Motorradhandschuhe für kurze Finger

Motorradhandschuhe

Die passenden Motorradhandschuhe zu finden, ist eine Wissenschaft für sich und sicher können viele ein Lied vom Frust beim Handschuhkauf singen.

Kleine Hände – kurze Finger

Glücklicherweise produzieren die Hersteller heutzutage auch Motorradhandschuhe jenseits der Prankengröße; in der Regel sind dies spezielle „Damen-Modelle“. Allerdings gehen sie offenbar davon aus, dass es sich bei allen Ladies um feenähnliche Geschöpfe mit filigranen, langen Finger handelt.

Für alle Nicht-um-Klavierspielen-Geborenen heißt es also: Suchen, suchen und nochmal suchen. Nach massig nervigen Anproben habe ich „meine“ Handschuhe gefunden.

Louis Held-HandschuheAnlässlich des 70. Geburtstag von Louis produzierte Held das Modell „GT One“. Diese passten auf Anhieb und leisteten mir jahrelang treue Dienste. Viel Regen kann das Jubiläums-Modell allerdings nicht ab.
Sie sind ganz leicht gefüttert und machen bei Temperaturen zwischen 15 und 22 Grad richtig Spaß. Besonders praktisch: Der Visierwischer am linken Zeigefinger, den ich nie wieder missen will. Wie der Name schon sagt, lässt sich das Helm-Visier damit problemlos von Regentropfen befreien.

Mittlerweile sind sie in die Jahre gekommen, also musste ein neues Paar her:

Held Orkney Handschuhe Meine Wahl fiel auf das Modell „X-Trafit“, ebenfalls von Held (Bestell-Nr. 2149). Bei „Louis“ gekauft, erwiesen sich die Teile jedenfalls im Nachhinein als „jeden Cent wert“: Selbst bei übelster ganztägiger Fahrt durch Dauerregen, blieben meine Hände trocken. Natürlich verfügt auch dieses Modell über einen Visierwischer (ich kann gar nicht mehr ohne! 🙂 )

Besonders beeindruckt hat mich allerdings die Tatsache, dass man sie auch bei Regenwetter ausziehen kann, ohne dass das leichte Futter sich nach außen stülpt bzw. mit hinausschlüpft. Temperaturtechnisch finde ich sie zwischen 13 und 22 Grad ideal.

Sinken die Temperaturen, helfen Unterziehhandschuhe (die Günstigen von „Louis“ erfüllen dabei voll und ganz ihren Zweck). Bis 8 Grad Außentemperatur ohne Ostwind bleiben die Finger mit dieser Handschuh-Kombination mollig warm.

Held X-Trafit HandschuheAls Frostbeule mussten natürlich auch dicke Winterhandschuhe her. Erneut fiel meine Wahl auf „Held“. Die Handschuhe schimpfen sich „Orkney“ und halten mollig warm, zumindest bei um die 7-8 Grad. Das Anziehen gestaltet sich aufgrund der Dicke ein wenig schwierig. Zumindest beiben die Finger aber einigermaßen beweglich. Wie weit der Wohlfühlfaktor bei noch niedrigeren Temperaturen erhalten bleibt, blieb bislang ungetestet. Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass auch dieses Modell über einen Visierwischer verfügt? 😉

Nein, wir sind weder Werbebotschafter von „Held“, noch zahlt uns die Firma ein kleines Taschengeld… Aber: Bei anderen Herstellern habe ich bislang noch keine vergleichbar guten Alternativen gefunden. Außer:

Vanucci-HandschuheMeine Sommerhandschuhe „V3“ stammen von Vanucci. Leicht, ungefüttert und membranlos. Erste Wahl, sobald Thermometer die 20-Grad-Marke toppt.

Langsam aber sicher müssen mal Neue her, denn nach jahrelangem Einsatz lösen sie sich langsam aber sicher von innen auf. Bislang habe ich allerdings noch keinen geeigneten Ersatz gefunden.

 

Breite Hände – kurze Finger

Die verschärfte Variante von „Kurze-Finger“ lautet ganz klar „breite Hände“. Für diese Konstellation ein passendes Paar Motorradhandschuhe zu finden, ist so gut wie unmöglich:

Wählt man einen Handschuh der Größe 10 oder 11, passen zwar möglicherweise die Finger einigermaßen, dafür ist der Handschuh aber für den Daumen viel zu lang. Oder aber umgekehrt. Beides taugt allerdings kaum zum entspannten Motorradfahren!

held-fresco Googeln hilft. Zumindest manchmal…

Dort bekamen wir jedenfalls einen heißen Tipp: das Modell „Fresco II“ von Held, das wahlweise mit kurzen oder langen Fingern erhältlich ist. Tolle Idee!

Das Modell gibt’s nicht nur direkt im Hersteller-Shop, sondern auch bei den „üblichen Verdächtigen“ (z.B. Louis oder Polo) zum gleichbleibenden Preis von 69,95 Euro.

Fazit:
Das als reine (= ungefütterte) Sommervariante angepriesene Handschuh-Modell passte. Und zwar prompt!
Das Leder: butterweich!

Bei – zur Zeit über 20 Grad – eine ideale Lösung.
Zudem halten die Handschuhe auch einem kurzen Regenschauer problemlos stand.

Das Anziehen gestaltet sich etwas mühselig. Einmal drin, sitzen die Teile allerdings sehr gut.

Selbstredend verfügt auch dieses Modell über unser Lieblings-„Gadget“, den Visierwischer!

Nach-Sommer-Fazit:
Bei unbeständigem Herbstwetter taugt der Handschuh weniger, denn bei Temperaturen minus 15 Grad frösteln einem die Flossen eher, als einem lieb ist…

 

Habt Ihr weitere Tipps?

Wir sind dankbar für jeden Hinweis, der uns künftig die lästige Sucherei erspart!

 

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Susy
Susy

Geboren „Anno Pief“ (im letzten Jahrhundert). Im zarten Alter von vierzehn – keine Ahnung wieso – mit dem Mopped-Fieber infiziert und eine gefühlte Ewigkeit um den Moppedschein gekämpft. Mit sechzehn zunächst an der „unendlichen Macht“ ihrer „Ernährer“ gescheitert, mit achtzehn dann aber endlich erfolgreich. *YEAH!*
Danach – trotz Schein – erst einmal nie aktiv gefahren und den „Virus“ eine halbe Ewigkeit erfolgreich verdrängt. Vor etwa zehn Jahren brach er allerdings – umso heftiger – wieder aus… Seitdem einfach „unheilbar krank“ dem Moppedwahn verfallen. :D

http://www.motorrado.de

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