rot-gelb geringelten >> Pilsumer Leuchtturm (www.pilsumer-leuchtturm.de) in Krummhörn gehen.

Finden wir aber nicht, da das Navi nach der Zwangsumleitung tillt. So peitscht es uns durch eine Gegend, die jeden GS-Fahrer breit grinsen ließe: Der schmale Weg ist durch schwere Landmaschinen so ausgewaschen und zerfetzt, dass Grund zur Sorge besteht, Litte-Streety könnte jeden Moment in einem der kratergleichen Schlaglöcher versinken. *grusel*

Endlich zurück auf der Landstraße treibt die Navi-Tante ihre Nerverei auf die Spitze und trällert mir alle paar Sekunden „In 200 Metern biegen Sie links ab. Dann, wenn möglich, bitte wenden“ ins Ohr.
Also fix am Rädchen gedreht, um die Tussi stumm zu schalten und einfach mal klassisch nach Schildern fahren. Tatsächlich landen wir in Greetsiel, aber die dollen >> Zwillingsmühlen (www.greetsiel.de/sehenswuerdigkeiten/zwillingsmuehlen-greetsiel) können uns mal.

Voll angenervt zählt nur noch eins: Kaffee!
Den bekommen wir bei „Edeka Rah“, von dessen Außenterrasse wir unsere abgeparkten Moppeds im Blick haben. Praktisch, denn so können GoPro und Navi am Mopped bleiben.

Café Edeka Rah

Das Cafe hat ein interessantes Konzept:
Wer etwas in der Bäckerei kauft, bekommt einen Bon, auf der ein Code für die WC-Nutzung aufgedruckt ist. So weit, so gut.
Spannend wird’s, wenn man dort tatsächlich vorstellig werden möchte, denn am Eingang findet sich weit und breit kein Terminal zur Eingabe des Ziffern-Codes. Wie kommt man da rein?

Das Geheimnis: Am Griff der Außentür sind winzige Erhebungen eingestanzt. Der obere Pin steht für die 0 – die unteren dann von links nach rechts für die Ziffern 1 bis 4.

Falls es Euch mal dorthin verschlägt: Viel Erfolg! 🙂

Einen Besuch in Norddeich klemmen wir uns und füttern das Navi mit einer neuen, alternativen Route. Auf dem weiteren Weg passieren wir den >> See „Großes Meer“ (www.grossesmeer.de) und sind entzückt: alles sehr gepflegt hier.


Sehr sauber und aufgeräumt am „Großen Meer“.

Großes Meer

Das „Große Meer“ in Südbrookmerland ist der größte Binnensee Ostfrieslands und ein echtes Wassersport-Paradies:
An der >> Surfschule (www.grosses-meer.surf) könnt Ihr Windsurf-, Stand-up-Paddling- oder Segel-Kurse besuchen oder das entsprechende Material buchen. Selbst der „neueste, heiße Shice“, Wing-Surfen, ist möglich. (>> wing-surfing.de)

Darüber hinaus gibt’s einen Kanu-, Tretboot- und Rad-Verleih (inklusive E-Bikes).
Wer mag, paddelt mit dem Kanu bis nach Emden oder bucht eine kombinierte Fahrrad- und Kanu-Tour.

Ihr findet das „große Meer“ 17 Kilometer nördlich von Emden und knapp 27 Kilometer von Greetsiel entfernt. Zirka sieben Kilometer südlich liegt übrigens das „kleine Meer“.

Nachdem einem netten Stückchen über die >> Fehn-Route (www.deutsche-fehnroute.de/unsere-fehnroute) mit ihren weißen Klappbrücken und idyllischen Windmühlen, landen wir in Uplengen-Remels und lassen uns in der „Pizzeria Roma“ nieder. (Hieß das Lokal beim letzten Mal nicht „Urfa-Grill“?)
Das Essen schmeckt nach wie vor und passenderweise kann man direkt vor der Außenterrasse parken.

Fehn

Schreibfehler? – Nö. Fehn haben nix mit diesen zarten Fabelwesen gemein. Stattdessen stamm der Begriff aus dem Niederländischen: veen = Moor.
Die Moor-Landschaft im Fehn-Gebiet ist geprägt durch viele Kanäle, weiße Klappbrücken und niedliche Häuschen direkt am Wasser.

 

Küsten-Hopping-Tour [Mittwoch, 16.06.2021]

Dangast

Nach einem einstigen Anti-Erlebnis zieht uns eigentlich nix mehr nach Dangast. Aber hat nicht jeder eine zweite Chance verdient?

