Das perfekte Motorrad-Hotel: 10 Wünsche an Biker-Wirte

„Hilfe, die Hotelgäste bleiben aus“ stöhnt der verdrossene Herbergsvater. Doch dann hat der pfiffige Gastronom die rettende Idee: „Häng ich mal fix ein Schild „BIKERS WELCOME“ auf, schon rennen sie mir alle die Hütte ein!“ – Funktioniert das?

Gerade sind wir mal wieder auf der Suche nach einem Hotel.
Ok… eigentlich sind wir das ja ständig: Für die kleine Wochenend-Tour zu zweit oder in der Gruppe, die jährliche Wochen-Tour mit „alle Mann“ oder den nächsten Motorrad-Urlaub.
Denn: Wir leben in der gefühlt wohl flachsten Region D’lands. Dort, wo sich das Kurvenwedeln auf Kreisverkehre und Autobahn-Auffahrten beschränkt.
Naja, vielleicht etwas übertrieben. Aber: Wer nicht gerade einen Reisetourer fährt und die weiten Anfahrten nicht locker auf einer A…backe absitzen kann, braucht doch irgendwie ständig eine Bleibe im gerade ausgewählten Kurvenparadies…

Gerade bei längeren Aufenthalten (über 2 Nächten) sollte „alles passen“, daher googlen wir uns vor jeder Tour ausgiebigst die Finger wund.

„Ist doch ganz einfach“, säuselt da der ein oder andere von Euch sicherlich kopfschüttelnd. „Durchblättert doch einfach die gängigen Motorradzeitschriften oder durchsurft die zahlreichen Bikerportale…?“

Prima Tipp. Aber:
Bei vielen dort angepriesenen Unterkünften können wir uns leider des Eindrucks nicht erwehren, als habe man sich der fortschreitenden Altersstruktur der Biker angepasst und ziele bewusst auf Dickschiff- und Q-Treiber, die man wie folgt definiert:
„Betuchte, weinliebende Schönwetterfahrer ab 50, die nach einem ausgiebigen Schlemmermahl um 22 Uhr einen Absacker trinken, ihre Herztablette einwerfen und danach fix das Licht löschen“.

Zudem liegen die meisten dieser Quartiere fernab der Zivilisation – nichts als Felder, Wiesen und Kühe…
Landhotels mitten in der Pampa haben sicherlich ihren ganz eigenen Charme. Was auf der Gruppentour vielleicht noch „rockt“, kann einem beim Trip zu zweit jedoch schnell zum Verhängnis werden. Ist kein „großes Geschäft“ mehr zu erwarten, schließt manch Wirt gern auch mal vorzeitig die Bar, um in den wohlverdienten Feierabend zu entschwinden. Sch… doch was auf das Duo, das nach einem astreinen Tourtag gern noch einen Schlummertrunk nehmen würde. – GAR nicht nett! 🙁

Zentrale Lage ist alles!
Idyllische Einöde kommt bei stressgeplagten Großstädtern möglicherweise bestens an. Vielleicht auch bei den Motorrad-Gruppen, die ihre Maschinen beim winzigsten dunklen Wölkchen fix in der Garage verstecken, um direkt nach dem Frühstück zur „Brotzeit“ überzugehen (Skol!) Oder die, die um acht auf dem Bock, spätestens aber um fünf an der Hotelbar hocken. – Jedem so, wie er’s braucht.

Gäbe es nur Leute wie uns, würde manch Landhotel-Wirt sicherlich gnadenlos verhungern.
Denn einerseits mögen wir’s gern zentral zu Kurven und Städtchen. Andererseits ist direkt „mitten drin“ auch nicht unbedingt vorteilhaft. Im Gegenteil: Auf eng verwinkelte steile Kopfsteinpflastergassen, bei denen jede Ausfahrt zum Suchspiel mutiert, können wir gern verzichten. Gaststätten und Restaurants in fußläufiger Umgebung finden wir dahingegen recht nett. Ist die Unterkunft zudem so verkehrsgünstig gelegen, dass wir nicht allmorgendlich genötigt werden, unsere kostbare Fahrzeit vor dauerroten Ampeln zu verplempern, trifft sie genau unseren Nerv!

