BMW F 800 R: Kurvenwunder sucht ein liebevolles neues Zuhause!

Der Entschluss ist gefasst: Ich trenne mich mit einem weinenden und einem lachenden Auge von meiner kleinen Kurvenräuberin, meiner BMW F 800 R!

Eckdaten BMW F 800 R

Modelljahr 2015 (Typ E8ST)

Hubraum: 798 cm³
Leistung: 66 kW (90 PS)
Erstzulassung: 03/2015
Kilometer: 19.497
Farbe: lightwhiteuni
Ausstattung: – Bordcomputer
– Heizgriffe
– Weiße LED-Blinkleuchten
– Bordsteckdose
– Zusätzliche USB-Bordsteckdose (für Smartphone, Navi etc.)
– Navi-Verkabelung (für TomTom Rider 400)
– Lenkererhöhung von Wunderlich (25mm)
– mittlere Sitzbank (Sitzhöhe: 780mm)
– BMW Tankpad
Weiteres optionales Zubehör s.u.

Ideal für Nicht-Riesen!
Beim Kauf meiner BMW im März 2015 war ich endlos glücklich, ausnahmsweise mal eine Maschine gefunden zu haben, die nicht extra tiefergelegt werden wollte, um auch in den Bergen ausreichend Beinfreiheit zu haben.

Original wird die BMW ab Modelljahr 2015 mit einer Sitzhöhe von 790 Millimetern ausgeliefert. Die niedrige Sitzbank (770 mm) war mir zu knapp gepolstert, so dass ich mich für die 780-Millimeter-Variante entschied. Die Höhe entspricht übrigens der Original-Höhe der „F800R“-Modelle bis Baujahr 2014

Scheckheftgepflegt!
Wer keine Ahnung hat, sollte sich Leute suchen, die sich mit sojet auskennen.
„Mopped-Technik“ klingt ja spannend. Allerdings habe ich weder Zeit noch Lust für bzw. auf ein weiteres Hobby. Ergo habe ich meine F 800 R alljährlich brav in der BMW-Fachwerkstatt vorgestellt, um sie dort gründlich durchchecken zu lassen. Somit ist das Serviceheft lückenlos gestempelt.

Bei der letzten – übrigens großen(!) – Inspektion Ende Februar diesen Jahres bekam die Maschine „frischen Tüv“ (HU: 03/2019).

Sämtliche Verschleißteile sind so gut wie neu!

Wieso eigentlich „Kurvenwunder“?
Wer schonmal eine GSR 750 oder eine Street Triple bewegt hat, weiß, wie nett agil sich beide fahren lassen, vor allem in der Bergwelt! Wenn man beziehungsweise „Frau“ jedoch nach einer Probefahrt auf einer „F 800 R“ zurück auf ihre heißgeliebte „GSR 750“ wechselt und anschließend das Gefühl hat, diese tatsächlich durch einen Kreisverkehr „lenken“ zu müssen, spricht das irgendwie Bände, oder?

In diesem Jahr konnte ich mein Spaßmobil erstmals in den Alpen antesten: Auch dort schnurrte sie wie ein Kätzchen, verbrauchte noch ’nen Ticken weniger als normal und legte sich wie von Geisterhand in die Kehren.


Macht für ’ne Kleine schon was her, oder?

Na? – Lust auf ein wartungsarmes, „dankbares“ Motorrad?

Wie kommt man auf die Idee, so ein Schmuckstück zu verkaufen?

Eigentlich eine irre Idee…
… die sich aus gesundheitlichen Gründen aber leider nicht vermeiden lässt:
Nach einer kürzlich reaktivierten Handgelenkslädierung, die sich blöderweise als irreparabel herausstellte, übersteigen die Tourpausen mittlerweile die Fahrtzeit und jede Tour hängt den Gelenken noch tagelang nach. Somit Zeit, sich nach einem Mopped mit einem >> Doppelkupplungsgetriebe (DCT) umzuschauen…
Mit diesem Gedanken muss man sich auch erstmal anfreunden wollen/können/was auch immer… 🙁

 

Zubehör

Die Lenkererhöhung von Wunderlich (25 Millimeter – Neupreis: 79,90 Euro) war der erste Versuch, die Handgelenke zu entlasten. Leider brachte sie nicht den gewünschten Effekt. Macht aber nix, denn negativ fällt sie ebenfalls nicht auf.

