Hilfe, Motorradunfall – Was nun?

In Deutschland muss zwar jeder Autofahrer ein Warndreck und eine Verbandskasten mit sich führen, Motorradfahrer jedoch nicht. Was aber macht man als Biker, wenn man doch einmal unvermittelt an einen Unfallort gerät?

Wie sichert man als Motorradfahrer eine Unfallstelle ab?

Jeder, der ein Null-acht-fuffzehn-Bord-Auto-Warndreieck nach dem Aufstellen schon einmal „live in action“ erlebt hat, weiß, dass es bereits beim kleinsten Windzug gnadenlos zusammenklappt. Was sollen da schon die besonders kleinen Warndreieck-Varianten für Biker taugen?

Wesentlich stabiler erscheint uns die Variante „Warndreieck als Helmüberzug“.

Diese Helmbeutel gibt’s bei diversen Anbietern in unterschiedlichen Preisklassen. Die günstigste Variante (schlicht weiß) haben wir bei >> Polo-Motorrad entdeckt.
Kostenpunkt: 4,99 Euro.

Interessante Alternativen:

  • Im Biker-Rucksack von Motul ist eine Helm-Warndreieck-Haube integriert.

  • Ebenfalls in die Kategorie „sehr praktisch“ gehört der Helmbeutel REALflex®-CUE in reflektierenden Tagesleuchtfarben. Auch er lässt sich ratz-fatz zum Warndreieck umfunktionieren, indem man ihn einfach über den Motorradhelm zieht. Wir haben uns diese Variante einmal näher angesehen: >> Zum Testbericht Helmbeutel REALflex®-CUE


    (@copy: Bildquelle: be8lich-Hamburg)

  • Im ARAL-Shop gibt’s für 7,50 (plus Versandkosten) ein hübsches „Biker-Notfall-Set„, das sich bei vielen Moppeds problemlos unter der Sitzbank verstauen lässt:

    Es besteht aus einem leuchtend gelben Helmüberzieher mit Piktogramm-Aufdruck und einer LED-Blinklampe mit sieben verschiedenen Blink-Programmen. Die Lampe lässt sich per Clip-Verschluss auch an der Kleidung befestigen.

    biker-notfallset

  • Die Firma „Life is simple GmbH und Co.KG“ bietet Powerflare-LED-Warnleuchten an, mit denen man Gefahren- und Unfallstellen wirkungsvoll absichern kann. Die Akkuversion inklusive Ladegerät kostet 19,99 Euro. Für die Batterie-Version werden 16,99 Euro fällig.

  • Ganz ähnlich ist die „Moto112+LED-Warnleuchte“, die in einem orangefarbenen Gehäuse daherkommt und mit 16 extrem hellen LEDs ausgestattet ist. Die Leuchte kann per integriertem Magneten direkt auf dem Motorradtank befestigt werden und ist bis zu einem Kilometer weit sichtbar. Die Leuchte ist zur Zeit für 12,99 Euro bei >> Louis erhältlich (Normalpreis: 14,99 Euro).

 

Wie steht’s eigentlich um Dein Erste-Hilfe-Wissen?

Wer als Ersthelfer am Unfallort eintrifft, hat es nicht leicht:
Wie setzt man die längst verblasste Theorie in der akuten Stresssituation bloß wirkungsvoll in die Praxis um?

Hier könnt Ihr Eure angestaubten Erste-Hilfe-Kenntnisse auffrischen:

Nicht jeder mag blanke Theorie und/oder ist autodidaktisch veranlagt. Für all diejenigen bietet sich ein Live-Seminar vor Ort an.

Wer bietet Erste-Hilfe-Kurse an?

  • Erkundigt Euch doch einfach mal bei der Fahrschule „nebenan“?
    Die >> IfZ-zertifizierte Motorradfahrschule >> „Motoschool“ in Dülmen bietet beispielsweise in regelmäßigen Abständen Erste-Hilfe-Kurse an.

  • Die „Medical Knights“ haben es sich zum Ziel gesetzt, möglichst viele Menschen in die Lage zu versetzen, sinnvoll bei Motorradunfällen helfen zu können. Daher bieten sie regelmäßig „SaU“ (Sofortmaßnahmen am Unfallort)-Kurse an.
    Diese sind nicht nur kostenlos, sondern machen offenbar sogar Spaß. Wer sich nach dem Kurs dankbar zeigen möchte, spendet fairerweise ein wenig Geld, das einem Kinderhospiz zugute kommt. (Einen kurzen Bericht über die medizinischen Ritter findet Ihr u.a. bei >> bikesmusicandmore.com

  • Alternativ fragt doch einfach mal bei den „üblichen Verdächtigen“ nach, zum Beispiel bei den >> „Johannitern“?

  • Auf den Seiten des >> Deutschen Roten Kreuz (DRK) könnt Ihr nach Auswahl des Kurses und der Eingabe Eurer Postleitzahl Termine und Preise von Erste-Hilfe-Kursen in Eurer Umgebung abfragen.

Weiterführende Links:

Was in Deutschland gilt, gilt noch lange nicht im Ausland!
Bei einigen europäischen Nachbarn kann es beispielsweise sehr teuer werden, wenn man ohne Warndreieck oder einen Verbandskasten reist.

Vorsicht, witzig!
>> Der Postillon: „Warnwestenpflicht für Rehe und Hirsche“ 😀

 

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Susy
Susy

Geboren „Anno Pief“ (im letzten Jahrhundert). Im zarten Alter von vierzehn – keine Ahnung wieso – mit dem Mopped-Fieber infiziert und eine gefühlte Ewigkeit um den Moppedschein gekämpft. Mit sechzehn zunächst an der „unendlichen Macht“ ihrer „Ernährer“ gescheitert, mit achtzehn dann aber endlich erfolgreich. *YEAH!*
Danach – trotz Schein – erst einmal nie aktiv gefahren und den „Virus“ eine halbe Ewigkeit erfolgreich verdrängt. Vor etwa zehn Jahren brach er allerdings – umso heftiger – wieder aus… Seitdem einfach „unheilbar krank“ dem Moppedwahn verfallen. :D

http://www.motorrado.de

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