Gelesen: Motorradkrimi Pepe S. Fuchs – Feldjäger

Winterzeit ist Lesezeit. Warum nicht mal einen Motorradkrimi schmökern?

Worum geht’s?

Oberfeldwebel Pepe S. Fuchs ist Streifenführer bei den Feldjägern, der Militärpolizei der Bundeswehr. Als er den Bundespräsidenten in Begleitung eines kubanischen Staatsvertreters zur Eisenacher Wartburg eskortiert, wird der Konvoi überfallen. Der Kubaner wird entführt, Pepes Kollege und bester Freund Martin erschossen.

Was hat das alles mit Wissenschaftlerin Simone Rukka zu tun, die auf eine von Heuschrecken kahlgefressene, kleine kubanische Insel gerufen wird? Warum wird sie plötzlich gejagt? Und wieso kommt es aus heiterem Himmel zu einer Heuschreckenplage im Thüringer Wald?

Und weiter?

„Feldjäger“ ist ein kurzweiliger Krimi rund um den 30jährigen Pepe, wegen seiner Größe oft unterschätzt, dank Einsatz in Afghanistan aber reich an Erfahrung und hart im Nehmen.

Pepes Dienstfahrzeug ist eine BMW R1200RT.
Ihr wisst schon: Eins dieser Dickschiff-Reisetouren-Moppeds mit 125 Pferdestärken. Mit 276 Kilogramm kein Leichtgewicht und als Feldjäger-Ausführung mit Blaulicht und weiterem Schnick-Schnack noch ein wenig elefantöser. Gut für Knirpse, wie Pepe, dass die Sitzhöhe nur 825 Millimeter misst. Zusätzlich lässt sich eine niedrige Sitzbank (805mm) ordern.

Militärpolizei-Eskorte? Wieso-weshalb-warum?

Steht hoher Staatsbesuch aus dem Ausland an, sind die Militärpolizisten der Bundeswehr (Feldjäger) die Gelackmeierten: Im Konvoi begleiten und schützen sie die ausländischen Gäste.

Wurden früher noch Pferdestaffeln für die Eskorte eingesetzt, sind heutzutage Motorräder im Einsatz. Seit 2007 setzt die Bundeswehr auf die gut zu händelnde, wendige BMW R 1200 RT, mit der sich auch problemlos längere Strecken bewältigen lassen.

Eskortenführer kann nicht jeder werden: Während ihrer neunwöchigen Ausbildung lernen die Anwärter nehmen einer großen Portion Theorie auch, das schwere Motorrad bestmöglich zu beherrschen. Genau das ist auch notwendig, um die Staatsgäste im Schritttempo durch Städte und Dörfer geleiten zu können.

Sehr beeindruckend, wie die Fahrer selbst bei geringen Geschwindigkeiten ihre V-Formation beibehalten, ohne den kleinsten Wackler. Letzteres sollten sie auch tunlichst vermeiden, so nah wie sie zu dritt/fünft oder siebt neben- und hintereinanderkleben!

Eigentlich bin ich ja kein Freund von Bundeswehr-Geschichten und war anfangs etwas skeptisch.
Umso größer die Überraschung, dass es mir – erst einmal angelesen – so schwer fiel, den Schmöker wieder aus der Hand zu legen!

Dank laufend wechselnder Schauplätze und Protagonisten bleibt der Motorradkrimi vom Anfang bis zum Ende spannend und actionreich. Nach und nach fügen sich alle Puzzleteile zu einem Gesamtbild zusammen, um zum Schluss eine völlig überraschende Wende zu nehmen.
Insgesamt ist das Buch so lebendig geschrieben, dass man im Nachhinein glaubt, einen Film gesehen zu haben.

Fazit:
Fesselnder Lesepaß, nicht nur für Motorrad-Fans und daher ein ganz klarer

Kauf-Tipp!


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Weiere Bücher von Steffen Schulze:


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Susy
Susy
Geboren "Anno Pief" (im letzten Jahrhundert). Im zarten Alter von vierzehn - keine Ahnung wieso - mit dem Mopped-Fieber infiziert und eine gefühlte Ewigkeit um den Moppedschein gekämpft. Mit sechzehn zunächst an der "unendlichen Macht" ihrer "Ernährer" gescheitert, mit achtzehn dann aber endlich erfolgreich. *YEAH!* Danach - trotz Schein - erst einmal nie aktiv gefahren und den "Virus" eine halbe Ewigkeit erfolgreich verdrängt. Vor etwa zehn Jahren brach er allerdings - umso heftiger - wieder aus... Seitdem einfach "unheilbar krank" dem Moppedwahn verfallen. :D
http://www.motorrado.de

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