Sardinien: Tourenkarten, Reiseführer und Co

Am Anfang einer Motorradtour steht die Vorfreude. Und mit dem Beginn der konkreten Touren-Planung steigt diese umso mehr. Zunächst einmal hilft zwar „googlen“. Letztendlich läuft es aber doch meist darauf hinaus, dass wir uns anfassbare Reiseliteratur besorgen. Dies gilt insbesondere für Tourenkarten.

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>> ADAC-Tourenkarte

Leider gibt es vom ADAC bislang keine echte Motorradtouren-Karte für Sardinien.

Das angeforderte >> ADAC-Tourset enthielt aber immerhin eine Übersichtskarte von Sardinien, die sehr hilfreich war, sich einen ersten, groben Überblick über die italienische Insel zu verschaffen.

Die Tour-Sets gibt’s übrigens auch als >> Smartphone-App.
Praktisch: Die enthaltenen Urlaubsführer und Karten lassen sich auch offline nutzen.

 

>> Motomap Sardinien (Verlag Hallwag Kümmerly & Frey – Kraft2go)

Mit der „Motomap Sardinien“ bekommt man eine große Sardinien-Landkarte und 16 laminierte Tourenkarten für den Tankrucksack.

Zusätzlich lassen sich die GPS-Daten der empfohlenen Touren unter www.kraft2go.de für TomTom- und Garmin-Navis herunterladen.

Unser Fazit:

Die einseitig bedruckte Landkarte kommt auf hauchdünnem Papier daher und bietet einen Überblick über Sardinien, Korsika und das angrenzende italienischen Festland.

Der Maßstab (1:650.000) kann höchstens dazu dienen, sich grob zu orientieren. Die auslandenden Maße der Karte (ca 120cm hoch und 67 cm breit) machen es unterwegs so gut wie unmöglich, sie effektiv zu nutzen.

Die GPS-Downloads ließen sich leider auf unserem Navi (TomTom Rider 400) größtenteils nicht laden. Offenbar enthalten sie zuviele Wegpunkte. Schade!

Die einlaminierten Tankrucksack-Karten haben jedoch Idealmaße (23 cm hoch und 24,5 cm breit):
Auf der Vorderseite findet sich ein detaillierter Kartenausschnitt (Maßstab: 1:275.000) mit sehr gut erkennbarer, textmarkerähnlicher, orangefarbiger Einzeichnung der vorgeschlagenen Tour. Darunter sind die wichtigsten Stationen in Textform notiert.
Auf der Rückseite gibt’s Tipps und Details zur Route.

Besonders hilfreich:
Für jede der 16 Tour-Vorschläge gibt es eine übersichtliche Einschätzung in Sachen Schwierigkeit, Kurvigkeit, steile Abschnitte, Schotterstrecke, Fahrzeit und Distanz.
Nicht nur für Einsteiger eine hilfreiche Sache!

Für unser Reiseziel im Osten Sardiniens können wir von den 16 angebotenen Touren leider nur 5 gebrauchen. Dafür kann der Verlag jedoch nichts.

 

>> Motorrad-Touren Sardinien (Verlag: Motorcycle Travel Books)

Für den Preis von 25,50 Euro erhält man ein Bundle, bestehend aus:
– einer Motorrad-Tourenkarte
– einem Motorrad-Reiseführer im Mini-Buch-Format und
– einer DVD mit den GPS-Daten und Touren-Videos zu allen 12 Touren

Unser Eindruck:

Die Tourenkarte ist zwar einigermaßen übersichtlich; Mit 90 Zentimeter Länge und 82 Zentimeter Breite ist sie aber ebenfalls so überdimensioniert, dass man kaum Lust verspürt, sie unterwegs auszubreiten.
Allerdings ist sie dank ihres Maßstabs (1:200.000) detailreicher als die „Motomap“. Auch das Papier ist etwas dicker, fühlt sich aber trotzdem dünn und fladderig an und kann daher leider nicht überzeugen.

Der Reiseführer im Mini-Buch-Format hingegen gefällt uns ausgesprochen gut. Besonders hilfreich: Die Angabe des Kurvenspaß-Faktors und ob es auf der Route Offroad- oder Sandstrecken gibt.

Auf der mitgelieferten DVD wird jede der 12 Touren detailliert (mit Google-Earth-Routen-Video) vorgestellt. Die Qualität der Videos ist fantastisch und jedes macht einfach Lust auf mehr!

Auch die GPS-Daten ließen sich einwandfrei auf unserem Navi importieren.
Kleiner Import-Tipp: Einige der Routen enthalten Offroad-Strecken. Habt Ihr solche Straßen in Euren generellen Navi-Einstellungen ausgeschlossen, lassen sich die Routen teilweise nicht korrekt laden!

Für unseren bevorstehenden Trip in den Osten Sardiniens eignen sich leider nur vier der zwölf Touren. Macht aber nix, denn allein schon die DVD ist hervorragend geeignet, sich so manch bevorstehenden trüben Herbst- oder Wintertag schön zu träumen!