Auch sonst sind wir wenig anspruchsvoll:

Essen hält Leib und Seele zusammen…
… 5-Gänge-Menüs sprengen aber möglicherweise den Lederkombi und führen zum berühmt-berüchtigten „Schrumpfleder-Effekt“.

Pauschalangebote mit Halbpension, Candlelight-Dinner und Sekt-Empfang mögen für einige unserer Artgenossen reizvoll sein. Für uns definitiv nicht!
Irgendwie taugen wir nicht als Sklaven der Hotelküche und entscheiden lieber selbst, wann und wo wir uns womit die Bäuche vollschlagen. Darüber hinaus haben wir mit Sterneküchen-Schnickschnack nix am Hut und können es nicht leiden, die zahlreichen toten Tiere auf den fein verzierten Tellern nur erahnen zu können.

Direkt in der Bleibe essen zu können, muss auch nicht sein; im Gegenteil: Sich nach der Tour noch ein wenig die Beine zu vertreten, finden wir gar nicht sooo verkehrt!

Extrem großen Wert legen wir dahingegen auf ein gutes Frühstück.Wenn’s schon nicht inklusive ist, dann reiche man uns bitte das volle Programm: Ein auswahlreiches Buffet, das auch zack-vor-knirsch nochmal aufgefüllt wird. Wenn der Kaffee dann noch schmeckt, ist der Tag so gut wie gerettet…

Frühstück-wie's sein soll   Frühstück-wie's sein soll

Biker wollen Luxus-Suiten…

Tja… mittlerweile sind wir alle dem Jugendherbergsalter entwachsen. Camping, Mehrbettzimmer und Bettenlager fallen genauso aus wie Duschen und WC auf dem Flur. Auch kann sich nicht jeder Mitfahrer mit dem Gedanken anfreunden, sich fernab seiner Göttergattin ein Doppelzimmer zu teilen. Ergo müssen auf jeden Fall auch Einzelzimmer her. Blöd nur, wenn man Gegenden bereist, die keine oder nur wenige „Single-Suiten“ im Programm haben und sich schwer damit tun, mehr als zwei „Doppelzimmer als Einzelzimmer“ zu vermieten!

Ansonsten wird die Zimmerausstattung häufig überbewertet und ist für uns nur sekundär.
Das Mobiliar besteht aus Eiche, Kirschbaum oder Palisander, die Zimmerwand ziert teure Kunst und im Bad funkeln vergoldene Wasserhähne? – Toll!
Aber:
Hey, wir sind eh den ganzen Tag unterwegs und wollen die Einrichtung schließlich nicht kaufen!

Auch die Größe des Zimmers ist uns völlig schnuppe. Egal ob Kämmerlein oder Tanzpalast: Gebt uns einfach ein Bett mit ordentlicher Matratze, ausreichend Stauraum für Helme, Koffer und Gepäck und funktionsfähige Möbel.

Wir brauchen keinen Schuhputzautomaten (obwohl… 😉 ), Duschhauben oder inkludierte Haartrockner im Bad. Letztere sind meist eh etwas schwach auf der Brust.

Ansonsten sind wir lediglich allergisch gegen Fenster, die sich nicht öffnen lassen, schmuddelige Teppiche, aufgezwungene Wohlfühltemperatur per Klimaanlage, nachtaktive krabbelnde Mitbewohner jedweder Art und ätzende Badezimmer:

ekeldusche
Igitt!

Was Letztere betrifft, staunt man als Gast teilweise nicht schlecht, welch unliebsamen Überraschungen manch äußerlich nett dreinschauende Unterkunft bietet: Da gibt es Badewannen mit ekligen Schimmel-Duschvorhängen oder dunkle, enge, kaum belüftete Bäder, die maximal das Wort „Nasszelle“ verdienen. Das Kurioseste, was wir dahingehend erlebt haben, war die Dusche, bei der sich das Wasser in der Duschtasse so lange sammelte, bis man ausstieg und per Schalter die Elektropumpe in Betrieb nahm…

Wir wünschen uns Duschkabinen, in denen man aufrecht stehen und sich drehen kann, ohne sich blaue Flecke zu holen, gut funktionierende Einhebelmischer und einen großen Warmwasserbottich, damit auch der zuletzt Duschende keinen Kälteschock erleidet.

