TomTom Rider 400: Kurvenwunder oder Kernschrott?

Mittlerweile hat uns das neue TomTom Rider auf diversen Touren begleitet und wir haben einiges dazugelernt. Echte Euphorie hat sich noch immer nicht eingestellt. Im Gegenteil: Gefühlsmäßig schwanken wir zwischen Enttäuschung und Ärger, viel Geld für ein offenbar nicht ausgereiftes Navi aus dem Fenster geworfen zu haben und fühlen uns vom TomTom-Support irgendwie an der Nase herumgeführt…

Was das TomTom Rider 400 alles kann

1. Das Gerät selbst macht zunächst mal einen sehr guten, robusten Eindruck. Naja, mal abgesehen von der pisseligen Speicherkarten-Slot-Lasche, die erst einmal gefunden werden möchte…

Zum jetzigen Zeitpunkt hat das TomTom sogar eine 7-stündige Tour bei Dauerregen unbeschadet überstanden!

2. Die Bedienung gestaltet sich einfach und intuitiv. So kann man sich zwar vorab die Bedienungsanleitung reinziehen, muss es aber nicht zwingend, um die erste Tour starten zu können.

3. Das Navi ist selbst bei intensiver Sonneneinstrahlung – meist – sehr gut ablesbar. Je nach Einstrahl-Winkel gibt es kleinere Probleme beim Ablesen, sind aber kaum der Rede wert.

4. In einigen Erfahrungsberichten wird beschrieben, dass die Handschuh-Bedienung des Navis zu wünschen übrig lässt. Das können wir so nicht bestätigen. Einzige negative Erfahrung unsererseits war die Handschuh-Bedienung bei strömendem Regen. Ansonsten klappte es einwandfrei. – Möglicherweise hängt dies von der Fingergröße oder den Motorrad-Handschuhen ab?

5. Die Navi-Halterung wurde gegnüber dem Vorgängermodell offenbar extrem verbessert! Als Navi-Neulinge haben wir leider keinen Vergleich. Der das Navi verbauende „Schrauber“ zeigte sich allerdings sehr angetan von dem neuen Konstrukt.

Unser Eindruck: Das Navi lässt sich (auch mit Handschuhen) sehr einfach an der Halterung befestigen und lösen. Mit einem kleinen Handgriff lässt sich die Halterung drehen, womit sich das Navi hochkant betreiben lässt und praktischerweise einen größeren Ausschnitt der folgenden Strecke anzeigt. Nach dem Drehvorgang reagiert das Gerät leider etwas träge und ändert nicht gleich die Ansicht.

Wesentlich „drehfreudiger“ zeigt es sich – je nach angebrachtem Winkel – bei schnellerer Fahrt auf Bundesstraßen oder der Autobahn. Hier neigt es dazu, die Display-Anzeige einfach-mal-so umzudrehen, so dass man sich anschließend den Hals verdrehen muss, um es ablesen zu können…

6. Um die Navi-Halterung selbst vom Lenker zu entfernen und anschließend wieder anzubringen, bedarf es einer hinreichenden Portion Geschick! Aus Bequemlichkeit haben wir sie bislang am Mopped gelassen, fragen uns allerdings, wie lange dies ohne Diebstahlsicherung gutgeht.

Wie schlägt sich das Navi in der Praxis?

Routen suchen

Um von A nach B zu fahren, wählt man über „Suchen“ (oder dem Antippen auf der Karte) einen Zielort aus. Der Routentyp richtet sich nach der ausgewählten Grundeinstellung. Dabei gibt es leider keine Kombi-Möglichkeit, sondern nur „entweder – oder“:

routenoption1
„TOP“-Motorradnavi-Feature: Auswahl der „Fußgänger-“ oder „Fahrradroute“! *Ironie-Modus-off*

Bei Bedarf lässt sich die „Aktuelle Route“ nachträglich beeinflussen:

routenoption2   routenoption3

Wesentlich interessanter ist für Spontan-Tourer allerdings die Option

Spannende Route planen

In diesem Modus lässt sich die „Kurvigkeit“ und „Hügeligkeit“ der Route beeinflussen.

Einstellen der Kurvigkeit:
Bei der Auswahl einer „spannenden Tour“, hat man die Wahl zwischen drei verschiedenen Routenarten: „Geradlinig“ – „kurvig“ und „sehr kurvig“
Dabei entspricht „sehr kurvig“ offenbar der Grundeinstellung „Kurvenreiche Strecke“ und „kurvig“ der Routenoption „Autobahn vermeiden“.

