Sicher ist sicher: Sehen und gesehen werden

Nachts sind alle Katzen grau. Und nicht nur zur finsteren Jahreszeit werden Moppedfahrer gern übersehen. Was tun, um nicht unter die Räder zu geraten?

** >> SEHEN **
// >> Motorradhelme mit Head-up-Display // >> Besser sehen bei Regenfahrten // >> Was tun, wenn das Helmvisier beschlägt? // >> Hilfe, die Sonne blendet!
// >> Motorrad-Beleuchtung //
** >> GESEHEN werden **
// >> Warnwesten // >> Motorrad-Kleidung mit LED // >> LED-Motorradhelm //

 

SEHEN…

 

Motorradhelme mit Head-up-Display

SKULLY


Ab Dezember 2014 ließ sich der Skully AR-1 – ein Android-Motorradhelm mit Sprachsteuerung, transparentem Display, GPS und einer Rück-Kamera für 1.499 US-Dollar vorbestellen. Der Helm wird im sollte ursprünglich ab Juli 2015 ausgeliefert werden. Aber auch im Dezember 2015 wurde nichts aus der versprochenen Auslieferung. Die vorkasseleistenden Käufer schauen nun angeblich dauerhaft in die Röhre, denn der
>> Anbieter (www.skullysystems.com) ist pleite (wie >> „Golem“ berichtete).

Mittlerweile hat sich das Unternehmen neu aufgestellt: aus Skully Inc. wurde Skully Technologies.
Auf der CES (Consumer Electronics Show) 2018 präsentierte die Firma den weiterentwickelten Helm Skully Fenix AR, der angeblich ab diesem Sommer ausgeliefert werden soll.
Neuer Preis: 1.899 Euro
>> Bericht von MOTORRAD „Motorradhelm Skully Fenix AR mit Head-up-Display“

NUVIZ

Bei „Louis“ ist das NUVIZ Head-up-Display erhältlich, das sich auf den Motorradhelm aufstecken lässt.
Angeblich ersetzt das Teil folgende vier Einzelgeräte: Navigator, Kommunikator, Action-Cam und Music-Player. Kostenpunkt: 699 Euro.

>> NUVIZ Head-up-Display bei www.louis.de

Taugt das was? >> Hier geht’s zum Testbericht von Computerbild

 

Besser sehen bei Regenfahrten

Handschuhe mit Visierwischer

held-frescoWenn der Wetterfrosch mal zickt, artet eine Mopped-Tour recht fix in einen „Anti-Spaß-Trip“ aus.

In dem Fall können zumindest Handschuhe mit Visierwischer dazu beitragen, die positive Grundstimmung aufrecht zu erhalten. Mit dem am linken Zeigefingers angebrachten Wischer lässt sich das Helmvisier vernünftig von Regentropfen befreien.

Bei den wasserdichten Motorradhandschuhe der Marke Held sind solche Visierwischer übrigens keine Ausnahme!
<= (Nö, wir werden dafür nicht bezahlt, sondern sind ganz einfach überzeugte Held-Handschuh-Fans!;-) )

>> Zum Testbericht „Wasserdichte Motorradhandschuhe“ (www.testberichte.de)

Motorradhelm mit Scheibenwischer

Rainpal

Bis zum 17. Februar 2015 lief bei der Crowdfunding-Plattform „Indiegogo“ ein Finanzierungs-Projekt für den Motorrad-Scheibenwischer Rain Pal. Das Projekt war nicht erfolgreich: >> Indiegogo-Projekt: „Rain Pal“
Offenbar ließen sich die Erfinder jedoch nicht ermutigen und machen einfach auf ihrer eigenen Webseite weiter: >> www.rainpal.vision

 

Regenschutzscheibe Watroprop
Auf der diesjährigen Motorradmesse in Dortmund entdeckten wir den witzigen Wassertropfen-Propeller (mit dem leider unaussprechlichen Zungenbrecher-Namen) „WATROPROP“, der Regentropfen während der Fahrt einfach wegschleudert.

>> Zum Bericht (www.motorrado.de/motorradmesse-dortmund-2018-motodo18#propeller)

 

Was tun, wenn das Helmvisier beschlägt?

