Ausprobiert: Kurventraining beim FSZ Grevenbroich

oder: Im Dunkeln ist gut munkeln!

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>> Kurventraining: Vom Blümchenpflücker zum Rennfahrer? // >> Die kleine BMW G 310 R // >> Danke! //

Kurz vor dem geplanten Kurventrainingsevent (6. April 2018) ist großes Zittern angesagt: Nicht nur vor Kälte.
Noch wenige Tage zuvor, am Oster-Wochenende, entfleucht dem Himmel hier und da die ein oder andere Schneeflocke.
Die Spannung steigt: Wird es am Freitag tatsächlich schneefrei sein?


Angst zu frieren? Einige Trainingsbesucher hatten da wohl vorgesorgt…

Nicht weniger spannend die Frage, ob mein neues Motorrad rechtzeitig geliefert wird. – Wird es nicht.
Dafür kriegt der Frühling im letzten Moment die Kurve und lukt um die Ecke.
Trainieren bei 13 sonnigen Grad. Was will man(n/Frau) mehr? *tschakka!*

Prima, also den dicken Pelz aus der Moppedhose geknöpft und mein vierrädriges Vehikel gestartet, das sich nach all den elendigen Kurzstrecken ungemein freut, auf der Autobahn die Sporen zu kriegen.

Ohne Mopped zum Motorradfahren zu starten ist eine echte Herausforderung!

Vor dem Start fragst Du Dich tausendfach: „Hab ich wirklich an alles gedacht?
Moppedhelm, Handschuhe, Kröte, Motorradhose- und -jacke, Halstuch, Stiefel, Unterzieh-Handschuhe und einen Pulli, falls es abends frisch wird…

Und Du erwischt Dich, wie Du unzählige Male kontrollierst, ob tatsächlich alles im Kofferraum gelandet ist. 😉

Das Fahrsicherheitszentrum (FSZ) außerhalb von Grevenbroich liegt knapp 130 Kilometer von uns entfernt. Eigentlich ein Katzensprung und dank der arbeitnehmerfreundlichen Trainingsbeginns (18 Uhr) auch für Berufstätige gut zu schaffen. Wer – wie meinereiner – einmal quer durch den Ruhrpott muss, plant besser einen großzügigen Zeitpuffer ein. Daher lieber mal einen halben Tag Urlaub eingereicht, um direkt nach dem Mittag durchstarten zu können.

Gut so, denn kaum auf der Bahn, heißt es Nerven lassen. Nach zweieinhalb Stunden SlowMo stehe ich entnervt auf dem riesigen Parkplatz des FSZ und bin reif für ’nen Kaffee.
Also fix aus dem Wagen gehüpft und eine Tränke gesucht. Letztere ist unübersehbar: das >> Jedermann-Restaurant ist im Erdgeschoss des FSZ-Gebäudes angesiedelt.

Meinen Latte Macchiato genieße ich auf der angeschlossenen Terrasse und lasse meine Nase von der Sonne kitzeln.
Langweilig wird es kaum: Von der Terrasse lässt sich sehr gut ein kleiner Teil des Geländes einsehen, auf dem heute eine Gruppe Lotus-Fahrer ihre Runden dreht.


Alles so schön bunt hier!
Die Moppedfahrer kommen – die Lotus-Freaks gehen…

Im Jedermann-Restaurant kann man bis zum frühen Nachmittag aus einer Speise- oder Snack-Karte auswählen; später nur noch von Letzterer.
Die Preise sind fair und der bestellte Veggie-Wrap überrascht mich positiv: ein riesiges, gut gefülltes Teil für 4,90 Euro.
Schnitzel- und Wurstbrötchen sehen ähnlich mächtig aus.
Für den süßen Zahn ist ebenfalls gesorgt: Neben Kuchen lockt auch eine Eistruhe.

Netterweise leiht mir das FSZ heute ein Motorrad. Mit seiner Auswahl – der kleinen BMW G 310 R – hat Cheftrainer Ralf Berlin voll ins Schwarze getroffen:
Die Kleine fand ich immer schon niedlich und als Trainer Markus die Maschine aus den FSZ-Katakomben hinauffährt, freu mich wie ein kleines Kind:
Vor mir steht ein nagelneues Gefährt mit gerade mal 82 Kilometern auf dem Tacho! *WOW!*


Ein Mopped zum Verlieben:
die bildschöne Bonsai-BMW (G310R) in meiner persönlichen Traumfarbe.

