Jahresrückblick 2017

2017 war ein Jahr mit kleinen Höhen und vielen Tiefen. Die Zahl der gefahrenen Jahresgesamtkilometer ist geradezu bezeichnend. Die Ausbeute: schlappe 3.447 Kilometer und damit so wenig wie noch niemals zuvor!

// >> Januar/Februar 2017 // >> März 2017 // >> April/Mai 2017 // >> Juni bis Oktober 2017 // >> November bis Dezember 2017 // >> Jahres-Fazit 2017 //
>> Ausblick 2018 // >> Wohin an Silvester? // >> Danke! //

 

Januar/Februar

Was macht man, um die trüben Wintermonate sie zu ertragen? – Genau: Pläne schmieden. Und natürlich shoppen!

Neueste Errungenschaften:


>> „FLM Sports Fleece Jacke 1.0“ (Polo-Motorrad)

Eine leichte, megaflauschige Fleece-Jacke


Meine neue knatschrote IXS-Textiljacke.

>> Zum Beitrag „Biker-Mode für Frauen: Neue Lieblingsjacke“

Nebenbei lauerte ich auf Fahrberichte und Videos zur neuen Suzuki GSX-S750 und deckte mich mit sämtlichen Zeitschriftenpapier ein, das auf der Titelseite einen Fahrbericht versprach. Jene fielen allesamt so positiv aus, dass ich beschloss, dieses Motorrad haben zu müssen. Prompt inserierte ich meine F800R bei Mobile.de.

Um die Verkaufschancen zu erhöhen, ging mein Mopped Ende Februar in die Werkstatt, um sich eine große Inspektion und frischen Tüv abzuholen.
Ich liebe diese Winterpreis-Schrauber-Aktionen!

 

 

März 2017

Am Freitag (2. März 2017) pilgerte ich völlig euphorisch zur Motorradmesse in Dortmund. Spätestens am Suzuki-Stand traf mich die Ernüchterung pur. Statt – wie von Bandit und GSR750 gewohnt – auf die Maschine hüpfen und Hurra schreien, hing ich auf der neuen GSX-S750wie Affe auf Schleifstein. Sämtliche Verrenkungen und Schönrederei waren vergebens: die Maschine passte einfach nicht zu meinem Hintern.
Erst am Kawa-Stand legte sich der Frust: Erstaunlicherweise hegte ich auf der neuen Kawasaki Z900 sofort ein ultimatives Wohlfühl-Gefühl!
>> Zum Bericht „Motorradmesse Dortmund 2017“

Wenige Tage später kam meine BMW zurück aus der Werkstatt. Erstmals hatte ich die Maschine weder selbst hingefahren noch von dort abgeholt. Stattdessen genoss sie ihr Prinzessinen-Dasein im Werkstatt-Transporter, da das Abholen/Bringen im Winterservice so gut wie inklusive war. Ok, etwas musste ich draufzahlen, da es bis zu meiner Haustür einige Kilometer länger waren, aber das waren Peanuts und gut investierte Taler.

Meine Anzeige bei Mobile riss leider nur wenige kaufwillige Biker aus ihrer Winter-Lethargie. Nach diversen saublöden Anfragen machte sich aber tatsächlich ein Interessent auf den Weg. Im ersten Moment noch netter Typ, ging er im nächsten dazu über, das Motorrad schlechtzureden, um den Preis drücken zu können.
Verflixt nochmal: Lernt lesen! Warum heißt ein FESTpreis wohl FESTpreis? – Wenn Ihr die Kohle nicht übrig habt, dann spart gefälligst und nervt nicht mit Eurer indirekten Bettelei!

 

 

April/Mai 2017

Die ersten beiden April-Wochen hielt ich noch brav die Füße still und tat ’nen Deibel, die Maschine zu bewegen. Naja, ok. Das Wetter reizte eh wenig.

Mitte April löschte ich das Mobile-Inserat, denn für eine Neuanschaffung war mir die Zeit zu knapp. Immerhin müsste die Maschine bis zur großen Tour eingefahren werden. Außerdem munkelte man, die Z900 verkaufe sich wie geschnitten Brot und es sei nicht wirklich sicher, im Falle des BMW-Verkaufs tatsächlich noch ein Exemplar in Wunschfarbe zu ergattern. Nebenbei standen brennende Fragen im Raum: „Wie befestigt man ein Navi an dem völlig zugebauten Z900-Lenker, wenn die aus dem Zubehör noch nicht soweit sind?“ und „Wohin mit der Gepäckrolle, wenn es keine Fixierpunkte zum Verzurren gibt?“

Tourvorbereitungen

Langsam aber sicher wurde es auch Zeit, unsere große Tour vorzubereiten.