Um das Beschlagen seines Motorradhelms zu vermeiden, kann man es mit einem speziellen Antibeschlag-Spray besprühen.
Die Zeitschrift „Motorrad-News“ hat in der Ausgabe 10/2012 diverse Sprays getestet:

>> Zum Beitrag „Mit Durchblick: Antibeschlagmittel im Labortest“
>> pdf-Download des Beitrags mit Testergebnissen

Wer sich die Sprüherei ersparen möchte, kann sein Visier mit einer zusätzlichen Pinlock-Scheibe bestücken. Man muss das Wunderwerk jedoch nicht zwingend nachkaufen, denn viele Motorradhelme werden bereits mitsamt Antibeschlageinsatz verkauft. >> www.pinlock.com/products/lenses

 

Hilfe, die Sonne blendet!

Jeder Moppedfahrer fährt wohl am liebsten bei schönem Wetter. Ist man bei tiefstehender Sonne unterwegs, mutiert der Trip in einen gefährlichen Blindflug, beispielsweise bei der Ausfahrt aus einem bewaldeten Gebiet.

Bis vor einigen Jahren blieb Bikern nichts anderes übrig, als eine Sonnenbrille zu tragen oder sich für sonnige Fahrten ein zweites, getöntes Visier zuzulegen.
Beides keine optimale Lösung, da der Wechsel mit Aufwand verbunden ist und man – zum Beispiel bei stockdusteren Tunneldurchfahrten – nicht schnell genug auf den Lichtwechsel reagieren kann.

Visierfolie „Sun Reactive Overlay“

Auch hierfür hat „Pinlock“ neuerdings eine Lösung:
Mit „Sun Reactive Overlay“ gibt’s jetzt eine Folie, die von außen auf’s Visier aufgeklebt wird.
Sobald Sonnenstrahlen auf das Visier treffen, tönt es sich angeblich automatisch in Sekundenschnelle.
>> pinlock.com/overlay

Motorradhelm mit integrierter Sonnenblende

Heutzutage gibt es diverse Motorradhelme mit integrierter Sonnenblende.
Wer mit einem solchen liebäugelt, tut gut daran, sich die „Mütze“ noch im Laden aufzusetzen und die Bedienung der Sonnenblende ausgiebig auszuprobieren:

Bei einigen Herstellern lässt sich der Hebel zum Runterlassen der Sonnenblende sehr schwer betätigen.
Andere kamen auf die glorreiche Idee, oben auf dem Motorradhelm einen Knopf anzubringen, mit dem man die ausgefahrene Blende durch Antippen wieder einfahren kann.
Hmm… Hat schonmal jemand von Euch bei voller Fahrt seinen Arm hochgerissen…?

Mir persönlich gefällt die Lösung der Shark-Helme ziemlich gut: Dort sitzt der Pinockel seitlich am Helm und lässt sich leicht und schnell bedienen.
Allerdings ist mir das Sonnenvisier viel zu dunkel, so dass ich es bislang nur bei sehr extremer Sonneneinstrahlung herunterließ. Bei derb tiefstehender Herbstsonne reichte mir der Blendschutz dabei nicht aus.

Sunax-Sonnenblende

Meine Lieblingslösung für das „Sonnenproblem“ lautet übrigens nach wie vor „Sunax„:
Dabei handelt es sich um eine schmale, in den Motorradhelm einsteckbare Sonnenblende, die danach dauerhaft im oberen Teil des Helms „schwebt“.

Als ich diese bei meinem damaligen „Uvex Boss“-Helm ausprobierte, war ich zunächst skeptisch und befürchtete, das Dingen könnte beim Fahren irgendwie stören. Die Sorge war völlig unbegründet: Die Blende funktioniert wie ein Käppi (einigen vielleicht auch als „Schirmmütze“ bekannt): Da die Augen dauerhaft im Schatten liegen, wird man nicht geblendet. Steht die Sonne sehr tief, reicht es aus, den Kopf minimal zu neigen. Die Blende selbst sieht man beim Fahren nicht.

Dummerweise funktioniert das Teil nicht in jedem Helm. So musste ich sie in meinem „Shoei“-Helm leider ganz doll vermissen, da sie sich dort nicht einwandfrei einsetzen ließ.

Die klassische Variante gibt’s übrigens für 19,99 Euro – unter anderem – bei >> Louis.

Bedauerlicherweise hat die Firma >> Sunax (www.sunax.de) ihren Betrieb zum 31.12.2017 eingestellt.

 

Motorrad-Beleuchtung

LED schlägt Xenon – schlägt Halogen – schlägt H7 – schlägt H4…
Gewöhnlich sind Motorräder mit „H4“ oder „H7“-Lampen ausgestattet.