Bitte mit Balkon oder Terrasse!
In den meisten Unterkünften ist das Rauchen mittlerweile verboten. Die meisten unserer Mittourenden freut’s.
Verstehen sogar wir beide, die „bösen bösen“ Raucher…
Davon ganz ab: Selbst wenn’s erlaubt wäre, hätten wir wenig Lust, in einem verqualmten Raum zu nächtigen. Also gebt uns einen Balkon oder eine Terrasse und alles ist gut! 😉

hinterhofromantik1 Wohin mit den Moppeds?
Nachts wissen wir unsere Motorräder gern in einer Garage. Ein überwachter Parkplatz oder ein nicht einsehbarer Hinterhof ist aber auch ok.

Habt Ihr schonmal versucht, in Berlin ein zentral gelegenes Hotel mit Garage oder abgesichertem Parkplatz zu finden, das nicht gleich ein Monatsgehalt verschlingt? Was in Großstädten zu einer riesigen Herausforderung mutieren kann, ist in gewöhnlichen Tour-Regionen meist wesentlich leichter.

Aber nicht nur die Moppeds wollen abgestellt sein. Bei einer Anreise über 400 Kilometern stellt sich uns die stets Frage: Reifen eckig fahren oder Moppeds transportieren? Blöd nur, wenn die Unterkunft im letzteren Fall keine Stellplätze für Zugfahrzeuge und Motorradanhänger bietet und man täglich genötigt wird, in Parktickets öffentlicher Parkplätze zu investieren.

Nein, wir haben kein WLAN, unterhaltet Euch lieber…

Für einige unserer Mitreisenden ist WLAN tatsächlich ENTbehrlich. Allerdings gehören diese auch zur fortschrittsresistenten Generation „Telefon, Block und Bleistift“ und damit zu denen, die man anrufen muss, damit sie gnäderweise mal ihre E-Mails checken.

Für einen anderen Teil ist WLAN ein „nettes Feature“ und für den geringen Rest ein absolutes K.O.-Kriterium.

Nein, auch wir widmen uns natürlich lieber einem gepflegten Plausch, als unser Abendessen bei Facebook zu posten. Allerdings laden wir unterwegs gern Fotos und Filme in die Cloud, um die kostbaren Erinnerungen sicher aufbewahrt zu wissen.

Wellness muss?
Manche Hotels locken mit tollen „Wellness-Oasen„. Für uns beide völlig nebensächlich, denn meist bleibt eh keine Zeit: Die Kurven warten!
Ein Teil unserer Mitfahrer nimmt Angebote wie Schwimmbad oder Sauna allerdings dankend an. Entpuppt sich die „Oase“ jedoch als klappbare ungewartete Sonnenbank von anno pief, streicht das nett klingende Feature besser aus Euren Werbeprospekten, denn wir halten gern, was wir „unseren Leuten“ versprechen! 😉

Wenn schon Biker-Hotel, dann bitte richtig!

Wer kennt das nicht: Mitten auf der schönsten Tour beginnt es leicht zu nieseln. Kein Problem. Doch ehe man sich versieht, schüttet es plötzlich wie aus Kübeln. Hat man dann irgendwann den perfekten Zeitpunkt verpasst, seinen Regenkombi überzuwerfen, sieht’s böse aus. Ergibt sich zudem keine Chance, die Klamotten anschließend wieder trocken zu fahren, ist man dankbar, im Hotel einen Trockenraum vorzufinden.

Einer unserer „Mitgäste“ in Südtirol verbrachte definitiv mehr Zeit damit, sein „Schätzken“ zu wienern, als sie durch die unendlichen Kurven zu treiben. Ein Waschplatz für Motorräder hätte ihm sicher einen NOCH viel schöneren Urlaub beschert! – Jedem so, wie er meint. Einige Biker-Hotels bieten „so etwas Tolles“ tatsächlich an. Weder für uns beide noch für unsere Mifahrer ein Grund zu sabbern; zumindest nicht, solange sich die Kurven nicht ducken, nur weil sie gerade schmutzige Moppeds durchrollen.