Diesmal fahren wir durch bis zum Alten Kurhaus. Wenn wir’s richtig gesehen haben, ist die Durchfaht an Sonn- und Feiertagen verboten.
Da es uns nicht anspricht und wir eh keine Kuchen-Fans sind, halten wir lieber am Strand-Parkplatz.

Aktuell wird um den Strand herum schwer gebaut.

 
Aber die Sicht auf Wilhelmshaven HAT was!

Butjadingen

Weiter geht’s über Varel-Hafen Richtung Butjadingen. Tatsächlich ist die erste Teil-Etappe gar nicht sooo übel, aber auch hier verlaufen die letzten Kilometer bis zum Strand schnurgerade. Zum Glück ergattern wir den letzten Stellplatz auf dem großen Parkplatz direkt hinter dem Deich. (Hier ist übrigens auch eine Corona-Test-Station).

Nach erfolgreicher Deich-Erklimmung per pedes müssen wir erkennen, dass man auch mit den Moppeds hoch gekonnt hätte. Über den schmalen Weg erreicht man den Campingplatz, das Schwimmbad >> „Nordseelagune“ (www.butjadingen.de/nordseelagune) und wer mag, fährt von dort aus weiter ins nächste Seebad, nach Fedderwadersiel.

 
Butjadingen

Kaffee-Zeit!

Richtung Landesinnere entdecken wir kurz vor dem Ortsausgang das >> Restaurant „Käp’ten Hook“ (www.kaeptn-hook.de).
Das Restaurant hat einige wenige Parkplätze und Süppchen und Eis sind ausgezeichnet.

Die dort neu eingetippte Route hält nicht wirklich, was sie versprach: zu breit, zu voll, zu öde.

Zurück in Bad Zwischenahn, kehren wir erneut im >> „Zum Erdinger“ (www.erdinger-bad-zwischenahn.de) ein. Btw: Die Käse-Spätzle sind einfach endgeil! *ganz-breit-grins*

 

Rad-Tour [Donnerstag, 17.06.2021]

Heute klettert das Thermometer selbst hier im Norden auf hochsommerliche 31 Grad.
Da die Region motorradtechnisch keine Highlights bietet, satteln wir heute mal um.

Fahrräder leihen in Bad Zwischenahn

Eigentlich ist „Reins“ ein Schuhladen, vermietet aber auch Räder. Das ist insofern praktisch, als man die Drahtesel während der Laden-Öffnungszeiten anmieten kann.
Die Rückgabe ist auch nach Ladenschluss um 18 Uhr möglich (22 Uhr).

Die Anmietung geht fix: Gästekarte vorzeigen und man bekommt die Räder ohne Schreibkrams, Kaution oder Hinterlegung von Ausweis-Papieren.

Unsere Leih-Räder machen einen hochwertigen Eindruck und sind einwandfrei in Schuss.

>> web.reins-bikes.de/Startseite

Wir radeln im Uhrzeigersinn um den See und es geht größtenteils schattig durch den Wald.


Großartige Ausblicke rund um den See!

Erstaunlicherweis finden sich auf der Strecke tatsächlich ein-zwei-drei kleinere „Steigungen“, die ungeübten Menschen etwas zu schaffen machen könnten, aber insgesamt zeigt sich der 12-Kilometer-Rundkurs sehr entspannt.


Auch an der Nordspitze des Zwischenahner Meers, in Dreibergen, ist es sehr idyllisch.

  
Plätze, die man wohl nur zu Fuß oder mit dem Drahtesel entdeckt…


Ein Hauch von Cote-d’Azur!

 
Parks bauen können sie ja hier!

Noch so früh am Tag – was tun?

Radeln wir halt nochmal anders herum um den See?

Kurz beim >> Fährkroog Dreibergen (sites.google.com/view/faehrkroog-dreibergen/startseite) Kaffee und Süppchen inhaliert
und zurück nach Bad Zwischenahn, um die Räder zurück zu geben.

Letzter Tag. Wo essen wir? – Lass uns doch mal zum Griechen.
>> Restaurant Zorbas (zorbas-zwischenahn.de)
Das Essen schmeckt uns hervorragend. Nur das Drumherum ist uns irgendwie zu hektisch…

 

Zurück-in-die-Heimat-Tour [Freitag, 18.06.2021]

Papenburg

Zunächst peilen wir das hübsche Städtchen Papenburg an, wo es uns einst sehr gut gefallen hat.

  
Schiff „Friederike von Papenburg“ steht noch!