Zunächst teste ich die Smartphone-Navigations-App Calimoto im Trockenbetrieb und war von der Routenfindung sehr angetan.
>> Zum Bericht „Calimoto: Kurven finden per Smartphone“

Sie live zu testen, war nicht so einfach: Zunächst musste ein möglichst großes Zweithandy her. Mein altes Gerät taugte leider nicht zum Navigieren für Altersblinde.

Der Plan sah vor, es per Lenkertasche von Givi zu befestigen. Der liebe Nachwuchs hatte sich diese einst für seine 125er Duke besorgt und war sehr zufrieden damit. Leider zu klein für mein neues, gebrauchtes Navigier-Handy.

Als die neu bestellte Tasche eintrudelte, machte ich beim Auspacken erst einmal einen Schritt rückwärts. Logisch: eine Tasche für ein 5-Zoll-Smartphone ist schließlich mindestens 5-Zoll groß! Am Lenker meines Moppeds montiert, hätte ich alles gesehen, nur keine Instrumente. Also ging das – eigentlich sehr gut verarbeitete Teil – wieder zurück.


Givi-Tasche S954B (Polo-Motorrad)

Nett anzuschauen, gut verarbeitet, aber extrem groß!

 

Also auf zur Werkstatt, wo sie eh eine zusätzlich USB-Ladedose in Lenkernähe anbringen sollten. Sicher würden sie dort einen Tipp auf Lager haben?

Hatten sie: „Warum packste das Teil nicht einfach in einen Tankrucksack? Richtig viel sehen wirste doch eh nicht“, meinte der Schrauber. Also investierte ich einen neuen Tankrucksack; zumal absehbar war, dass ich auf der Tour keine Chance haben würde, meine Hecktasche einzusetzen, da dort stattdessen eine Gepäckrolle sitzen würde.

So geht eine dezente USB-Ladedose:
Ideal angebracht, ohne die Verkleidung unnötig mit Löchern zu verschandeln…


Formschön und praktisch, nur etwas klein: Der Wunderlich-Tankrucksack „Tour“
>> Zum Bericht „Ausprobiert: Tankrucksack von Wunderlich“

 

Ok – Fahre ich also künftig mit dem Smartphone im Kartenfach des Tankrucksacks.
„Oh, da kann man ja gar nix mehr ablesen!?“

Jooo… Ergo musste wohl oder übel zusätzlich ein Headset her. Eins, das sich im günstigen Rahmen (maximal um die 100 Euro herum) bewegt und sich tatsächlich auch mit dem Navi (TomTom Rider 400) versteht. Nach kurzer Recherche entschied ich mich für das Skala Rider Qz von CARDO.

Grundsätzlich TOP: Es macht, was es soll, verbindet sich ohne großes Hick-Hack mit Navi und Smartphone (wobei mir Letzteres ziemlich egal ist, weil ich während der Fahrt nicht telefoniere) und alles ist gut. Zudem ließ es sich an meinem Motorradhelm („SHARK Skwal“) anklemmen und musste nicht geklebt werden. Die Ohrhörer legte ich einfach in die vorbereiteten Aussparungen im Futter.
Gut, die Ansagen hätten bei voller Fahrt etwas lauter sein können. Das mag aber auch daran liegen, dass ich Lautstärkepotenzial noch nicht vollends ausgeschöpft hatte…

Einziger Nachteil: Das Teil ist eigentlich nicht nur zum Hören, sondern dank angebautem Mikrofon auch zum Quatschen gedacht. Leider lässt es sich nicht abschrauben.
Damit es nicht blöde vor meinem Mund herumhängt, habe ich es einfach im Helmfutter versteckt.

Ansonsten muss man nur dran denken, das Teil am Abend neben all dem anderen elektronischen Spielzeug neu mit Strom zu versorgen.
Die Ladung reicht dann auch für den kompletten Tourtag.