Renes Motorradservice NaudersWas ein echtes Motorrad-Hotel ist, rühmt sich auch mit einer Werkstatt. Was unsere Mitreisenden betrifft, so müsste man eine solche aber mindestens um einen Allround-vor-Ort-Service für Reifen, Bremsbeläge und Co erweitern. Zwar fährt kaum noch wer eine richtig alte Karre, dafür aber hören wir – gerade vor Auslands-Touren – häufiger irgendwen säuseln: „Ach was, der Reifen hält noch allemale…“ *kräftig-mit-dem-Lattenzaun-wink*

Oh, der Wirt fährt selbst…!
Einige „bikerfreundliche“ Hotels glauben offenbar, es reiche aus, dass der Wirt selbst Biker ist. Theoretisch natürlich. In der Praxis beschränkt sich dies oft darauf, dass er allmorgendlich seinen Bock aus der Garage schiebt, um ihn abends unbewegt wieder wegzuschließen. Kann man ihm kaum verdenken: Immerhin ist er meist Koch, Chefeinkäufer und Hausmeister in einer Person…

Allerdings gibt es auch rühmliche Ausnahmen. Erbarmt sich ein Herbergsvater, seine Gäste durch sein „Revier“ zu führen, ist das durchaus eine interessante Möglichkeit, Traumstrecken zu entdecken, die man ohne sein Insider-Wissen niemals gefunden hätte. Wenn schon geführte Touren, dann aber bitte ohne die Art von Tourguides, die zum Lachen in den Keller gehen und für die das Event offenkundig eine lästige Pflichtveranstaltung zu sein scheint.

Manche Hotels zeigen sich absolut vorbildlich und legen für ihre Gäste kostenloses Kartenmaterial oder ausgearbeitete Tourenvorschläge in Form von Road-Books aus. Einige haben sogar eigene Tourkarten (häufig von „Road-Concept, die uns immer wieder auf’s Neue ins Schwärmen bringen. In der heutigen Zeit allerdings noch wichtiger: die Möglichkeit, interessante Touren und Geheim-Tipps auf’s eigene Navi zu übertragen.

Wer sich schon „Biker-Hotel“ auf die Fahnen schreibt, sollte auf jeden Fall eine „Visir-Waschanlage“ im Programm haben. Ein Eimer mit frischem Wasser und sauberen Lappen tut’s aber auch.

Fazit:

Spezielle Biker-Unterkünfte werden schlichtweg überbewertet!

Ob ein Biker-Hotel toppt oder floppt ist sicher eine Frage, ob es sich um einen verzweifelten Hotlier-Versuch handelt, das Domizil auch außerhalb der Ski-Saison mit Gästen zu beleben oder der Inhaber das Motto „Bikers welcome“ wirklich lebt.

Weiß man nur Biker in seiner Umgebung, kann dies durchaus reizvoll sein. Morgens schon durch Motorengrummeln aufwachen und mitten im Bikertreff frühstücken hat was. So erlebt im Bikerhotel Zur Schanze in Apen-Holtgast…

Dennoch muss es für uns nicht zwingend ein Biker-Hotel sein, denn wir wählen unsere Unterkünfte nach anderen Kriterien aus… (Mitten im Kurvenparadies, aber zentral zum Ort – sicherer Motorradparkplatz – nicht billig, sondern preis-wert, Zimmer mit Balkon oder Terrasse, großes Frühstücksbuffet und nette Sitzmöglichkeit mit Ausschank an der Unterkunft. )

Edle Nobel-Hütten fallen übrigens meist direkt aus dem Raster.
Wer hat schon Lust auf ein affektiertes Publikum, das pikiert dreinschaut, weil man gerade pudelnass durch die Hotelhalle schlurft oder das Tourgepäck weder Sakko noch Spitzenkleid hergibt?

