Warum gebt Ihr Eurem Motorrad einen Namen?

Neulich am Biker-Treff. Unterhalten sich zwei Typen: „Meine Else zickt jeden Morgen auf’s Neue“, sagt der eine. „Kann ich nicht sagen, mit Rosa läuft’s ganz entspannt.
Ein Tritt und sie spurt“, entgegnet der andere.

Moment mal!

Wie ist DER denn drauf? Sadistisch veranlagt oder ein gewalttätiger Frauenhasser?

Ergo unweigerlich die Ohren gespitzt und urplötzlich erhellt: Stellte sich doch heraus, dass die beiden Herren vom Typ Baum nicht über ihre Göttergattinnen, sondern über ihre Moppeds redeten.

Muss das so?

Warum gibt man(n), seinem Zweirad einen Kosenamen?
Ist es der verzweifelte Versuch ihr Motorrad zu vermenschlichen, weil sie einsam sind und sonst Niemanden haben?
Oder haben sie gar eine innigere Beziehung zu ihrem Zweirad, als zu Frau, Kind und Dackel?

Liebesbeweise

findet man im WWW zuhauf:

Gut, es gibt ja sogar Leute, die sich ihr Motorrad im Winter ins Wohnzimmer stellen…

Und dann war da noch der Hotelmitbewohner in Südtirol, der kurz nach Tourstart umkehrte, da es zu regnen begann und den restlichen Tag damit verbrachte, sein Motorrad wieder blank- und trockenzuwienern. Jahaaa, im Ernst jetzt und es war kein Harley-Fahrer! 😉

„Q“ (sprich „Kuh“) bei der Fütterung…
Okay, auch ich liebe mein Mopped heiß und innig. Dennoch schicke ich sie in den Regen und gönne ihr erst dann ein „Mäntelchen“, wenn sie bei Eis und Schnee längere Zeit überdacht steht. Nicht damit sie nicht friert, sondern eher, damit sie nicht zustaubt, den Motorradputzen ist mir ein Gräuel.

Selbstredend haben unsere Motorräder auch Spitznamen. Der Einfachheit halber und weil sich damit manch langatmiges Gerede erheblich abkürzen lässt.
Die Erste war meine „CB“, die zweite meine „Bandit“. Nach der „Streety“ kam meine „GSR“ (auch „Suzi“ genannt) und schließlich die „R“ (auch „BMW“) genannt.
Dann wären da noch Norby’s „XT“ und seine „Großkatze“ (die „Tigerin“).

Aber das Motorrad taufen und ihm einen Frauennamen verpassen? – Definitiv NÖ!

Und wie heißt Euer Mopped?

Susy
Susy
Geboren "Anno Pief" (im letzten Jahrhundert). Im zarten Alter von vierzehn mit dem Mopped-Fieber infiziert (keine Ahnung wieso!) und eine gefühlte Ewigkeit um den Moppedschein gekämpft. Mit sechzehn zunächst an der "unendlichen Macht" der "Ernährer" gescheitert, mit achtzehn aber endlich erfolgreich. *YEAH!* Danach - trotz Schein - nie aktiv gefahren und den "Virus" eine halbe Ewigkeit erfolgreich verdrängt. Bis er dann, 2004, umso heftiger wieder ausbrach... Seitdem einfach unheilbar krank dem Moppedwahn verfallen... :D
http://www.motorrado.de

8 thoughts on “Warum gebt Ihr Eurem Motorrad einen Namen?

  1. Meine „Ente“ (Honda NTV) hat irgendwann den Namen „Fauchi“ bekommen… Aber nicht in Form einer taufe, sondern der Name hat sich halt so ergeben. Bei meiner V-Strom warte ich noch auf den Namen. Noch ist sie „die kleine Schwarze“, aber „DER“ Name ist in vier Jahren noch nicht aufgetaucht. Vielleicht bleibt die also namenlos.




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  2. Ich warte noch immer darauf das irgendein Ereignis stattfindet, welches dann einen Namen als Resultat mit sich bringt.

    »Inkontinentia« wegen einer defekten Bremsleitung fand ich jetzt nicht wirklich schön (und den Anlass auch nicht prickelnd). Bin daher noch weiter auf der Suche. 😉




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    1. Spontan wäre mir da „Strulli“ eingefallen, könnten Ruhrpottkinder aber falsch deuten. Aber stimmt, wirklich kein schöner Anlass und Spitznamen aufgrund eines Makels veegibt man nicht. 😉




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  3. na, wie heißt wohl meine kleine ?

    Netter Artikel, wir – also KAWA und ich mussten so lachen ..

    Nein, stimmt nicht, denn KAWA zieht es vor momentan ihre Tage woanders zu verbringen,
    schon 3 Nächte sind wir getrennt und sie geht mir so ab …..




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