Ideal für den kleinen Tagestrip ist die „Rundfahrt„-Variante. Dazu wählt man die Option „Spannende Route planen“ und tippt mindestens einen Haltepunkt auf der Karte an. Das Navi berechnet daraufhin eine Tour zum gewählten „Haltepunkt“ und eine davon abweichende für den Rückweg.

Wichtig: Ändert man einen dieser Haltepunkte und macht ihn zum „Zielort“, verschwindet die Rundfahrt-Ansicht. Eigentlich logisch, oder?

Der „Spannende-Route-planen“-Modus ist offenbar ausschließlich „für den Moment“ ausgelegt:
Zwar lässt sich eine derart erstellte Route in „Meine Routen“ abspeichern. Allerdings werden dabei alle gewählten Einstellungen (zum Beispiel „gesperrte Straßen vermeiden“ oder „kurvenreiche Strecke“) entfernt und die Route bekommt die allgemeinen Grundeinstellungen zurück. Nach erneutem Aufruf (über „Aktuelle Route“ -> „Routentyp ändern“) können diese neu eingestellt werden. Allerdings sollte man sich dies klarmachen, um nach Tourstart keine unschöne Überraschung zu erleben!

Hmmm… In den letzten Wochen haben wir sehr viel mit dem Navi herumgespielt. Dabei brachte es uns fast an den Rande des Wahnsinns:

Wählt man die Routenoption „Kurvenreiche Strecke„, lotst einen das Navi durch städtische Siedlungen, 30iger-Zonen und durch Bauernschaften (= Landwirtschaftswege), selbst wenn es in der Umgebung eigentlich schöne kurvenreiche Landstraßen gibt.

pfingsten2015_tomtom-wunder
Ohne Worte… oder: Das TomTom-Kurvige-Strecken-Findungs-Wunder!

Dies gilt zumindest für das Münsterland und die Eifel. Bei unserer letzten >> Mosel-Tour hingegen, machte das Gerät einen recht guten Job.

Entscheidet man sich stattdessen für „Autobahn vermeiden„, führt dies dazu, dass man auch über vielbefahrene Bundesstraßen geleitet wird.

Einen Mittelweg gibt es leider nicht – Feintuning nicht möglich. Sehr schade!

Was sonst noch auffiel

1. Hat man einmal auf „Fahren“ geklickt, findet man die Route als „Aktuelle Route“ wieder. Zu diesem Zeitpunkt sind keine Umgebungs-Informationen mehr abrufbar. Wenn Ihr also wissen möchtet, was sich in der unmittelbaren Umgebung befindet (z.B. Tankstellen, Restaurants etc.), macht dies besser vorher!

2. Betreibt man das Navi hochkant, hat man es mit einer sehr gewöhnungsbedürftigen Tastenanordnung zu tun.

navi-tastatur1

Wie überträgt man Routen auf’s TomTom Rider?

Alt-TomTom-Rider-Besitzer rufen hier sofort: ¨Mit Tyre oder TomTomHome natürlich und das ganz fix und unkompliziert!¨

Tja, liebe Leute, das war einmal!
Das neue TomTom verwendet nicht mehr länger TomTom Home, sondern TomTom Drive Connect. Für das Routenplanungs-Tool ¨Tyre¨ gab es mit dem Navi-Kauf zwar eine kostenlose Pro-Version, allerdings lassen sich damit keine Routen übertragen! (Zumindest zur Zeit noch nicht…)

Natürlich ist es nach wie vor möglich, eine Route auf’s Navi zu kopieren. Und das geht „ganz einfach und bequem“ *Ironie-Modus-off* so:

Schritt 1: Man lasse sich möglichst spitze Krallen wachsen, um die Speicherkarte erfolgreich aus dem Gerät zu friemeln.

Schritt 2: Man lege die Speicherkarte in einen Speicherkartenleser, verbinde diesen mit dem PC und kopiere die Route auf die SD-Karte.

Schritt 3: Sodann entferne man die Speicherkarte aus dem Kartenlesegerät, stecke sie zurück ins Navi und starte es.

Schritt 4: Befindet sich eine externe Speicherkarte im TomTom, auf dem sich Routen befinden, fragt das Navi beim Start nach, ob diese importiert werden sollen. Beantwortet Ihr die Frage mit „ja“, habt Ihr Gelegenheit, die Routen auf das Navi zu kopieren.

Laut Support arbeitet TomTom übrigens gerade an einer Cloud-Variante, bei der die Übertragung online per „Drive Connect“ möglich sein soll. Somit ist jeder Auslands-Fahrer gut beraten, seine Routen vorab zu übertragen. Bei fehlender Internet-Verbindung sieht’s damit nämlich böse aus!