Tut, was es soll: das Headset Scala Rider Qz

 

Neue Mopped-Stiefel!

Kurz vor der Tour trudelten meine neuen Daytona-Stiefel (Urban Master II) ein.
Eigentlich sind es Chopper-Stiefel, aber egal: Sie sind nicht nur formschön, sondern haben auch einen höheren Absatz.

Ob sie halten, was sie versprechen und mir einen etwas besseren Stand bescheren, konnte beziehungsweise wollte ich bislang nicht ausprobieren. Da nicht klar war, wie lange ich die BMW noch fahre, wollte ich mir die neuen Stiefel nicht durch den Stiefelkappen-Killer F800R zermackeln lassen.



Momentan liegen meine Daytonas noch im Karton
und warten gespannt auf ihren ersten Einsatz.

 

Auf großer Tour: 23. Mai bis 3. Juni 2017

Schock am Samstag vor der Tour:
Als ich mein Mopped vom letzten Winterstaub befreie, stelle ich fest, dass die Ventilkappen fehlen! AAAAAAAAAAH!
Jo… Die liegen garantiert noch in der Werkstatt. Da jene dank Wochenende telefonisch nicht erreichbar ist, setzte ich eine SOS-E-Mail ab. Prompt waren die Ventilkappen am Dienstag in der Post. – Einfach sauviel Glück gehabt: Immerhin ging es nach dem Mittag desselben Tages los auf Tour!

Zum Einschaukeln hatte ich zunächst eine Tour bei >> ROOKIE-TOURS gebucht.

Fazit: Sehr empfehlenswert – Netter kann ein Aufwärm-Frühjahrsmüdigkeitsvertreib-Training gar nicht laufen!
Sehr harmonische und dank gegenseitiger Rücksichtnahme homogene Gruppe, mit der es sich auch abends noch nett zusammenhocken ließ, ohne vom „Gruppenzwang“ angenervt zu sein. Mit Oskar hatten wir zudem einen sehr einfühlsamen Tourguide und Trainer, der uns eine Tour präsentierte, die forderte, aber nicht überforderte, uns dort rasten ließ, wo die Landschaft tatsächlich etwas für’s Auge bot und sich kümmerte, dass letztendlich jeder Teilnehmer von dem Training profitierte.
>> Zum Beitrag „Ausprobiert: Mit ROOKIE-TOURS unterwegs in den Alpen“

 

Während die anderen Teilnehmer ihre Heimfahrt antraten, hatte ich das große Glück, meinen eigentlichen Urlaub erst vor mir zu haben:
eine Woche Oberbayern mit unseren „Verrückten“! 😀

Highlight der Tour: Die Fahrt auf beziehungsweise über die >> Großglockner Hochalpenstraße.
Dank der schönen, gleichmäßigen Radien der 36 Kehren hätte ich jene glatt den kompletten Tag rauf- und runterfahren können. Auch nebenbei gibt es auf der 48 Kilometer langen Hochalpenstraße unheimlich viel zu entdecken!
>> Zum Beitrag: „Großglockner: Kringel für den Kurventanz“

Einziges Ärgernis mal wieder unser Navi: Irgendwann entsorge ich dieses elendige TomTom Rider 400 doch noch in der nächstbesten Schlucht!

Klar, wenn’s blöd kommt, kommt’s richtig blöde. So konnte ich Calimoto ebenfalls nicht nutzen, da man zur Eingabe von Start und Ziel eine einmalige Datenverbindung benötigt. Damit sah es in dem kleinen bayerischen Ort allerdings mau aus. Gut, wir hatten im Hotel WLAN; Was nützt das aber, wenn die Verbindung laufend abbricht, weil die lieben Mitgäste entweder dauerhaft Filme streamen oder sich gegenseitig ach so lustige Videos zeigen, während Du verzweifelt versuchst, die nächste Tour vom Smartphone aufs Navi zu ziehen?



Fahrspass pur in Oberbayern und Tirol!

>> Zum Beitrag „Motorradtour Oberbayern/Tirol“

 

Nach der Tour war klar: Die F800R und meinereiner können definitiv keine Freunde mehr bleiben:
Dass dieser blöde schwere Kupplungshebel mal zum echten gesundheitlichen Problem mutieren würde, hätte ich mir damals beim Kauf auch nicht träumen lassen…

 

 

Juni bis Oktober 2017

Einige Wochen später ging’s direkt auf zum nächsten Sommer-Urlaub.
Um nicht noch weitere Kilometer auf die BMW zu fahren und uns die horrenden Transport-Kosten zu sparen, flogen wir in die griechische Sonne.