Während es bei Autos einen Wandel von Halogen-Scheinwerfern, über Xenon- bis hin zum LED-Licht gab, werden Letztere bei Motorrädern serienmäßig weiterhin bei nur wenigen Modellen verbaut.

Hier könnt Ihr Euch einen recht guten Überblick über die Möglichkeiten verschaffen:

 

 

GESEHEN WERDEN

 

Warnwesten

Der eine findet sie grauselig und würde sein Hobby aufgeben, wenn es zu einem Warnwesten-Zwang käme – der andere möchte niemals mehr darauf verzichten.
Im Ausland kommen Motorradfahrer teilweise nicht um das Mitführen einer Warnweste herum. Jene muss rot, gelb oder orangefarben sein und der Norm EN 471 entsprechen.
>> Warnwestenpflicht und Bußgeld im Ausland – pdf-Format (www.adac.de)

Die Westen gibt’s an jeder Ecke für zwei Pfennig fuffzig. Zum Motorradfahren sind viele der Billig-Artikel ungeeignet, da sie während der Fahrt unkontrolliert herumflattern.

Die Zeitschrift MOTORRAD hat 2010 Warnwesten getestet. Leider ist der Beitrag nicht mehr online.
>> Zum Test (www.motorradonline.de/weitere-motorradbekleidung/test-warnwesten-und-signalwesten/290941)

Gut wird beispielsweise die >> Reusch-Warnweste (www.polo-motorrad.de) bewertet.

Wer es exklusiver möchte, gönnt sich eine Warnweste des Herstellers seines Vertrauens, zum Beispiel

„Dane“ bietet eine Motorradweste an, die mit LED-Leuchten bestückt ist:
>> LED-Motorradweste „Viborg“ von „Dane“ (www.motoport.de)

Mittlerweile gibt’s auch Kombinationen aus Warn- und Airbag-Weste, beispielsweise

>> Helite Turtle Airbag Weste (www.cs-bikeweart.de)

Witzige und/oder personalisierte Varianten

Wunsch-Aufdruck
Bei „Teamsportbedarf“ könnt Ihr Warnwesten mit Eurem Wunsch-Text-Aufdruck bestellen:


>>> https://www.teamsportbedarf.de

Witziger Aufdruck
„Bikerdream“ bietet personalisierte Warnwesten an.
Oder greift einfach auf die vorgefertigten Texte wie „Lumpensammler“ oder „Hetz mich nicht“ (mit Kuh-Aufdruck) zurück?

>> www.bikerdream.de

Warnwesten für Mädels

Beim Motorradbekleidungs-Label „Icon“ gibt es spezielle Warnwesten für Mädels – neben gelb auch in krassem pink.

2016-05-23 16.38.08

Bestellbar sind sie beispielsweise bei >> www.motoin

Wie der „Postillon“ „glaubhaft“ versicherte, gibt es bald eine Warnwesten-Pflicht für Rehe und Hirsche:
>> Warnwestenpflicht für Rehe und Hirsche soll Zahl der Wildunfälle reduzieren (www.der-postillon.com)

Darüber hinaus gibt’s auch >> Warnwesten für Hühner (www.humanmeier.de) 🙂

 

 

Motorradkleidung mit LED

Die meisten Motorradjacken sind mit reflektierenden Einsätze bestückt, die leuchten, sobald ein Scheinwerfer sie anstrahlt.

Einen Schritt weiter geht die

Night-Eye-Serie von „Macna“

Der Hersteller hat mit der Serie „Night Eye“ Moppedklamotten auf den Markt gebracht, die komplett im Dunkeln leuchten, sobald sie angestrahlt werden.
Großer Vorteil:
Tagsüber sieht man der Kleidung ihre leuchtenden Eigenschaften nicht an und sie kommt ganz normal (in schwarz, grau oder hellgrau-weiß) daher.
>> Night-Eye-Motorradbekleidung von Macna

Kaufen könnt Ihr die Kleidung unter anderem bei >> Hein Gericke.

>> Jörg Wenzel (www.whyaskwhy.net) hat die Klamotten mal ausprobiert und verrät Euch, wo Ihr sie günstig bestellen könnt.