 

Reise-Wörterbücher

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Nö… Wir können und wollen keinen Hehl daraus machen, dass wir die Kauderwelsch-Sprachführer des „Reise-Know-How-Verlags“ aus Bielefeld irgendwie ziemlich klasse finden!
Das Format ist ideal: Sie sind nicht zu dick und sie enthalten genau den Wortschatz, den man benötigt, um im Ausland ganz gut klar zu kommen. Zudem findet man in den Umschlagklappen ganz fix die wichtigsten Redewendungen. So zum Beispiel:

 

>> Kauderwelsch-Sprachführer „Sardisch Wort für Wort“
(Reise-Know-How-Verlag)

Auf Sardinien spricht man Italienisch. Oder?

Wenn wir „dem Internet“ trauen dürfen, sprechen ungefähr 1 Million der 1,6 Millionen auf Sardinien lebenden Sarden regelmäßig Sardisch (statt Italienisch).

Ob wir das Buch benötigen werden, wissen wir zwar (noch) nicht, aber man kann ja nie wissen! 😉

 

>> Pocket-Sprachführer Italienisch“ (Pons)

Das Reisewörterbuch bietet einen guten Überblick über die fremde Sprache und passt aufgrund seines Mini-Formats hervorragend in den Tankrucksack.

In der ersten Hälfte findet man wichtige Redewendungen zu folgenden Themen:
Reiseplanung – Im Gespräch – Unterwegs – Übernachten – Essen und Trinken – Besichtigungen und Kultur – Shoppen – Für alle Fälle.
Die zweite Hälfte teilen sich die Reisewörterbücher „Italienisch-Deutsch“ und „Deutsch-Italienisch“.

 

Unser besonderer Tipp

>> „Kauderwelsch „Motorrad-Wörterbuch in 5 Sprachen“
(Reise-Know-How-Verlag)

In diesem kleinen Büchlein, das sich locker-flockig im Tankrucksack unterbringen lässt, findet man 1.500 relevante Begriffe rund um die Motorradreise. Und das gleich in fünf Sprachen:

  • Deutsch
  • Englisch
  • Französisch
  • Spanisch und
  • Italienisch.

Das Buch unterteilt sich in zehn Kapitel:
Vom Zoll bis an den Strand – Vor Ort unterwegs – Unterkunft – Essen und Trinken – Rund ums Motorrad – In der Werkstatt – Krank sein – Alles dabei? – Post, Bank, Telefon und Internet – Zählen, Zahlen Zeit und Datum, Mengen und Maße.

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Fazit: Handlich, hilfreich und besonders gelungen!

Leider ist auch dieses Buch nicht perfekt:
So enthält es tatsächlich nur Stichworte und verzichtet auf die wichtigsten Redewendungen wie Höflichkeits- und Grußformeln. Ohne ein zusätzliches Wörterbuch kommt man daher nicht aus.

Naja, vielleicht etwas „viel“ verlangt in einem Zeitalter, in dem die einfachsten Floskeln wie „Danke“, „Bitte“ und „Entschuldigung“ neben der Ansage der Tagesszeit („Hallo“ und „Guten Tag“) selbst von Muttersprachlern kaum noch beherrscht werden…?

Gut gefällt uns übrigens auch das Motorrad-Wörterbuch „Reise und Technik: Deutsch – Italienisch“ aus dem Motorbuch Verlag. Offenbar ist dies jedoch nicht mehr erhältlich.

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Online-Wörterbücher

BMW-Pannenlexikon:
Auf den Seiten von BMW könnte Ihr Euch ein >> BMW-Pannenlexikon (pdf-Format) herunterladen. Zur Auswahl stehen 18 verschiedene Sprachen.

Mini-Sprachführer:
Schließlich gibt es bei „Lingua-World“ >> Mini-Sprachführer in diversen Sprachen.

Und welche Sardinien-Literatur empfehlt Ihr?

Über Eure Kommentare würden wir uns sehr freuen!

 

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Susy
Susy
Geboren "Anno Pief" (im letzten Jahrhundert). Im zarten Alter von vierzehn - keine Ahnung wieso - mit dem Mopped-Fieber infiziert und anschließend eine gefühlte Ewigkeit um den Moppedschein gekämpft. Mit sechzehn zunächst an der "unendlichen Macht" ihrer "Ernährer" gescheitert, mit achtzehn dann aber endlich erfolgreich. *YEAH!* Im Anschluss - trotz Schein - leider nie aktiv gefahren und den "Virus" eine halbe Ewigkeit erfolgreich verdrängt. Vor etwa zehn Jahren brach er allerdings - umso heftiger - wieder aus... Seitdem "isse" - moppedtechnisch gesehen - mindestens "unheilbar krank"! :D
http://www.motorrado.de

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