Um 17 Uhr heißt es, Ausschau nach dem Gewinner unseres >> Kurventrainings-Gewinnspiels zu halten.

Moment mal…
Wieso Gewinner? Gab es nicht eigentlich eine GewinnerIN? – Yepp, wohl wahr!
Leider war Karina kurz zuvor schwer erkrankt und noch nicht fit genug, um Motorrad zu fahren. Daher sprang kurzfristig ihr Vater Achim ein.

Meine ursprüngliche Sorge, Achim auf dem – mir vorab unbekannten – großräumigen Gelände zu verpassen, war völlig unbegründet:
Das FSZ-Gebäude grenzt direkt an den großen, aber dennoch übersichtlichen Parkplatz und im beziehungsweise auf der Terrasse des Restaurants sollte es ein Leichtes sein, sich zu finden.

Warum sich deswegen vorab Sorgenfalten auf meiner Stirn abzeichneten?

Na, immerhin war vorab zu lesen, dass das FSZ in Grevenbroich das größte und modernste Fahrsicherheitszentrum Nordrhein-Westfalens sei und sich das
>> Trainingsgelände über 120.000 Quadratmeter erstreckt. Das sind immerhin knapp 17 Fußballfelder!

Unter anderem gibt’s dort eine Kreisbahn, eine Gefäll-/Steigungsstrecke und eine ein-komma-drei-Kilometer-lange Handlings-Strecke.
Natürlich wurden auch Gleitflächen für Pkw installiert.

Aber keine Sorge: Anlässlich des Mopped-Trainings sind Letztere mit Pylonen umkreist!
(Besser iss das! Denn „Fahr dort nicht hin“ funktioniert ähnlich gut wie „denke jetzt nicht an rosa Elefanten“!)

Kaum sitzen Achim und meinereiner cappuccino-schlürfend auf der Terrasse, trudeln nach und nach die ersten Teilnehmer ein. Dabei meldet sich jeder zunächst bei der freundlichen Mitarbeiterin im kleinen Vorraum der Eingangshalle an und erfährt, an welchem Tisch sich welche Gruppe sammelt.
(Neben unserem Kurs, dem „Kurventraining Level 1“ findet heute auch ein „Knieschleifer-Kurs“ statt).

 
Kurventraining-Gewinner Achim aus Moers voller Vorfreude.

Punkt 18 Uhr sammelt unser Trainer alle Teilnehmer ein, führt uns in einen der angrenzenden Seminarräume und erzählt ein wenig über sich.

Markus Geibel, ein Saarländer, den es vor Jahren mal ins Rheinland verschlagen hat, ist im wirklichen Leben Fahrlehrer.
Erster Eindruck: Sehr unterhaltsamer Typ mit Schalk im Nacken, gutem Namensgedächtnis und Turbosprech-Lizenz!

Markus Arbeitgeber ist die >> Fahrschule Hoffmann aus Grevenbroich (www.fahrschule-hoffmann.de).

Die Fahrschule bietet unter anderem „2Rad7“ an, eine Motorrad-Ausbildung in nur 7 Tagen.
Bei wird vormittags Theorie gepaukt und nachmittags gibt’s Fahrstunden auf dem Mopped.
Dabei begleiten die Fahrlehrer selbstredend standesgemäß auf dem Bike…

 
Fahrerlehrer-Trainer-Mopped…

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde heißt es direkt: „Hopp, auf den Bock!“
Vorab kann sich jeder Teilnehmer auf der Essens- und Getränkekarte für die Pause eintragen, die gegen 19:45 Uhr geplant ist.

Super: Kein ausschweifendes, einschläferndes Theorie-Gelaber im Seminarraum: So mag ich’s!

Start your engines: Auf zur Station 1

An unserer ersten Station angekommen, gibt’s nach dem Abparken der Moppeds einen kleinen Happen Theorie, praktisch vorgeführt vom Trainer.


Wie sitze ich korrekt auf dem Mopped? Worauf muss ich achten?

DIE Chance für Raucher, ihrem Laster zu frönen.
Kippen-wegwerfen ist natürlich streng verboten. An jedem Modul stehen jedoch überdachte kleine Häuschen, deren Außenwand jeweils ein Ascher ziert.

Anschließend wandern wir los: Streckenbegehung mit weiteren Erläuterungen.


Streckenbegehung: Wo ist der Bremspunkt? Wo der Scheitelpunkt?
Was iss’n das überhaupt und wo lenke ich warum ein?

