Biker-Ladies sind kleine zierliche Püppchen!

Es war einmal… vor einigen Jahren, als die Moppedbekleidungs-Industrie erkannte, dass auch Frauleuts Motorrad fahren. Fortan begann jene endlich damit, spezielle Motorradklamotten für „Biker-Ladies“ zu produzieren. Jahr für Jahr wuchs die Auswahl und das weibliche motorradfahrende Publikum applaudierte.

 

Motorradkleidung für moppedfahrene Frauen: Ein Segen?

Einerseits mag „Frau“ dankbar sein, dass es ihr fortan erspart bleibt, sich in Männerklamotten zu hüllen, in der sie einem wandelnden Kartoffelsack gleicht. Andererseits frage ich mich ernsthaft, wer wohl hinter all den „tollen“ Designs steckt?

Kritikpunkt 1: PINK!

*kreisch*

Irgendwann hat offenbar irgendwer beschlossen, dass Frauen und die Farbe „pink“ untrennbar zueinander gehören. Immerhin gibt’s ja auch heute noch die rosafarbene Wandtapete für neugeborene kleine Prinzessinnen…?

Fakt ist: Mittlerweile gibt es kaum ein motorradtechnisches Bekleidungsstück für Frauen, das nicht mindestens ein rosarotes Element ziert.

Persönlich mag ich die Farbe übrigens tatsächlich. Aber nur, solange der Farbtupfer sich in Grenzen hält…

Grundsätzlich spricht mir „Mo“ aus der Seele: >> „Bikerinnen unter Generalverdacht“ (Mo’s Bike Blog)

Kritikpunkt 2: Viel zu eng – viel zu kurz!

Woran denkt ein Motorradbekleidungs-Designer, wenn er Kleidungsstücke für Frauen kreiert?
Eventuell gar nichts – völlig geblendet von der grazilen Erscheinung des ein Ein-Meter-achtzig großen Modell stehenden Models mit Storchenbeinen und einem Kreuz wie ein 14jähriger Teenie?

Möglicherweise bin ich mit meinen 1,69 Metern und Kleidergröße 38 aber auch einfach nur ein fetter kleiner Zwerg?

Beispiel:
Letztens bei „Louis“

Grundsätzlich mag ich Lederklamotten lieber als diesen Textilkrams. Besonders praktisch finde ich diese Jacken, aus der sich nicht nur irgendein Futter, sondern stattdessen eine eigenständig tragbare Innenjacke herauszippen lässt. So fiel mir im aktuellen Louis-Katalog sofort die Lederjacke „LETHAL ANGEL HW1“ auf:


(Zu haben nicht nur in schwarz-pink, sondern auch in einem dezenten schwarz-grau)

Vor Ort im Ladengeschäft kam leider die bittere Erkenntnis:
Selbst in Größe XL war mir (die mit „M“ regulär ziemlich gut klar kommt) viel zu kurz und viel zu eng!

Was soll das?

Hauptsache, gut aussehen…?

Schneidert man die Frauen-Motorradjacken möglicherweise extra kurz, damit „Mann was für’s Auge hat“, wenn sich die damit bekleideten Messe-Models rückenfrei auf den dicksten Maschinen räkeln?

Liebe Motorradbekleidungshersteller,

Hat mal irgendwer darüber nachgedacht, wie man eine derart kurze Jacke per Reißverschluss mit der Motorradhose verbinden soll?

Oder darüber, wie man unter einem so engen Teil noch eine „Kröte“ (Rückenprotektorweste) unterbringen soll? Mal ganz zu schweigen von irgendwelchen wärmenden Unterjacken…?

Auf Eure Antwort bin ich sehr gespannt!

Viele kopfschüttelnde Grüße

 

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Susy
Susy
Geboren "Anno Pief" (im letzten Jahrhundert). Im zarten Alter von vierzehn - keine Ahnung wieso - mit dem Mopped-Fieber infiziert und anschließend eine gefühlte Ewigkeit um den Moppedschein gekämpft. Mit sechzehn zunächst an der "unendlichen Macht" ihrer "Ernährer" gescheitert, mit achtzehn dann aber endlich erfolgreich. *YEAH!* Im Anschluss - trotz Schein - leider nie aktiv gefahren und den "Virus" eine halbe Ewigkeit erfolgreich verdrängt. Vor etwa zehn Jahren brach er allerdings - umso heftiger - wieder aus... Seitdem "isse" - moppedtechnisch gesehen - mindestens "unheilbar krank"! :D
http://www.motorrado.de

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