Alles in allem muss die Atmosphäre stimmen und auch in „normalen“ Unterkünften haben wir uns meist sehr wohlgefühlt. Dabei zeigten sich dort gerade die älteren nicht-bikenden Hotelgäste erstaunlich interessiert und suchten das Gespräch. Allerdings haben wir auch schonmal folgendes erlebt: Nachdem eine Gruppe älterer Biker abends klönend auf der Terrasse gesessen hatte, echauffierte sich am nächsten Morgen eine „Dame“: „Hach, was haben DIE gestern Abend gelärmt. Die sollten doch mal besser in einer Jugendherberge übernachten!“

10 Wünsche an Biker-Wirte

1. Helft uns, unsere Motorräder sicher unterzustellen, denn sie sind uns hoch und heilig. Habt Ihr keine Garage, tut’s auch ein blickgeschützter Hinterhof.

2. Außenterrasse bzw. Biergarten sind uns wichtig. Wir sind gern an der frischen Luft und wünschen uns ein lauschiges wind- und wettergeschütztes Plätzchen im Freien, wo wir abends noch ein Weilchen schnacken können, ohne zu „dehydrieren“….

3. Liegt Eurer Hotel in der Wallachei und bietet Ihr keinen Ausschank an, wünschen wir uns einen Selbstbedienungs-Kühlschrank oder einen Getränkeautomaten. Füllt diesen regelmäßig mit Wasser, Cola und Bier auf und bietet sie zu fairen Preisen an.

4. Ein gutes Frühstück ist das A und O. Gebt Euch Mühe!
Lachs und Kaviar könnt Ihr Euch schenken, aber kommt uns nicht mit trocken Brot.

5. Schotter hat auf Parkplätzen nix zu suchen!

6. Ja, liebe Hoteliers, WLAN ist #Neuland! *Ironie-Modus-off* Leider trifft man immer noch auf Unterkünfte, die sich diesen „außergewöhnlichen Service“ (*hüstel*) teuer bezahlen lassen. Immerhin locken aber auch viele mittlerweile mit kostenloser Nutzung. Funktioniert meist auch astrein: Zumindest, wenn man im Treppenflur auf der sechsten Stufe von unten steht und sein Smartphone weit in die Höhe reckt…
Ergo: Kümmert Euch um eine vernünftige Verbindung, die sich nicht nur auf den Aufenthaltsraum beschränkt. Die nötigen Gerätschaften kosten heute schließlich nicht mehr die Welt!

7. Im Zeitalter „Internetz“ ist eine Steckdose pro Zimmer definitiv zu wenig. Auch eine zweite im Bad reicht nicht aus. Oder möchtet Ihr Eurer Smartphone freiwillig neben der Zahnpasta in ’ner Wasserlache parken?

8. Sucht Eurer Personal sorgfältig aus und entlohnt sie angemessen. Arrogante Kellner, denen man zudem beim Laufen die Schuhe besohlen kann sind uns genauso ein Greuel wie naserümpfende Angestellte mit ’nem Stock im A…

9. Pflegt Eure Webseiten und checkt regelmäßig Eure E-Mails. Nichts ist nerviger, als keine oder verspätete Antworten auf Anfragen zu erhalten!

10. Wer in den 60ern Mopped fuhr, war oft bettelarm. Wer sich hingegen heute noch ein teures Mopped leisten kann, ist reich? – Vergesst diese Klischées: Nicht alle Biker parken ’nen Goldesel im Garten. Nicht alle fahren nur bei Schönwetter. Nicht alle wollen Luxus pur, aber nicht alle sind mit Jaffa-Kisten zufrieden. Bietet einfach eine „normale“ Ausstattung zu „normalen“ Preisen und Ihr macht uns damit sehr sehr glücklich!

Das könnt Ihr tun, damit wir garantiert niemals bei Euch buchen

  • Oh, Ihr seid nicht online? Schlecht für Euch: Die Zeiten, in denen wir Hotel-Listen von den Touri-Infos anfordern und diese anschließend abtelefonieren, sind lange vorbei.
  • Unterkünfte mit einer wenig ansprechenden Webseite schaffen es nur in sehr seltenen Fällen in die engere Auswahl. Eigentlich bekommen sie nur dann den Hauch einer Chance, wenn sie eine vertrauenswürdige Person allerwärmstens empfiehlt. Ähnliches gilt übrigens mittlerweile auch für Webseiten, die sich per Tablet nicht vernünftig bedienen lassen.
  • Wir mögen keine Ratespielchen! Wer es nicht nötig hat, Preise auf seinen Seiten zu veröffentlichen, dem telefonieren wir nicht hinterher.
  • Veraltete Webseiten, auf denen die Preise letztmals vor zwei Jahren aktualisiert wurden, mailen wir nur im „äußersten Notfall“ an – Dort erhält man eh keine Antwort.
  • Ganz schlimm: Auf Anfragen per E-Mail nicht binnen 24 – maximal 48 – Stunden (oder aber gar nicht) antworten
  • Übrigens: Statt „Ja, noch frei“ oder „Leider belegt“ wünschen wir uns, dass man uns auch per E-Mail in ganzen Sätzen antwortet und das in üblicher deutscher Schreibweise – mit Anrede und Grußformel.