Aufgeteilt in zwei Gruppen machen wir uns ans Kurvenbezwingen:
Eine Gruppe steht oben am Modul, „lästert“ (wie der Trainer sagt) und lernt aus den Fehlern der anderen, während die zweite Gruppe lustig ihre Runden dreht.

Auf der Piste geht’s zunächst eine Linkskurve bergrauf und schließlich eine Linkskurve bergab.
Anschließend noch einmal andersherum: Rechts bergrauf und rechts bergab.

Dabei unterstützt uns Markus, indem er von Runde zu Runde Pylonen hinzufügt oder so umstellt, dass wir unsere Linie korrigieren müssen.
Alles mit dem Ziel, dass letztendlich jeder von uns seine ideale Kurvenlinie findet.

Kurenfahren bis zum Schwindligwerden…

Als beide Gruppen durch sind, ist’s bereits Zeit für die Pause. Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht!

Wir fahren zurück zum FSZ-Gebäude. Kaum sitzen wir am Tisch, wird das bestellte Essen serviert. Perfektes Timing!

Während des Speisens gibt’s lockere Theorie zum Thema „Motorradsicherheit“.
Keine Ahnung, wie Markus das macht: Irgendwie schafft er’s, zeitgleich zu kauen und uns mit weiteren Infos zu versorgen, ohne mit vollem Mund reden zu müssen. Grandios!

Fünfzehn Minuten später geht’s trödelfrei weiter im Programm.



Nach der Pause dämmert es bereits. Noch ist Achim – seines Zeichens übrigens ein sehr sehr Netter! – guter Dinge.

Station 2 im Flutlicht-Zauber

Unsere zweite Station glänzt mit unzähligen, steigungsfreien Kurven: Links, rechts, weit und eng.

Kaum sind wir angekommen, ist es – schwups – mit einem Mal so, als hätte jemand den Lichtschalter ausgeknipst.
Dafür verbreitet das Flutlicht eine mystische Atmosphäre.

Eigentlich bin ich ja so gut wie nachtblind und staune:
Die künstliche Beleuchtung reicht selbst mir Blindfisch völlig aus und ich habe zu keiner Zeit das Gefühl, im Dunkeln zu tappen…

Erste Aufgabe: Kurven mit unterschiedlichen Radien fahren.
Dabei wechseln sich schnelle und langsame Streckenabschnitte in schönen Links-rechts-Kombinationen ab.
Während wir uns dort schwindlig fahren, beäugt Markus unser Treiben mit Argusaugen. Gibt’s was zu verbessern winkt er den ein oder anderen kurz zu sich heran.

   
„Wir müssen reden!“- Zwischendurch immer wieder Erklärungen von Trainer Markus

Zweite Aufgabe: Kehren fahren
Die grundsätzliche Strecke bleibt, wird aber erweitert. An zwei Punkten steckt unser Trainer mit Pylonen enge Kehren ab. Einmal links, einmal rechts herum.
Dabei baut er sich an einer der beiden auf und gibt Hilfestellungen.

Das Schöne: Jeder kann, keiner muss und hat verschiedene Möglichkeiten, Kurven zu üben.

 
Unser Trainer fährt uns den Parcours vor. Wir machen’s nach. Oder versuchen es zumindest.
Irgendwann ist’s dann auch mal vorbei mit Konzentration…

Dritte Aufgabe: Bremsen in Schräglage
Dabei soll in der Kurve gebremst und gleichzeitig so „gegengedrückt“ werden, dass keine Unruhe in der Maschine aufkommt.


Zu schnell für diese Welt und die Kamera: unser Trainer in „action“

Zum Abschluss folgen wir Markus noch einige Runden über den Platz und schon geht’s zurück zum Parkplatz.
Wie jetzt? Tatsächlich ist’s bereits 21:45 Uhr. Unglaublich, wie schnell die Zeit vorbeiraste!


Husch-husch, zurück in den Seminarraum

Es naht die Stunde der Wahrheit, denn Markus will wissen: „Was war gut? – Was war schlecht?“
Ein Blick in all die zufriedenen, teilweise aber auch erschöpften Gesichter lässt ihn sicher ahnen, dass er heute nix zu befürchten hat…

Eben noch fix die Teilnehmer-Urkunden verteilt und fix zurück nach Haus.


Bestanden! 😉 Achim – unser strahlender Gewinner-Vertreter mit seiner wohlverdienten Urkunde.


Bye-bye – Helmschrank-Wächter

Hat das Training was gebracht?