Neu verlegtes Navi-Stromkabel (inklusive!)
Um mein Navi (TomTom Rider 400) vernünftig betreiben zu können, tat eine Verkabelung Not.
Leider schaffte meine „Kleine“ es ständig, das mit der Lampenmaske verbundene Stromkabel zur Aktivhalterung loszurappeln. Ziemlich nervig!
Ergo bewegte ich sie erneut in die BMW-Fachwerkstatt, um die Kabel verlöten zu lassen. Seitdem herrscht Ruhe, von wegen „Stromverbindung getrennt“ und das Navi bekommt selbst auf dem ruppigsten Pisten den benötigten Saft. 🙂

Navi-Grundplatte (Verhandlungssache!)
Das TomTom Rider 400 wird mit einer Aktivhalterung ausgeliefert, die wiederum auf einem wackeligen Kugelkopfgelenk (Ram-Mount) aufgesteckt wird. Da mir das alles zu instabil war, habe ich mir eine spezielle Navi-Grundplatte zugelegt. Es handelt sich um einen Eigenbau von >> motorradspecial.de. Dabei wird die Aktivhalterung fest an auf der Grundplatte verschraubt und Letzere fest am Lenker. Dies hat gleich zwei Vorteile:
Zum einen sitzt das Navi nun bombenfest, es kann nix verrutschen und das Navi bleibt stets in seiner gut sichtbaren Position. Zum anderen muss man die Halterung nicht bei jeder Rast mitnehmen, denn das Teil lässt sich nicht mehr „eben so im Vorbeigehen“ entwenden.

Der Neupreis lag bei 80 Euro.


Navi-Grundplatte: Da wackelt nix mehr!

Tourenscheibe (Verhandlungssache!)
Naked-Bike-Fahrer benötigen bei Fahrten auf der Autobahn Nackenmuskeln wie ein Stier. Wem solche fremd sind, kann sich mit einer Tourenscheibe behelfen:

Statt der teuren Original-BMW-Windschilds bestellte ich mir eine formschöne „klare“ Tourenscheibe von MRA. Im unteren Bereich ist sie getönt, so dass sie sich optisch gut an die Maschine anpasst. Eigentlich bin ich kein Freund von nachträglich verbauten Tourenscheiben. Umso wichtiger war es mir, die Scheibe ohne großen Aufwand an- und (nach einer größeren Tour) direkt wieder abbauen zu können.

Leider brachte die Tourenscheibe bei meiner Größe (1 Meter 69) absolut gar nix: Offenbar kommt es in der Konstellation zu Luftverwirbelungen, die stürmisches Wetter vermuten lassen, obwohl es eigentlich windstill ist…

Der Neupreis lag bei 85 Euro.

 
Sieht doch gar nicht sooo doof aus, oder?

Gepäcklösung
Das „ach so dolle“ BMW-Gepäcksystem gefiel mir nicht und mit Koffern fahren kam für mich nie in Frage. So bestellte ich meine Maschine ab Werk mit gewöhnlichen Haltegriffen statt Gepäckbrücke. Keine Angst: eine 30-50-Liter-Rolle lässt sich einwandfrei verzurren (zumindest wenn man diese dollen „RokStraps“-Gurte verwendet…)


Gepäck lässt sich auch ohne Gepäckbrücke befestigen

Wie befestige ich mein Smartphone am Mopped, um notfalls darüber navigieren zu können?

Ursprünglich hatte ich mir eine GIVI-Lenkertasche bestellt, um dort mein Smartphone „für einen möglichen Navi-Ausfall“ zu parken. Leider taugte das Teil absolut gar nicht: Während die 4,3-Zoll-Variante noch unterzubringen war, war die 5-Zoll-Variante derart groß, dass sie sämtliche Instrumente verdeckte.

Daher bestellte ich im Mai diesen Jahres den >> Wunderlich-Tankrucksack „Tour“.

Das Kartenfach ist ebenfalls etwas klein geraten. Aber immerhin besser als gar nix und eigentlich benötige ich es nur, um dort mein Smartphone unterzubringen. Nutzt man jenes als Navi, sieht man zwar nicht viel, aber egal, da ich nach Sprachansage fahre.

Mit sieben Litern ist der Tankrucksack kein Riese: eine Flasche Wasser, Regenzeugs, Verbandstasche, ein paar Klümpchen und er ist eigentlich schon voll. Mit viel gutem Willen lässt sich zusätzlich eine Softshelljacke verstauen. Dann hört’s aber auch auf.

„Wunderlich“ ist übrigens wirklich wunderlich: Neben dem – viel zu riesigen – Tankrucksack „Elephant“ gibt’s nur diesen Mini-Tankrucksack „Tour“. Eine Größe dazwischen wäre top gewesen!

Großer Vorteil ist die Grundhalterung aus Kunststoff: Diese saugt sich auch bei Dauerregen nicht unangenehm voll und bewahrt den/die Fahrer(in) vor einer Nässeübertragung Richtung Motorradhose…


Klein, aber fein!