„Drive Connect“ wird übrigens bislang bei reinen Auto-Navis eingesetzt. Somit ist es dort zwar möglich, eine Route zu planen, jedoch stehen die „Kurvenreich-Funktionen“ – die ein Motorradnavi schließlich ausmachen – zur Zeit noch nicht zur Verfügung.

Aufgezeichnete Routen exportieren

Bevor Ihr Euch ’nen Wolf sucht: Habt Ihr eine Route aufgezeichnet, befindet diese sich nicht auf der – möglicherweise zusätzlich eingesteckten – SD-Karte, sondern stattdessen auf der Internen.

Alle aufgezeichneten Routen findet Ihr im Navi unter „Meine Routen“.

Tippt Ihr auf den Button mit den drei vertikalen Punkten, könnt Ihr den Menüpunkt „Tracks exportieren“ auswählen, um die Route auf der externen SD-Karte zu speichern.

Anschließend müsst Ihr – leider – die externe Speicherkarte aus dem Gerät nehmen, in den PC einlegen und könnt diese dann dort abspeichern.

Hilfreicher Link dazu: >> „Wie bekomme ich Routen auf einen TomTom-Rider“ von „routeconverter.de“

TomTom-Support-Odyssee oder:
Wie bekommt man POIs auf’s TomTom?

TomTom bietet ein Support-Forum an, in dem sich Antworten auf die meisten Fragen finden lassen. Leider wurde versäumt, diese für das neue Rider anzupassen.

Die Lösungen beziehen sich auf „TomTom Home“, das man sich bei früheren Navis offenbar runterladen musste, um das Gerät ideal mit dem PC zu koppeln.
Beim neuen TomTom benötigt man „TomTom Drive Connect“ (das früher wohl nur für Auto-Navis gedacht war). Somit sind viele Support-Themen nicht mehr schlüssig und stiften eher Verwirrung, als dass sie helfen.

TomTom wirbt damit, Support-Anfragen binnen 2 Arbeitstagen zu beantworten.
Am 3. Mai 2015 stellten wir die Frage, wie sich POIs auf das neue TomTom übertragen lassen.

Am 7. Mai bekommen wir eine kurze Zwischenmail mit Entschuldigung dafür, dass die Anfrage noch ausstehe und der Bitte um Geduld.
Hmmm… Kann es sein, dass TomTom selbst noch nicht weiß, wie das alles funktioniert?

Am 9. Mai meldet sich endlich ein Support-Mitarbeiter mit einer sinnbildlichen „Okay-Blondchen-Blond, da hast Du wohl was falsch gemacht¨-E-Mail. Er verweist auf >> TomTom Drive und erklärt, dass die >> Anleitung sehr wohl aktuell sei. Beiläufig erwähnt er, dass das Gerät dazu vorab auf die ¨Version 15200¨ aktualisiert werden müsse.

Hmmm… Mein TomTom aktualisiert sich doch automatisch, wenn ich es an den PC hänge und dort heißt es immerhin, ich hätte die aktuellste Version. Und nun???

Am 12. Mai dann endlich eine Reaktion auf meine drei Tage zuvor gestellte Frage: Statt einer Hilfestellung wünscht sich der Support-Anleitung eine „Schritt-für-Schritt-Beschreibung“ von mir, sehen zu können, was ich denn falsch mache.

Okay, soll er haben! Gleichzeitig fordere ich eine entsprechende Anleitung an.

Tagsdrauf (13. Mai) schickt er mir gönnerhaft eine bebilderte Bedienungsanleitung zu.

Problem dabei: Offenbar bezieht sich die Beschreibung auf ein Auto-Navi, denn die beschriebenen Menüpunkte fehlen auf meinem Gerät!

Will der mich verar…???

Am 16. Mai weise ich auf die nicht zutreffende Beschreibung hin. Daraufhin antwortet der Support am 18. Mai sinngemäß ¨Doch-doch, das funktioniert auch beim neuen Rider! Aber zunächst muss die Software aktualisiert werden!¨

Am 19. Mai: Rückfrage beim Support, wann mit dem Update zu rechnen sei und ob damit auch das Problem behoben sein wird, dass die Speicherkarte am PC nicht als externes Laufwerk erkannt wird.

Am 20. Mai die Antwort vom Support: ¨Bald!¨
Außerdem teilt er mit, dass ¨die SD-Karte erst als Laufwerk angezeigt wird, wenn sie im Gerät für Routen FAT32-formatiert wird. Wählt man die aber aus, wird die SD-Karte nicht erkannt.¨

HÄÄÄ???

