Alternative zur Motorrad-Tieferlegung: Schuhe, Schuhe, Schuhe!

Gianni Falco Dany Motorradstiefel

Kurze Beine sind echt eine Strafe – Vor allem für Motorradfahrer! Diverse Möglichkeiten, damit klar zu kommen, haben wir bereits in einem früheren Beitrag beleuchtet (>> Zu Kurze Beine zum Motorradfahren). Was aber, wenn man mit den Füßen zwar einigermaßen den Boden erreicht, der Stand für die Tour in die Berge aber noch etwas besser sein dürfte? Die Lösung: Versucht’s doch mal mit erhöhten Motorradstiefeln!

Da mir das gewöhnliche Standard-Tourer-Schuhwerk zu plump war, habe ich mich auf der Suche nach „etwas anderen“ Motorradstiefeln mit Absatz mal in der Chopper- und Cruiser-Welt umgesehen. Prompt stieß ich dabei auf sogenannte „Engineer-Stiefel“, die mir optisch sehr zusagten. Problem: Viele dieser Modelle sind nicht wasserdicht – Ein absolutes „No-Go“ für eine längere Motorrad-Tour!

Nachdem in den Motorrad-Läden der näheren Umgebung keine formschönen Mopped-Stiefel fand, versuchte ich es online und fand bei >> CS-Bikewear die Modelle „Dany“ der italienischen Marke „Gianni Falco“ und „Nevada II“ von Held.

>> Gianni Falco Dany
>> Held Nevada II

Da unsere Black-Forest/Vogesen-Motorrad-Tour anstand, bestellte ich die Stiefel fix beim o.a. Anbieter. Blöd nur, wenn der Abreisetag näher rückt, aber die Post streikt!

Als die Schuhe donnerstags noch nicht eingetrudelt waren, wurde ich nervös und klemmte mich ans Telefon, um beim Online-Shop anzurufen. Der nette Herr am anderen Ende der Leitung erklärte mir, dass die Kurzstiefel von „Gianni Falco“ zwar vorrätig wären, Held jedoch mit der Auslieferung der angekündigten Nevada-II-Chopperstiefeln herumtrödeln würde. (Natürlich nur sinngemäß: Selbstredend wusste er, sich diplomatischer auszudrücken! )

Da es langsam aber sicher „brannte“, erklärte er sich bereit, mir die Kurzstiefel außer der Reihe direkt zum Touren-Hotel zu schicken.

Kaum hatten wir am frühen Samstag Abend unser vorübergehendes Schwarzwald-Domizil (>> Gasthof Belchenblick in Münstertal) erreicht, winkte die Wirtin bereits mit meinem Paket! *freu*

Gianni Falco Dany Motorradstiefel

Fix anprobiert und… Passt! *YEAH!*

Die Kurzstiefel aus Rindsleder sitzen perfekt, haben eine rutschfeste Sohle und bringen locker 2 Zentimeter mehr „Stand“. Obendrein sind sie mit 129,90 Euro nicht nur günstig, sondern auch noch wasserdicht.

Letzteres konnte ich dann direkt am nächsten Tag antesten: Eine Stunde im permanenten Nieselregen funktionierte einwandfrei. Auch dem Mega-Gewitterschauer auf unserem Tour-Rückweg hielt das Mopped-Schuhwerk problemlos stand. *Dickes-LIKE!*

Interessant wäre natürlich, das Experiment bei einer 500-Kilometer-Dauer-Regenfahrt zu wiederholen (wie damals auf dem Weg nach Berlin…) Freiwillig möchte ich die Erfahrung jedoch nicht erneut machen… 🙂

Kritikpunkte

1. Leider hat sich bereits nach drei intensiven Fahr-Tagen die Innensohle gelöst.
Es gibt jedoch Schlimmeres!

Gianni Falco: Gelöste Innensohle

2. Auch das Ausziehen der Stiefel könnte leichter gehen.
Funktioniert aber immerhin ohne fremde Hilfe!

Gianni Falco Dany
Ungeputzte Stiefel nach einer Woche mit streckenweisen Regenfahrten…

3. Nach wenigen Fahrtagen sah man schon deutliche „Abwetz-Erscheinungen“ am „Schalt-Stiefel“:
„Selber schuld!“ (wie man hier sagen würde!)

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Erst im Nachhinein las ich, dass dieses „komische Band“, das sich im Schuhkarton befand, offenbar eine „Schaltverstärkung“ darstellen soll und dafür gedacht ist, um die Schuhspitze gespannt zu werden.
Wurde natürlich direkt ausprobiert: Irgendwie verabschiedete sich das Teil jedoch bereits auf dem Weg zum Mopped. Hmmm… Habe ich möglicherweise das Prinzip nicht begriffen? 😉

2015-07-04 16.11.13

Ansonsten ist alles gut: Zumal man mit den Stiefeln nicht nur fahren kann, sondern auch das Laufen kein Problem darstellt!

Damit kein falscher Eindruck entsteht:

Wir sind mit „Gianni Falco“, „Held“ und „CS-Bikewear“ weder verwandt, noch verschwägert. Die Stiefel wurden nicht gesponsert, sondern ganz regulär vom eigenen sauer verdienten Geld bezahlt!

schuhe2   schuhe

 

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Susy
Susy
Geboren "Anno Pief" (im letzten Jahrhundert). Im zarten Alter von vierzehn - keine Ahnung wieso - mit dem Mopped-Fieber infiziert und anschließend eine gefühlte Ewigkeit um den Moppedschein gekämpft. Mit sechzehn zunächst an der "unendlichen Macht" ihrer "Ernährer" gescheitert, mit achtzehn dann aber endlich erfolgreich. *YEAH!* Im Anschluss - trotz Schein - leider nie aktiv gefahren und den "Virus" eine halbe Ewigkeit erfolgreich verdrängt. Vor etwa zehn Jahren brach er allerdings - umso heftiger - wieder aus... Seitdem "isse" - moppedtechnisch gesehen - mindestens "unheilbar krank"! :D
http://www.motorrado.de

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