30. Juni bis 12. Juli 2017 #UrlaubohneMopped

Chilliger Strand-Urlaub auf Chalkidiki:

     

   

Klingt an sich nicht schlecht, oder?

War tatsächlich wirklich nett und Glück mit dem Wetter hatten wir obendrein: Weit über 30 Grad waren allerdings schon heftig.
Aber besser so, als dieses Unwetter, das den Urlaubern in der Woche drauf wiederfuhr und bei dem sämtliche Straßen überflutet wurden.

Wenn Du EIN einziges Mal mit dem Motorrad im Urlaub warst, kann Dich so ein Strandurlaub an einem Ort aber auch mächtig anöden.
Spätestens am vierten/fünften Tag zählst Du plötzlich insgeheim die Tage, bis Du wieder heimfliegen kannst…

Zurück daheim war erneut nix mit Motorradfahren:
Haste kleine Kinder, kannste meist nicht fort. Sind die Kids dann groß, schwächeln mitunter Erzeuger und Du kannst ebenfalls nicht mehr so touren, wie Du gern würdest!

Erst im Herbst normalisierte sich sich der Zustand. Bis dahin hatten uns die lieben Kollegen den Urlaubsplan derart zugebucht, dass wir unseren Urlaub frühestens Ende September antreten konnten. Nicht so einfach, für den Zeitraum noch eine Tour mit Schönwettergarantie zu planen, bei dem die Moppeds nicht transportiert werden müssen.

Kurzfristig dachte ich darüber nach, noch einmal mit der >> Motoschool in die Alpen zu fahren.
Hin und hergerissen, ob es klug wäre, weitere Kilometer auf die Maschine zu fahren und somit die magische 20.000er-Grenze erheblich zu überschreiten, meldete sich plötzlich erneut ein Interessent für meine mittlerweile wieder inserierte BMW. Ergo war die Tour natürlich hinfällig.
Als sich der Typ dann plötzlich doch nicht mehr meldete, ärgerte ich mich schon extrem!

Schließlich beschlossen wir, erneut in den Urlaub zu fliegen.

Kroatien ohne Mopped (30. September bis 7. Oktober 2017) #UrlaubohneMopped

Für’s reine Strandliegen war es bereits zu frisch. Um tagsüber mit Shorts und Shirts rumzulaufen, reichte es aber allemale.
Sobald sich die Sonne gegen halb fünf/fünf verkrümelte, wurde es allerdings kühl. Eigentlich das perfekte Wetter für eine Motorradtour!

Wunderschönes Kroatien!

   

 

 

   

Trotz aller Kürze ein sehr abwechslungsreicher Urlaub, in dem wir eine Menge gesehen haben:
So zum Beispiel die >> Meeres-Orgel in Zadar, die nette Altstadt, den >> „Gruß an die Sonne“ und die >> bombastischen Krka-Wasserfälle im Krka-Nationalpark.

 

 

November bis Dezember 2017

Ende November stand das Wichteln beim Netbiker-Westfalen-Stammtisch an. So fuhren wir vorab zu Louis, um Wichtel-Geschenke zu besorgen.

Bei der Gelegenheit erstand ich hohe Motorrad-Sneaker, angeblich sogar wasserdicht!
Eigentlich eine überflüssige Anschaffung. Allerdings waren sie bei der Anprobe derart bequem, dass es dahingehend nix zu diskutieren gab.

(Eins habe ich mittlerweile gelernt: Wenn Dir irgendwas gefällt, schlag sofort zu! – Meist ist das Tüchs später nicht mehr erhältlich!)

 

Kaum hatte ich meine BMW erneut bei Mobile inseriert, ging es plötzlich wider Erwarten ratz-fatz:
Anfang November meldeten sich prompt zwei potentielle Käufer, wobei der Erste direkt begeistert zuschlug. Zwar weiter unter dem Anfang des Jahres verlangten Preises, aber weg ist weg und immer noch besser, sie bis zum Frühjahr zu halten und möglicherweise einen weiteren Verlust einfahren zu müssen.
>> Zum Bericht „Bye-bye F800R“

 

 

Jahres-Fazit 2017

Alle Welt will Motorrad fahren, aber ein Mopped verkaufen ist verdammt schwer!