Ok, bislang hatte ich schon Routen auf der Speicherkarte, wenns aber hilft, formatier ich die Karte gern erneut über das Gerät… <= Dies funktionierte natürlich NICHT und so blieb nichts anderes übrig, die Karte anschließend erneut per PC zu formatieren.

Somit antworte ich, dass das Blödsinn sei und bitte um eine konkrete(!) Anleitung. Alternativ, um eine entsprechende Info, falls es nicht möglich sei.

Am 21. Mai teilt der Support mit, dass der PC die Speicherkarte NIE erkennen wird , solange sich diese im Navi befindet!

Natürlich hake ich nochmal nach, mit Verweis aufs alte Rider; schließlich ging es dort auch. Außerdem verweise ich darauf, dass es mit Tyre schließlich auch nicht funktioniert und das Ein-/Ausstecken von Speicherkarten sehr unpraktisch ist.

Am 22. Mai dann die letzte unbefriedigende Antwort von TomTom:
Das neue TomTom benutzt andere Software…, Sicherheitsgründe… blabla! Was Tyre betrifft, so möge ich bitte direkt beim Hersteller nachfragen…

Ich fühle mich in höchstem Maße verar… und hingehalten! Da lassen sie einen tatsächlich Sachen ausprobieren, von denen sie genau wissen müssten, dass sie noch gar nicht funktionieren können. Absolute Frechheit!

TomTom ist gerade dabei sich seinen guten Ruf zu zerstören…

Nachtrag: Am Donnerstag, den 21. Mai 2015 kam endlich das lang erhoffte Update. Seitdem hat das neue TomTom eine Cloud-Verbindung und es ist zumindest möglich, seine POI-Dateien pe „My Drive“ auf das TomTom zu laden – ausschließlich online versteht sich…

tomtom_kurvenreiche-route-muensterland
Verdammt kurvig dieser „kurvenreiche Routenvorschlag“ des TomTom Rider 400!
Tja, SO sieht „vollendete Glückseligkeit“ im Münsterland aus. *Ironiemodus-off*

Was uns ärgert und was man verbessern könnte

Den Routenfindungsjob macht das TomTom eigentlich recht gut, aber:

Warum kann man keine weiteren Straßentypen ausschließen?
Die Routenoption „Autobahn vermeiden“ gibt es ja bereits. Warum gibt’s nicht auch „Bundesstraßen vermeiden“? Alles wär doch vermutlich schon gut, wenn man die Strecke von A nach B auf Landstraßen zurücklegen könnte?

Und warum will das Gerät einen durch gesperrte Straßen schicken?
Wählt man „Gesperrte Straßen ausschließen“, berechnet es völlig andere Routen (selbst wenn es auf der Strecke eigentlich keine Streckensperrung gab…)

Ärgernis 1: Umständliche Routenplanung
Manch einer nutzt sein Navi lediglich, um von A nach B zu kommen oder für eine kleine Runde um den Pudding. Andere planen ihre Motorradtouren vorab ausgiebig mit Hilfe von Karten oder PC und möchten diese selbstredend auch auf das Navi übertragen.

Ganz gleich, ob Ihr Eure Routen bislang per >> www.motoplaner.de, >> Tyre oder womit auch immer vorab planen wollt:
Das einfache Übertragen einer Route per Klick ist beim neuen TomTom nicht möglich!

Warum nicht?
Offenbar handelt es sich bei den neueren Geräten um ein geschlossenes System, bei dem weder das Navi noch externe Speicherkarten als Laufwerk erkannt werden. „Mal-eben-ne-Route-kopieren“? – Fehlanzeige!

Ärgernis 2: Auf den TomTom-Seiten gibt es viele Anleitungen und Hilfen. Wenn es um das neue TomTom 400 geht, ist man allerdings aufgeschmissen:

Für das Vorgänger-Modell gibt es ausreichend Hilfestellungen. Für das neue TomTom sucht man diese bislang vergeblich.

Ärgernis 3: Der TomTom-Support antwortet zwar zeitnah, lässt einen jedoch Dinge ausprobieren, die es momentan noch gar nicht gibt, redet „drumherum“ statt Klartext und spricht in Rätseln.

Ärgernis 4:
Das Kartenmaterial ist unter aller Kritik: Viele gesperrte Straßen werden nicht erkannt. Das Navi schickt einen wie irr über irgendwelche Trampelpfade.