Eigentlich hatte ich mir erhofft, mich beim Kurventraining im geschützten Raum schnellstmöglich an mein neues Mopped zu gewöhnen.
Klappte mangels rechtzeitiger Motorradlieferung so nicht.
Dafür weiß ich nun, wie die Bonsai-BMW tickt und in welchem Gang sie sich im Kurvengewimmel am vorteilhaftesten bewegen lässt. – Somit Ziel erreicht!

Tatsächlich habe ich eine Menge Neues gelernt:

  • Zu aufrecht auf ’nem Mopped zu sitzen, ist spätestens dann hinderlich, wenn’s dazu führt, dass man mit durchgestreckten Armen auf dem Bock hockt.
    Abhilfe: Auf der Sitzbank weiter nach vorn rutschen und Oberkörper neigen.
    Fazit: Mit angewinkelten Armen lässt es sich tatsächlich noch ’nen Tacken leichter durch die Kurven zirkeln!
    Auf der kleinen BMW führte dies allerdings zu einer – für mich – sehr unbequemen und unnatürlichen Sitzposition. Vielleicht doch nicht das optimale Mopped für meinereiner…?

  • Mit der Zeit schleichen sich tatsächlich irgendwelche Marotten ein.
    Spätestens beim Training fallen jene welche auf…
    Fazit: Auch wenn sich die Kurven flüssig anfühlen, funktionieren sie weiter außen angefahren noch einen Tick besser!

  • Kopf hoch und lächeln!
    Kannte ich bereits von anderen Trainings, wurde mir heute aber erneut bewusst:
    Klappt’s mal wieder nicht so, wie eigentlich gedacht, neige ich dazu, mich über mich selbst zu ärgern. Und das mit wachsender Begeisterung! – Hilft aber nicht:
    Denn wer grimmig dreinschaut, fährt umso verkrampfter…
    Tipp: Probiert’s mal aus, hilft ungemein!

  • Mit sehr engen Kehren stehe ich nach wie vor auf dem Kriegsfuß:
    Das Leih-Mopped kann nix dazu, denn das war klein, leicht und wendig. Den Trainer trifft schonmal GAR keine Schuld:
    Er hat wirklich sein Bestes gegeben, sich wie irr verrenkt und ist herumgehüpft, damit ich beim Anfahren der Kehre verdammt nochmal richtig schaue.
    Nutzt aber nix, wenn der Kopf nicht (mehr) so weit rumgeht, wie er sollte und von dieser blöden Felswand-Stellvertreter-Pylone einfach eine magische Anziehungskraft ausgeht. Das verhält sich wohl ähnlich wie mit dem Bordstein, dem man beim Wenden im allerletzten Augenblick noch einen winzigen Moment Aufmerksamkeit schenkt, weil man (Frau) dem „Braten“ nicht traut…
    Sorry, Trainer Markus, das ist reine Kopfsache – da kann selbst der allerbeste Trainer nicht gegen an!

Konnte auch Achim noch etwas lernen?
Unser Gewinner-Vertreter Achim, ein junggebliebener 61-jähriger hat erst mit 40 seinen Motorradführerschein gemacht. Mittlerweile fährt er nur noch selten, war jedoch früher unter anderem in den Alpen unterwegs. Beim Training machte er – im Gegensatz zu vielen anderen – offenbar intuitiv alles richtig, so dass Trainer Markus ihn nicht korrigieren musste. Über das Kehrenfahren hat er eigentlich nie nachgedacht. Durch das Training hat er allerdings gelernt, sie noch enger und kontrollierter zu fahren.

Und sonst?

Ganz klarer Fall:

Motorradtraining ist kein Ponyhof!

Vier Stunden volle Konzentration am Abend ist kein Pappenstiel:
Morgens früh raus, einen halben Tag arbeiten, zweieinhalb Stunden Staufahren, vier Stunden Training, anderthalb Stunden zurück Richtung Heimat und gegen 0 Uhr zu Haus.
Ein langer Tag, dafür jedoch 32 erfahrungsreiche Kilometer!

Das Gefühl, dass es tatsächlich etwas gebracht hat und all die netten Leute machten die „Strapazen“ aber allemal wett.

Unsere zehnköpfige Gruppe war buntgemischt: Vom Führerschein-Frischling bis hin zum erfahrenen 40.000-Kilometer-pro-Jahr-Fahrer war alles dabei.
Allesamt sehr sympathische, gutgelaunte teilweise echt witzige Zeitgenossen, mit denen es das reinste Vergnügen war, seine Freizeit zu verbringen.