Wer konnte ahnen, dass es sooo schwer sein könnte, eine BMW unters Volk zu bringen?

Noch vor einigen Jahren verkaufte sich die F800R wie geschnitten Brot.
Naja, zumindest bis sie mit der F700GS Konkurrenz aus dem eigenen Haus bekam und urplötzlich jene als bevorzugtes Fahrschul-Mopped fungierte…

Zudem hat man gegenüber seinen Mitbewerbern schlechte Chancen, sobald die 20.000-Kilometer-Grenze angekratzt ist, da jene mitunter gerade mal ein Viertel der Fahrleistung auf der Uhr haben.

Was machen die Leute eigentlich mit ihren Moppeds?
Fahren sie ausschließlich bei Gut-Wetter mal zur Eisdiele? Oder schieben sie ihr Töff hin und wieder in den Vorgarten, um es dort ausgiebig höchstselbst und von ihrer Nachbarschaft bewundern zu lassen?

Interessenten können ja soooo ätzend sein!
Hast Du Deine Maschine für siebentausend Euro inseriert, triffst Du garantiert auf Mobile-Trolle, die Dir knallhart anbieten, sie für sechstausend abzuholen.
Gehst Du runter auf sechstausend, bieten sie Dir fünf…
Kommen sie gar vorbei, machen sie mit aller Macht Deine Maschine nieder, nur um den Preis zu drücken!

Bei der Gelegenheit fällt mir gerade ein Spruch ein, den ich mal gelesen habe:
„Könnten Sie am Preis noch was machen?“ – „Klar, ich könnte die Nullen ausmalen. Welche Farbe hätten Sie denn gern???“

Letztendlich war ich während des Moppedverkaufs generell um jeden Interessenten froh, der die Maschine nicht „mal eben probefahren“ wollte:

  • Wer weiß schon, was dabei alles passieren kann?
  • Auch Diebstähle sind bei der Gelegenheit nicht selten…
  • Und was, wenn sich der Interessent mit Deinem Goldstück auf den Putz legt?

Folglich konnte ich nicht umhin, diese Standard-Probefahrt-Vereinbarungen zu ändern und zu ergänzen. Ob das rechtssicher war, musste ich zum Glück nicht ausprobieren. Auf alle Fälle fühlte es sich wesentlich besser an!

Mega-ätzend auch die Typen, die für den Preis tatsächlich erwarten, ein frisch aus der Fabrik geschlüpftes Zweirad zu bekommen. – Ist doch logisch, dass so’n Teil die ein oder andere Gebrauchsspur aufweist?

Auch gelernt:
Der BMW-Händler-Verkäufer hatte damals ausnahmslos Recht als er darauf hinwies, dass es nicht unbedingt vorteilhaft ist, sich seine BMW ganz nach Bedarf zu konfigurieren. Spätere Käufer fragen ausnahmslos nach, welche „Pakete“ Du Deinem Mopped gegönnt hast. Lautet Deine Antwort „keine, aber…“ hast Du bereits verloren!

Geht nicht nur mir so: Auch der Kumpel hätte seine 1200er GS-Adventure mangels Pakete ausnahmslos verramschen können. Im Gegensatz zu meinereiner muss er das Teil jedoch nicht zwingend verkaufen, um sich eine Neue leisten zu können und hält sie einfach als viertes Zweirad in seinem Mopped-Stall…

Was Du heute kannst bereisen…
Noch eins lernt man offenbar erst im fortgeschrittenen Alter:
Wenn Du die Chance hast, auf Tour zu gehen, fahre los! – Nicht warten, sondern genau JETZT SOFORT!

Egal, wie alt Du auch bist, weißt Du nie,

  • ob es Deine familiäre oder finanzielle Situation es im nächsten Jahr noch erlaubt
  • oder ob es Deine Knochen morgen noch erlauben?

 

 

Ausblick 2018

2018 wird garantiert spannend.