LED-Jacke von „Dane“

2013 brachte auch die Firma „Dane“ mit der „Lynsted“ eine LED-bestückte Jacke heraus:
>> www.dane.de

LED-Jacke von Triumph

Triumph bietet mit der „Light-Jacke“ eine abriebfeste Tourenjacke aus 600D Dupont Cordura® an. Auf der Front- und Rückseite ist sie mit LED-Leuchten (vorne weiß, hinten rot) bestückt. Die Leuchten werden von einer leichten Batterie gespeist, die sich ganz einfach per USB-Anschluss aufladen lassen. Die Jacke hat anthrazitfarbene 3M®-Reflexbiesen und -einlagen, eine herausnehmbare Softshell-Jacke und Air-Flow-Belüftungen.
>> www.worldoftriumph.com

LED-Blink- und Brems-Lichter für Motorradkleidung

Bei Black Flare lassen sich Motorradjacken und -Westen mit Blink- und Brems-LED-Lichtern ausstatten.
Was geht, seht Ihr hier:

Nähere Infos gibt’s unter >> backflare.com

 

LED-Motorradhelm

Zum Saisonbeginn 2015 brachte Motorradhelmbauer „Shark“ einen LED-Motorradhelm auf den Markt: Das Modell „Skwal„.

Der Clou: Der Integralhelm ist auf der Front- und Rückseite mit kleinen LED-Leuchten bestückt, die man bei Bedarf wahlweise dauerleuchten oder blinken lassen kann. Ein Sonnenvisier ist ebenfalls integriert. Die einfarbige Variante gibt’s (regulär) für 229 Euro, der Helm mit Dekor kostet regulär 249 Euro. Achtet auf Schnäppchen: Hier und da könnt Ihr den Helm bereits für 199,90 Euro ergattern!

Das Grundmodell (schwarz) könnt Ihr bei jedem zweiten Motorradbekleidungs-Händler begutachten. Die Dekor-Helme gibt’s meist nur auf Vorbestellung.

Unter anderem ist der „Skwal“ erhältlich bei >> www.fc-moto.de

Ich persönlich finde das Teil übrigens klasse: Nicht wegen dem Blink-Blink, sondern weil der „Helm“ einfach ziemlich gut sitzt und mir das Dekor gefällt. 😀

Falls Euch das alles nicht zusagt…

… verpasst Eurem Mopped doch einfach einen Electroluminescent-Anstrich?

Erfinder des im Dunkeln leuchtenden Lacks „Luminor“ ist die in Daytona (USA) ansässige Firma „Darkside Scientific“. Die Farbe lässt sich ganz einfach auf diverse Materialien auftragen, beispielsweise auf Holz, Metall oder Fiberglas und in aqua, blau, grün, weiß und orange erhältlich. Die wasserbasierte Sprühfarbe basiert auf Elektrolumineszenz und leuchtet beim Anlegen elektrischer Spannung. Keine Ahnung, wie genau das funktioniert…

Weitere Infos dazu gibt’s >> im Blog von bikeornot.com oder bei >> www.lumilor.com („Lumilor Electroluminescent Coating“)

Reflektierendes Spray

Eine Alternative bietet das reflektierende Spray des schwedischen Anbieters „Albedo“:
Für’s Motorradfahren eignen sich folgende Varianten:

  • das halbtransparante, auswaschbare „Invisible Bright“ für Textilien
    z.B. erhältlich bei Reflektierendes Spray (www.polo-motorrad.de)
    (100ml: 17,95 Euro)

  • das silbergraue „Permanent Metallic Spray“, z.B. für’s Motorrad (200ml: 24,95 Euro)

 

Wie verbessert Ihr Eure Sicht bei Sch…wetter? Und was tut Ihr, um besser gesehen zu werden?

Wie immer freuen wir uns über Eure Tipps, Meinungen und Anregungen!

 

Susy
Susy
Geboren "Anno Pief" (im letzten Jahrhundert). Im zarten Alter von vierzehn mit dem Mopped-Fieber infiziert (keine Ahnung wieso!) und eine gefühlte Ewigkeit um den Moppedschein gekämpft. Mit sechzehn zunächst an der "unendlichen Macht" der "Ernährer" gescheitert, mit achtzehn aber endlich erfolgreich. *YEAH!* Danach - trotz Schein - nie aktiv gefahren und den "Virus" eine halbe Ewigkeit erfolgreich verdrängt. Bis er dann, 2004, umso heftiger wieder ausbrach... Seitdem einfach unheilbar krank dem Moppedwahn verfallen... :D
http://www.motorrado.de

Schreibe einen Kommentar

*


Top