Fazit:

Mittlerweile gibt es im Netz viele positive Rückmeldungen zum neuen TomTom.
Da es unser erstes Navi ist, haben wir keinen Vergleich. Wer weiß: Vielleicht haben wir zuviel „Wunder“ von einem Motorrad-Navi erwartet und Ältere waren noch schlechter?

Naja. Im Grunde ist das neue TomTom-Rider ja nicht wirklich schlecht. Je nach Anwendungszweck und -weise ja vielleicht sogar gut (zumindest für den ein oder anderen…)?

Da wir mittlerweile auf das Navi angewiesen sind, hoffen wir auf weitere Updates und Verbesserungen. Vor allem auch darauf, dass sich doch noch eines Tages – mal eben so – Touren im- und exportieren oder per Bluetooth übertragen lassen…

Theoretisch könnte sich das TomTom Rider 400 zu einem hilfreichen Begleiter entwickeln, wenn die Routenoptionen nachgebesser würden und es eine Möglichkeit gäbe, Routen fix zu übertragen.

Übrigens: Wer sich trotz alledem für TomTom’s neuesten Streich interessiert, kann es unter anderem bei >> Polo-Motorad (mittlerweile in der Version „410“) bestellen.

Mit welchem Navi habt Ihr gute oder schlechte Erfahrungen gemacht?

 

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Susy
Susy
Geboren "Anno Pief" (im letzten Jahrhundert). Im zarten Alter von vierzehn - keine Ahnung wieso - mit dem Mopped-Fieber infiziert und anschließend eine gefühlte Ewigkeit um den Moppedschein gekämpft. Mit sechzehn zunächst an der "unendlichen Macht" ihrer "Ernährer" gescheitert, mit achtzehn dann aber endlich erfolgreich. *YEAH!* Im Anschluss - trotz Schein - leider nie aktiv gefahren und den "Virus" eine halbe Ewigkeit erfolgreich verdrängt. Vor etwa zehn Jahren brach er allerdings - umso heftiger - wieder aus... Seitdem "isse" - moppedtechnisch gesehen - mindestens "unheilbar krank"! :D
http://www.motorrado.de

17 thoughts on “TomTom Rider 400: Kurvenwunder oder Kernschrott?

  1. Ich habe den Rider 400 wieder zurück geschickt. Ich habe einen Urban Rider (aus 2011) und messe jedes Navi an dessen Fähigkeiten.
    Für mich besonders wichtig: Kurvenreiche Routen und einfaches Erstellen von Routen am Gerät (auch unterwegs). PC-Routenplanung brauche ich sehr wenig.
    Das UrbanRider und auch die Rider 2013 haben zwei für mich entscheidende Vorteile gegenüber dem 400 (auf jetzigem Entwicklungsstand):
    1. sie sind Regenunempfindlich (ich mag es einfach nicht, auf Tour von einem „Navi mit Eigenleben“ bei Starkregen überrascht zu werden).
    2. sie haben die Funktion, ohne exakte Wegpunktsetzung eine gute bis sehr gute kurvenreiche Route zu generieren. Kein Gefummel und reingezoome auf der Karte (und hoffentlich treffe ich die richtige Straße). Schnell und einfach: Ziel und ein Stadtzentrum des gewünscht zu durchfahrenden Gebietes auswählen und fertig ist die Route, die diese Stadt nicht direkt anfährt sondern nur als groben Anhaltspunkt für den Routenverlauf braucht – genial. Und so ein Killer-Feature zur „Steuerung“ einer kurvenreiche Route hat der neue 400 nicht mehr – einfach nur schade.

    1. Hi Peter,
      Du bringst es echt auf den Punkt!
      Zurückschicken? Hätten wir auch besser getan, haben die letzte Rückgabemöglichkeit aber leider verpasst.
      Auf einer Wochentour mit diversen Leuten und unterschiedlichen Navis durften wir allerdings erleben, dass es tatsächlich auch noch Schlechtere gibt (so hat uns z.B. ein gewöhnliches Auto-Navi von Medion pausenlos zick-zack geführt). 😉
      Dabei war auch ein Rider2013-Fahrer: Bis auf wenige Patzer zeigte uns das Teil wirklich geniale Wege (während das TomTom400 mal wieder in jeden Feldweg abbiegen wollte…)
      Auf der regenreichen Rückfahrt machten wir dann leider ebenfalls die leidvolle Bekanntschaft mit TomTom’s Eigenwilligkeit: Wirklich „prima“, wenn es anfängt, „wild“ durch die Menüs zu zappen und plötzlich alles anzeigt, außer die relevante Route!
      Seit dieser Tour haben wir übrigens auch mit weiteren Aussetzern zu kämpfen: das Navi verliert urplötzlich die Verbindung zum Bordstromnetz!
      Wieder zu Hause haben wir die Steckverbindungen in der Werkstatt durchchecken lassen: Kabeltechnisch ist alles in allerbester Ordnung und noch konnte die Ursache nicht gefunden werden. Möglicherweise hat jedoch die Aktivhalterung ’nen Wackligen…
      Schauen wir mal, wie’s weiter geht.
      LG
      Susy