Urlaub

Unser Jahresurlaub ist so gut wie verplant und verteilt sich auf zwei größere Auszeiten MIT unseren Moppeds:

  • Im Frühjahr gönnen wir uns eine dreiwöchige Auszeit:
    Nach einer Woche Allgäu mit „unseren Jungs und unserem Sozia-Mädel“ lassen wir die Mannen wieder heimwärts Richtung Flachland ziehen, während es für uns beide über Kärnten nach Slowenien und dann weiter nach Kroatien geht.
    Nach einer Woche Urlaub kehren wir ins Allgäu zurück, um von dort – mit unserem (noch zu beschaffenden) Pkw und (noch auszuleihenden) Anhänger – nach hoffentlich schönen, entspannten drei Wochen völlig tiefenentspannt wieder heimzufahren.

  • Im Herbst fliegen wir für zehn Tage nach Sardinien. So die gebuchte Fluggesellschaft derweil nicht pleite geht und der neue Mopped-Transporteur hält, was er verspricht, steht uns eine spannende Woche bevor. Geplant ist eine Rundreise entgegen dem Uhrzeiger-Sinn, bei der wir unsere Hotels spontan vor Ort buchen wollen.

Für beide Zwecke reicht mir eigentlich ein kleines Mopped; je leichter, desto besser!

Was aber, wenn wir von hier „mal eben“ in die Eifel, an die Mosel oder in den Harz fahren wollen? Spätestens dann rächt sich die Wahl eines drehfreudigen Ein/Zwei/Drei-Zylinders…

Neues Mopped, neues Glück?

Momentan bin ich motorradlos. – Wenn man zudem absolut nicht weiß, welches Motorrad das Nächste werden wird, beginnt eine alles andere als entspannte Zeit!

Leicht und handlich soll mein neues Gefährt sein, damit ich es auch ohne fremde Hilfe rangieren kann, wie ich lustig bin. Leicht ziehbare und einstellbare Hebel soll es haben, die sich auch ohne vorheriges Krafttraining in Extremsituationen (beispielsweise im dollsten Pässekarussell oder inmitten eines Großstadtdschungels) einwandfrei betätigen lassen. Ein einwandfreier, sicherer Stand wäre toll!

Lange Rede, kurzer Sinn: Offenbar suche ich mal wieder ein Mopped, das vermutlich erst noch gebaut werden muss!

Irgendwie gestaltet sich die Suche leider problematisch…
Fakt ist: Tiefergelegte Moppeds (oder solche mit tiefer Sitzbank) lassen sich „nicht mal eben um die Ecke“ probesitzen (geschweige denn fahren). Schon gar nicht mitten im tiefsten Winter!

Weitere Hürde(n):
Viele der neuen, interessanten Modelle stehen offenbar erst Anfang März in den Läden.
Wer sie auf oder direkt nach der Motorradmesse in Dortmund bestellt, muss schon ganz viel Glück haben, seine Maschine Mitte oder Ende April zu erhalten.

So die Wahl auf eins der neuen Modelle fallen sollte, gibt es voraussichtlich noch kein entsprechendes Zubehör.
Ohne Navi fahren zu müssen, da es bislang keine entsprechende Halterung gibt, ist mittlerweile ein klares No-Go, wenn man mit bloßem Auge keine Karten mehr lesen kann!
Hallo? Bevor Ihr jetzt vor Lachen in Euren Lenker beißt, Vorsicht:
Spätestens Mitte 40 geht der Mist offenbar bei jeder/m los; so herzlich Ihr vorab bei Euren Mitfahrern auch darüber gelacht habt!“

 

Wohin an Silvester?

Auch in diesem Jahr bleiben wir über Silvester zu Haus:
Erst geht’s lecker essen, um anschließend mit netten Freunden pilsbier-vernichtend auf das Neue Jahr zu warten…

Irgendwann ist es uns sicher auch mal vergönnt, den Jahreswechsel mit dem Mopped zu verbringen…?
Entsprechende Tipps und Ideen haben wir im >> Beitrag „Silvester-Spaß für Biker“ verbloggt.

 

Und zuguterletzt:

Danke!

… an all unsere regelmäßigen und sporadischen Leser.
Insbesondere an jene, die den Mut hatten, einen Kommentar zu hinterlassen.
Vielen Dank für all die Tipps, Eure konstruktive Kritik, hilfreichen Hinweise und Anregungen!