Wunderschönes Papenburger Rathaus.

Sögel

Bei Sögel staunen wir nicht schlecht, als wir ein völlig surrealistisches Konstrukt passieren: die frisch errichtete >> rumänisch-orthodoxe Holzkirche (www.forum-soegel.de/information/2020/10/holzkirche-in-soegel-macht-auf-sich-aufmerksam)!
Nachträglich ärgern wir uns sehr, dort nicht den Anker geworfen zu haben, aber irgendwie trieb uns der Kaffee-Durst weiter…

Haselünne

Nächster Halt: Haselünne, wo wir am Marktplatz im >> Café-Bistro „Zur Ziegentränke“ landen. Leider gibt’s hier weder Eis noch „irgendwas mit Brötchen“, also begnügen wir uns mit Getränken.

Grüner Jäger, Lingen

Von dort steuern wir den >> Grünen Jäger in Lingen (www.grünerjäger.de) an.

Ob wir es jemals schaffen werden, dort zu speisen? – Keine Ahnung!
Diesmal sind wir jedenfalls viiiel zu früh dran, denn die Küche öffnet erst um 17 Uhr. Corona sei Dank herrscht tummelt sich allerdings schon jetzt – gegen 15 Uhr – Personal im Lokal und man kredenzt uns zumindest einen frisch aufgebrühten Kaff. Ob der immer so teuer war? – Egal!

  
Gemütlicher Biker-Treff „Grüner Jäger“ in Lingen an der Ems.

Am späten Nachmittag trudeln wir in unserer Heimat ein und erklären unseren Urlaub offiziell als beendet. Schade irgendwie.

 

Tour-Fazit

Ich liiiebe den Norden, auch wenn er fahrtechnisch nicht allzuviel zu bieten hat.

Eine Woche hat sieben Tage. *Hört-hört-welch-Überraschung!*
Und eigentlich ist eine Woche ruck-zuck rum. Allerdings kam uns die Tour-Woche vor, wie eine gefühlte Ewigkeit, so dass wir absolut tiefenentspannt in unsere Heimat zurückkehrten. *So-muss-das!*

Woran es liegt? – Weiß man nicht.
An diesem langgezogenen „Moin“? Oder an dieser völlig relaxte Art der Ureinwohner, die wir einfach heiß und innig lieben?

 

Must-have-Seens in der Region

Spaß am und rund ums Wasser

Kuriose Orte

Im Norden findet Ihr kuriose Orte. Hier einige Beispiele:

  • Russland meets Amerika (bei Friedeland). Ein zweites „Amerika“ liegt übrigens in der Nähe von Garel.

     
    Amerika und Russland friedlich vereint…

  • Den Nordpol findet Ihr in Wiefelstede.
    Falls Ihr noch nie dort wart, habt Ihr übrigens nix verpasst!

  • Ekel ist ein Ortsteil von Norden

  • (Das) Paradies befindet sich in Elsfleth,

  • Sibirien liegt in Butjadingen und

  • das Morgenland findet man in Stadland.

Action

Kuriose Übernachtungsmöglichkeiten

Von April bis Oktober kann man in Schillig direkt oben auf dem Deich einen der acht weiß-blauen Nordsee-Karren mieten. Jede Unterkunft ist von einem kleinen Garten umgeben und ein Strandkorb gehört ebenfalls dazu.


>> www.wangerland.de/wangerland/ukv/house/Horumersiel-Schillig-Ferienhaus-NordseeKarren-GER00020060521841913

In Dangast, Schillig, Otterndorf oder Bensersiel könnt Ihr in Schlafstrandkörben übernachten.
>> www.die-nordsee.de/schlafstrandkorb

Weitere witzige Übernachtungsmöglichkeiten findet Ihr hier:
>> www.die-nordsee.de/besondere-unterkuenfte

Surf-Tipps

 

Karten-Material & Co

 

 

Susy
Geboren "Anno Pief", im zarten Alter von vierzehn mit dem Mopped-Fieber infiziert und eine gefühlte Ewigkeit um den Moppedschein gekämpft: Mit 16 zunächst an der unendlichen Macht ihrer Ernährer gescheitert, mit 18 dann endlich erfolgreich durchgesetzt. *YEAH!* Danach leider nie aktiv gefahren und den Virus erfolgreich verdrängt, bis er 2004 umso heftiger wieder ausbrach. Seitdem unheilbar krank dem Moppedwahn verfallen. :-)
http://www.motorrado.de

Schreibe einen Kommentar

*

Top