Trotz aller Anstrengung, bin ich ein bekennender Motorradtrainings-Fan:
Es gibt mir nach der Winterpause nicht nur ein gutes Gefühl, sondern beschleunigt das Wachrütteln der eingerosteten Knochen.
Davon ab lerne ich unheimlich gern dazu, denn das Schöne ist: Von jedem Training nimmst Du irgend etwas mit!
Wie heißt es doch so schön? „Wer aufhört besser sein zu wollen, hat aufgehört, gut zu sein!“

Letztendlich steht und fällt alles natürlich mit dem Trainer. Dank seines sonnigen Gemüts und seiner unkomplizierten, witzigen Art war Markus ein echter Glücksgriff!

Kritik?

Ja, gibt es auch!

Super funktionierendes Fluchtlicht hin oder her:
Für meine Verhältnisse war die Trainingszeit (18 – 22 Uhr) angesichts der frühen Jahreszeit – immerhin haben wir gerade mal April! – zu spät angesetzt.

Okay, wir hatten Glück:
13 Grad am Tag ist zwar noch ein Stück weit vom Bikini-Wetter entfernt. So es sich abends aber nicht ganz so krass abkühlt, ist es zum Trainieren eigentlich ideal.
Als wir im zweiten Teil helm- und handschuhlos den Worten des Trainers lauschten, war es allerdings schon ein wenig frisch um die Ohren.
Ich möchte nicht wissen, wie es sich bei – um diese Jahreszeit nicht seltenen – niedrigen, einstelligen Temperaturen oder gar bei Regenwetter anfühlt…

Kurventraining: Vom Blümchenpflücker zum Rennfahrer?

Nö, definitiv nicht!
Wer vorab mit seinem Mopped die Kurven zuparkt, kehrt sicher nicht als Katja Poensgen heim.

So einfach ist das nicht. Es sei denn, Du bist ein supersportliches Naturtalent…

Aber mit jedem Training lernst Du dazu und mit jedem Fahrkilometer wirst Du ein Stückchen sicherer.

Ich persönlich habe schon häufig Motorradtrainings besucht. Als Spät-Wiedereinsteigerin hatte ich die allerersten auch bitter nötig…
Mittlerweile sind die Zeiten, in denen ich mein Mopped um die Kurven schob, um anschließend vor Scham fast im Boden zu versinken, glücklicherweise vorbei.
Eine Rennfahrerin werde ich aber niemals werden. Dafür fehlen mir die Gene. Und noch immer kommen selbst Fahranfänger aus dem hügeligen Süden weitaus geschmeidiger ums Eck als ich steife Krücke. Macht aber nix: Nach viel Überei und vielen tausend Fahrkilometern begleitet mich heute Kurvenspaß statt Anspannung und solange ich im „Flow“ bin, ist’s mir egal, was risikoschwangere Heizer vor oder hinter mir von mir denken!

Hast Du ein Problem, die Kurven rund zu kriegen?

Besuche ein Training!

Das FSZ Grevenbroich hat ein ungewöhnlich großes Angebot und hält für jede(n) ein passendes Training bereit.
>> Zur Kursübersicht (www.fsz-grevenbroich.de)

Denkbar wäre beispielsweise folgende Kombination:

1. >> Intensiv-Training (übrigens auch buchbar >> speziell nur für Frauen!)
2. >> Kurventraining Level 1
3. Aufbau-Kurs: Denkbar wäre zum Beispiel ein >> Kurventraining Level 2 bis 4 .
Oder wie wäre es mit einem >> Schräglagentraining mit dem Ausleger-Motorrad?
Vielleicht ist aber dann auch ein >> Perfektions-Training genau das Richtige?

Julia von „Maedchenmotorrad.de“ war bereits dort und erzählt Euch, wie es ihr dabei ergangen ist:
>> „Ein affengeiler Tag beim ADAC“ (www.maedchenmotorrad.de) <= sehr lesenswert!

Wer gerade kein Motorrad hat, muss übrigens nicht warten, bis er endlich eins hat.
Bei folgenden Trainingsformaten könnt Ihr ein BMW-Motorrad zum Kurs hinzubuchen:

PS: Die „kleine“ BMW „G 310 R“

Bereits auf den ersten Metern mit beziehungsweise auf der kleinen BMW staunte ich Bauklötze:
Für einen Winzling mit 313 Kubik ist der Einzylinder sehr quirlig und zieht für seine schlappen 34 PS verdammt gut.