Jetzt Ihr:

Was haltet Ihr von „Motorrad-Hotels“? – Notwendig oder überflüssig?
Wie und wo sucht Ihr nach Unterkünften und nach welchem Kriterium?

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Susy
Susy
Geboren "Anno Pief" (im letzten Jahrhundert). Im zarten Alter von vierzehn - keine Ahnung wieso - mit dem Mopped-Fieber infiziert und anschließend eine gefühlte Ewigkeit um den Moppedschein gekämpft. Mit sechzehn zunächst an der "unendlichen Macht" ihrer "Ernährer" gescheitert, mit achtzehn dann aber endlich erfolgreich. *YEAH!* Im Anschluss - trotz Schein - leider nie aktiv gefahren und den "Virus" eine halbe Ewigkeit erfolgreich verdrängt. Vor etwa zehn Jahren brach er allerdings - umso heftiger - wieder aus... Seitdem "isse" - moppedtechnisch gesehen - mindestens "unheilbar krank"! :D
http://www.motorrado.de

5 thoughts on “Das perfekte Motorrad-Hotel: 10 Wünsche an Biker-Wirte

  1. Moin,

    Motorradhotel kanm, muss aber nicht. Meist sind „Bikerpauschalen“ aus unerfindlichen Gründen auch noch teuerer als die Angebote für Normalos ohne Krad.

    Wichtig finden wir noch, dass das Abendessen (so das Hotel in der Pampa liegt und man daher abends dort dinieren möchte) nicht schon um 18h eingenommen werden muss. 20h ist ’ne gute Zeit.

    Tips von uns: http://www.vivaldi.at, http://www.gasthofunterwirt.com, http://www.beyerhof.de und http://www.daesch.de/deutscheshaus – ausgiebig getestet und jedesmal für „spitze“ empfunden.

    LG Tina

    1. Hi Tina,
      vielen Dank für Deine Tipps.
      Nehmen wir direkt mal in unsere Touren-Hotel-Liste mit auf, dann wird die nächste Suche sicherlich leichter 🙂
      LG
      Susy

  2. Moin zusammen,
    mein Kompliment zu diesem Artikel, sehr gut be- und geschrieben.Ich mußte schmunzeln
    und laut lachen. Genauso ist es, genauso…
    Wir haben hier vor 8 Jahren neu gebaut und einen Biker-Treff eröffnet. Zuerst haben die
    umliegende Bevölkerung und auch die Gastronomen uns belächelt ( das wird ja nie was…) und jetzt steht vor jeder
    Fischbude und vor jedem Bäckergeschäft ein Schild mit der Nachricht “ Biker welcome“.
    mit speziellen Angeboten.
    Liebe Grüße aus dem Saterland
    und „weiter so“
    Ela

    1. Liebe Ela,
      vielen Dank für Deine netten Worte.
      Auf unserer nächsten Tour gen Norden werden wir die Schilder garantiert mal live bewundern und Eure umfangreiche Speisekarte antesten 😉
      LG
      Susy
      PS: Elas „Biker’s Inn“ findet Ihr übrigens in 26683 Saterland-Ramsloh (Am Ring 2).
      >> http://www.bikersinn.de

  3. Daumen hoch! Der Artikel spricht mir aus der Seele – wir haben schon seit Jahren nur diese Kriterien als oberste Priorität – Deshalb kümmern wir uns das ganze Jahr um die Zeit, die der Biker hat, perfekt zu gestalten! Weil wir es selber leben!

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