DANKE auch für’s Teilen unserer Beiträge auf Facebook, Twitter, Google-Plus und Instagram!

Alles in allem sehr schön zu sehen, dass Euch die Themen, die uns am Herzen liegen, tatsächlich interessieren! 😀

 

Wie war Eurer Jahr 2017?

Wie feiert Ihr Silvester?
Und was waren Eure Jahres-Highlights???

 

Print Friendly, PDF & Email
Susy
Susy
Geboren "Anno Pief" (im letzten Jahrhundert). Im zarten Alter von vierzehn - keine Ahnung wieso - mit dem Mopped-Fieber infiziert und eine gefühlte Ewigkeit um den Moppedschein gekämpft. Mit sechzehn zunächst an der "unendlichen Macht" ihrer "Ernährer" gescheitert, mit achtzehn dann aber endlich erfolgreich. *YEAH!* Danach - trotz Schein - erst einmal nie aktiv gefahren und den "Virus" eine halbe Ewigkeit erfolgreich verdrängt. Vor etwa zehn Jahren brach er allerdings - umso heftiger - wieder aus... Seitdem einfach "unheilbar krank" dem Moppedwahn verfallen. :D
http://www.motorrado.de

4 thoughts on “Jahresrückblick 2017

  1. Moin Susy,
    wiedermal schön zu lesen und einiges bei mir selbst wiedererkannt. Ich habe dieses Jahr zwei verkauft, beide waren auch sehr anhänglich.

    Ein Tipp zu Probefahrten (auch wenn’s scheinbar weitere potentielle Käufer abhält, aber das waren dann eh‘ keine ernsthaft interessierten): Bei mir gibt es eine Probefahrt nur gegen Kaution in cash in Höhe des angegebenen Verkaufspreises. Wer das Mopped ernsthaft in Erwägung zieht, hat die Kohle bereits und legt sie auch auf den Tisch. Wer die Kohle nicht hat, der kauft auch eh‘ nicht nach der Probefahrt.

    Für 2018 wünsche ich Dir ein tolles Moppedjahr und viele schöne Touren, aber eben auch das andere: Gesundheit und sonstige Sicherheit – ist mindestens genauso wichtig, wie ich jetzt leider weiß.

    Viele Grüße
    Ralf




    1



    0
    1. Hallo Ralf,
      schön, dass Du immer nich mitliest! Hat mich sehr gefreut, mal wieder von Dir zu hören!
      Danke für den Kautions-Tipp: Ist was Wahres dran und bewahrt sicher vor massig Ärger. Ich hatte letztendlich in die Probefahrtvereinbarung einen Passus aufgenommen, der bei jeglicher Beschädigung egal warum auch immer zur Zahlung der kompletten Kaufsumme verpflichtet. Naja, im Falle eines Falles hätte ich sicher hinter dem Geld herrennen müssen…
      LG und Euch beiden ebenfalls ein megaschönes und gesundes Neues Jahr
      Susy




      0



      0
  2. Hey Susy,
    beim lesen hab ich gern und etwas wehmütig an meine ersten, aber erfolgreichen, Fahrversuche in den Alpen mit unserer harmonischen Gruppe gedacht. Daraufhin wagte ich mich im Herbst gleich auf die Route des Grandes Alpes. Es war grandios und ich war stolz auf mein Moppedle und mich. Nächstes Jahr geht es im Juni in die Dolomiten und im Herbst ebenfalls nach Sardinien. Mal sehen ob die diesjähre Jahresleistung von etwa 15.000km angekratzt werden kann.
    Ich wünsch dir viel Erfolg bei der Suche nach dem passenden Untersatz!
    Liebe Grüße
    Carola




    0



    0
    1. Hi Carola,

      erstmal vielen lieben Dank!
      Zum zweiten ein ganz großes WOW: die Routes des Grandes Alpes sind schon ’ne Hausnummer. Hut ab vor soviel Mut; kannst wirklich stolz auf Dich sein!
      Da nimmste die Dolos und Sardinien doch locker mit links 😉

      Ich wünsche Dir ein spannendes, tourreiches und gesundes, schrottfreies Jahr. Und wer weiß: vielleicht kreuzen sich gar unsere Wege auf Sardinien?

      LG
      Susy




      0



      0

Schreibe einen Kommentar

*


Top