  2. hallö,
    meine zukunft sieht schlecht aus! die letzten glückliche jahre mit dem rider 2013 sind gezählt.
    trage nicht ständig ein pc mit mir herum,
    habe auch nicht ein gehirn wie herr bill gates,
    fortschritt heisst für mich, besser leben…
    das schöne zusammenspiel mit landkarte auf dem tank und navi am lenker, toll!
    ich war in der weihnachtszeit so naiv, dass ich den medias die testberichte über das neue tt 400 glaubte. fataler fehler!!! nach mehreren tagen herumgetippe gab ich es auf.und zum glück nahm louis das ding wieder zurück, danke!
    wenn ich die auf dem markt befindliche navis mit dem rider von 2013 vergleiche kann ich nichts vergleichbares/besseres finden, vieleicht habe ich aber auch irgend ein teil verpasst ?
    kann mir jemand weiterhelfen ?
    danke im voraus,
    LG
    frank

    1. Hallo Frank,
      hast Du schonmal das Vorgängermodell des TT400 ausprobiert? Oder ist es möglicherweise das, welches Du besitzt?
      (Gibt’s z.B. bei Louis: https://www.louis.de/artikel/tomtom-rider-ce-navigationssystem/10004598?list=91361228&filter_article_number=10004598)
      Einer unserer Mitfahrer hat es sich damals zeitgleich mit uns geholt und ist damit sehr zufrieden. Einstellungen nimmt er direkt am Gerät vor und kann per Schieberegler die Kurvigkeit beeinflussen. Die gefundenen Routen waren bislang mehr als brauchbar. Daher darf er jederzeit wieder vorfahren 😉
      Ansonsten haben wir leider auch keine Lösung 🙁
      LG
      Susy

  3. hi susy,

    gute idee, werde bei meinem nächsten besuch in deutschland, louis einen besuch abstatten.
    habe übrigens eine tt urban-rider pro von 2012 oder 13 hatt jetzt knappe 90000 km im gehäuse und macht seine arbeit, bestens. nicht immer auf dem laufenden, aber nicht schlimmer wie bei den anderen auch.
    besste grüsse vom „computer-doofi“
    grosses merci
    frank

  4. Hallo,

    kann die negativen Erfahrungen mit dem Tom Tom Rider 400 nur bestätigen.
    Routenplanung mit mehreren Haltepunkten nicht möglich ,importieren von gpx oder sonstigen Daten Fehlanzeige.Für Planung von A nach B brauche ich keine 400 € auszugeben. Bis auf die Wasserfestigkeit ist mein altes Aldi Medion Navi für kleines Geld um Klassen besser.
    Absoluter unausgereifter Schrott !!!

    Norbert

    1. Hallo Norbert,
      wir ägern uns auch nach wie vor mit dem ach so tollen Navi herum. Mittlerweile haben wir ein Austauschgerät, das ein wenig besser funktioniert, als das erste. Auch die Aktivhalterung ist bereits einmal ausgetauscht, macht aber bereits jetzt schon wieder Zicken. Softwaretechnisch hat sich mittlerweile zum Glück ein wenig getan: GPX-Dateien lassen sich mittlerweile importieren (über „MyDrive“) und offenbar hat man bei der Option „spannende Route“ nachgebessert. So findet das TomTom – anders als bei der normalen Suche – tatsächlich auch ganz normale kurvige Landstraßen. Dennoch hinkt es nach wie vor weit hinter dem Vorgänger- und sogar Vorvorgängermodell hinterher, was wir immer wieder feststellen müssen, wenn wir in der Gruppe fahren.
      Viele Grüße
      Susy