Auch das Handling ist top: Der Tankrucksack lässt sich mühelos verzurren, indem man die unten angebrachte Lasche in die Vorrichtung der Grundhalterung schiebt. Damit sitzt das Teil eigentlich schon fest. Wer eine zusätzliche Sicherung mag, weil er beispielsweise über die Autobahn brettern möchte, kann ihn einfach mit vier weiteren Klettbändern sichern.

Wie bereits erwähnt, dürfte das Sichtfenster größer sein. Wer ausschließlich nach Karte fährt, kann sich jedoch die spezielle Wunderlich-Kartentasche besorgen, die sich ebenfalls auf der Grundhalterung befestigen lässt.

Neupreis Tankrucksack: 129,90 Euro – Grundhalterung: 59,90 Euro.


Nur während einer Tour genutzt!

Zusätzliche Bordsteckdose (inklusive!)
Bestellt man „von Werk aus“ eine Bordsteckdose, ist diese an einer extrem ungünstigen Stelle verbaut.


Laut „Hörensagen“ dient diese Bordsteckdose lediglich dazu, das BMW-eigene Ladegerät anzuschließen… 🙁

Vor unserer Wochentour 2017 im Mai habe ich mir eine weitere USB-Bordsteckdose anbringen lassen, um das Navi (oder notfalls auch ein Smartphone etc.) während der Fahrt aufladen zu können.


Neue USB-Bordsteckdose

 

Meine bisherigen Moppeds:

Mopped 1

Mopped 2

Mopped 3

Mopped 4

09.10.2004: Honda CB 500
(PC26, EZ: 1996, aber Bj 1995)
Eigentlich ideal für Wiedereinsteiger:
Trotz abgepolsterter Sitzbank wurde ich mit dem Maschinchen nie so richtig warm.
27.10.2007: Suzi GSF 650 S (Bandit „Neo“)
EZ: 2006, 7.122 km
Seeehr schönes Teil.
Allerdings ganz schön schwer und irgendwie einen Tick zu hoch…
24.04.2009 Street Triple
EZ: 2008, 5.993 km,
vor Kauf tiefergelegt
Tolle Maschine und Spaß ohne Ende! Zumindest anfangs… Irgendwann ging mir dieser unsägliche Schalt-Zwang jedoch mächtig auf den Zeiger!
28.03.2013: Suzuki GSR 750
Erstes nagelneues Mopped, einige Millimeter tiefergelegt – Boah, war ich verliebt!
Könnte mich heute noch ohrfeigen, sie verkauft zu haben, aber irgendwie konnte ich mich an diese verdammt schlechten Bremsen nie gewöhnen (Verbesserung angeblich nicht möglich) 🙁

Mopped 5

KAUF MICH!

Diese wunderschöne F 800 R könnte schon heute DIR gehören! 🙂

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Susy
Susy
Geboren "Anno Pief" (im letzten Jahrhundert). Im zarten Alter von vierzehn - keine Ahnung wieso - mit dem Mopped-Fieber infiziert und eine gefühlte Ewigkeit um den Moppedschein gekämpft. Mit sechzehn zunächst an der "unendlichen Macht" ihrer "Ernährer" gescheitert, mit achtzehn dann aber endlich erfolgreich. *YEAH!* Danach - trotz Schein - erst einmal nie aktiv gefahren und den "Virus" eine halbe Ewigkeit erfolgreich verdrängt. Vor etwa zehn Jahren brach er allerdings - umso heftiger - wieder aus... Seitdem einfach "unheilbar krank" dem Moppedwahn verfallen. :D
http://www.motorrado.de

4 thoughts on “BMW F 800 R: Kurvenwunder sucht ein liebevolles neues Zuhause!

  1. Tolle Webseite, ja, was kommt nach der 800er ?
    Aprilia, Honda, die bauen ja DCT Getriebe ohne Kupplung fahrbar…
    Doch kein Roller? Obwohl die laufen ja auch flott…
    Moppedbegeisterte Grüsse aus dem sonnigen Rheinhessen,
    Elmar.

    1. Hi Elmar,

      gute Frage… Soviel Auswahl gibt’s ja nicht – es muss ja auch von der Sitzhöhe passen und ausreichend PS mitbringen.

      Aber Roller? Auf keinen Fall! 😉

      Es bleibt spannend…

      LG und danke für die „Blumen“
      Susy

  2. Tipp: Aprilia Mana 850 GT.
    Bin die mal Probe gefahren, per Fuss od. Hand (Schalter am Lenker) rauf- und runterschaltbar. Oder einfach Gas geben, 3 Fahrmodi zur Auswahl. Klappt easy. Läuft gut 190, Max. 200.
    Helmfach statt Tank clever. Ich hab echt überlegt. Toller Tourer. Einfach mal testen.
    Sonnige Grüße

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