Besonders beeindruckend, dass ihr die Macher – im Gegensatz zur F800R – eine butterweiche Kupplung verpasst haben.
Knöcherndes-hakeliges Getriebe wie bei ihrer großen Schwester? – Fehlanzeige!

Mit niedriger Sitzbank erreicht das Maschinchen eine Höhe von 770 Millimeter. Für mich ideal – bequem zudem!
Und anders als bei meiner alten Maschine (der F 800 R) sind die Fußrasten beim Aufstellen der Füße nicht im Weg.
Nur das Ausklappen des Seitenständers ist gewöhnungsbedürftig, da der Pinöppel etwas versteckt montiert ist.

Fazit: DAS ideale Spaß-Mopped, um „mal eben“ eine kleine Tour um den Block zu drehen! 🙂

DANKE!

Das FSZ Grevenbroich hatte Norby und mich zu einem Kurventraining nach Grevenbroich eingeladen.
Da sich Norbys Lust auf Motorradtrainings in Grenzen hält, durften wir den zweiten Platz netterweise über unsere Webseite verlosen.
Herzlichen Dank, liebe Leute vom >> FSZ Grevenbroich: Das Kurventraining hat mir ein megabreites Lächeln ins Gesicht gezaubert!

Vorsorgliche Botschaft an alle Nörgler, Neider, etc. :
Nein – ich bin NICHT bestechlich!
Ob eingeladen oder selbst finanziert, tue ich auf diesen Webseiten ausschließlich schonungslos meine persönliche Meinung kund.
Ohne Rücksicht darauf, wem auch immer das gerade in den Kram passt oder auch nicht! 🙂

Welche Motorradtrainings haben Euch begeistert?

Wir freuen uns über jegliche Anmerkungen und Kommentare!

In eigener Sache:

Lieber Detlef,
Deines Zeichens Besitzer des wunderschönen grünen „Fell-Moppeds“ auf dem Bild ganz oben…

Vielen lieben Dank für den „Kaffee“ – Wir haben uns riesig darüber gefreut! 🙂

Wir haben die ganze Woche lang vergeblich versucht, Dich anzumailen, um uns persönlich zu bedanken und Dir das Foto in Originalgröße zuzusenden.
Leider ohne Erfolg. Die Mails kamen zurück mit dem Hinweis „Mailbox voll“.

Melde Dich gerne noch einmal bei uns, wenn Dein Postfach wieder frei ist, dann schicken wir es auf die Reise 😉

 

Susy
Susy
Geboren "Anno Pief" (im letzten Jahrhundert). Im zarten Alter von vierzehn - keine Ahnung wieso - mit dem Mopped-Fieber infiziert und eine gefühlte Ewigkeit um den Moppedschein gekämpft. Mit sechzehn zunächst an der "unendlichen Macht" ihrer "Ernährer" gescheitert, mit achtzehn dann aber endlich erfolgreich. *YEAH!* Danach - trotz Schein - erst einmal nie aktiv gefahren und den "Virus" eine halbe Ewigkeit erfolgreich verdrängt. Vor etwa zehn Jahren brach er allerdings - umso heftiger - wieder aus... Seitdem einfach "unheilbar krank" dem Moppedwahn verfallen. :D
http://www.motorrado.de

2 thoughts on “Ausprobiert: Kurventraining beim FSZ Grevenbroich

  1. Hallo Susy,
    toller Bericht über das Training und auch über das FSZ in Grevenbroich. Ich freue mich, dass auch Du die positiven Erfahrungen gemacht hast und genauso ein Trainingsjunkie bist wie ich. Ich war bei deutlich besserem Wetter und TAgeslicht unterwegs, wenn DU mal lesen möchtest, dann klicke doch auch mal rein: https://maedchenmotorrad.de/2018/04/affengeiler-tag-beim-adac/
    Viel Spaß und vielleicht wird aus dem virtuellen Treffen dann auch mal eines „in Echt“!
    Viele Grüße,
    Julia




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  2. Hallo Julia,
    danke! 😀
    Das Wetter war zum Trainieren eigentlich ideal; warm wird einem allein durch das inhalierte Adtenalin 😉
    Da Du ebenfalls ein bekennender Trainingsfreak bist, ist es sicher nur eine Frage der Zeit, bis wir uns mal über den Weg fahren. – Würde mich echt freuen!
    So, nu geh ich mal bei Dir lesen…
    LG
    Susy




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