  5. Moin,
    ich besitze das alte RIDER 2013 und bin im Juni auf das TT410 umgestiegen. Das neue Navi begeistert mich. Eine Woche vor dem letzten 3-wöchigen Urlaub gekauft und sicherheitshalber das alte noch mitgenommen (jedoch nicht gebraucht). Ich plante fast alle Touren direkt auf dem Navi. Die Möglichkeit der Rundtouren-Planung ist super – will man doch meistens wieder an den Ausgangspunkt zurück. Auch das Planen von Routen am PC und das Übertragen aufs TT410 ist kein Problem. Über Tyre sowohl als auch über den Explorer rein zum als Laufwerk angezeigtem Navi. Man muss halt nur den Anweisungen auf dem Navi-Bildschirm folgen. Ich benutze das Navi jedoch ohne Speicherkarte. Besonders gefällt mir, dass man den Bildschirm am Navi ohne Problem größer ziehen kann. Einziges Manko: Per einmaligem Antippen den nächsten Punkt löschen ist nicht mehr möglich. Ebenso hilfreich ist die Anzeige der km zum nächsten Punkt und zur nächsten Tankstelle auf der Route. Kein Navi ist perfekt – diese kommt aber schon sehr nahe dran.

    1. hallo nina,
      nachdem ich das gelesen hatte, musste ich mich erst mal setzen!  zuerst, mein aufrichtigen respekt, ich kenne jetzt schon eine menge “leidensgenossen(innen) welche wie ich den neuen tt wieder umgetauscht, eingetauscht, (für einen garmin) oder frustriert irgendwoh entsorgt haben. vieleicht kommen wir nicht vom gleichen planeten, oder wir sind schlecht geklont, oder einfach nur dumm! du solltest einen lehrgang für uns “doofis” organisieren, wäre doch was, du verdienst geld von uns, und von tom tom, denen rennen wegen dem neuen tt die kunden weg! ich habe es 9 wochen, neun! intensiiiiiiiiev versucht, mit dem ergebniss, : den “neuen” bei louis wieder zurückgegeben, neue karten, (aus papier) und den “alten” rider auf’s bike, und siehe da , das leben istwieder schön! wir sind gerade auf den weg nach Portugal und der alte tt ist fast immernoch top, zumindest ist alles soooooo einfach!
      warum hatt tt dieses gerät nicht einfach verbessert, anstatt (für uns) so ein absolutes unverständliches ding in die welt gesetzt ? nun ja, die bei garmin werden sich über die neuen kunden freuen…
      aber wie du schon richtig sagst: kein navi ist perfekt, wir waren schon nah dran, aber wir entfernen uns wieder davon! je komplizierter desto besser, so gemacht für die neue generation der biker, für welche das motorradfahren eine andere philosophie darstellt, als für uns.
      nun so ist nun mal der lauf der zeit! aber es ist schade, dass man uns diesen “fortschritt” aufzwingen will, man lässt uns keine alternative, (für mich) ist , oder sollte fortschritt, geichbedeutend mit besserer lebensqualität sein, aber eben diese qualitäten sind wir dabei zu verlieren…
      so, morgenfrüh geht’s über die spanische grenze, die michelin
       karten sind im tankrucksack von woh aus ich in ein paar minuten meine tour auf den “alten tt rider übertragen, ach quatsch!, eintippen werde, mein gott, das leben kann doch so einfach sein…
      dir und euch allen eine gute fahrt,
      frank aus gallien mit seiner 800 tiger( und im winter mit dem ural gespann)

      1. So traurig das alles ist, umso mehr habe ich mich gerade beömmelt 😉
        Viel Spaß in Spanien – mit den klassische Old-School-Karten wird sicherlich alles gut! 😀

    2. Vielen Dank für Deinen TTR410-Bericht, Nina!
      Nach einigen Updates wird das TTR400 mittlerweile ebenfalls am PC erkannt und „Rundtouren“ (bzw. „spannende Touren“) funktionieren auch dort ganz ordentlich. Sucht man „ganz normal“, hinkt es allerdings weiter hinter unserem alten (Nicht-Motorrad-)Navi zurück. Da unsere ersten Einschätzungen mittlerweile ein Jahr alt waren, haben wir einen neuen Erfahrungsbericht veröffentlicht: http://www.motorrado.de/tomtom-rider-400-was-lange-waehrt/
      LG
      Susy

  6. TT 410 ist ein Sch… Eine Planung am PC mit mehreren Wegpunkten / Haltepunkten ? ist mir nach Wochen des Neukaufs nicht gelungen.. Ein Zumo uralt hat eine bessere Software ( mapsource )mit DVD ( meins warum muß ich immer online sein ?). Ich weiß bei Garmin die Wegstrecke bis zum Wegpunkt und die gefahrene Zeit.
    Ich will am PC genau wissen wohin ich fahre. daher : Zumo Neuberechnung aus.. Ich würde bekannte Routen mit der Riderfunktion Kurvenreiche Strecke so nie planen und fahren
    Für mich ist TOMTOM 410 ein absoluter Fehlkauf

    1. Hi Oldmanracing,
      schade, ich dachte, man hätte wenigstens beim neuen TTR enorm nachgebessert…
      Wenn Du irgendwie kannst, gib das Gerät doch zurück? Bei uns war es damals leider viel zu spät.
      Eine Tour direkt am Gerät zu planen, haben wir schnell aufgegeben: viel zu umständlich. Stattdessen planen wir am PC vor, was mit „MyRouteApp“ auch ganz gut funktioniert. Von dort aus lassen sich die Routen dann auch direkt zu „MyDrive“ (und somit auf’s Navi) exportieren.
      Viele Grüße
      Susy

  7. „Denn das ist das Erste, was beim Auspacken auffällt: tolle, inszenierte Verarbeitung…….“
    Quelle: https://www.heise.de/autos/artikel/Motorradnavi-TomTom-Rider-400-im-Test-2631084.html

    Und heute bei Heise erschienen, der Nachfolger 450
    https://www.heise.de/autos/artikel/Test-TomTom-Rider-450-3750234.html

    Ich habe im Herbst 2015 einen Urban Rider geerbt. Bei TT ein Konto angelegt, Home installiert und alles war babyeinfache am Rider wie auch die Torenplanung via Motoplaner und der Dateitransfer auf den Urban Rider.
    TT-Forum habe ich gar nicht bemühen müssen, habe gar nicht von dem Forum gewusst!
    Dann, die Aktiv-Halterung bröselte an den Schraubverbinduungen vor sich hin. Eine nie benutzte passive Halterung, die jahrelang in einer Schublade lag, selbst dort waren an jeder Schraube schon deutlich Risse im Kunststoff zu sehen. Der selbe Brösel-Kunststoff wie im Halter des 400er!

    Im Frühjahr 2017 nun den TT 40 gekauft – dann im TT-Forum gelandet und fast den Glauben verloren. Keiner meiner Handschuhe konnte auch nur eine Zuckung dem Bildschirm entlocken – nach einer Woche zurück. Den Ersatz vom Ersatz, ein Zumo 390 – nach einer Woche ebenso zurück.
    Dann online mir einen fast neuwertigen TT 2013 geangelt.
    Und hier nun mal der Option Tankstelle richtig auf den Zahn gefühlt. Völlig UNBRAUCHBAR bei einer Route mit Wegepunkten. Das wurde nie und nimmer bei Tomtom ausgetestet.
    Und wie in den Kommentaren bei Heise auch zu lesen ist, so bin ich auch der Meinung, TT hat keinerlei fachliches KnowHow mehr im Hause um Software zeitnah auszubessern noch um die angelieferte Hardware zu testen.

    1. Unsere Leute mit UrbanRider, aber auch mit dem TTR2013 loben die Teile gleichermaßen in den höchsten Tönen. (Allerdings plant keiner von ihnen aktiv und vorab Touren mit den Geräten). Probleme haben sie halt mit der Ablesbarkeit, verwenden aber mittlerweile Ohrstöpsel.
      Heise bringt’s mal wieder auf den Punkt. Die Probleme mit den Handschuhen kann ich jedoch nur bedingt teilen: Meine Held-Handschuhe (regenfeste Louis-Edition) funktionieren tadellos. Habe es aber nur mit einfachen Sucheingaben ausprobiert. – Bei Regen geht aber – wie Heise aber schon schreibt – so gut wie gar nix und Regentropfen, die als „Touch“ erkannt werden, kenne ich nur zu gut. – Tester hat TT allerdings ausreichend: all die ganzen User, die auf den ehemalig guten Ruf gebaut, sich ein neueres TTR zugelegt haben und jetzt die Foren mit Leben füllen.
      Ohnehin scheinen Mopoedfahrer stets nur eine Randgruppe zu sein: die MyDrive-App ist definitiv auf Autofahrer ausgelegt – die verschickten Werbe-Newsletter enthalten meist nur tolle Tipps fpr Dosenfahrer und das Beste: Gestern bekam ich eine E-Mail, in der TT mir riet mir folgendes „Austauschgerät für mein TRR zum Sonderpreis zuzulegen: ein GO520! 😀

    2. PS Das mit der Bröckel-Hardware stimmt ebenfalls: Bei meiner Aktivhslterung brach – ohne äußere Gewalteinwirkung – einfach so eine Ecke ab! Dafür ist das Navi extrem robust und hät sogar ein Auftitschen auf Asphalt bei Landstraßentempo aus 😉

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